{"id":23593,"date":"2021-08-18T11:15:45","date_gmt":"2021-08-18T09:15:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=23593"},"modified":"2021-08-18T16:02:27","modified_gmt":"2021-08-18T14:02:27","slug":"argumente-gegen-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=23593","title":{"rendered":"&#8222;Argumente&#8220; gegen Klimaschutz"},"content":{"rendered":"<p>Als Fortf\u00fchrung meines <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=23558\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikels von letzter Woche<\/a> m\u00f6chte ich mich nun einmal ein bisschen mit den &#8222;Argumenten&#8220; auseinandersetzen, die immer wieder gern vorgebracht werden, wenn es darum geht, sich gegen Klimaschutz auszusprechen. &#8222;Argumente&#8220; deshalb in Anf\u00fchrungszeichen, weil, wie ich zeigen werde, diese Aussagen keine Substanz haben, oft auf Unwahrheiten basieren oder zumindest eine sehr einseitige Sicht der Dinge unter Aussparung wichtiger Aspekte darstellen. Vielfach handelt es sich dabei auch um PR der Unternehmen, die nach wie vor viel Profite mit der Zerst\u00f6rung unseres Klimas und damit auch unserer Biosph\u00e4re machen, indem sie fossile Energietr\u00e4ger verfeuern, und die dann nur allzu gern von rechten und konservativen Politikern und Medien weitergetragen werden.<\/p>\n<p>Eine Sache vorweg, die ich ja auch schon letzte Woche angesprochen habe: Die Diskussion mit der &#8222;Wir wollen keinen Klimaschutz&#8220;-Fraktion ist in der der Regel nicht fruchtbar, denn man kann diese Leute meistens \u00fcberhaupt nicht erreichen. Das liegt vor allem daran, dass sie eine Diskussion nicht als Austausch von Ansichten sehen, die man dann abw\u00e4gt, je nachdem, wie gut sie begr\u00fcndet sind, um so unter Umst\u00e4nden seine eigene Position auszudifferenzieren oder vielleicht sogar zu revidieren (was eigentlich die Grundlage jedes zivilisierten Meinungsaustauschs sein sollte). Man hat es vielmehr so gut wie immer mit einer feststehenden Position (&#8222;Ich will keinen Klimaschutz!&#8220;) zu tun, die mit Klauen und Z\u00e4hnen verteidigt wird und von der mit Sicherheit auch nicht abger\u00fcckt wird. Das Problem dabei: Quellen und Belege, die man selbst zur Untermauerung der eigenen Aussagen angibt, werden entweder ignoriert oder pauschalisierend angezweifelt, wohingegen selbst keine manierlichen Belege geliefert werden. Und wenn, dann sind das oft solche Absurdit\u00e4ten, wie es mir gerade vor ein paar Tagen \u00a0unterkam &#8211; ein <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/print-wams\/article97167\/Als-Groenland-noch-gruen-war.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel aus der\u00a0<em>WELT<\/em> von 2003<\/a>.<\/p>\n<p>Nicht nur, dass Springer nun nicht unbedingt f\u00fcr seine Wissenschaftlichkeit besonders bekannt ist und sich seit 2003 eben auch einiges getan hat in puncto Klimawandel, und zwar sowohl von dessen Auswirkungen als auch vom Forschungsstand her. Dar\u00fcber hinaus l\u00e4sst sich der Protagonist dieses Artikel, in welchem die schon oft widerlegte These, Gr\u00f6nland sei im Mittelalter noch \u00fcberwiegend gr\u00fcn gewesen, verbreitet wird, auch direkt mit der Erd\u00f6lindustrie in Verbindung bringen. Dazu muss man nur mal den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Willie_Soon\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia-Artikel zu Willie Soon<\/a>, der f\u00fcr die von der WELT geschilderte Studie verantwortlich zeigt, aufrufen, denn dort findet sich dann Folgendes unter der \u00dcberschrift &#8222;Sponsoring durch Energiekonzerne&#8220;:<\/p>\n<blockquote><p>2011 ver\u00f6ffentlichte die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Ergebnisse einer Untersuchung, der zufolge Soon \u00fcber einen Zeitraum von 10 Jahren \u00fcber 1 Million US-Dollar aus Industrie- und Lobbykreisen erhalten hat. Unter Soons Geldgebern waren demnach u.\u00a0a. der \u00d6lkonzern ExxonMobil, der Energiekonzern Southern Co., die Lobbygruppe American Petroleum Institute sowie eine Stiftung von Charles Koch. Soon gab den Erhalt der Zahlungen zu, bestritt aber, dadurch beeinflusst worden zu sein. Intern bezeichnete er seine Leistungen, die neben den Auftragsstudien auch \u00f6ffentliche Auftritte umfassten, als gegen\u00fcber Bezahlung &#8222;lieferbare Ergebnisse&#8220;.