{"id":17602,"date":"2019-10-24T16:07:46","date_gmt":"2019-10-24T14:07:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=17602"},"modified":"2019-10-25T19:10:29","modified_gmt":"2019-10-25T17:10:29","slug":"antisemitismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=17602","title":{"rendered":"Antisemitismus"},"content":{"rendered":"<p>Nicht erst seit Halle nimmt der Antisemitismus in der Bev\u00f6lkerung zu. Nein, er ist tief verwurzelt in dieser Gesellschaft. Eine neue Studie zeigt dies ganz deutlich. Sie zeigt auch, dass dies ein weltweites Problem ist, f\u00fcr viele Menschen unter uns sogar ein existenzielles, weil lebensbedrohliches Problem darstellt.<\/p>\n<blockquote><p>Antisemitismus ist in Deutschland weit verbreitet. 27 Prozent aller Deutschen und 18 Prozent einer als &#8222;Elite&#8220; kategorisierten Bev\u00f6lkerungsgruppe hegen antisemitische Gedanken, 41 Prozent der Deutschen sind gar der Meinung, Juden redeten zu viel \u00fcber den Holocaust. Die neuen Zahlen stammen aus einer repr\u00e4sentativen Umfrage des J\u00fcdischen Weltkongresses, der Dachorganisation j\u00fcdischer Gemeinden und Organisationen aus mehr als 100 L\u00e4ndern. Die Befragung mit 1300 Teilnehmern fand vor zweieinhalb Monaten statt, also vor dem Anschlag auf die Synagoge in Halle. <em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Gedanken, gedacht und ausgesprochen, sind nicht mehr aus der Welt zu schaffen!<\/strong><\/p>\n<p>Diese innere \u00dcberzeugung vertrete ich seit meiner fr\u00fchesten Jugend. Nichts, was einmal gedacht wurde, was ausgesprochen worden ist, was getan worden ist, wird je aus der Welt zu schaffen sein. Alles hat Bedeutung f\u00fcr die Gegenwart wie die Zukunft. Es liegt deshalb nur an uns, ob wir dem einst Gedachten, Gesagten und Getanen wieder Bedeutung verleihen, ob wir zulassen, dass es wieder gedacht und dann auch gesagt und am Ende wieder getan werden kann. Wir stehen hier in der Verantwortung. Wir alle, gerade jetzt, wie diese <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/antisemitismus-deutschland-juedischer-weltkongress-1.4652536\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie<\/a> zeigt.<\/p>\n<p>Wollen wir wieder zulassen, dass Antisemitismus und Rassismus, Hass auf Juden und Fremde unsere Gesellschaft vergiften oder wollen wir es nicht? Vor dieser Entscheidung stehen wir, diese Alternative haben wir, diese Alternative hat die Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD) geschaffen. Wir haben uns zu entscheiden.<\/p>\n<p>Ich habe mich entschieden, brauchte eigentlich gar keine Entscheidung mehr zu treffen, denn meine Entscheidung traf ich in fr\u00fchester Jugend schon: Nein, ich will eine solche Gesellschaft nicht haben! Ich will nicht mit dem Hass auf Juden und Fremde leben m\u00fcssen, nicht einmal ertragen m\u00fcssen, dass andere diesen Hass in sich tragen und andere damit vergiften k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Wer jetzt wegschaut, macht sich schuldig!<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt hier kein Sowohl-als-auch. Es gibt hier nur, sich entweder dagegen auszusprechen, auf der Grundlage der Aufkl\u00e4rung zu bleiben oder daf\u00fcr zu sein, Rassist oder Antisemit zu sein und wissentlich damit die Aufkl\u00e4rung mit F\u00fc\u00dfen zu treten. Es gibt kein Zwischendrin, kein <em>Ja, aber<\/em>. Antisemitismus und Rassismus sind verwerflich und m\u00fcssen auch als verwerflich bezeichnet werden wie auch die Menschen, die diesen Antisemitismus und Rassismus leben. Auch die, die diese menschenverachtenden Ideen vertreten, sind nichts anderes als verwerflich zu nennen. Aufgekl\u00e4rte Menschen haben sich dagegen in Stellung zu bringen. Tun sie es nicht, sind sie nicht aufgekl\u00e4rt, sind sie oberfl\u00e4chlich und letztendlich auch feige.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht erst seit Halle nimmt der Antisemitismus in der Bev\u00f6lkerung zu. Nein, er ist tief verwurzelt in dieser Gesellschaft. Eine neue Studie zeigt dies ganz deutlich. 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