{"id":1461,"date":"2014-05-17T15:43:41","date_gmt":"2014-05-17T13:43:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=1461"},"modified":"2014-05-18T03:44:15","modified_gmt":"2014-05-18T01:44:15","slug":"post-von-der-gez","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=1461","title":{"rendered":"Post von der GEZ"},"content":{"rendered":"<p>Eine eher pers\u00f6nliche Sache, wobei ich glaube, dass dies bestimmt auch anderen Menschen so passiert ist und es zudem ein bezeichnendes Licht auf die GEZ wirft: Vergangene Woche bekam ich einen Brief von der GEZ, die sich jetzt Beitragsservice nennt, vermutlich weil Geb\u00fchreneinzugszentrale zu negativ klingt. Und hier beginnt nun eine ganze Reihe von &#8211; sagen wir es mal freundlich &#8211; Unsauberkeiten, die vor allem mit Service nicht das Geringste zu tun haben.<\/p>\n<p>Das beginnt schon mal damit, dass ich in dem Schreiben aufgefordert werde, 269,70 Euro an r\u00fcckst\u00e4ndigen Rundfunkbeitr\u00e4gen zu zahlen, die bis zum 15. 3. 2014 f\u00e4llig gewesen w\u00e4ren und die ich bisher nicht bezahlt habe. Wie auch? Ich hab zuvor n\u00e4mlich keine Post von der GEZ bekommen, die mich zu irgendeiner Zahlung aufforderte. Kann sein, dass die mir schon mal geschrieben haben, aber bei uns kommt leider sehr oft Post weg, und auch der jetzt eingetroffene Brief wurde nicht per Einschreiben verschickt &#8211; was ich zumindest bei meinen Kunden mache, wenn ich denen eine letzte Zahlungsaufforderung bei Nichtbegleichung von Rechnungen zuschicke (kommt zum Gl\u00fcck nicht allzu oft vor). Zudem habe ich auch keine Post von denen erwartet, da meine Lebensgef\u00e4hrtin, mit der ich seit neun Jahren zusammenwohne, bei der GEZ gemeldet ist und Rundfunkgeb\u00fchren bezahlt. Und einmal pro Haushalt reicht ja aus.<\/p>\n<p>Dieses wollte ich nun der GEZ mitteilen, obwohl es eigentlich m. E. deren Aufgabe gewesen w\u00e4re, sich vorher mal schlau zu machen, ob denn eine Beitragsforderung an mich \u00fcberhaupt gerechtfertigt ist. Ein einfacher Anruf h\u00e4tte da beispielsweise gen\u00fcgt, ich stehe sogar im Telefonbuch, aber da kam leider nichts. Nun ist auf dem Schrieb eine Telefonnummer angegeben, doch der Satz &#8222;Sie erreichen uns unter&#8220;, der davor steht, ist leider nicht zutreffend, denn unter dieser Telefonnummer ist entweder nur ein Besetztzeichen oder ein Band, dass gerade alle Mitarbeiter spr\u00e4chen und man es sp\u00e4ter wieder versuchen soll, zu erreichen. Ich hab das \u00f6fter und auch zu verschiedensten Tageszeiten probiert, das Resultat war immer das Gleiche. Will da etwa jemand gar nicht erreicht werden? Nun ist noch eine andere M\u00f6glichkeit der Kontaktaufnahme via E-Mail vorgesehen. Was machen denn nun eigentlich die Leute (soll es ja immer noch geben), die kein Internet haben? Na ja, sei&#8217;s drum, ich schrieb denen also folgende Mail:<\/p>\n<blockquote><p>Guten Tag,<\/p>\n<p>heute habe ich einen merkw\u00fcrdigen Brief von Ihnen bekommen, in dem Sie von mir die Zahlung von 269,70 Euro verlangen. Wie Sie darauf kommen (sowohl auf den Betrag als auch auf die Feststellung, dass ich bis zum 15. 3. irgendwas h\u00e4tte zahlen sollen), ist mir r\u00e4tselhaft, da ich bisher keine Post von Ihnen bekommen habe.<\/p>\n<p>Da meine Lebensgef\u00e4hrtin XXXXXX XXXXXXXXX, mit der ich seit fast neun Jahren zusammenlebe, Rundfunkgeb\u00fchren bezahlt, bin ich davon ausgegangen, dass ich das nicht muss, denn diese Geb\u00fchren werden doch nur einmal pro Haushalt erhoben, oder? Ist Ihr Brief also nur unter dem Motto &#8222;Versuchen kann man&#8217;s ja mal&#8220; zu verstehen? Oder halten Sie es nicht f\u00fcr notwendig, sich \u00fcber solche Dinge zu informieren, bevor Sie Menschen mit dubiosen Zahlungsaufforderungen bel\u00e4stigen?