{"id":22116,"date":"2021-03-13T15:24:05","date_gmt":"2021-03-13T14:24:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=22116"},"modified":"2021-03-13T15:24:05","modified_gmt":"2021-03-13T14:24:05","slug":"identitaetspolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=22116","title":{"rendered":"Identit\u00e4tspolitik"},"content":{"rendered":"<p>Zurzeit wird ja sehr viel \u00fcber Identit\u00e4tspolitik diskutiert, und da mich das Thema nun schon etwas l\u00e4nger besch\u00e4ftigt, m\u00f6chte ich nun auch ein paar Gedanken dazu niederschreiben.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst mal eine Anmerkung vornweg: Ich bin mir im Klaren dar\u00fcber, dass ich als heterosexueller wei\u00dfer Mann aus christlichem Elternhaus zu den Privilegierten dieser Welt geh\u00f6re. Oder um es mal mit <em>Spiegel Online<\/em>-Kolumnistin <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/warum-es-keinen-sexismus-gegen-maenner-oder-rassismus-gegen-weisse-gibt-a-1236954.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Margarete Stokowski<\/a> zu sagen: Ich wei\u00df, dass ich nicht diskriminiert werden kann. Ich sehe es zudem auch so, dass es den Diskriminierten \u00fcberlassen werden sollte, zu beurteilen, ob etwas diskriminierend ist oder nicht. Und wer meine Artikel in diesem Blog verfolgt, der wei\u00df auch, dass ich mit der Geisteshaltung des &#8222;alten wei\u00dfen Mannes&#8220; ziemliche Probleme habe (s. <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=21514\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=22168\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=22202\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Dennoch nehme ich mir die Freiheit, etwas zu kommentieren, wenn es mich interessiert, zumal wenn ich der Ansicht bin, dass da gerade etwas reichlich verkehrt l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ist die Identit\u00e4tspolitik zurzeit ein ziemlicher Zankapfel, wie man nicht nur an der SPD sehen kann, nachdem Wolfgang Thierse sich kritisch dazu ge\u00e4u\u00dfert hat und daf\u00fcr dann gleich mal zurechtgewiesen wurde von seiner Parteivorsitzenden Saskia Esken &#8211; was dann sogar so weit eskalierte, dass Thierse seinen Austritt aus der SPD angeboten hatte (s. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-wolfgang-thierse-bietet-saskia-esken-offenbar-parteiaustritt-an-a-67c7ef51-d87e-479e-89a9-f53f683fd07d\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Dabei ist dieser Diskurs nun nicht ganz neu, beispielsweise wurden entsprechende Aussagen von Sahra Wagenknecht (Linke) und Sigmar Gabriel (SPD), die sich kritisch zum \u00dcberhandnehmen von identit\u00e4tspolitischen Inhalten aufseiten der Linksdenkenden \u00e4u\u00dferten, bereits im Oktober letzten Jahres in einem <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gendersternchen-und-lifestyle-fragen-wie-sich-linke-und-spd-von-arbeiter-zu-akademikerparteien-wandeln\/26306850.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel im <em>Tagesspiegel<\/em><\/a> thematisiert.<\/p>\n<p>Und auch bei der Niederlage von Hillary Clinton vor gut vier Jahren gegen Donald Trump der der US-Pr\u00e4sidentschaftswahl gab es kritische Stimmen, die meinten, Clinton h\u00e4tte sich zu sehr auf Identit\u00e4tspolitisches fokussiert, sodass Trump viele W\u00e4hler f\u00fcr sich gewinnen konnte, die mit sehr realen existenziellen Sorgen konfrontiert sind (s. beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2017\/januar\/das-scheitern-der-identitaetspolitik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Diese Kritik kann ich durchaus nachvollziehen. Wer nicht wei\u00df, wie er seine Miete bezahlen soll, ob der Arbeitsplatz noch sicher ist, wie er mit seiner k\u00fcmmerlichen Rente \u00fcber die Runden kommen soll oder was man den Kindern zum Monatsende noch auf den Tisch stellen soll, der hat in der Regel herzlich wenig Interesse an gendergerechter Sprache &#8211; so mal frei nach der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maslowsche_Bed\u00fcrfnishierarchie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maslowschen Bed\u00fcrfnispyramide<\/a>.