{"id":11697,"date":"2018-09-09T15:11:38","date_gmt":"2018-09-09T13:11:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=11697"},"modified":"2018-09-09T15:11:38","modified_gmt":"2018-09-09T13:11:38","slug":"interessantes-aus-kw-36-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=11697","title":{"rendered":"Interessantes aus KW 36\/2018"},"content":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. Viel Spa\u00df beim Lesen und Anschauen!<\/p>\n<p>1. Ein beherzter Aufruf f\u00fcr eine internationale Demo mit Millionen von Menschen: gegen Egoismus, f\u00fcr Demokratie, f\u00fcr mehr Menschlichkeit und eine gemeinsame Gestaltung der Zukunft. So ruft z. B. der franz\u00f6sische Philosoph Geoffroy de Lagasnerie in seinem Essay \u201eDenken in einer schlechten Welt\u201c die Denker und Kulturschaffenden auf, aktiv zu werden. Der Autor Roberto Saviano geht sogar so weit, die Menschen in \u201eRebellen oder Komplizen\u201c des (neoliberalen) Systems zu spalten. Ein <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/ttt-titel-thesen-temperamente\/Denken-in-einer-schlechten-Welt\/Das-Erste\/Video?bcastId=431902&amp;documentId=55662106\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sechsmin\u00fctiger Bericht<\/a>\u00a0bei <em>ttt<\/em> (ARD) greift die Aufbruchstimmung und den Aktionismus von Autoren und Philosophen auf und fasst diese motivierend zusammen. Infos zur weltweite Demo am 13. 10. 2018 <a href=\"http:\/\/www.13-10.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">findet Ihr hier,<\/a>\u00a0und dort k\u00f6nnt Ihr auch eine Demo in Eurer Stadt anmelden (noch keine in Hamburg!). [Dirk]<\/p>\n<p>2. In ihrer <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/rechtsextremismus-es-kann-nicht-genug-antifa-geben-a-1226394.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kolumne auf <em>Spiegel Online<\/em><\/a> bricht Margarete Stokowski eine ausgesprochen lesenswerte Lanze f\u00fcr die Antifa. Diese wird n\u00e4mlich mittlerweile nicht nur von Rechten ausgesprochen undifferenziert betrachtet, sondern auch von vielen politischen und medialen Akteuren der sogenannten Mitte, die andererseits bei den Rechten, die in Chemnitz marodierten und mitliefen, reichlich Differenzierung einfordern. Antifaschismus sollte eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sein, und man kann ihn auch gar nicht deutlich und von mir aus auch radikal (im urspr\u00fcnglichen Sinne des Wortes) genug postulieren. [Karl]<\/p>\n<p>3. Der neuen Bewegung\u00a0\u201eaufstehen\u201c wird ja von linker Seite oft vorgeworfen, nicht internationalistisch zu sein und daher Nationalismus zu bef\u00f6rdern. Dass dieser Kritik allerdings eine vollkommen absurde Vorstellung von Internationalismus zugrunde liegt, die sowohl historisch nicht haltbar als auch in der heutigen Zeit praktisch nicht umsetzbar ist, weist Roberto J. De Lapuente in einem <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2018\/09\/ich-bin-fuer-fluechtlinge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>neulandrebellen<\/em><\/a> nach. Dort stellt er auch den wichtigen Unterschied von\u00a0\u201eIch bin f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge\u201c und\u00a0\u201eFluchtursachen m\u00fcssen dort bek\u00e4mpft werden, wo sie entstehen\u201c heraus. [Karl]<\/p>\n<p>4. In einem <a href=\"https:\/\/www.jetzt.de\/politik\/15-jaehrige-schwedin-streikt-fuer-effektivere-klimapolitik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>jetzt<\/em><\/a> geht es um die 15-j\u00e4hrige Greta aus Schweden. Das M\u00e4dchen streikt n\u00e4mlich seit ein paar Wochen, indem sie nicht zur Schule geht, sondern stattdessen vor dem Parlamentsgeb\u00e4ude sitzt, um so zu demonstrieren, dass