<\/p>\n<p>Nach 2015 ver\u00f6ffentlichten Dokumenten erhielt er ca. 1,25 Mio. US-Dollar, womit seine Forschungen fast ausschlie\u00dflich durch Unternehmen der Fossil-Energiebranche finanziert wurden. Zudem soll er den Interessenkonflikt in wissenschaftlichen Papern nicht \u00f6ffentlich gemacht haben. 2005 erhielt er ca. 410.000 Dollar von dem Kohlekonzern Southern Co. und verpflichtete sich im Gegenzug, Forschungen zu dem Einfluss der Sonne auf den Klimawandel zu publizieren. Daraufhin leiteten verschiedene Fachzeitschriften sowie das Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics Untersuchungen wegen der Nichtoffenlegung seiner Finanzierung sowie eines nicht benannten Interessenkonfliktes ein. Die New York Times schreibt, dass Soon bei mindestens 11 Papern auf die Offenlegung seiner Gelder verzichtet und bei mindestens 8 Papern gegen die Ethikrichtlinien der Journale versto\u00dfen habe, in denen er publiziert hat. Im Rahmen der Insolvenz des gr\u00f6\u00dften Bergbauunternehmens der Welt, Peabody Energy, kam im Jahr 2016 ans Licht, dass er auch von dieser Firma Geld f\u00fcr seine klimaskeptischen Aktivit\u00e4ten erhalten hat.Die Enth\u00fcllungen hier\u00fcber sorgten f\u00fcr eine Einbruch seiner wissenschaftlichen Karriere, hingegen s\u00e4t er weiterhin Zweifel an der globalen Erw\u00e4rmung und koordiniert hierf\u00fcr Aktionen und Personen. 2018 musste er zudem nach einem Gerichtsprozess mehrere seiner Geldgeber offenlegen; dies waren die ExxonMobil Foundation, die Charles G. Koch Foundation und das Kohleunternehmen Southern Company.<\/p>\n<p>Neben der direkten Finanzierung durch Energiekonzerne wurden Soon zudem Verbindungen zu mindestens f\u00fcnf von ExxonMobil finanzierten Organisationen nachgewiesen. So wurde er unter anderem als &#8222;featured expert&#8220; beim Fraser Institute gelistet, als &#8222;senior scientist&#8220; beim George C. Marshall Institute und als &#8222;writer\/contributor&#8220; beim Heartland Institute.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wow &#8211; offensichtlicher geht es ja wohl kaum, dass es sich dabei nicht um unabh\u00e4ngige Forschung handelt, sondern um PR im Auftrag von Konzernen, die ein Interesse daran haben, dass m\u00f6glichst viele Menschen nicht glauben, dass es den Klimawandel gibt oder dass er menschgemacht ist.<\/p>\n<p>Und dennoch wird so ein Unfug nach wie vor verbreitet. Woran man sieht, dass es denjenigen, auch wenn sie das immer wieder behaupten, offensichtlich nicht darum geht, unseri\u00f6se Quellen auszufiltern oder nach &#8222;der Wahrheit&#8220; zu suchen, sondern irgendwas zu finden, was die eigene Weltsicht best\u00e4tigt und einen selbst aus der Verantwortung nimmt, irgendwas \u00e4ndern zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dennoch ist es wichtig, solchen Leuten zu widersprechen, denn auch wenn man sie nicht erreichen kann, so gibt es doch immer auch mitlesende und -h\u00f6rende Dritte, die sonst vielleicht diesen oft mit reichliche Selbstbewusstsein vorgetragenen Mumpitz glauben.<\/p>\n<p>Doch nun zu den &#8222;Argumenten&#8220;:<\/p>\n<p><strong>&#8222;Das hat es schon immer gegeben!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Klimawandel sei etwas vollkommen Nat\u00fcrliches, was es im Laufe der Erdgeschichte schon immer gegeben h\u00e4tte. Klar, an die Eiszeiten kann sich jeder von uns noch aus dem Schulunterricht erinnern, es gibt allerdings einen riesengro\u00dfen Unterschied zum aktuellen Klimawandel: das Tempo.<\/p>\n<p>Seit Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts steigt die globale Erw\u00e4rmung n\u00e4mlich derart rapide an, wie es zuvor noch nie der Fall gewesen ist. Was man beispielsweise an einer sch\u00f6nen <a href=\"https:\/\/xkcd.com\/1732\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Grafik auf der Website <em>xkcd<\/em><\/a> sehen kann &#8211; ist zwar auf Englisch, aber sollte jedem auch so einleuchten. Oder, etwas wissenschaftlicher, anhand eines <a href=\"https:\/\/scilogs.spektrum.de\/klimalounge\/palaeoklima-das-ganze-holozaen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel des Klimaforschers Stefan Rahmstorf<\/a> auf <em>Spektrum.de SciLogs<\/em>.