<\/p>\n<p>Was nun nicht hei\u00dfen soll, dass Geschlechtergerechtigkeit keine wichtige Sache w\u00e4re. Nur f\u00e4ngt die eben bei vielen Frauen, die nach wie vor h\u00e4ufiger von Armut betroffen sind als M\u00e4nner, eher beim Blick in den K\u00fchlschrank oder aufs Kontominus an als bei Gender-Sternchen. Insofern wird hier m. E. das Pferd ziemlich von hinten aufgez\u00e4umt.<\/p>\n<p>Aber das ist ja auch sehr bequem: Wer sich aus gut situierter Position heraus Gedanken \u00fcber sprachliche Feinheiten machen kann, der muss nicht an die wirklichen Probleme ran, die a) ihn selbst nicht betreffen und b) deren L\u00f6sung vielleicht sogar eine \u00c4nderung an dem System, von dem man doch selbst profitiert, erfordern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Sprache ist eine lebendige Angelegenheit, die sich in einem st\u00e4ndigen Wandel befindet. Dass beispielsweise diskriminierende Begriffe wie &#8222;Neger&#8220; oder &#8222;Zigeuner&#8220; weitgehend aus dem Sprachgebrauch verschwunden sind (au\u00dfer nat\u00fcrlich bei Rechtsau\u00dfen-Polterern), finde ich ausgesprochen begr\u00fc\u00dfenswert. Und es macht ja nun auch in der Tat keinen Unterschied, ob ich Lebensmittel als &#8222;Schaumkuss&#8220; oder &#8222;Balkanso\u00dfe&#8220; bezeichne. Wenn hingegen in die sprachliche Struktur eingegriffen wird, sodass bei jedem Satz \u00fcberlegt werden muss, ob das nun so korrekt gegendert ist oder nicht, dann ist das schon mal eine andere Nummer.<\/p>\n<p>Ich will damit nicht ausschlie\u00dfen, dass sich auch so etwas sprachlich entwickeln k\u00f6nnte und irgendwann zur Normalit\u00e4t w\u00fcrde, allerdings kommt es eben vielen Menschen zurzeit so vor, als ob ihnen das quasi &#8222;von oben&#8220; ausgepfropft wird &#8211; und das sorgt dann eben weniger f\u00fcr Zustimmung, sondern mehr f\u00fcr Widerstand.<\/p>\n<p>Das ist den Bef\u00fcrwortern einer gendergerechten Sprache auch durchaus bewusst, wie man an einem <a href=\"https:\/\/m.news.de\/amp\/promis\/855907555\/petra-gerster-von-zdf-zuschauern-beschimpft-bei-twitter-heute-moderatorin-attackiert-wegen-gendergerechter-sprache\/1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>News.de<\/em><\/a> \u00fcber den Auftritt der <em>heute<\/em>-Moderatorin Petra Gerster in der ARD-Talkshow maischberger sieht. Dort ging es n\u00e4mlich genau darum, dass in den heute-Sendungen nun das Gender-Sternchen mitgesprochen wird, was auf Ablehnung bei vielen Zuschauern st\u00f6\u00dft &#8211; laut Gerster sogar bei &#8222;den meisten&#8220;.<\/p>\n<p>Nun muss die Mehrheit nicht immer recht haben, aber zumindest spiegelt sie den aktuellen Status quo wider, und dieser scheint nun so zu sein, dass das Mitsprechen von Gender-Sternchen in Nachrichtensendungen auf keine breite Akzeptanz st\u00f6\u00dft. Und in dem Moment ist es eben keine sprachliche Entwicklung, die aufgegriffen und von mir aus auch verst\u00e4rkt wird, sondern eine Art des Oktroyierens. Und das hat dann meiner Erfahrung nach vor allem folgende Auswirkung: Diejenigen, die dem eh schon zustimmen, brauchen ihre Ansicht nicht zu \u00e4ndern, und diejenigen, die das ablehnen, werden auf diese Weise eher abgesto\u00dfen, sodass sich ihre Ablehnung weiter vertieft.<\/p>\n<p>Zudem habe ich den Eindruck, dass derartige identit\u00e4tspolitische Ma\u00dfnahmen oft als eine Art Feigenblatt fungieren. Ein sch\u00f6nes Beispiel, wie n\u00e4mlich die Verwendung gendergerechter Sprache nicht zu einer \u00c4nderung im patriarchalischen Denken f\u00fchrt, hat k\u00fcrzlich die Berliner Zeitung in einem Posting, das ich auf der <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/posts\/1564472420419118\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook-Wall von Fabio de Masi<\/a> (Linke) entdeckt habe, geschildert:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-22543\" src=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/157983785_1564469513752742_668145586835783810_n-300x247.