ihrer Ansicht nach politisch viel zu wenig gegen den Klimawandel gemacht wird. Und damit gewinnt sie nicht nur viele Sympathien, sondern zeigt eben auch deutlich auf, dass die destruktive Politik unserer Tage vor allem Folgen f\u00fcr diejenigen haben wird, die heute jung sind &#8211; die Politiker und Wirtschaftsbosse selbst, die unseren Planten gerade zunehmend zerst\u00f6ren, sind dann ja schon l\u00e4ngst tot. Klasse, Greta, es braucht mehr Menschen wie Dich! [Karl]<\/p>\n<p>5. Die rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz haben ja die mediale \u00d6ffentlichkeit und auch uns hier auf unterstr\u00f6mt reichlich besch\u00e4ftigt in den letzten zwei Wochen. Auch Sascha Lobo hat sich in seiner <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/sascha-lobo-zu-den-krawallen-in-chemnitz-eine-zaesur-findet-nicht-statt-a-1225485.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kolumne auf <em>Spiegel Online<\/em><\/a> einige sehr lesenswerte Gedanken dazu gemacht, die zwar schon aus der vorletzten Woche sind, die ich Euch aber dennoch explizit empfehlen m\u00f6chte. Er bem\u00e4ngelt n\u00e4mlich, dass gerade vonseiten der Konservativen best\u00e4ndig die Vorf\u00e4lle heruntergespielt werden, da der deutsche Konservative eben tendenziell ein Problem damit hat, Rechtsextreme auch als Bedrohung wahrzunehmen. So findet keine Z\u00e4sur statt, die nach diesen Vorf\u00e4llen eigentlich angebracht w\u00e4re. [Karl]<\/p>\n<p>6. In einem <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/azubis-sind-so-unzufrieden-wie-noch-nie-a-1226219.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>Spiegel Online<\/em><\/a> werden die Ergenisse einer Befragung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) von 25.000 Auszubildenden vorgestellt. Und diese sehen nicht gut aus, denn mit 70 Prozent ist der Wert derjenigen, die mit ihrer Ausbildung zufrieden sind, so niedrig wie noch nie. Gr\u00fcnde daf\u00fcr: \u00dcberstunden (oft unbezahlt), eingeforderte au\u00dferberufliche Erreichbarkeit, nicht Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten, schlechte Bezahlung. Da wird immer vom angeblichen Fachkr\u00e4ftemangel lamentiert, und dann wird mit den zuk\u00fcnftigen Fachkr\u00e4ften immer sch\u00e4biger umgesprungen &#8211; passt irgendwie nicht zusammen, oder? [Karl]<\/p>\n<p>7. Wie fast jede Woche gibt es auch nun wieder mal Uns\u00e4glichkeiten von der AfD zu berichten. Ein <a href=\"https:\/\/www.mz-web.de\/sachsen-anhalt\/landespolitik\/intimer-chat-veroeffentlicht-poggenburg-spricht-von-afd-als--rattenloch--31211696\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in der <em>Mitteldeutschen Zeitung<\/em><\/a> und eine <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/intimer-chat-geleakt-andre-poggenburg-spricht-von-afd-als-rattenloch-a-1576071?GEPC=s2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meldung der <em>Frankfurter Rundschau<\/em><\/a> berichten, wie sich die rechtsextremen Karrieristen gerade selbst an die Gurgel gehen. Partei-Promi Andr\u00e9 Poggenburg sch\u00e4umt n\u00e4mlich vor Wut und bezeichnet die AfD als\u00a0\u201eRattenloch\u201c, weil von irgendjemandem aus der Partei pikante Erotik-Chats von Poggenburg an die linke Website Indymedia durchgesteckt wurden, und zwar zu einer Zeit, als er noch in einer festen Beziehung war. Na ja, so ein Verhalten sollte einen bei derartigen Typen auch nicht wundern, oder? Aber gut, wenn die Rechtsau\u00dfen sich nun gegenseitig zerlegen. [Karl]<\/p>\n<p>8. Tut sich da gerade ein neuer Konfliktherd auf? Laut einem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Neocon-bringt-Intervention-in-Venezuela-ins-Spiel-4154872.