{"id":15392,"date":"2019-06-27T17:16:37","date_gmt":"2019-06-27T15:16:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=15392"},"modified":"2019-06-27T23:01:44","modified_gmt":"2019-06-27T21:01:44","slug":"des-sparers-leid-die-niedrigen-zinsen-ist-seinem-geldunverstaendnis-geschuldet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=15392","title":{"rendered":"Des Sparers Leid, die niedrigen Zinsen, ist seinem Geld(un)verst\u00e4ndnis geschuldet"},"content":{"rendered":"<p>Wer den Kapitalismus auf die Zinsen f\u00fcr Anleger reduziert, hat den Kapitalismus nicht verstanden, hat von Geld keine Ahnung, reduziert Geld zur Ware. Geld ist aber mehr als eine Ware, und dieses Mehr ist entscheidend, soll Geld nicht zur Knute werden.<\/p>\n<p><strong>Was ist Geld?<\/strong><\/p>\n<p>Geld lebt vom Vertrauen, ist aus dem Geschenk entstanden, als der Mensch begann, mit dem Geschenk auch das Gegengeschenk, die Verpflichtung, zu verbinden. Geld gab es deshalb von Anbeginn der Sozialisation.<\/p>\n<p>Geld ist deshalb schon immer Kredit gewesen, auch lange bevor er schriftlich fixiert und\/oder durch Dinge wie Muscheln, Bernstein, Edelmetalle, sp\u00e4ter dann durch M\u00fcnzen und Scheine und noch sp\u00e4ter durch Buchungen zum Ausdruck gebracht worden ist. Geld hat viele Formen, selbst N\u00e4gel hatte man in schottischen D\u00f6rfern als Geld benutzt, als Europa unter einer M\u00fcnzknappheit litt in den Zeiten der Globalisierung durch die gro\u00dfen Entdeckungen, den Zeiten des Handelskapitalismus und des entstehenden Imperialismus.<\/p>\n<p>Geld und Vertrauen sind zwei Seiten einer Medaille. Geld ist Schuld und Anspruch auf Einl\u00f6sung der Schuld. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Geld ist ein soziales Konstrukt und unverzichtbar f\u00fcr das Zusammenleben. Umso schlimmer finde ich, dass man Geld nur auf seine Funktionen reduziert in unserem Denken, nicht auf seine Sinnhaftigkeit auch nur ann\u00e4hernd einzugehen gedenkt.<\/p>\n<p>Wer Geld mit Zins verbindet, der macht Geld damit sogar zur Ware. Das kann man tun, allerdings nur dann, wenn man auch die soziale Komponente dabei nicht vergisst, und die dr\u00fcckt sich unmittelbar im Machtverh\u00e4ltnis aus. Geld ist deshalb immer eine soziale Angelegenheit, denn, wie gesagt, Geld ist Schuld und Anspruch auf Einl\u00f6sung der Schuld, und es kommt sehr darauf an, welche Stellung dem Schuldner zum Gl\u00e4ubiger einger\u00e4umt wird. Geld im modernen Sinne ist deshalb auch immer Ausdruck der Machtverh\u00e4ltnisse der Subjekte zueinander, welche in unserer Welt immer noch von der staatlichen Gewalt zu regeln sind, nicht delegiert werden d\u00fcrfen, soll Geld mehr als nur Ware sein, seinen gesellschaftlichen Aufgaben auch nachkommen k\u00f6nnen. Die Unabh\u00e4ngigkeit der Zentralbank, ein deutsches Novum, nun auch in Europa bei der EZB durchgesetzt, ist deshalb ein sehr fragliches Novum, wenn man Geld als gesellschaftliches und nicht als nur rein \u00f6konomisches Konstrukt zu verstehen wei\u00df.<\/p>\n<p>Geld hat nie nur eine Seite. Geld ist ein Verh\u00e4ltnis des Schuldners zu seinem Gl\u00e4ubiger, auch dann, wenn, wie heutzutage, die einzelnen Seiten des Verh\u00e4ltnisses nicht mehr eindeutig personifiziert werden k\u00f6nnen. Am Grunds\u00e4tzlichen \u00e4ndert sich nichts.