Demut statt Patriotismus

In den letzten Wochen habe ich mit unterschiedlichen Menschen über das Thema Patriotismus diskutiert, und auch im politischen und medialen Diskurs taucht das ja immer wieder auf. Ich selbst halte ja nicht allzu viel von dem Konzept, in irgendeiner Form stolz auf sein Land zu sein, da ich Nationalstaaten als recht willkürliche Verwaltungsgebilde ansehe, die sich zudem mittlerweile als immer untauglicher erweisen, um globale Probleme wie die Verwerfungen durch den Welthandel, die Ausbeutung des globalen Südens durch den globalen Norden, den Klimawandel, die globale Umweltzerstörung, den weltweiten Hunger usw. auch nur ansatzweise lösen zu können.

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Der Rechtsruck und seine Ursachen

Die AfD genießt zunehmende Popularität, offener Rassismus begegnet einem immer häufiger, die Zahl der rechten Straftaten steigt, die Politik entscheidet weitgehende Überwachungsbefugnisse für Geheimdienste und Asylrechtsverschärfungen – der Rechtsruck in Deutschland ist mittlerweile für jeden offensichtlich geworden. Doch wie konnte es dazu kommen? Für viele, so hat es den Anschein, wirkt es immer noch so, als sei das alles quasi „vom Himmel gefallen“. Wenn man ein wenig genauer hinschaut, erkennt man jedoch eine Kontinuität von Ereignissen, die diese Entwicklung begleitet und angestoßen haben. Und wenn man dann noch der Frage nachgeht, wem dieser Rechtsruck denn am meisten nützt, dann ergibt sich ein recht schlüssiges Bild.

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Ab nach rechts – und was hast Du dazu beigetragen?

Die zunehmend ohne jede Scheu in sozialen Medien wie Facebook (und auch anderswo) herausposaunten rechten, rassistischen, ausländerfeindlichen Parolen, das Aufkommen von Dingen wie HOGESA und PEGIDA sowie die Wahlerfolge der AfD, deren Mitglieder und Repräsentanten ja nun auch oft genug mit rechtsextremen Äußerungen auffallen, dürften ja niemandem entgangen sein. Doch ist das nun wirklich so überraschend und aus heiterem Himmel kommend?

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WM 2014 – mein persönliches Fazit

Zur WM und warum ich diese Spiele nicht verfolgt habe, hab ich ja hier schon etwas geschrieben. Nun ist das Spektakel also vorbei, Deutschland ist Weltmeister, der Alltag geht weiter. Doch bei mir sind einige Dinge hängen geblieben bei dieser WM, und diese haben weniger mit dem Fußball zu tun als mit der Art, wie das ganze Ereignis rezipiert wurde.

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Denk ich an Deutschland in der Nacht …

Gestern war ich bei einem interessanten Vortrag der Soziologin Lena Nehlsen im Rahmen des Zeckensalons in den Fanräumen des Millerntorstadions vom FC St. Pauli. Dabei ging es um die Normalisierung von Nationalismus im Zuge des seit 2006 initiierten Partypatriotismus. Der Vortrag und die sich daran anschließende Diskussion blieben dann ziemlich beim Thema Fußball (was auch o. k. ist im Rahmen so einer Veranstaltung), nur finde ich die darüber hinausgehenden Schlussfolgerungen mit Bezug auf das momentane politische Geschehen ausgesprochen beängstigend.

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Schwarz-rot-goldene Marionetten

Vor Kurzem hatte ich mit ein paar Freunden eine Diskussion über den sogenannten Partypatriotismus, und da ja nun bald auch wieder das nächste Spektakel in Form der Fußball-WM im nächsten Sommer ansteht, scheint es mir angebracht, dieses Phänomen ein bisschen eingehender zu betrachten.

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