<\/p>\n<p>Und dieses Tempo f\u00fchrt dann n\u00e4mlich auch dazu, dass sich nichts und niemand an den Klimawandel anpassen kann, so wie das bei vorherigen Schwankungen der globalen Temperatur stets der Fall war.<\/p>\n<p>Ach ja: Gr\u00f6\u00dfere klimatische Ver\u00e4nderungen trafen bisher auch im Laufe der Erdgeschichte nicht auf eine menschliche Zivilisation, die aufgrund ihres Siedlungsverhaltens, gerade auch in Gew\u00e4ssern\u00e4he, nicht so mobil ist, dann einfach weiterzuziehen. K\u00f6nnte ja gerade bei dem Tempo des aktuellen Klimawandels doch schon etwas problematisch sein, oder?<\/p>\n<p><strong>&#8222;Deutschland allein kann das nicht \u00e4ndern!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Und zudem solle man erst mal daf\u00fcr sorgen, dass China und die USA mehr Klimaschutz betreiben!<\/p>\n<p>Also zun\u00e4chst mal: Niemand sagt, dass Deutschland allein die Welt vor der Klimakatastrophe retten soll, sondern lediglich seinen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen resultierenden Verpflichtungen nachzukommen hat (wie das bei solchen internationalen Vertr\u00e4gen nun mal \u00fcblich ist). Das wird auch in einem sehr lesenswerten <a href=\"https:\/\/graslutscher.de\/warum-aber-china-und-deutschland-alleine-kann-nicht-die-welt-retten-keine-guten-argumente-sind\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel von <em>der Graslutscher<\/em><\/a> ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Was dort zudem noch zur Sprache kommt: Es ist nicht so, dass andere L\u00e4nder gar nichts machen, auch in China geschieht viel, um die erneuerbaren Energien auszubauen. Und wieder andere L\u00e4ndern sind in puncto Klimaschutz schon deutlich weiter als Deutschland.<\/p>\n<p>Klar, Deutschland ist ein relativ kleines Land und stellt nur etwas ein Prozent der Weltbev\u00f6lkerung. Aber: Immerhin ist Deutschland Mitglied der G7, also der sieben wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt, und zudem auch die st\u00e4rkste Volkswirtschaft in der EU &#8211; und damit in einem der gr\u00f6\u00dften Wirtschaftsr\u00e4ume auf diesem Planeten. Da nun tiefzustapeln und Deutschland jede Einflussm\u00f6glichkeit abzusprechen, halte ich f\u00fcr reichlich absurd.<\/p>\n<p>Was dazukommt: die historische Klimaschuld. Auch wenn China zurzeit mehr CO2 als alle anderen L\u00e4nder ausst\u00f6\u00dft (was bei der Anzahl der dort lebenden Menschen irgendwie auch kein Wunder ist), so sollte man das Ganze ja vielleicht mal \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg betrachten, denn schlie\u00dflich ist der Klimawandel ja nicht erst seit ein paar Jahren pl\u00f6tzlich vom Himmel gefallen. Und da hat <em>Oxfam<\/em> mal eine interessante Weltkarte erstellt (hab ich bei <em><a href=\"http:\/\/www.klimaretter.info\/politik\/nachricht\/2184-die-klimaschuld-historisch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klimaretter.info<\/a><\/em> gefunden), auf der die L\u00e4nder so gro\u00df abgebildet werden, dass es ihrem CO2-Aussto\u00df seit 1900 entspricht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-23624\" src=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/klimaschuld-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/klimaschuld-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/klimaschuld.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Hoppla &#8230;<\/p>\n<p>Und auch wenn man sich dann noch anschaut, wie denn nach wie vor der individuelle Lebensstil in den verschiedenen L\u00e4ndern ist, dass also beispielsweise in Deutschland 573,03 Pkw auf 1000 Einwohner kommen, in China hingegen 12,22 (s. <a href=\"https:\/\/www.welt-in-zahlen.de\/laendervergleich.phtml?indicator=126\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>), dann wird noch mal mehr deutlich, dass es keinesfalls angebracht ist, st\u00e4ndig mit dem Finger nach Ostasien zu zeigen, sondern erst mal mit dem Kehren vor der eigenen T\u00fcr anzufangen.