{"id":12092,"date":"2018-10-04T18:13:46","date_gmt":"2018-10-04T16:13:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=12092"},"modified":"2018-10-04T18:14:15","modified_gmt":"2018-10-04T16:14:15","slug":"schreibtischtaeter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=12092","title":{"rendered":"Schreibtischt\u00e4ter"},"content":{"rendered":"<p>Seit 16 Jahren bin ich freiberuflich t\u00e4tig, seit 2005 lebe ich in meiner jetzigen Wohnung, in der ich auch ein Arbeitszimmer habe. Bisher habe ich nie Probleme mit dem Finanzamt gehabt, habe stets meine Steuern bezahlt, mal nachgezahlt, mal etwas zur\u00fcckerhalten (die Ums\u00e4tze variieren ja von Jahr zu Jahr). Soweit also alles gut. Doch nun durfte ich gerade die Erfahrung machen, wie es sich anf\u00fchlt, wenn man beim Finanzamt an jemanden ger\u00e4t, der ohne eigenes Nachdenken seine Anordnungen ausf\u00fchrt und dabei anscheinend noch etwas Freude an der Schikane hat. Ein ausgesprochen unangenehmer, wenn nicht gar gef\u00e4hrlicher Typ Mensch, wie ich finde.<\/p>\n<p>Ich habe meine Einkommensteuererkl\u00e4rung in den ersten Jahren meiner Selbstst\u00e4ndigkeit immer auch selbst angefertigt. Das war kein gro\u00dfes Vergn\u00fcgen, aber da die einzutragenden Zahlen in den Formularen ja irgendwie immer die gleichen waren, ging das schon so halbwegs. Wenn ich ab und an mal etwas beim Finanzamt nachgefragt habe, dann haben die in der Regel auch bereitwillig Auskunft gegeben. Als dann die Formulare jedes Jahr anders gestaltet waren und die Steuererkl\u00e4rung so immer m\u00fchseliger wurde, habe ich eine Steuerberaterin damit beauftragt. Damit hatte ich nicht nur die Arbeit von der Backe, sondern wurde von ihr auch darauf hingewiesen, dass ich in den vergangenen Jahren aus Unwissenheit stets zu viel Steuern bezahlt habe, da ich einige abzugsf\u00e4hige und anrechenbare Posten nicht ber\u00fccksichtigt hatte. Ein bisschen \u00e4rgerlich, aber letztlich auch kein Drama, denn generell finde ich es ja schon sinnvoll, Steuern zu bezahlen.<\/p>\n<p>So lief es nun auch einige Jahre ausgesprochen problemlos, und als ich dann im Juli von meiner Steuerberaterin die abzusegnenden Unterlagen erhielt, die sie ans Finanzamt \u00fcbermitteln wollte, war ich recht guter Dinge, da mir eine R\u00fcckzahlung im niedrigen vierstelligen Bereich ins Haus stand.<\/p>\n<p>Als ich Anfang September noch keinen Steuerbescheid erhalten habe, wurde ich ein wenig unruhig, da ich ja am 10. September meine viertelj\u00e4hrliche Einkommensteuervorauszahlung t\u00e4tigen musste und somit eine weitere \u00dcberzahlung geleistet h\u00e4tte. Also fragte ich bei meiner Steuerberaterin nach, wie ich da nun vorgehen sollte.<\/p>\n<p>Sie informierte mich dar\u00fcber, dass das Finanzamt zu Recht eine kleine Unaufmerksamkeit von ihr moniert hatte (ich erspare Euch hier nun die Details, das ist nicht wirklich spannend), die sie daraufhin allerdings auch schnell korrigiert und an die Beh\u00f6rde \u00fcbermittelt hatte. Zudem meinte sie, dass mein Arbeitszimmer nun zu weiteren Nachfragen gef\u00fchrt h\u00e4tte, die wir dann telefonisch durchsprachen. Zudem wollte das Finanzamt einen Grundriss unserer Wohnung (habe ich dann von Hand anfertigen m\u00fcssen) und Fotos vom Arbeitszimmer haben. Das fand ich nun schon etwas befremdlich, nachdem ich dieses Zimmer ja seit 2005 schon in meinen Steuererkl\u00e4rungen angebe. Irgendwo muss ich ja schlie\u00dflich arbeiten als Freiberufler, denn ich hab ja kein B\u00fcro, in das ich jeden Tag pendle.