<\/p>\n<p>Geld nur \u00f6konomisch verstehen zu wollen reicht deshalb auch f\u00fcr eine gedeihliche Gesellschaft nicht aus. Geld als Teil einer Tauschwirtschaft ansehen zu wollen, so wie es derzeit Mainstream ist, mag f\u00fcr Betriebswirte sinnvoll sein, aber nicht dar\u00fcber hinaus. Geld muss in seinem Machtverh\u00e4ltnis betrachtet werden, in seinem Kern, den Schulden, ohne die Geld nicht existent sein kann. Und hierbei kann durchaus gerade die \u00f6konomische Sicht im Verst\u00e4ndnis helfen, auch wenn das jetzt widerspr\u00fcchlich erscheinen mag. Ist es aber nicht, wenn man Geld auf den wichtigen Sachverhalt reduziert, dass Geld Kredit ist und dass es deshalb immer Kreditgeber und Kreditnehmer geben muss, man diese sektoral dann verorten kann.<\/p>\n<p><strong>Welche Sektoren gelte es zu beachten?<\/strong><\/p>\n<p>Im Wesentlichen sind es die Sektoren der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Die privaten Haushalte und der Staat, die Unternehmen und das Ausland. Geld kann nur dann entstehen und erhalten bleiben, wenn sich mindestens ein Sektor verschuldet, die Schuldnerposition einnimmt, damit die anderen in die Gl\u00e4ubigerposition \u00fcberhaupt r\u00fccken k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich sind hier Salden ausschlaggebend und nicht einzelne Positionen. Nat\u00fcrlich kann ein Unternehmen durchaus Gl\u00e4ubiger sein und ein anderes als Schuldner fungieren, aber nicht mehr im Saldo des Sektors insgesamt. Da ist entweder die Schuldner- oder die Gl\u00e4ubigerposition zu diagnostizieren.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das f\u00fcr den Kapitalismus?<\/strong><\/p>\n<p>Kapitalismus, seit Marx in der Gleichung G-W-G&#8216; erkannt, bedeutet, dass Geld eingesetzt wird, vornehmlich in der Realwirtschaft, um mehr Geld am Ende zu besitzen, als man vorher besa\u00df. Diese Aufgabe obliegt laut Marx dem Kapitalisten. Man mag dazu stehen, wie man will, es unterschiedlich moralisch sehen, wie man will, um die Aussage und ihre Bedeutung allerdings kommt man nicht herum. Niemand wird in einer Handel treibenden, einer arbeitsteiligen Wirtschaft wirtschaften, wenn er sich nicht einen Gewinn aus diesem Wirtschaften versprechen kann, und diesen Gewinn dr\u00fccken wir in Geld aus.<\/p>\n<p>Wenn also Ziel des Wirtschaftens ein Mehrwert ist und dieser in Geld ausgedr\u00fcckt werden kann, Geld Kredit letztendlich darstellt, Kredit ein Gl\u00e4ubiger-Schuldner-Verh\u00e4ltnis darstellt, so sind diese Verh\u00e4ltnisse letztendlich zu betrachten, um den Kapitalismus zu verstehen. Ein Verstehen m\u00fcsste eigentlich auch noch die unterschiedlichen Ebenen betrachten, die unterschiedliche Notwendigkeit, in Geld zu denken, dabei mitbedenken, wenn es um das rein \u00f6konomische Verst\u00e4ndnis geht, aber das spare ich mir hier, des Verst\u00e4ndnisses wegen, aber auch, weil die Zusammenh\u00e4nge nun makro\u00f6konomisch von mir betrachtet werden sollen. Denn um das oft falsche makro\u00f6konomische Verst\u00e4ndnis von Geld und damit die fast immer falschen R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Gesellschaft geht es mir hier insbesondere.