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/157983785_1564469513752742_668145586835783810_n-300x247.jpg 300w, https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/157983785_1564469513752742_668145586835783810_n-768x633.jpg 768w, https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/157983785_1564469513752742_668145586835783810_n.jpg 828w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Solange patriarchalisches Denken und die dazugeh\u00f6rigen Strukturen unseren Alltag pr\u00e4gen (man schaue sich nur mal das Marketing f\u00fcr M\u00e4dchen und Jungen an &#8211; nach wie vor meistens sch\u00f6n Rosa und Blau -, was dazu f\u00fchrt, bestimmte Muster schon von klein auf bei den Kindern zu verinnerlichen), solange Formate wie &#8222;Germany&#8217;s Next Top Model&#8220; zur Fernsehnormalit\u00e4t geh\u00f6ren, solange es einen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gender-Pay-Gap\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gender-Pay-Gap<\/a> gibt, wirkt es auf mich wie ein bisschen wohlfeile Kosmetik, Gender-Sternchen zu verwenden.<\/p>\n<p>Und das gilt auch f\u00fcr andere Bereiche: Nat\u00fcrlich ist es richtig, nicht mehr ein Wort wie &#8222;Neger&#8220; zu gebrauchen, aber solange man Afrikaner vonseiten der Politik immer noch als Menschen zweiter Klasse sieht, in deren L\u00e4nder neokoloniale Strukturen aufrechterhalten werden (Burgis-Interview) und die man zu Tausenden im Mittelmeer ertrinken l\u00e4sst, wirkt das dann doch ein kleines bisschen unaufrichtig, oder?<\/p>\n<p>Nebenbei bemerkt: Dass nun in den letzten Jahrzehnten immer \u00f6fter Frauen in Regierungsverantwortung oder wichtigen politischen \u00c4mtern waren, hat dann auch nicht wirklich etwas an diesem bei uns nach wie vor herrschenden patriarchalen System ver\u00e4ndert. Genauso wenig wie US-Pr\u00e4sident Barrack Obama nun die Lebenswirklichkeit der allermeisten Afroamerikaner verbessert h\u00e4tte. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Black_Lives_Matter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Black Lives Matter<\/a> wurde beispielsweise schon 2013 ins Leben gerufen, also w\u00e4hrend Obamas Pr\u00e4sidentschaft.<\/p>\n<p>Wer von dieser identit\u00e4tspolitischen Fixierung profitiert, sind vor allem Rechte, wie man ja an Trump gesehen hat, die sich dann deutlich und oft anstandslos dagegen aussprechen und somit Zustimmung ernten bei denjenigen, deren Leben von anderen N\u00f6ten gepr\u00e4gt ist. Und diese Rechtsau\u00dfen bekommen ja auch immer wieder Steilvorlagen von identit\u00e4tspolitischen Eiferern, die dann gen\u00fcsslich von den einschl\u00e4gigen Medien ausgeschlachtet werden. So berichtet aktuell beispielsweise gerade ein <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/gender-vorschlag-in-australien-muetter-sollen-an-universitaet-jetzt-austragendes-elternteil-heissen_id_12992115.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Focus<\/em>-Artikel<\/a>, dass Wissenschaftler in Australien angeblich die Begriffe f\u00fcr Mutter und Vater abschaffen wollen. Dass das dann mal wieder nicht so dramatisch ist, wie es die \u00dcberschrift assoziiert, ist nat\u00fcrlich typisch, aber die Aufregung der Gender-Gegner ist bei so einem Artikel nat\u00fcrlich gewiss.<\/p>\n<p>Auch wenn Identit\u00e4tspolitik meist als eher linkes Anliegen wahrgenommen wird, so ist deren urspr\u00fcngliche Erfindung Ende des 18. Jahrhunderts doch auf konservative Kr\u00e4fte zur\u00fcckzuf\u00fchren (s. <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/identitaetspolitik-solidaritaet-war-gestern-ld.1343147\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>). Und klar: Nationalismus ist ja letztlich auch eine identit\u00e4tspolitische Angelegenheit.<\/p>\n<p>Hier w\u00e4re es m. E. nun sinnvoll, eine gemeinsame Position zu entwicklen, f\u00fcr die sogar eine breite Basis best\u00fcnde: Viele Menschen mit existenziellen N\u00f6ten sind Frauen oder haben einen Migrationshintergrund. Das erg\u00e4be schon mal eine ziemlich gro\u00dfe Schnittmenge. Nun m\u00fcsste nur noch zusammengef\u00fchrt werden, dass die Armut dieser Menschen eben zu einem gro\u00dfen Teil auf strukturelle Ungleichheit zur\u00fcckzuf\u00fchren ist &#8211; und diese gilt es dann ganz konkret anzugehen. Wenn hier dann irgendwann vorangeschritten wird, dann mag auch die Sprache dem einmal folgen.