{"id":23813,"date":"2021-09-16T15:00:04","date_gmt":"2021-09-16T13:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=23813"},"modified":"2021-09-16T15:00:04","modified_gmt":"2021-09-16T13:00:04","slug":"coronahilfe-erste-filterung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=23813","title":{"rendered":"Coronahilfe: Erste Filterung"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der ersten Welle hatte ich Coronahilfe beantragt, da nach zwei Monaten meine Ums\u00e4tze um \u00fcber 50% eingebrochen waren und die Frist ablaufen w\u00fcrde (die Einnahmen im dritten Monat des F\u00f6rderzeitraums konnte man entsprechend nicht abwarten). Die Stadt zeigte sich schnell und unkompliziert bereit und glich den kompletten Verlust (hochgerechnet auf alle drei Monate) aus. &#8222;Toll&#8220;, dachte ich mir so.<\/p>\n<p>Nun wollte die ausf\u00fchrende Bank (HCS) bis zum Ende August entsprechend R\u00fcckmeldung, wie man das Geld ausgegeben hat, die F\u00f6rderung also aus Sicht der politischen Entscheider \u201erichtig\u201c genutzt wurde. Aus den Medien haben die meisten Menschen ja bereits erfahren, dass die F\u00f6rderung nicht f\u00fcr K\u00fcnstler:innen, Solo-Selbstst\u00e4ndige oder Freiberufler:innen geeignet ist. Nun also die praktische Erfahrung, bei der laut telefonischer Auskunft eben \u201ezur ersten Filterung\u201c nur bestimmte Fixkosten angegeben werden sollten. Das bedeutet in meinem Fall:<\/p>\n<ul>\n<li>Solo-Selbstst\u00e4ndige d\u00fcrfen sich, im Gegensatz zu kleinen Unternhemen mit Angestellten, keine 1.180 Euro \u201efiktiven Unternehmerlohn\u201c anrechnen. Oder anders gesagt: Solo-Selbstst\u00e4ndige (und K\u00fcnstler, etc) m\u00fcssen nichts essen, keine Miete zahlen und auch alle anderen Fixkosten sind nur existent, wenn man sie steuerlich als Arbeitsmittel absetzt. Nur arbeite ich aus meinen privaten R\u00e4umen heraus und fahre mit dem \u00d6PNV und darf die Kosten entsprechend auch nicht angeben (im Gegensatz zum Firmenwagen, den man angeben darf).<\/li>\n<li>Es werden zwar alle Einnahmen herangezogen, aber Ausgaben f\u00fcr gekaufte G\u00fcter, die dem Kunden in Rechnung gestellt werden, d\u00fcrfen nicht als Ausgabe gegengerechnet werden. Kaufe ich also ein Notebook f\u00fcr z. B. 650 Euro (was dann in der Homeofficephase h\u00e4ufig der Fall war), richte dieses ein (z. B. f\u00fcr 100 Euro) und stelle dem Kunden das Ger\u00e4t und die Dienstleistung in Rechnung (in diesem Fall also 750 Euro), dann habe ich laut deren Rechnung 750 Euro verdient (anstatt 100 Euro), da die Ausgaben f\u00fcr das Notebook nicht einbezogen werden.<\/li>\n<li>Die Stunden, die man damit verbringt alle Angaben sorgf\u00e4ltig zusammen zu suchen und zu pr\u00fcfen sind verlorene Arbeitszeit oder eben Freizeit, nicht aber die Arbeitszeit einer bezahlten Fachkraft f\u00fcr solcherlei Dinge.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da bin ich mal gespannt, was da die kommenden Wochen noch kommt an \u201eFilterungen\u201c und ob ich am Ende eine Menge Papierkram hatte und die F\u00f6rderung dann doch weitestgehend zur\u00fcck zahle. Vielleicht h\u00e4tte ich das Papier f\u00fcr die Antr\u00e4ge lieber verzehren sollen, dann w\u00e4re das Papier auf jeden Fall f\u00fcr etwas gut gewesen ;)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der ersten Welle hatte ich Coronahilfe beantragt, da nach zwei Monaten meine Ums\u00e4tze um \u00fcber 50% eingebrochen waren und die Frist ablaufen w\u00fcrde (die Einnahmen im dritten Monat des F\u00f6rderzeitraums konnte man entsprechend nicht abwarten). 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