<\/p>\n<p>Und dann ging es erst richtig los: Da zwischenzeitlich drei Sachbearbeiter (die anscheinend untereinander nicht kommunizierten) an meinem &#8222;Fall&#8220; dran waren, wurden nun teilweise Unterlagen angefordert, die beim Finanzamt bereits vorlagen, mir wurde vorgeworfen, dass ich ja meinen Lebensunterhalt gar nicht mit meiner freiberuflichen T\u00e4tigkeit bestreiten k\u00f6nnte, sodass ich eine genau Aufschl\u00fcsselung meiner j\u00e4hrlichen Ausgaben \u00fcbermitteln musste, der Bitte, die am 10. September zu leistende Vorauszahlung doch mit dem zu erwartenden Guthaben zu verrechnen, wurde nicht entsprochen, vielmehr wurde das sogar komplett ignoriert. Immerhin wurde ein Steuerbescheid erstellt, der den zu zahlenden Betrag schon mal anglich, sodass er deutlich niedriger ausfiel. Zahlen musste ich den aber dennoch erst mal, denn es ging bereits eine Mahnung raus, als ich noch auf eine Antwort des Finanzamtes wegen der Verrechnung wartete.<\/p>\n<p>Was meine Steuerberaterin mir in einer Mail dazu schrieb, trifft es nun eigentlich schon ganz gut, zumindest f\u00fchlte ich mich in der Tat genau so:<\/p>\n<blockquote><p>Es tut mir leid, dass das Finanzamt seine Arbeitsweise auf Ihrem R\u00fccken austr\u00e4gt und dortige Sachbearbeiter unter Umst\u00e4nden ihren Beh\u00f6rdenfrust auf Sie \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich erschreckend ist, dass 3 Personen 1 Angelegenheit bearbeiten und aus dem Schriftwechsel nur jeweils den Part herausnehmen (d\u00fcrfen), den sie selber gerade erledigen (sollen). Das bin ich so in meiner 30-j\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit noch nicht gewohnt.<\/p>\n<p>Erschreckend ist auch, wie das Finanzamt sich verh\u00e4lt, wenn es aufgefordert wird, zu akzeptieren, dass der Steuerpflichtige Korrespondenzstelle ist &#8230; Es gibt da den Begriff \u201eMobbing\u201c in der freien Wirtschaft &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>Daraufhin fuhr ich dann erst mal in den Urlaub, denn der war schon gebucht, wenngleich die Reisekasse nun deutlich schmaler gef\u00fcllt war als erhofft.<\/p>\n<p>Als ich zehn Tage sp\u00e4ter wieder nach Hause kam, erwartet mich gleich wieder Post vom Finanzamt. Eine Sachbearbeiterin teilte mir mit, dass sie nun allein f\u00fcr meinen Steuerbescheid zust\u00e4ndig sei und dass ich Folgendes noch zu erbringen habe: Die Fotos meines Arbeitszimmers wollte sie im Original haben, da die Qualit\u00e4t, die sie aus dem Fax erhielt, ihr nicht gut genug war (na ja, wenn man auch Steinzeittechnologien nutzt &#8230;), zudem sollte ich eine Zahlungsbest\u00e4tigung f\u00fcr die Anschaffung eines neuen Rechners vorlegen (eine Rechnung des nicht ganz kleinen H\u00e4ndlers Gravis reichte ihr nicht aus &#8211; meine Steuerberaterin meinte nur, dass ihr so was noch nie untergekommen w\u00e4re bisher), mein Mietvertrag musste auch noch mal eingereicht werden (liegt dem Finanzamt seit 2005 vor &#8211; aber sei&#8217;s drum &#8230;), und dann forderte sie mich auch noch auf, l\u00fcckenlos meine Mietzahlungen aus dem Jahr 2017 nachzuweisen. Klar, ich wohne seit \u00fcber 13 Jahren in einer Wohnung und zahle dort keine Miete &#8211; oder wie stellt sich diese Frau das sonst etwa vor?<\/p>\n<p>Nun liegen auch diese Unterlagen beim Finanzamt, auf meine R\u00fcckzahlung warte ich immer noch &#8211; und ich hoffe nur, dass sich die Sachbearbeiterin nicht noch weitere Schikanen einfallen l\u00e4sst &#8230;<\/p>\n<p>Wohlgemerkt: Es geht hier um ein seit 2005 genutztes Arbeitszimmer, in dem ich immerhin so viel gearbeitet habe, dass bestimmt ein sechststelliger Betrag an Umsatz- und Einkommensteuern in dieser Zeit angefallen ist, die auch alles stets brav an das Finanzamt entrichtet habe. Dieses Arbeitszimmer schl\u00e4gt mit gut 200 Euro im Monat zu Buche &#8211; ein externes B\u00fcro w\u00fcrde ich f\u00fcr dieses Geld hier in Hamburg niemals mieten k\u00f6nnen (und dann k\u00e4men ja auch noch bei der Steuer abzugsf\u00e4hige zu verrichtende Arbeitswege hinzu). Es ist also nicht so, dass ich in irgendeiner Form einen in der H\u00f6he nicht plausiblen Posten bei mir als Kosten anf\u00fchre.