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>Telepolis<\/em><\/a> hat Marco Rubio, Senator und im Vorwahlkampf Pr\u00e4sidentschaftskandidat der Republikanischen Partei sowie knallharter Neocon, verlauten lassen, dass er einen US-Milit\u00e4rintervention in Venezuela begr\u00fc\u00dfen w\u00fcrde. Dies \u00e4u\u00dferte er auch dem Sicherheitsberater von US-Pr\u00e4sident Trump, John Bolton, gegen\u00fcber &#8211; insofern sind derartige Gedankenspiele durchaus ernst zu nehmen, zumal es auch einige andere Hinweise auf eine m\u00f6gliche Eskalation gibt. Den milit\u00e4risch-industriellen Komplex d\u00fcrfte es mal wieder freuen &#8230; [Karl]<\/p>\n<p>9. Richard David Precht ist als Philosoph ja schon \u00f6fter mit provokanten Aussagen aufgefallen (mir meistens positiv), dar\u00fcber hinaus propagiert er auch immer wieder eine vegetarische Ern\u00e4hrung. In einem <a href=\"https:\/\/www.animalequality.de\/neuigkeiten\/interview-richard-david-precht-fleisch-massentierhaltung?utm_source=Animal+Equality+Newsletter&amp;utm_campaign=59a8047058-EMAIL_CAMPAIGN_2018_09_04_01_57&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_14f361350f-59a8047058-63954621\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview mit <em>Animal Equality<\/em><\/a> spricht er nun \u00fcber Massentierhaltung, sogenanntes Clean Meat, also k\u00fcnstlich hergestelltes Fleisch, und ein Bad-Trade-Siegel. Seiner Ansicht nach sind n\u00e4mlich die industrielle Massentierhaltung und ihre Folgen eines der elementaren Probleme unserer Zeit. Interessant! [Karl]<\/p>\n<p>10. In der <em>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/em> findet sich ein lesenswertes <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sz-serie-schaffen-wir-das-integration-kommt-allen-zugute-1.4117000\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview mit der Migrationsforscherin Petra Bendel<\/a>, die darin aufzeigt, was bisher bei der Integration von Gefl\u00fcchteten seit 2015 gut gelaufen ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Zwei Aspekte finde ich dabei besonders interessant: zum eine, dass Integration und die damit verbundenen Ma\u00dfnahmen letztlich allen Menschen im Land zugute kommen, da nicht nur die Gefl\u00fcchteten von mehr sozialem Wohnungsbau und spezifischeren Angeboten beispielsweise im Kindergartenbereich profitieren. Zum anderen, dass von Politik und Medien kaum \u00fcber das Gelingen von Integration gesprochen wird, sondern vor allem \u00fcber Migrationsprobleme. [Karl]<\/p>\n<p>11. Was meinen wir eigentlich, wenn wir von \u201eTransparenz\u201c sprechen? F\u00fcr wen soll sie gelten, wie weit soll sie gehen? Wer unterscheidet zwischen wichtigen Informationen und pikanten Details? Welche Informationen sind im \u00f6ffentlichem Interesse? Dieser Frage widmet sich\u00a0<em>arte<\/em> in seiner <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/078732-013-A\/philosophie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">30-min\u00fctigen Sendung<\/a> PhiLosoPhie mit\u00a0Rapha\u00ebl\u00a0Enthoven und stellt so auch Fragen, die man zuvor vielleicht eher sehr pauschal gehandhabt hat. [Dirk]<\/p>\n<p>12. Im Rahmen der Sendung <em>Monitor<\/em> (WDR) finden sich zwei hochinteressante Berichte zu den Dauerthemen <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-schulterschluss-mit-rechtsextremen-die-neue-strategie-der-afd-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schulterschluss mit Rechtsextremen<\/a> und den gesellschaftlichen <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-schwarz-blau-regiert-wohin-steuert-oesterreich-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umstrukturierungen in \u00d6sterreich<\/a> durch die rechtspopulistische \u00d6VP-FP\u00d6-Regierung. Beide