{"id":1596,"date":"2014-07-27T23:52:57","date_gmt":"2014-07-27T21:52:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=1596"},"modified":"2014-07-27T23:52:57","modified_gmt":"2014-07-27T21:52:57","slug":"bio-ist-nicht-gesund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=1596","title":{"rendered":"&#8222;Bio ist nicht gesund&#8220; &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; so t\u00f6nte es vor knapp zwei Jahren durch die Gazetten (wie zum Beispiel in der <a href=\"http:\/\/www.mopo.de\/ernaehrung\/neue-studie-bio-lebensmittel-nicht-viel-gesuender,9594618,17041492.html\" target=\"_blank\">Hamburger Morgenpost<\/a> oder im <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/ernaehrung\/bioprodukte-sind-kaum-gesuender-als-konventionelle-lebensmittel-a-853617.html\" target=\"_blank\">Spiegel<\/a>). Dabei berief man sich auf eine Untersuchung, die herausgefunden haben wollte, dass es keine positiven Effekte auf die eigene Gesundheit h\u00e4tte, wenn man sich von Bioprodukten anstatt von nicht als solche deklarierten Nahrungsmitteln ern\u00e4hrte. Dabei sind vor allem zwei Dinge nun bemerkenswert: zum einen die rein egozentrische Sichtweise einer solchen Darstellung, zum anderen, dass das sich mittlerweile als falsch herausgestellt hat.<\/p>\n<p>Beim Lesen der beiden Artikel habe ich mich dann auch gefragt: &#8222;Na ja, kauft man denn Bioprodukte tats\u00e4chlich nur, damit es einem selbst besser geht?&#8220; Anscheinend ist dies in der sch\u00f6nen neoliberalen Welt der Schreiberlinge von Mopo, Spiegel und Co. Usus, denn genau darauf fokussiert deren Berichterstattung: Wenn ich selbst keinen Vorteil davon habe, dann kann ich das ja gleich lassen. Ganz am Ende der Artikel wird dann auch tats\u00e4chlich noch mal kurz erw\u00e4hnt, dass Bioprodukte nat\u00fcrlich schon irgendwie positive Effekte auf die Umwelt, die Tiere, die Landwirte (die nicht mit Giftstoffen hantieren m\u00fcssen) usw. haben. Und es soll ja auch tats\u00e4chlich Menschen geben, f\u00fcr die genau dies tats\u00e4chlich auch im Vordergrund steht, n\u00e4mlich das Interesse an Dingen, die gut f\u00fcr die Allgemeinheit und andere sind &#8211; und nicht nur f\u00fcr die eigene Plauze.<\/p>\n<p>Nun erhielt ich letzte Woche den Newsletter vom <a href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/home.html\" target=\"_blank\">Umweltinstitut M\u00fcnchen<\/a>, und darin stand dann Folgendes:<\/p>\n<blockquote><p>Britische Wissenschaftler der Universit\u00e4t von Newcastle haben<a title=\"Bio-Studie\" href=\"http:\/\/research.ncl.ac.uk\/nefg\/QOF\/page.php?page=1\" target=\"_blank\">knapp 350 Studien ausgewertet<\/a>\u00a0und dabei Bio- und konventionelles Obst und Gem\u00fcse bez\u00fcglich ihrer Inhaltsstoffe verglichen. Das Ergebnis:\u00a0<strong>Bioware hatte einen wesentlich niedrigeren Gehalt an Schwermetallen, Nitrat, Nitrit und Pestizidr\u00fcckst\u00e4nden sowie einen bis zu 60 Prozent h\u00f6heren Anteil an Antioxidantien.<\/strong><\/p>\n<p>Damit ist die 2009 von der UK Food Standards Agency (FSA) ver\u00f6ffentliche Studie wiederlegt. Diese hatte damals lediglich 46 Studien untersucht und kam zu der Schlussfolgerung, dass sich Bio-Produkte nicht von konventionellen Produkten unterscheiden.<\/p>\n<p>Biologisch produzierte Lebensmittel haben aber auch noch weitere wesentliche Vorteile: sie leisten einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, zur Gesundheit von B\u00f6den, sauberem Trinkwasser und zum Erhalt der biologischen Artenvielfalt. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich f\u00fcr Bio zu entscheiden! Deshalb setzen wir uns f\u00fcr eine \u00f6kologische und nachhaltige kleinb\u00e4uerliche Landwirtschaft ein.<\/p>\n<p>Mehr Informationen finden Sie auch in unserer\u00a0<a title=\"\u00d6kolandbau-Brosch\u00fcre\" href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/fileadmin\/Mediapool\/Druckprodukte\/Landwirtschaft\/PDF\/Broschuere_Oekolandbau_web.pdf\" target=\"_blank\">Brosch\u00fcre zum \u00d6kolandbau<\/a>\u00a0und in den\u00a0<a title=\"M\u00fcnchner Stadtgespr\u00e4che zum Thema Agrarindustrie\" href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/fileadmin\/Mediapool\/Druckprodukte\/Stadtgespraeche\/PDF\/MSG_68.pdf\" target=\"_blank\">M\u00fcnchner Stadtgespr\u00e4chen zur Agrarindustrie<\/a>.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ist jetzt nat\u00fcrlich eigentlich nicht so richtig \u00fcberraschend, dass Biolebensmittel weniger Pestizidr\u00fcckst\u00e4nde aufweisen, aber wenn vorher das Gegenteil behauptet wurde, ist es nat\u00fcrlich schon sinnvoll, dass das nun auch empirisch belegt wird.<\/p>\n<p>Und was machen unsere sogenannten Leitmedien? Genauso dar\u00fcber berichten, wie sie zuvor die Meldung verbreitet haben, dass Bio ja gar nicht besser sei? Nat\u00fcrlich nicht, ich hab von diesen neuen Unterschungsergebnissen zumindest nicht ansatzweise so prominent platziert etwas dazu gefunden. Nun denn, das passt ja eben auch nicht so gut ins Weltbild, das vermittelt werden soll, und bei den Diskussionen um TTIP und TiSA, die ja gerade recht heftig gef\u00fchrt werden und bei denen es auch um industrialisierte Nahrungsmittelproduktion geht, kommt so eine Meldung dann ja auch nicht wirklich gelegen. Gibt ja auch keinen G\u00f6nner wie Monsanto und Co., der die Mietfedern dann f\u00fcr entsprechenden Artikel entlohnen w\u00fcrde &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; so t\u00f6nte es vor knapp zwei Jahren durch die Gazetten. 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