<\/p>\n<p>Ansonsten bleibt Identit\u00e4tspolitik ein Mittel f\u00fcr diejenigen, die das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Divide_et_impera\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teile-und-herrsche-Prinzip<\/a> praktizieren. Was dann auch erkl\u00e4rt, warum sich so viele Neoliberale daf\u00fcr begeistern.<\/p>\n<p>Wenn diese n\u00e4mlich identit\u00e4tspolitische Themen besetzen, dann wollen sie m. E. nicht wirklich etwas f\u00fcr benachteiligte Menschen verbessern, sondern vielmehr bestehende ungerechte Zust\u00e4nde weiter zementieren. Gender-Sternchen tun Verm\u00f6genden und Konzernen nicht weh, denn sie schm\u00e4lern nicht deren Profite, gerechte Bezahlung f\u00fcr Frauen hingegen schon, genauso wie Lieferketten, in denen Zuarbeiter in anderen L\u00e4ndern nicht als Menschen zweiter Klasse bezahlt und ausgebeutet werden.<\/p>\n<p>Dass passt \u00a0dann auch wunderbar zur Symbolpolitik, die von Neoliberalen und Konservativen gern praktiziert wird und die auch nicht wirklich etwas \u00e4ndern will. So wie beispielsweise &#8222;Wir schaffen das!&#8220; sagen im Zuge von immer mehr eintreffenden Gefl\u00fcchteten, gleichzeitig aber die finanziell eh schon oftmals ausgebluteten Kommunen mit den praktischen Aufgaben h\u00e4ngen lassen, das Asylrecht immer restriktiver versch\u00e4rfen, Tausende im Mittelmeer ertrinken lassen und Fluchtgr\u00fcnde im globalen S\u00fcden nicht bek\u00e4mpfen, sonder weiter verursachen. Und wie man sieht, funktioniert das ja auch, da es immer noch genug Leute gibt, die Angela Merkel wegen dieser einen Aussage eine fl\u00fcchtlingsfreundliche Politik attestieren.<\/p>\n<p>Bleibt abschlie\u00dfend noch die Frage, ob es nun Zufall ist, dass das gerade jetzt so hochkocht, wo immer mehr Kritik am Corona-&#8222;Krisenmanagenment&#8220; der Bundesregierung laut wird und die CDU eine Korruptionsaff\u00e4re nach der anderen hinlegt. In jedem Fall hat das Thema gerade schon auch ein bisschen Nebelkerzenfunktion, um von diesen Missst\u00e4nden abzulenken. Der Wirecard-Skandal, bei dem immer mehr Ungeheuerlichkeiten ans Licht kommen, wird zumindest nicht ansatzweise so prominent in der \u00d6ffentlichkeit diskutiert &#8230;<\/p>\n<p>So bleibt f\u00fcr mich als Fazit, dass Identit\u00e4tspolitik, die spaltet statt zu vereinen, die sich vor allem auf Symbolisches konzentriert und nicht auf tats\u00e4chlich vorhandene Missst\u00e4nde, vor allem denen in die H\u00e4nde spielt, die nichts \u00e4ndern wollen am aktuellen System, das zunehmend mehr Ungerechtigkeiten produziert. Es gilt also, feministische, antirassistische, soziale, LGBT- und auch \u00f6kologische Bewegungen zusammenzubringen, indem aufgezeigt wird, dass die Ursache f\u00fcr ihre Diskriminierung und Missachtung ein und dieselbe ist, n\u00e4mlich das neoliberal kapitalistische Wirtschaftssystem.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zurzeit wird ja sehr viel \u00fcber Identit\u00e4tspolitik diskutiert, und da mich das Thema nun schon etwas l\u00e4nger besch\u00e4ftigt, m\u00f6chte ich nun auch ein paar Gedanken dazu niederschreiben.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[50,52,51],"tags":[642,477,1072,487,225],"class_list":["post-22116","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politisches","category-soziales","category-wirtschaftliches","tag-diskriminierung","tag-gleichberechtigung","tag-identitaetspolitik","tag-teile-und-herrsche","tag-ungleichheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22116"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22116\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22555,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22116\/revisions\/22555"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}