Berichte zeigen auf, in welche Richtung und auf wessen Kosten die neoliberalen Kr\u00e4fte im deutschsprachigen Raum hinarbeiten. Wie bereitwillig die (verblendeten und ver\u00e4ngstigten) W\u00e4hler zur Schlachtbank schlendern &#8230; [Dirk]<\/p>\n<p>13. B\u00fcrgern\u00e4he durch den Einsatz der (un-)sozialen Medien schreiben einige Polizeibeh\u00f6rden gro\u00df. Zwei Berichte bei <em>ZAPP<\/em> (<em>NDR<\/em>) nehmen das Ph\u00e4nomen unter die journalistische Lupe und beleuchten das Feld aus unterschiedlichen Perspektiven. Zum einen geht es mit <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/Ullrich-Polizei-Tweets-bei-Demos-wirken-direkt,interview3286.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polizei- und Konfliktforscher Dr. Peter Ullrich in einem Interview<\/a> um die journalistische Rolle der Tweets und deren oftmals stark spekulativen Inhalt. Im <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/Polizei-betreibt-ueber-330-Social-Media-Profile,polizei5110.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">siebeneinhalbmin\u00fctigen Beitrag<\/a> begleitet die Kamera einen der <em>Facebook<\/em>-Beamten und stellt die Frage nach Sinn und Authentizit\u00e4t dieser Beitr\u00e4ge. Auch die Informationen unter dem Videobeitrag sind interessant und einen Blick wert. [Dirk]<\/p>\n<p>14. Auch wenn es bei <em>Frontal21<\/em> (<em>ZDF<\/em>) diese Woche wieder zu gro\u00dfen Teilen um die Trauer und Hetze in Chemnitz geht, so findet sich doch auch ein anderes Thema mal wieder in einem <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/zu-viel-zucker-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">achtmin\u00fctigen Beitrag: Zucker<\/a>. Das Thema hatten wir hier auch schon ab und zu, aber es ist immer wieder ersch\u00fctternd, mit welcher Abgebr\u00fchtheit Konzerne falsche Studien in Auftrag geben und wie bereitwillig sich verantwortungslose, korrupte und gierige Politiker und Wissenschaftler f\u00fcr solch ein Spiel einspannen lassen. Und nat\u00fcrlich tr\u00e4gt auch jeder Einzelne, der sich gern hinters Licht f\u00fchren l\u00e4sst, seinen Teil dazu bei. [Dirk]<\/p>\n<p>15. Ein kurzer <a href=\"https:\/\/www.grenzwissenschaft-aktuell.de\/studie-zeigt-wie-sich-verzerrte-urteile-ueber-gewalttaten-bilden20180907\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf <em>grenzwissenschaft-aktuell<\/em> berichtet<\/a> \u00fcber eine Studie \u00fcber die Wahrnehmung von Gewalttaten. Demnach hat ein internationales Psychologenteam im Fachjournal\u00a0<em>Social Psychological and Personality Science<\/em> die verzerrte Wahrnehmung mit der Integrit\u00e4t zur eigenen sozialen Gruppe erkl\u00e4rt. Die Probeanden wurden teilweise vor dem medialen Echo auf Attentate befragt, um deren Beeinflussung durch das soziale Umfeld vorzubeugen (z. B. Spekulation \u00fcber Hintergr\u00fcnde f\u00fcr die Taten). Ein Ansatzpunkt auch f\u00fcr die Medien, um die Art und Richtung einer Berichterstattung zu hinterfragen. [Dirk]<\/p>\n<p>16. Passend dazu ein weiterer Beitrag auf <em>grenzwissenschaft-aktuell<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.grenzwissenschaft-aktuell.de\/warum-und-wie-wir-an-unseren-weltbildern-festhalten20180905\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">warum und wie wir an unseren Weltbildern festhalten<\/a>. Ob nun der Chemnitzer Politiker, der keinen rechten Mob auf den Stra\u00dfen sah, der AfD-W\u00e4hler, der die Rechte des kleinen Mannes durch diesen neoliberalen Haufen vertreten sieht, oder der Fl\u00fcchtlingshelfer, der keine kriminellen Fl\u00fcchtlinge in seinem Weltbild akzeptieren m\u00f6chte. Wie hier auf <em>unterstr\u00f6mt<\/em> auch schon oft geschrieben: Je weniger wir \u00fcber etwas informiert sind, desto energischer klammern wir uns an unser eindimensionales Weltbild. [Dirk]<\/p>\n<p>17. In der <em>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/em> findet sich ein <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/wohnen-stadt-interview-1.4108948\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview mit dem Architekten Christian Sch\u00f6ningh<\/a>, der darin seine Vorstellungen, wie man urbanes Leben gestalten sollte, pr\u00e4sentiert. Er pl\u00e4diert daf\u00fcr, vor allem die Eigentumsverh\u00e4ltnisse neu zu ordnen, um so Wohnen nicht stetig mehr zu einer reinen Renditesache f\u00fcr Investoren verkommen zu lassen. M\u00f6glichkeiten w\u00e4ren genossenschaftliche Modelle oder Erbbaurecht, bei dem nur die Nutzung einer Grundst\u00fcckes gestattet wird, das dann allerdings in \u00f6ffentlicher Hand verbleibt. Interessante Ans\u00e4tze! [Karl]<\/p>\n<p>18. Die Fehltritte von Verfassungsschutzpr\u00e4sident\u00a0Hans-Georg Maa\u00dfen waren zuletzt ja (auch bei uns) immer wieder Thema. Nun hat er einen neuen Bock geschossen, indem er doch tats\u00e4chlich behauptete, die Ausschreitungen von Chemnitz h\u00e4tte es gar nicht gegeben, diese seien vielmehr eine Erfindung der Medien. Passende Worte zu diesem haneb\u00fcchenen, aber gef\u00e4hrlichen Unsinn, der Deutschlands Rechte jubilieren l\u00e4sst, findet Georg Restle in einem knapp zweimin\u00fctigen <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-445883.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kommentar dazu in der <em>Tagesschau<\/em><\/a>.Chapeau, Herr Restle! [Karl]<\/p>\n<p>19. Der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff informiert ja schon seit Jahren \u00fcber die zunehmenden sozialen Defizite, die junge Menschen heutzutage aufweisen. Anl\u00e4sslich seines neuen, gerade erschienenen Buchs\u00a0\u201eDie Wiederentdeckung der Kindheit: Wie wir unsere Kinder gl\u00fccklich und lebenst\u00fcchtig machen\u201c f\u00fchrte Katrin Heise ein <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kinderpsychiater-ueber-verhaltensauffaelligkeiten-warum.1008.de.html?dram:article_id=390041\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview mit ihm im <em>Deutschlandfunk Kultur<\/em><\/a>. Und Winterhoff hat alarmierendes zu berichten, da n\u00e4mlich die Digitalisierung insbesondere in Form von omnipr\u00e4senten Smartphones die Situation in den letzten Jahren massiv versch\u00e4rft hat. Doch er bietet auch L\u00f6sungen an, wie man wieder aus dem Zustand von permanentem Stress und Dauerhetze, der sich eben auch auf die Kinder \u00fcbertr\u00e4gt, hinauskommen kann. [Karl]<\/p>\n<p>20. In seiner <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/aufstehen-mit-oder-ohne-sahra-wagenknecht-die-zukunft-liegt-links-a-1226965.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kolumne auf <em>Spiegel Online<\/em><\/a> zeigt Thomas Fricke auf, dass es dringend notwendig ist, linke Konzepte f\u00fcr die L\u00f6sungen der aktuellen Probleme und Missst\u00e4nde heranzuziehen, da ja die rechten marktliberalen Ideen genau diese Probleme ja erst verursacht h\u00e4tten. Der Wirtschaftsliberalismus, der immer mehr Markt und immer weniger Staat propagiert, ist n\u00e4mlich in nahezu allen Bereichen gescheitert, wie Fricke mit zahlreichen Beispielen belegt. Dass nun ein Gegensteuern gegen diese Verwerfungen grunds\u00e4tzlich als links gebrandmarkt wird &#8211; so wie alles, was dazu dienen soll, dass nicht nur einige wenige immer reicher werden -, ist zudem einer Art \u201ekollektiver Gehirnw\u00e4sche\u201c zu verdanken. [Karl]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. 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