<\/p>\n<p>Wir erinnern uns, wir haben vier Sektoren, und netto muss mindestens ein Sektor im Schuldnerverh\u00e4ltnis stehen, wenn Geld und Geldmehrung &#8211; wir erinnern uns an Marx &#8211; \u00fcberhaupt entstehen respektive stattfinden sollen. Irgendein Sektor oder mehrere Sektoren haben die Last der Verschuldung zu tragen, ein, maximal drei Sektoren k\u00f6nnen die Gl\u00e4ubigerposition einnehmen. Alle Schuldner oder alle Gl\u00e4ubiger geht im Summenspiel nicht auf, nicht auf makro\u00f6konomischer Ebene. Wer anderes behauptet, behauptet auch die Quadratur des Kreises.<\/p>\n<p>Nur wenn sich mindestens ein Sektor verschuldet, kann \u00fcberhaupt Geld entstehen. Im besten Falle ist dies der Unternehmenssektor, der Geld investiert und damit am Ende des Produktions- und Distributionsprozesses neues Geld geschaffen hat. Investitionen sind also Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck, Kapitalakkumulation hat damit ihre Grenze auch in der M\u00f6glichkeit, neues Geld zu generieren. Denn was n\u00fctzt die beste Produktion, das beste Produkt, wenn es keinen K\u00e4ufer findet, der sich dann entweder seiner Ersparnisse entledigt, sein Einkommen verwendet oder sogar selbst Schulden macht, um die Produkte auch zu kaufen? Nichts, sogar reine Verschwendung von Geld und Ressourcen w\u00fcrde damit einhergehen, w\u00fcrde es nicht die ausreichende Nachfrage geben, die Bereitschaft, sich auch von privater Seite her zu verschulden.<\/p>\n<p>Und hier kommt zum ersten Mal der Staat ins Spiel. Denn genau daf\u00fcr wird er u. a. gebraucht. Ist die Bereitschaft der privaten Haushalte nicht gegeben, sich mehr zu verschulden, als sie schon verschuldet sind, sind die M\u00f6glichkeiten dazu sogar begrenzt, werden sie &#8211; was sie seit Jahren werden &#8211; st\u00e4ndig mehr eingeschr\u00e4nkt, so h\u00e4tte diese L\u00fccke der Staat zu f\u00fcllen. Tut er es nicht, so wird Geld vernichtet, sind Investitionen unrentabel, wird desinvestiert oder, wie das deutsche Gesch\u00e4ftsmodell zeigt, muss das Ausland ran. Irgendwer muss die Verschuldung tragen, muss die Schuldnerlast tragen. Ohne geht es einfach nicht. Und seit Langem geht es Deutschland in der rein volkswirtschaftlichen Betrachtung auch deshalb so gut, weil die Bereitschaft des Auslandes so hoch war, die Lasten der Schulden zu tragen. Nur nimmt sie ab, auch deshalb, gerade in Europa, gerade in der EU, weil Deutschland als Gl\u00e4ubiger den Ton angibt und keinen guten Ton dabei gefunden hatte und hat, eher Misst\u00f6ne produziert.<\/p>\n<p>Kommt nun noch hinzu, dass der eigentliche pr\u00e4destinierte Schuldner, die Unternehmen n\u00e4mlich, ausf\u00e4llt, der Staat quasi per Vertrag (Maastrich) gezwungen ist, die L\u00fccke des fehlenden Schuldners nicht zu f\u00fcllen, kommt das System an seine Grenzen, an Grenzen, die es sich selbst gezogen hatte, weil es die Gl\u00e4ubiger- und Schuldnerrollen eineindeutig meint zuordnen zu k\u00f6nnen, den Staat aus dem Spiel genommen hat. Wir haben seit L\u00e4ngerem das