<\/p>\n<p>Ich habe versucht, das Ganze gleich direkt telefonisch zu kl\u00e4ren, aber die auf Ihrem Schrieb angegebene Nummer f\u00fchrt leider immer nur in eine Sackgasse (besetzt oder Ansage, dass kein Mitarbeiter frei sei). Ist das vielleicht auch Kalk\u00fcl in der Hoffnung, das Menschen ohne Internet dann einfach zahlen, da sie nicht mit Ihnen in Kontakt treten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Ich erwarte schnellstm\u00f6glich eine Erkl\u00e4rung und eine Entschuldigung (immerhin beanspruchen Sie gerade unberechtigterweise meine Zeit) von Ihnen, entweder per E-Mail oder per Telefon (XXX &#8211; XXXXXXXX).<\/p>\n<p>Ach ja: Damit Sie das auch zuordnen k\u00f6nnen: Auf dem \u00dcberweisungstr\u00e4ger steht eine &#8222;Kunden-Refernznummer&#8220; (Wie kommen kommen Sie blo\u00df darauf, dass ich Ihr Kunde sei?): XXXXXXXXXXXX.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fc\u00dfe spare ich mir.<\/p><\/blockquote>\n<p>Daraufhin bekam ich eine Standardantwort, die den Eingang meiner Mail best\u00e4tigte. Hierin wird zwar der drohende Ton, der in dem Brief angeschlagen wurde (&#8222;Dadurch vermeiden Sie zus\u00e4tzliche kosten&#8220; und &#8222;K\u00fcnftig erhalten Sie keine Zahlungsaufforderung mehr, wenn das Beitragskonto einen R\u00fcckstand aufweist. Die Rundfunkbeitr\u00e4ge setzen wir dann jeweils per Geb\u00fchren-\/Beitragsbescheid fest, mit dem ein S\u00e4umniszuschlag erhoben wird&#8220;), vermieden, stattdessen gab es allerdings den Hinweis, dass die Bearbeitung l\u00e4nger dauern wird und man nicht nachfragen soll au\u00dferdem bekommt man nur eine Auskunft, wenn man alle m\u00f6glichen Angaben gemacht hat. Wie freundlich, auch hier wird nicht der Eindruck erweckt, man w\u00fcrde gern mit seinen Beitragszahlern kommunizieren.<\/p>\n<p>Nun fiel mir als Kr\u00f6nung noch auf, dass der Brief hier am 14. 5. eintraf, allerdings schon vom 2. 5. datiert ist. Um also die zweiw\u00f6chige Frist einhalten zu k\u00f6nnen, bei deren Verstreichenlassen mir zus\u00e4tzliche Zwangszahlungen angedroht werden, h\u00e4tte ich gleich die knapp 270 Euro \u00fcberweisen m\u00fcssen, ohne die M\u00f6glichkeit zu erhalten, mit denen von der GEZ in Kontakt treten zu k\u00f6nnen. Guter Trick, allerdings auch alles andere als sauberes Gesch\u00e4ftsgebaren, wie ich finde.<\/p>\n<p>Ich habe nun nat\u00fcrlich nicht bezahlt, denn schlie\u00dflich ist ja f\u00fcr unseren Haushalt bereits die Geb\u00fchr entrichtet worden. Wie soll man nun so einen Versuch, ungerechtfertigterweise und unter Androhung von Sanktionen Geld von jemandem zu bekommen bezeichnen? Ich finde, Wegelagerei trifft es eigentlich ganz gut. Der anma\u00dfende Ton sowie die fehlende Bereitschaft zur Kommunikation dienen m. E. nur dazu, den vermeintlichen s\u00e4umigen Zahler einzusch\u00fcchtern, vielleicht erreicht man ja so, dass jemand zahlt, der eigentlich gar nicht h\u00e4tte zahlen m\u00fcssen. Aber was will man auch erwarten von einer Institution, die sich selbstherrlich \u00fcber jede Kritik hinwegsetzt, die es nun aus verschiedensten Richtungen am Rundfunkbeitrag in seiner jetzigen Form gibt? (Dies soll an dieser Stelle allerdings nicht weiter diskutiert werden, Kritik an der Qualit\u00e4t des \u00f6ffentlich-rechtlichen Programms haben auch wir <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=1402\" target=\"_blank\">hier bei unterstr\u00f6mt<\/a> ja durchaus schon mal formuliert).<\/p>\n<p>Ich bin in jedem Fall gespannt auf die Antwort, falls denn \u00fcberhaupt eine kommt, und werde den weiteren Verlauf hier auch dokumentieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine eher pers\u00f6nliche Sache, wobei ich glaube, dass dies bestimmt auch anderen Menschen so passiert ist und es zudem ein bezeichnendes Licht auf die GEZ wirft: Vergangene Woche bekam ich einen Brief von der GEZ, die sich jetzt Beitragsservice nennt, vermutlich weil Geb\u00fchreneinzugszentrale zu negativ klingt. 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