Vorverurteilung: Gemeinsamkeit von Gutmensch und Rassist

Noch immer regen sich genug „gebildete Leute“ über die vermeintliche „Dummheit“ anderer auf, was gerade in der Debatte um den ECHO über die beiden Deutschrapper zu sehen ist. Aber wie viel können denn die ungebildeten, weniger intellektuellen oder narzisstisch (anempathischen) Personen für ihre Prägung (sofern sie sich als Mangel im Sozialverhalten auswirken)?

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Echo, die Zweite

Nachdem Dirk ja gestern bereits ein Statement zur Echo-Verleihung hier auf unterstömt gepostet hat, wollte ich nun dennoch heute noch mal nachlegen, da mich diese PR-Veranstaltung der deutschen Musikindustrie schon länger ein bisschen ärgert. Zudem finde ich die ganze Aufregung um die beiden Hip-Hop-Hohlköpfe mit ihrem antisemitischen und misogynen Müll nun auch etwas heuchlerisch, denn dass es irgendwann zu genau diesem Szenario bei einer Echo-Verleihung kommen musste, liegt ja schon in den Grundzügen dieser Veranstaltung begründet.

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Die gute, alte Zeit kommt nicht wieder

Ein Gastartikel von Heinz Peglau

Telefonshop an Telefonshop gereiht, Optikerketten, Apotheken und Drogerieketten sowie andere Franchising-Läden bestimmen meist das Innenstadtbild. Immer weniger Fachgeschäfte, immer weniger alteingesessener Handel sind zu sehen, bedienen ein immer kleiner werdendes Publikum. Mäc Geiz oder Kik oder oft sogar beides, zentral gelegen, sind in jedem Stadtbild zu finden, machen die Innenstädte immer austauschbarer, oft immer trister. Überall ein ähnliches Bild, fast überall wird der Niedergang des Handels in den Innenstädten beklagt, und auch fast überall werden die gleichen Forderungen in schöner Regelmäßigkeit erhoben: Kauft vor Ort und nicht online, heißt es dann.

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Terrorismus scheint grundsätzlich nicht deutsch zu sein

Am 7. April ist in Münster ein anscheinend psychisch kranker Mann mit einem Kleintransporter in eine vor einem Café sitzende Menschengruppe gefahren und hat dabei drei Menschen getötet und zahlreichen weitere zum Teil schwer verletzt. Danach erschoss sich der Fahrer selbst mit einer mitgeführten Schusswaffe. Bevor irgendetwas Genaueres zum Täter bekannt war, kam vonseiten der AfD (Beatrix von Storch tat sich mal wieder besonders ekelhaft dabei hervor) schon die mittlerweile leider übliche Hetze, die davon ausging, dass es einen islamistischen Hintergrund gäbe. Dies stellte sich dann zwar kurz darauf als unzutreffend heraus, aber interessant war dann m. E. vor allem, dass viele Medien schrieben, dass es sich nicht um einen terroristischen Anschlag handele.

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Teile und herrsche, die nächste Runde

Nachdem Jens Spahn mit seinen Äußerungen, dass Hartz IV ja noch lange nicht bedeuten würde, arm zu sein, noch reichlich Kritik hat einstecken müssen, häufen sich zurzeit gerade wieder die Berichte in den Medien von faulen Transferleistungsempfängern, die auf verschiedene Arten den Sozialstaat austricksen und ausnützen würde. Erinnerungen an die BILD-Kampagne von „Florida-Rolf“ vor etwa 15 Jahren werden wach, und die Stimmung in vielen öffentlichen Diskussionen kippt zunehmend von Empörung über Sozialdarwinismus à la Spahn, Lindner und Co. hin zu pauschalisierenden echauffierten Feststellungen über faule Arbeitslose. Das hat leider Tradition in Deutschland – und ist m. E. eben auch nicht zufällig gerade jetzt in dieser fast schon als Kampagne zu bezeichnenden Form anzutreffen.

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Konsumverzicht! Wie klingt Konsumfreiheit?

Nachdem kürzlich bei scobel (3sat) das Thema „Macht der Lobbyisten“ meine Aversion gegen den blinden Konsum der Menschen schürrte, hatte ich mal wieder den Gedanken, dieses Verhalten ins Bewusstsein der Leute/Leser zu holen. Gibt es eigentlich schon einen internationalen Tag des Konsumverzichts? Und ist der Name nicht irgendwie unpassend, da „Verzicht“ nicht gerade einen positiven Anreiz verspricht? Gerade habe ich das Buch „Gute Macht Geschichten“ durchgelesen, das sich mit der Umdeutung von Begriffen durch politische Akteure beschäftigt.

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