<\/p>\n<p>Ach ja: Und nur auf die Politik unseres eigenen Landes haben wir ja schlie\u00dflich auch \u00fcber Wahlen einen Einfluss. Denn sp\u00e4testens, wenn diejenigen, die fordern, dass erst mal China was \u00e4ndern sollte, gefragt werden, wie man das denn als Deutscher so bewerkstelligen sollte, dass das ZK in China einem zuh\u00f6rt, dann geraten die doch meistens reichlich ins Schwimmen.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Das ist ja alles nur zum Geldverdienen f\u00fcr die Klimaschutzindustrie!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>So absurd dieses Argument ist, so l\u00e4uft es mir doch immer wieder \u00fcber den Weg. Klar wird mit Wind- und Solarenergie auch Geld verdient, aber das ist alles doch nur ein Bruchteil dessen was die fossilen Energiekonzerne seit Jahrzehnten an Profiten gemacht haben und immer noch machen &#8211; und so lange ist es ja schon bekannt, dass deren Gesch\u00e4ftsmodell das Weltklima sch\u00e4digt. Das sind ja schlie\u00dflich keine Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen.<\/p>\n<p>Wenn man sich mal anschaut, welche Firmen denn so die umsatzst\u00e4rksten \u00fcberhaupt sind, dann springt einem gleich eines ins Auge: Unter den Top Ten finden sich sechs Konzerne, die ihr Geld mit \u00d6l und Gas machen (s. <a href=\"https:\/\/creditsun.de\/finanzwelt\/groessten-unternehmen-der-welt-nach-umsatz-2019\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>). Da k\u00f6nnen Unternehmen aus dem Erneuerbare-Energien-Sektor wohl nicht so ganz mithalten, oder? Zumindest kann ich in der verlinkten 100er-Liste kein einziges solcher Unternehmen finden &#8211; daf\u00fcr noch zw\u00f6lf weitere aus der \u00d6l-und-Gas-Branche.<\/p>\n<p>Ganz Pfiffige f\u00fchren dann auch gern mal an, dass schlie\u00dflich auch die Wissenschaftler, die zum Klimawandel forschen und davor warnen, davon leben w\u00fcrden und insofern ein Interesse daran h\u00e4tten, den angeblichen Irrglauben an einen drohende Klimakatastrophe aufrechtzuerhalten. Die seien also alle quasi nur ihren eigenen finanziellen Interessen verpflichtet.<\/p>\n<p>Auch hier lohnt sich ein Blick auf ExxonMobil und Co. Nicht nur, dass die schon vor \u00fcber 40 Jahren bestens Bescheid wussten \u00fcber die sch\u00e4dlichen Folgen ihres Gesch\u00e4ftsmodells (s. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/james-black-sagte-1977-die-klimakrise-voraus-leider-arbeitete-er-bei-exxon-a-1298292.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>), es wurde danach auch alles getan, um diese Erkenntnisse nicht nur geheim zu halten, sondern auch mit gekaufter Wissenschaft das Gegenteil zu behaupten. Das ist mittlerweile hinreichend belegt, und das nicht nur bei dem oben bereits genannten Willie Soon: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Aufdeckung-der-Shell-Papers\/!5664726\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Konzerngeld f\u00fcr Klimawandelleugner&#8220;<\/a>\u00a0beispielsweise und <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2012\/48\/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Die Klimakrieger: Wie von der Industrie bezahlte PR-Manager der Welt seit Jahren einreden, die Erderw\u00e4rmung finde nicht statt&#8220;<\/a>, wo mit Marc Morano sogar einer der Protagonisten ganz freim\u00fctig erl\u00e4utert, wie da vorgegangen wird. Und auch Bill McKibben wei\u00df in einem zweiteiligen Artikel in den <em>Bl\u00e4ttern f\u00fcr deutsche und internationale Politik<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2019\/januar\/der-schrumpfende-planet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil 1<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2019\/februar\/der-schrumpfende-planet-teil-2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil 2<\/a>)\u00a0einiges \u00fcber die T\u00e4uschungsman\u00f6ver der \u00d6lkonzerne zu berichten.<\/p>\n<p>Wenn also irgendwo Wissenschaft bezahlt wird, um Fehlinformationen zu verbreiten, dann vonseiten derjenigen, die den Klimawandel abstreiten &#8211; nicht umgekehrt!<\/p>\n<p><strong>&#8222;Gr\u00f6nland war im Mittelalter noch eine gr\u00fcne Insel!