Ph\u00e4nomen, dass sich Unternehmen gar nicht mehr verschulden m\u00fcssen, um ihren Aufgaben nachzukommen. Wir haben l\u00e4ngst eine Geldakkumulation im Unternehmenssektor erreicht &#8211; die uns\u00e4gliche Steuerpolitik im Lande und auf der Welt, der Trickle Down ist daf\u00fcr verantwortlich -, die es dem Unternehmenssektor nicht allzu sinnvoll mehr macht zu investieren. Nicht einmal Ersatzinvestitionen werden in ausreichemden Ma\u00dfe vorgenommen. Es bringt halt nichts, noch mehr Geld in das Gesch\u00e4ftsmodell zu stecken, wenn es sowieso schon die Rendite abwirft, die man sich verspricht, wenn die Renditen sogar k\u00fcnstlich oben gehalten werden, Verluste sozialisiert werden k\u00f6nnen, Gesch\u00e4ftsmodelle direkt und indirekt subventioniert werden.<\/p>\n<p><strong>Was sind die Folgen?<\/strong><\/p>\n<p>Die wesentlichste Folge ist die Flucht in die Verm\u00f6genswerte. Gut zu sehen an den steigenden Mieten und Baukosten. Geld sucht eine Anlage, wenn es nicht zur Investition mehr von den Unternehmen, den Kapitalsammelstellen (Versicherungen, Banken, Fonds etc. pp.) in die Realwirtschaft genutzt werden kann. Man kauft sich ein, m\u00f6glichst billig &#8211; der Staat hat gen\u00fcgend Allmende daf\u00fcr bereitgestellt, wird sicherlich noch einiges bereitstellen k\u00f6nnen -, um dann \u00fcber den Verm\u00f6genszuwachs die notwendigen Renditen zu erwirtschaften. Nur hier spielt im Grunde der Zins eine Rolle, eine grunds\u00e4tzliche sogar. Ist der Zins doch f\u00fcr die Anleger der Orientierungspunkt, um die Verwendung des Geldes zu steuern. Zu mehr dient er nicht, zu mehr taugt er nicht.<\/p>\n<p>Selbst negative Zinsen k\u00f6nnen hier steuern, auch den Geldzufluss. Denn letztendlich geht es nicht um das Geld, wenn man Zinsen betrachtet, sondern um Verm\u00f6gen, die hier Basis des Denkens bilden. Es ist deshalb hier der Begriff der Verm\u00f6gensinvestition unbedingt von der Realinvestition zu trennen. Verm\u00f6gensinvestitionen sind in erster Linie auch auf den Erhalt des Verm\u00f6gens gerichtet, und in Zeiten, in denen Verm\u00f6gen gef\u00e4hrdet sind, sind oft auch Anlagen mit negativem Zins, aber hoher Sicherheit deshalb Anlagen mit positivem Zins vorzuziehen, wenn das Risiko zu gro\u00df erscheint. Zinsen dr\u00fccken also das Risiko aus, auch das Verlustrisiko. Zinsen haben mit Rendite nur am peripheren Rand etwas zu tun, sind zur Steuerung der Gesellschaft also schon aus den benannten Zusammenh\u00e4ngen untauglich, und doch werden sie zunehmend als solches politisch, populistisch sogar, wie ich finde, ins Zentrum der Betrachtungen gestellt, auch um den Kapitalismus zu begreifen. Kann nur schiefgehen und geht auch schief, wie man unschwer eigentlich erkennen k\u00f6nnte, wenn man wollte, ein wenig tiefer in die Zusammenh\u00e4nge eintauchen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Flucht in die Verm\u00f6genswerte und Geld als Ware, welche Geldvermehrung ohne den Zwischenschritt der Produktion und Distribution m\u00f6glich macht, sind damit wesentliche Ursachen des Scheiterns eines solchen rudiment\u00e4ren Denkens, welches Geld eben nicht in seiner vollen Breite und Tiefe zu betrachten wei\u00df.