<\/p>\n<p>Und da komme ich dann von meinem Einzelfall aufs Allgemeine, was ich hieran \u00fcber den pers\u00f6nlichen Frust hinaus \u00e4rgerlich, wenn nicht sogar gef\u00e4hrlich finde: Laut meiner Steuerberaterin findet bei den Finanz\u00e4mtern eine Umstellung auf EDV-Auswertung statt, und im Zuge dessen wird dann den Sachbearbeitern vorgegeben, beim Bereich Arbeitszimmer ein H\u00e4kchen zu setzen, dass es damit alles seine Ordnung hat. Dieses H\u00e4kchen war bei mir anscheinend noch nicht gesetzt, sodass sich nun diese ganze b\u00fcrokratische Groteskerie zu entwickeln begann.<\/p>\n<p>Es wird also, ohne die tats\u00e4chlichen realistischen Gegebenheiten zu ber\u00fccksichtigen oder den gesunden Menschenverstand zu bem\u00fchen, aus allen zur Verf\u00fcgung stehenden Rohren gefeuert &#8211; das ist in diesem Fall n\u00e4mlich Ermessenssache (sagte mir meine Steuerberaterin) und somit auch alles rechtens. Dass ich nun schon bald ein Vierteljahr auf einen nicht unerheblichen Betrag warte, den ich zu viel an Steuern entrichtet habe &#8211; geschenkt. Dass das Ganze ja nicht nur meine Nerven, sondern auch \u00f6ffentlich Gelder (die Sachbearbeiterin muss ja schlie\u00dflich bezahlt werden, Porto f\u00e4llt auch immer wieder) kostet &#8211; egal.<\/p>\n<p>Und ich werde bestimmt nicht der Einzige sein, dem so etwas widerf\u00e4hrt, sodass da in der Summe schon einiges zusammenkommen d\u00fcrfte. Zumal sich so ein Verhalten ja auch nicht nur auf das Finanzamt beschr\u00e4nkt, gerade Hartz-IV-Empf\u00e4nger k\u00f6nnen da ja allzu oft ein unsch\u00f6nes Lied singen, wie sie von den b\u00fcrokratischen M\u00fchlen der Jobcenter durch deren Angestellte drangsaliert werden.<\/p>\n<p>Hier liegt also ein typisches Beispiel f\u00fcr einen Befehlsempf\u00e4nger vor, der ausf\u00fchrt, was ihm gesagt wird, ohne dabei gro\u00df \u00fcber Sinn und Unsinn nachzudenken. (Und das ist noch die positive Auslegung, denn wenn solchen Leuten die Unsinnigkeit ihrer T\u00e4tigkeit voll bewusst w\u00e4re, dann w\u00fcrde das ja nicht eben besser sein.) Ich schie\u00df jetzt mal ein bisschen mit Kanonen auf Spatzen: Hannah Arendt nannte dieses Verhaltensmuster im Zuge des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eichmann-Prozess\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eichmann-Prozesses<\/a> die &#8222;Banalit\u00e4t des B\u00f6sen&#8220;. Das ist also kein neues Ph\u00e4nomen, Franz Kaffka hat dies ja auch schon in seiner Literatur auf sehr kunstvolle und verst\u00f6rende Weise beschrieben.<\/p>\n<p>Was nun allerdings m. E. heutzutage besonders bedenklich ist: Die Anweisungen werden mitunter nicht mal mehr von Menschen gegeben, sondern (so wie in meinem Fall) vom Computer. Auch wenn sich die Kom\u00f6dianten von &#8222;Little Britain&#8220; dar\u00fcber schon vor einiger Zeit auf am\u00fcsante Weise lustig gemacht haben (s. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KoY1PKk0QHE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>), so ist es doch im Grunde kein Spa\u00df, wenn man sich vorstellt, dass derartige gedankenlos agierende Schreibtischt\u00e4ter ihre Order nicht mehr von einer vielleicht reflektierteren Person bekommen, sondern direkt aus dem Rechner, der keine menschliche Abw\u00e4gung von komplexen und stets unterschiedlichen Gesamtzusammenh\u00e4ngen mehr vornimmt &#8211; was selbst dann erschreckend ist, wenn so ein IT-System wirklich komplett fehlerfrei laufen sollte.<\/p>\n<p>Und was noch neben dieser Digitalisierungskomponente hinzukommt: Wie meine Steuerberaterin ja weiter oben schon andeutete, herrscht in solchen Beh\u00f6rden (so wie ja eigentlich an den meisten Arbeitspl\u00e4tzen) auch eine gro\u00dfe Arbeitsverdichtung vor, was zu einem gesteigerten Frustpotenzial der dort Arbeitenden f\u00fchrt. Wenn man dann noch das zunehmend verrohte allgemeingesellschaftliche Klima hinzunimmt, ergibt sich da ein gruseliges Gebr\u00e4u, wie ich finde.