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Da ja gerade das Abschmelzen der gr\u00f6nl\u00e4ndischen Gletscher als ein Alarmsignal der Klimakatastrophe gesehen wird, kommt immer wieder jemand mit der Aussage um die Ecke, dass Gr\u00f6nland im Mittelalter angeblich eine gr\u00fcne Insel gewesen sei &#8211; daher ja auch der Name: Gr\u00f6nland kommt von Gr\u00fcnland.<\/p>\n<p>Auch hier fallen die selbst ernannten Oberchecker mal wieder kr\u00e4ftig auf PR rein, und zwar auf solche, die schon um die 1000 Jahre alt sein d\u00fcrfte. Als n\u00e4mlich Erik der Rote von Island aus Gr\u00f6nland besiedeln wollte, nannte er das damals auch schon \u00fcberwiegend von einem dicken Eispanzer bedeckte Land so, um andere Siedler anzulocken (s. <a href=\"https:\/\/www.klimafakten.de\/behauptungen\/behauptung-groenland-war-frueher-eine-gruene-insel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>). Klar, &#8222;Gr\u00fcnland&#8220; klingt ja auch besser als &#8222;Kalt-und-karg-Land&#8220; &#8230;<\/p>\n<p>Dass es aber auch gekaufte Wissenschaftler wie den oben schon genannten Willie Soon gibt, die diese M\u00e4r weiterverbreiten, macht es f\u00fcr viele dann glaubw\u00fcrdig &#8211; obwohl ein bisschen Recherche im Internet das Ganze schnell als Mumpitz entlarvt. Aber dazu braucht man eben auch zumindest einen Funken Medienkompetenz &#8211; etwas, was bei rechthaberischen Klimawandelleugnern nicht besonders stark ausgepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Unwetter sind etwas ganz Normales!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gab es Unwetter und Hitze-\/D\u00fcrreperioden schon immer. Aber eben nicht in der Anzahl und Heftigkeit, wie wir das mittlerweile erleben. Allein schon, was in diesem Jahr so alles los ist: Flutkatastrophe in Deutschland, Belgien und \u00d6sterreich, Waldbr\u00e4nde in den USA, Kanada, S\u00fcdeuropa und Jakutien &#8211; das alles gerade mal in den letzten Wochen.<\/p>\n<p>Und auch wenn man den Blick von einzelnen Wetterereignissen l\u00f6st und aufs gro\u00dfe Ganze, sprich Globale, schaut, wird klar, dass sich da ganz sch\u00f6n was ver\u00e4ndert hat. Die w\u00e4rmsten sieben Jahre seit Beginn der Klimaaufzeichnungen 1880 sind n\u00e4mlich &#8211; die letzten sieben Jahre (s. <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/infografik\/21458\/heisseste-jahre-weltweit-seit-beginn-der-klimaaufzeichung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>)! Da kann man wohl kaum noch von einem Ausrei\u00dfer sprechen, sondern das ist ein knallharter Trend.<\/p>\n<p>Zudem ja auch immer wichtig ist zu betrachten, warum es denn zurzeit vermehrt zu solchen Wetterextremen kommt. Klima ist n\u00e4mlich was anderes als Wetter, vielmehr ist Wetter der Ausdruck von Klima. Der Jetstream beispielsweise ist ein Klimaph\u00e4nomen: Kalte arktische Luftmassen treffen auf warme vom \u00c4quator, woraus sich dieser Luftstrom bildet, der sich dann aufgrund der Erdrotation von West nach Ost ausrichtet. Nun ist es leider in der Arktis deutlich w\u00e4rmer geworden aufgrund des Klimawandels, was dann auch den Jetstream abschw\u00e4cht (s. <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/erdsystem\/wenn-der-jetstream-einrastet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>) &#8211; mit der Folge, dass Hoch- und Tiefdruckgebiete, die bisher von dieser Luftstr\u00f6mung bewegt wurden, eher in konstanter Lage bleiben. Was dann zu D\u00fcrreperioden bei Hochdruckgebieten bzw. Dauerregen bei Tiefdruckgebieten f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Und das ist dann n\u00e4mlich nicht einfach nur &#8222;mal schlechtes Wetter&#8220; &#8230;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Dann geht es zur\u00fcck in die Steinzeit!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Menschen, die sich nur \u00fcber ihren Konsum definieren und alles andere als Steinzeit ansehen, k\u00f6nnen einem eigentlich nur sehr leidtun.\u00a0Und dann projizieren sie ihre Haltung auch noch auf alle anderen. Als wenn es keine weiteren zivilisatorischen Eigenschaften g\u00e4be als nur Konsum, mehr Konsum und noch mehr Konsum. Und nat\u00fcrlich dicke Autos.<\/p>\n<p>Auch dieses &#8222;Argument&#8220; ist offensichtlich so doof, dass man es eigentlich schlichtweg \u00fcbergehen sollte, aber dennoch wird es immer wieder vorgebracht: Klimaschutz, der Dinge ver\u00e4ndern will und eben auch, so er wirksam sein m\u00f6chte, vom Wachstumsdogma abr\u00fccken muss, bedeutet, dass es wieder zur\u00fcck in die Steinzeit ginge.