And the ECHO goes to …

Überraschung: Der ECHO wird nach Verkaufszahlen vergeben, dass sollte jedem Künstler bei dieser Veranstaltung klar sein. In unserer Konsumgesellschaft hat das also herzlich wenig mit künstlerischem Engagement oder Innovation zu tun, sondern meistens dürften die Ausgaben für Marketing in Form von gekauften Rotationen und TV-/Radiowerbung ausschlaggebend sein. Alternativen wie z. B. der „Preis für Popkultur“ (Deutschlandradio Kultur) verfolgen da einen anderen Ansatz und bieten damit auch mehr Platz für kontroverse Diskussionen über dessen Gewinner. Aber bei einem Preis nach Verkaufszahlen (der deshalb Helene Fischer mit 17 Trophäen den Spitzenplatz sichert), wie kann man sich da so scheinheilig über die Vergabe echauffieren?

Da ist dann noch der Spezial-ECHOs für das Lebenswerk, der von einer Jury vergeben wird. Würden sich die Damen und Herren über diese Auszeichnung aufregen, wäre zumindest Kritik an der Juryentscheidung nachvollziehbar. Um es also mal deutlich zu schreiben: Wer sich im Fahrwasser des Kommerz bewegt, der wird sich wohl oder übel auch der ökonomischen Strömung hingeben müssen … egal mit wem man da im Boot sitzt.

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Dirk

Jahrgang 1974, in erster Linie Teil dieser Welt und bewusst nicht fragmentiert und kategorisiert in Hamburger, Deutscher, Mann oder gar Mensch. Als selbstständiger IT-Dienstleister (Rechen-Leistung) immer an dem Inhalt und der Struktur von Informationen interessiert und leidenschaftlich gerne Spiegel für sich selbst und andere (als Vater von drei Kindern kommt dies auch familiär häufig zum Einsatz). Seit vielen Jahren überzeugter Vegetarier und trotzdem der Meinung: „Alles hat zwei Seiten, auch die Wurst hat zwei!“

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