<\/p>\n<p>Hier werden die B\u00fcrokraten herangez\u00fcchtet, die ein totalit\u00e4res System braucht, um die Bev\u00f6lkerung knechten zu k\u00f6nnen, denn solche Schergen sind nicht nur im unmittelbaren Sicherheitsapparat zu finden, sondern stets auch an den Schreibtischen der Amtsstuben. Etwas weit hergeholt oder gar zu krass als Vergleich? Zumindest hat ein Polizist, dessen lesenswerter <a href=\"https:\/\/polizistmensch.de\/2018\/09\/gedanken-eines-polizisten-zum-einsatz-im-hambacher-forst-zwischen-gerichtsurteil-und-lebensraum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brief zum Polizeieinsatz im Hambacher Forst<\/a> gerade durch die (sozialen) Medien geht, \u00e4hnliche Gedanken:<\/p>\n<blockquote><p>Es ist noch nicht lange her, da haben ausf\u00fchrende Organe Menschen in G\u00fcterz\u00fcge gesperrt, nur weil jemand gesagt hat, dass es richtig ist. Hat sich damals, und auch jetzt, dabei auch diese &#8222;Naja, ist ja nunmal unser Job&#8220;-Einstellung durchgesetzt? Genau so entstehen Diktaturen. Genau so kann eine Regierung gegen ihr Volk handeln.<\/p><\/blockquote>\n<p>Aus eigener oben geschilderter Erfahrung kann ich nun nur sagen: Wenn man an derartige Schreibtischt\u00e4ter ger\u00e4t, ist das alles andere als spa\u00dfig, denn man ist solchen Leuten weitgehend ausgeliefert, was diese eben auch ganz genau wissen. Und ob bei so einem Menschen nun Motive wie Frust, B\u00f6sartigkeit oder Geh\u00e4ssigkeit \u00fcberwiegen m\u00f6gen oder eher stumpfes Desinteresse, Denkfaulheit oder Kadavergehorsam, ist in dem Moment auch eher zweitrangig, denn die Resultate dieses Verhaltens sind zumindest ausgesprochen negativ und k\u00f6nnen sich im entsprechenden Rahmen zu menschenverachtender Gef\u00e4hrlichkeit auswachsen.<\/p>\n<p>Zudem sch\u00fcrt so etwas bei den Betroffenen auch noch eine Ablehnung des Staates und seiner Institutionen, und das ist nun auch nicht gerade eine besonders tolle Sache. Davon profitieren dann h\u00f6chstens die Verm\u00f6genden, die ihre stumpfen Parolen, dass der Staat die B\u00fcrger bestiehlt mittels Steuern, besser an den Mann\/die Frau bekommen, sowie rechte Rattenf\u00e4nger, die sich derartigen Verdruss ja nun auch leider allzu gut zunutze zu machen verstehen.<\/p>\n<p>Um abschlie\u00dfend noch einmal auf meinen konkreten geschilderten Fall zur\u00fcckzukommen: Wenn ich mir nun noch \u00fcberlege, dass ich von einer Beh\u00f6rde derma\u00dfen drangsaliert werde, ohne auch nur eine einzige unrechtm\u00e4\u00dfige Sache bei meiner Steuererkl\u00e4rung angegeben zu haben, auf der anderen Seite aber genau diese Institutionen daf\u00fcr sorgen, dass Konzerne und Verm\u00f6gende im ganz gro\u00dfen Stil Steuern hinterziehen k\u00f6nnen, oder auch so etwas wie die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=O7cjgESMCm8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cum-Ex-Deals<\/a> jahrelang stillschweigend geduldet haben, dann erreicht das Ganze noch mal eine andere Ebene, n\u00e4mlich die von &#8222;Die Kleinen h\u00e4ngt man, die Gro\u00dfen l\u00e4sst man laufen&#8220; &#8211; was auch wieder extrem frustrierend ist. Aber das soll hier nun nicht noch weiter ausgef\u00fchrt werden &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 16 Jahren bin ich freiberuflich t\u00e4tig, seit 2005 lebe ich in meiner jetzigen Wohnung, in der ich auch ein Arbeitszimmer habe. Bisher habe ich nie Probleme mit dem Finanzamt gehabt, habe stets meine Steuern bezahlt, mal nachgezahlt, mal etwas zur\u00fcckerhalten (die Ums\u00e4tze variieren ja von Jahr zu Jahr). Soweit also alles gut. Doch nun durfte ich gerade die Erfahrung machen, wie es sich anf\u00fchlt, wenn man beim Finanzamt an jemanden ger\u00e4t, der ohne eigenes Nachdenken seine Anordnungen ausf\u00fchrt und dabei anscheinend noch etwas Freude an der Schikane hat. 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