Echo, die Zweite

Nachdem Dirk ja gestern bereits ein Statement zur Echo-Verleihung hier auf unterstömt gepostet hat, wollte ich nun dennoch heute noch mal nachlegen, da mich diese PR-Veranstaltung der deutschen Musikindustrie schon länger ein bisschen ärgert. Zudem finde ich die ganze Aufregung um die beiden Hip-Hop-Hohlköpfe mit ihrem antisemitischen und misogynen Müll nun auch etwas heuchlerisch, denn dass es irgendwann zu genau diesem Szenario bei einer Echo-Verleihung kommen musste, liegt ja schon in den Grundzügen dieser Veranstaltung begründet.

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Die gute, alte Zeit kommt nicht wieder

Ein Gastartikel von Heinz Peglau

Telefonshop an Telefonshop gereiht, Optikerketten, Apotheken und Drogerieketten sowie andere Franchising-Läden bestimmen meist das Innenstadtbild. Immer weniger Fachgeschäfte, immer weniger alteingesessener Handel sind zu sehen, bedienen ein immer kleiner werdendes Publikum. Mäc Geiz oder Kik oder oft sogar beides, zentral gelegen, sind in jedem Stadtbild zu finden, machen die Innenstädte immer austauschbarer, oft immer trister. Überall ein ähnliches Bild, fast überall wird der Niedergang des Handels in den Innenstädten beklagt, und auch fast überall werden die gleichen Forderungen in schöner Regelmäßigkeit erhoben: Kauft vor Ort und nicht online, heißt es dann.

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Teile und herrsche, die nächste Runde

Nachdem Jens Spahn mit seinen Äußerungen, dass Hartz IV ja noch lange nicht bedeuten würde, arm zu sein, noch reichlich Kritik hat einstecken müssen, häufen sich zurzeit gerade wieder die Berichte in den Medien von faulen Transferleistungsempfängern, die auf verschiedene Arten den Sozialstaat austricksen und ausnützen würde. Erinnerungen an die BILD-Kampagne von „Florida-Rolf“ vor etwa 15 Jahren werden wach, und die Stimmung in vielen öffentlichen Diskussionen kippt zunehmend von Empörung über Sozialdarwinismus à la Spahn, Lindner und Co. hin zu pauschalisierenden echauffierten Feststellungen über faule Arbeitslose. Das hat leider Tradition in Deutschland – und ist m. E. eben auch nicht zufällig gerade jetzt in dieser fast schon als Kampagne zu bezeichnenden Form anzutreffen.

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Konsumverzicht! Wie klingt Konsumfreiheit?

Nachdem kürzlich bei scobel (3sat) das Thema „Macht der Lobbyisten“ meine Aversion gegen den blinden Konsum der Menschen schürrte, hatte ich mal wieder den Gedanken, dieses Verhalten ins Bewusstsein der Leute/Leser zu holen. Gibt es eigentlich schon einen internationalen Tag des Konsumverzichts? Und ist der Name nicht irgendwie unpassend, da „Verzicht“ nicht gerade einen positiven Anreiz verspricht? Gerade habe ich das Buch „Gute Macht Geschichten“ durchgelesen, das sich mit der Umdeutung von Begriffen durch politische Akteure beschäftigt.

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Ohnmacht und Autonomieverlust

Ohnmachtsgefühle bzw. deren Äußerung begegnet einem heute ja immer öfter. „Man kann ja eh nichts machen als Einzelner“ oder „Die Politiker machen doch eh, was sie wollen“ sind typische Aussagen, aus denen eine gehörige Portion Resignation spricht. Natürlich gibt es schon gute Gründe, so zu empfinden, aber ich habe dennoch das Gefühl, dass hier einige verstärkende Impulse mit hinzukommen: In unserem alltäglichen Handeln erfahren wir nämlich zum einen ständige Ohnmachtserlebnisse, zum anderen einen immer größer werdenden Verlust von Autonomie, beides zu einem erheblichen Teil bedingt durch Digitalisierung und Technisierung.

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Facebook und die Daten

Facebook steht zurzeit massiv in der Kritik aufgrund der Enthüllungen eines Whistleblowers der Firma Cambridge Analytica. Da ist von Datenklau und Gefährdung der Demokratie durch Manipulation von Wählern die Rede, sodass mittlerweile schon die User vonseiten einige Medien und Politiker dazu aufgefordert werden, ihren Account beim weltweit größten sozialen Netzwerk zu löschen. Das Feindbild passt ja auch zu schön, denn Cambridge Analytica hat US-Präsident Donald Trump in seinem Wahlkampf unterstützt. Dennoch bekomme ich den Eindruck, dass diese Diskussion weitgehend in eine vollkommen falsche Richtung läuft.

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(Kalter) Krieg zwischen Elitenvertretern und Bevölkerung

Gerade nach dem G20-Gipfel in Hamburg habe ich in den öffentlichen-rechtlichen Medien mal wieder den Ruf von Politikern aller Couleur gehört, dass die Polizei doch bitte aufrüsten möge, um mit den Randalierern bei angemeldeten Demonstrationen fertig zu werden. Dabei spielen dann auch Inlandseinsätze der Bundeswehr eine Rolle, um den Tod nicht nur in Form von exportieren Rüstungsgütern auf dem Planeten zu verteilen.

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So funktioniert rechte Hetze

Da wird in Berlin eine 14-Jährige erstochen, und sofort ist für rechte Hetzseiten wie Journalistenwatch klar, dass der Täter ein „arabischer Merkel-Schützling“ ist. Das wird sogar als Tatsache gleich an den Anfang des Artikels als Tatsache festgestellt – es ist nicht etwa von einem Tatverdächtigen die Rede, sondern im Gegensatz zur Polizei haben die rassistischen Schmierfinken den Fall natürlich schon sofort gelöst.

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