<\/p>\n<p>Ulkigerweise kommt das vor allem von Leuten, die sonst nicht eben was gegen reaktion\u00e4re Ansichten haben und bei vielen Dingen die Uhr gern ein bisschen zur\u00fcckdrehen wollen. Beispielsweise beim Feminismus. Oder bei der Multikulturalit\u00e4t. Oder &#8230; eigentlich bei allem, was nicht ihren eigenen Konsum einschr\u00e4nkt. Und damit bewegen die sich deutlich mehr in Richtung Steinzeit als diejenigen, die SUVs und Inlandfl\u00fcge \u00fcberfl\u00fcssig finden und ein neues Verkehrskonzept mit weniger motorisiertem Individualverkehr fordern.<\/p>\n<p>Mal davon abgesehen, dass ein Freiheitskonzept, dass die Freiheit aller \u00fcber die Freiheit ausschlie\u00dflich der Privateigent\u00fcmer stellt (wie es zurzeit der Fall ist; s. <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/august\/klimakrise-oder-die-grenzen-der-freiheit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>), schon etwas sehr Fortschirttliches ist &#8211; wohingegen das Recht des St\u00e4rkeren, dass bei der Anti-Klimaschutz-Fraktion immer mitschwingt (denn andere haben gef\u00e4lligst auf ihrem niedrigeren Lebensstandardlevel zu bleiben, damit es mir weiterhin gut geht), dann doch schon eher etwas ist, was ich als steinzeitlich bezeichnen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Und da schwingt dann nat\u00fcrlich auch immer der Mythos von den <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=23128\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gr\u00fcnen als Verbotspartei<\/a> mit, denn die werden nach wie vor von den meisten als Partei, die f\u00fcr Klimaschutz steht, angesehen (obwohl das in der Praxis gar nicht mehr so der Fall ist &#8211; s. <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=15224\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>). Und das f\u00fchrt dann gleich zum n\u00e4chsten &#8222;Argument&#8220;:<\/p>\n<p><strong>&#8222;Die Gr\u00fcnen wollen alles nur teurer machen, das kann sich keiner leisten!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit der Flutkatastrophe im Ahrtal und den immensen Sch\u00e4den sollte eigentlich klar sein: Was wir jetzt nicht an Geld f\u00fcr Klimaschutz ausgeben, m\u00fcssen wir sp\u00e4ter in viel gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe zur Beseitigung der Sch\u00e4den ausgeben. Und genau das wird uns auch schon seit L\u00e4ngerem von Klimaforschern so gesagt (s. beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_88694728\/studie-klimawandel-verursacht-kosten-in-billionenhoehe-.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>). Insofern w\u00e4re es sinnvoll, die Sachen, die klimasch\u00e4dlich sind und dementsprechend zuk\u00fcnftige Sch\u00e4den verursachen werden, auch schon mal entsprechend zu verteuern, um die Schadenbehebung da bereits heute einzupreisen. Alles andere w\u00e4re nur ein Verschieben der Kosten hin zu k\u00fcnftige Generationen &#8211; nicht gerade die feine Art, oder?<\/p>\n<p>Was bei dieser Aussage zudem irgendwie nie ber\u00fccksichtigt wird: Die Politik der CDU-gef\u00fchrten Bundesregierung der letzten Jahre hat wesentliche Mehrausgaben f\u00fcr viele Menschen zur Folge gehabt. Beispielsweise bei den explodierenden Mieten und massiv angestiegenen Strompreisen. Letztere sind \u00fcbrigens nicht wegen der EEG-Umlage so durch die Decke gegangen, sondern vor allem aufgrund der Privatisierung der Energieversorgung sowie wegen der ganzen energieintensiven Unternehmen, die in den letzten Jahren von der EEG-Umlage befreit wurden &#8211; das m\u00fcssen dann n\u00e4mlich alles die Privathaushalte mitbezahlen.<\/p>\n<p>Und diese Politik dient nun nicht dazu, dass es allen besser geht oder (wie im Fall vom Klimaschutz) zumindest zu erwartende Sch\u00e4den pr\u00e4ventiv abgemildert werden, sondern ausschlie\u00dflich dem Ziel, was die CDU immer verfolgt: Reiche noch reicher machen.