<\/p>\n<p>Wenn dieses Denken dann auch noch der demokratischen Kontrolle entzogen wird, wie wir es in Deutschland nach dem Kriege taten, oft falschen Narrativen geschuldet, mit eigentlich immer falschen Narrativen begr\u00fcndet, wie wir es mit den Vertr\u00e4gen in Europa getan haben &#8211; Maastrich, Lissabon II, etc. pp. -, in dem wir das Bundesbankdenken auf die EZB \u00fcbertrugen &#8211; wir k\u00f6nnen Draghi dankbar sein, dass er nicht bereit war, sich in der Krise daran zu halten; wehe uns in der n\u00e4chsten Krise, w\u00fcrde das deutsche Denken auch dort wirken k\u00f6nnen -, wenn also die demokratische Kontrolle fehlt, die Geldpolitik die demokratische Politik in den Staaten des Euros und seiner Peripherie sogar in enge Fesseln legen kann, die Sch\u00e4ubles des Systems den Ton angeben, quasi als Kerkermeister, ist ein Scheitern des Gesamtsystems unausweichlich und absehbar.<\/p>\n<p>Wenn dann die Gl\u00e4ubiger-Schuldner-Verh\u00e4ltnisse aufgel\u00f6st werden, weil Rezession auch Geldvernichtung mit sich bringt, dann gnade uns Gott, und mit uns meine ich die Schuldner. Die privaten Haushalte zuallererst, die, die verschuldet sind, aber auch die, die glauben, dass ihre kleine Gl\u00e4ubigerposition dann noch von gro\u00dfem Wert w\u00e4re &#8211; die allerdings lieber die niedrigen Zinsen beklagen, als sich wirklich kluge Gedanken zu machen, z. B. einmal \u00fcber Zinseszinseffekte -, die damit das System im Grunde nur noch anheizen, ein schon drastisch \u00fcberhitztes System. Die Parteien daf\u00fcr w\u00e4hlen, die dieses System mit immer neuen liberalen Ans\u00e4tzen auch noch anheizen wollen, gerade auch indem sie das Umlageverfahren in ein Kapitaldeckungsverfahren in den Sozialversicherungen umbauen wollen. Die damit daf\u00fcr sorgen, dass ihre Klagen nur noch gr\u00f6\u00dfer werden in Zukunft, ihr Verlust umso h\u00f6her ausfallen wird &#8230;<\/p>\n<p>Es kann schlimm werden, muss es aber nicht. Aber um es nicht allzu schlimm werden zu lassen, ist das Geldverst\u00e4ndnis Voraussetzung, ist es wichtig, die Rollen wieder neu und ausgleichend zu verteilen, sind Verm\u00f6genspositionen abzubauen, insbesondere dort, wo sie aufgrund ihrer Macht l\u00e4ngst zur Belastung geworden sind.<\/p>\n<p>Aber alles Reden hilft nichts, solange nicht endlich wieder klar wird, dass man Geld nicht essen kann und Verm\u00f6gen nichts wert sind, wenn man nichts zu essen hat. Das Geld dann nur zu Entt\u00e4uschungen, sogar zur gewaltt\u00e4tigen Entladung dieser Entt\u00e4uschungen f\u00fchren kann. Im Grunde sind wir mittendrin in der Entt\u00e4uschung, wir adressieren sie nur meist falsch, wenn wir sie beobachten, und das auch, weil wir den Kapitalismus nicht als kulturabh\u00e4ngiges Wirtschaftssystem begreifen, meinen, mit Normen Kulturen nivellieren zu k\u00f6nnen. Aber das ist ein anderes, nicht minder interessantes Thema.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer den Kapitalismus auf die Zinsen f\u00fcr Anleger reduziert, hat den Kapitalismus nicht verstanden, hat von Geld keine Ahnung, reduziert Geld zur Ware. 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