<\/p>\n<p>Aber daf\u00fcr scheinen viele dann doch allzu gern ihr Geld auszugeben. Zumindest wenn sie via BILD und anderen Medien, die n\u00e4mlich genau den Reichen geh\u00f6ren, die von der CDU noch reicher gemacht werden, entsprechend oft h\u00f6ren, dass man sich Klimaschutz nicht leisten kann, obsz\u00f6nes Verm\u00f6genswachstum jedoch nie thematisiert wird. Womit wir wieder beim Thema Indoktrination w\u00e4ren &#8230;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Neue Technik wird&#8217;s schon richten!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>CO2-Einlagerung, Wasserstoffmotoren, E-Mobilit\u00e4t und was es da sonst noch so alles an technischen Verhei\u00dfungen gibt: Viele Menschen sind offensichtlich der Ansicht, dass wir einfach so weitermachen k\u00f6nnen wie bisher, da es schon irgendeine technische L\u00f6sung geben wird, die uns den Klimawandel vom Hals schafft.<\/p>\n<p>Tja, das ist nur leider nicht der Fall, auch wenn es so sch\u00f6n bequem w\u00e4re. Das Problem dabei: Die Entwicklung solcher Technologien kostet viel Zeit, die wir nicht haben, und meistens auch viele Ressourcen, die wir ebenfalls nicht noch zus\u00e4tzlich verbraten sollten. Zumal das Ganze ja auch noch in unserem bisherigen kapitalistischen Wirtschaftssystem funktionieren soll, und das ist nun mal auf stetiges Wachstum angewiesen. Auf diesen Widerspruch weist ausf\u00fchrlich Birgit Mahnkopf in einem <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/juni\/nebelkerze-green-new-deal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in den <em>Bl\u00e4ttern f\u00fcr deutsche und internationale Politik<\/em><\/a> hin.<\/p>\n<p>Und so stellen sich bei genauerer Betrachtung die technischen Wunder, die uns alle retten sollen, oft genug als reines Greenwahing da. Was noch hinzukommt: der <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2013\/dezember\/der-rebound-effekt-die-illusion-des-gruenen-wachstums\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rebound-Effekt<\/a>, der positive Auswirkungen in der Regel zunichte macht. Also beispielsweise energieeffizientere Motoren in Autos, die dann allerdings haufenweise technischen Schnickschnack haben und ihre zweieinhalb Tonnen mit 400 PS durch die Gegend juckeln. Oder LEDs zur Beleuchtung, die dann allerdings nicht mehr ausgemacht wird, weil sie ja so sparsam ist. Nur mal sehr verk\u00fcrzt dargestellt.<\/p>\n<p>In diesem Jahrtausend ist ja nun auch die Digitalisierung sehr stark vorangeschritten, von der sich viele Menschen eine technische L\u00f6sung des Klimawandeldilemmas versprechen. Nun ist nur leider nicht zu beobachten gewesen, dass auf diese Weise irgendwie der Klimawandel abgebremst wurde, sondern das Gegenteil ist der Fall, der hat sich noch verst\u00e4rkt. Sp\u00e4testens da sollte klar sein, dass technische Entwicklungen zwar dazu beitragen k\u00f6nnen, die Klimakatastrophe noch etwas abzumildern, jedoch nicht etwas in der Art eines <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deus_ex_machina\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deus ex machina<\/a> sein werden, der uns alle einfach so, m\u00f6glichst ohne eigenes Dazutun, retten wird.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Das Problem ist die \u00dcberbev\u00f6lkerung in Afrika und Asien!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Bei dieser auch immer wieder gern vorgebrachten Aussage werden Ursache und Wirkung ganz sch\u00f6n verdreht, um nicht zu sagen: pervertiert. Aber klar, auch hier ist es einfacher, auf die Vermehrungsfreudigkeit in anderen L\u00e4ndern zu verweisen, als sich der eigenen Verantwortung zu stellen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich haben etliche L\u00e4nder in Afrika und Asien ein sehr starkes Bev\u00f6lkerungswachstum, allerdings ist dies eher ein Symptom unseres globalen Wirtschaftssystems, das ja letztlich auch f\u00fcr den Klimawandel verantwortlich ist. Beides hat insofern die gleichen Ursachen.<\/p>\n<p>Dass vor allem in \u00e4rmeren L\u00e4ndern die Geburtenraten so hoch sind, liegt in erster Linie daran, dass es dort an vielem mangelt: an sozialer Absicherung, an Bildung und an stabilen materiellen Lebensverh\u00e4ltnissen. Dies h\u00e4ngt vor allem mit den neokolonialen Strukturen zusammen, die gerade in Afrika sehr dominant sind, wie Tom Burgis in einem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35908\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview auf den <em>NachDenkSeiten<\/em><\/a> schon vor einigen Jahren erl\u00e4utert hat. Wenn man L\u00e4nder immer nur als g\u00fcnstige Ressourcenquellen sieht und daf\u00fcr auch jeden fiesen Despoten unterst\u00fctzt oder toleriert, der dies weiterhin gew\u00e4hrleistet, dann k\u00f6nnen sich keine Strukturen etablieren, die Demokratie und Wohlstand f\u00fcr viele bedingen.<\/p>\n<p>Dieses &#8222;Argument&#8220; ist also in vielfacher Hinsicht besonders sch\u00e4big: Es verkennt die Ursachen f\u00fcr die hohen Geburtenraten (die auch im eigenen Konsum von Dingen wie Kaffee, Schokolade, Obst, Fisch, Elektroger\u00e4ten usw. liegen), ignoriert dabei die oben bereits angesprochene historische Klimaschuld der Industrienationen und schustert die Verantwortung dann auch noch denen zu, die sowieso schon um einiges l\u00e4nger als wir in unseren Breiten unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben. Und das, obwohl die Menschen in Afrika nach wie vor weniger Ressourcen pro Kopf verbrauchen, als der Planet wieder regenerieren kann, und auch in einem vertr\u00e4glichen Ma\u00dfe CO2 emittieren &#8211; ganz im Gegensatz zu uns Europ\u00e4ern beispielsweise.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Allen diesen &#8222;Argumenten&#8220; ist eines gemein: Man selbst will nichts tun, da es entweder sinnlos sei oder erst mal &#8222;die anderen&#8220; anfangen sollten. Das ist bequem, um nicht zu sagen faul, r\u00fccksichtslos, egoistisch und verantwortungslos. Von den eigenen Annehmlichkeiten will man nicht auch nur ein kleines St\u00fcck ablassen, auch wenn das dazu f\u00fchrt, dass der ganze Planet kaputtgeht. Das ist eine Denke, die ich vor allem als Folge der jahrelangen neoliberalen Indoktrination sehe, die auf Entsolidarisierung sowie auf das Fixieren auf materielle\/monet\u00e4re Werte abzielt.<\/p>\n<p>Und diese Denkweise f\u00fchrt uns geradezu in den Abgrund der Klimakatastrophe. Oder um es mal etwas provokant zu sagen: Es ist keine richtig gute Idee gewesen, im Vorfeld einer sich ank\u00fcndigenden existenziellen globalen Krise damit anzufangen, die Menschen derma\u00dfen umfassender Verbl\u00f6dung auszusetzen, deren Folgen wir nun gerade erleben &#8211; in Form der oben aufgef\u00fchrten &#8222;Argumente&#8220; .<\/p>\n<p>Wer jetzt noch nicht begriffen hat, wie destruktiv der neoliberale Kapitalismus ist, dem ist wahrlich auch nicht mehr zu helfen &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Fortf\u00fchrung meines Artikels von letzter Woche m\u00f6chte ich mich nun einmal ein bisschen mit den &#8222;Argumenten&#8220; auseinandersetzen, die immer wieder gern vorgebracht werden, wenn es darum geht, sich gegen Klimaschutz auszusprechen. &#8222;Argumente&#8220; deshalb in Anf\u00fchrungszeichen, weil, wie ich zeigen werde, diese Aussagen keine Substanz haben, oft auf Unwahrheiten basieren oder zumindest eine sehr einseitige Sicht der Dinge unter Aussparung wichtiger Aspekte darstellen. Vielfach handelt es sich dabei auch um PR der Unternehmen, die nach wie vor viel Profite mit der Zerst\u00f6rung unseres Klimas und damit auch unserer Biosph\u00e4re machen, indem sie fossile Energietr\u00e4ger verfeuern, und die dann nur allzu gern von rechten und konservativen Politikern und Medien weitergetragen werden.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[616,50,52],"tags":[850,785,253],"class_list":["post-23593","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-umwelt","category-politisches","category-soziales","tag-indoktrination","tag-klimakatastrophe","tag-klimawandel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23593","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23593"}],"version-history":[{"count":35,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23593\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23640,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23593\/revisions\/23640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23593"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23593"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}