{"id":24341,"date":"2021-12-07T12:27:07","date_gmt":"2021-12-07T11:27:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=24341"},"modified":"2021-12-07T12:28:54","modified_gmt":"2021-12-07T11:28:54","slug":"gesundheitsminister-lauterbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=24341","title":{"rendered":"Gesundheitsminister Lauterbach"},"content":{"rendered":"<p>Dass Karl Lauterbach (SPD) nun Bundesgesundheitsminister wird, feiern ja gerade viele ab &#8211; so von wegen, dass sei die einzig vern\u00fcnftige Besetzung eines Postens in Scholz&#8216; Kabinett. Ich mag diese Begeisterung nicht so richtig teilen &#8230;<\/p>\n<p>Man sollte dabei n\u00e4mlich bedenken, dass Lauterbach in der Pandemie als Dauergast in Talkshows zwar bei vielen Sympathien gesammelt hat, aber eben auch schon vorher politisch t\u00e4tig war. Und da reicht mir zumindest ein Blick auf sein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Lauterbach\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia-Profil<\/a>, um zu sehen, dass das nicht gerade eine besonders gute Entscheidung gewesen sein d\u00fcrfte, ihn nun zum Bundesgesundheitsminister zu machen. Hier mal drei Zitate daraus:<\/p>\n<blockquote><p>Lauterbach war an der Einf\u00fchrung des Fallpauschalensystems beteiligt, welches in der Kritik steht, Fehlanreize zu setzen und in manchen Bereichen zu einer Mangelversorgung zu f\u00fchren. Sp\u00e4ter forderte er Modifikationen des Systems und eine teilweise Abkehr davon in einzelnen Bereichen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses System ist generell totaler Murks und eine der Ursachen daf\u00fcr, dass das deutsche Gesundheitswesen so heruntergewirtschaftet wurde. Wenn Krankenh\u00e4user zeitgleich auf Rendite getrimmt werden durch zunehmende Privatisierungen, ergibt das einen fiesen Synergieeffekt, da n\u00e4mlich nicht mehr das Patientenwohl die Dauer und Art einer Behandlung bestimmt, sondern die Frage, wie man das als am besten abzurechnenden Fall darstellen kann. Resultat: nicht notwendige OPs und vorzeitige &#8222;blutige&#8220; Entlassungen. Christoph Sieber hat das vor einigen Monaten sehr treffend und kurzweilig in einem Beitrag in <em>Mitternachsspitzen<\/em> dargestellt, den man als <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/wdrsatire\/videos\/510352506665240\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video auf Facebook<\/a>\u00a0(und nat\u00fcrlich auch in der <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/mitternachtsspitzen\/wdr-fernsehen\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTcxODBjNGU4LTQxYzctNDRlMy05YTllLTAyYmU2NTZhNTQ2NQ\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sendung in der ARD-Mediathek<\/a>, dort allerdings mit ein bisschen Suchen, so ab Minute 14.30 etwa) sehen kann.<\/p>\n<blockquote><p>Die Zahl der Krankenh\u00e4user sollte reduziert werden, um die Qualit\u00e4t zu verbessern und \u201e\u00fcberfl\u00fcssige Eingriffe\u201c zu vermeiden. Dabei sieht er insbesondere in Metropolen, in denen Einkommens- und Bildungsst\u00e4rkere leben, eine \u00dcberversorgung. Die Forderung der Bertelsmann Stiftung, die 2019 ein Abbau von zwei Dritteln der Krankenh\u00e4user forderte, h\u00e4lt er aber f\u00fcr \u201e\u00fcberzogen\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Na, immerhin h\u00e4lt er den radikalen Kahlschlag, den Bertelsmann vorgeschlagen hat, f\u00fcr \u00fcberzogen, aber generell hat sich ja gerade in der Pandemie gezeigt, dass eine wohnortnahe Versorgung der Menschen schon sehr sinnvoll ist. Katrin Kusche hat zudem in einem <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/flaechendeckende-schoepferische-zerstoerung-von-krankenhaeusern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel f\u00fcr <em>Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand<\/em><\/a> mal die Argumente der Bef\u00fcrworter von Klinikschlie\u00dfungen nachvollziehbar und kompetent widerlegt. Ein Bundesgesundheitsminister, der kleine Krankenh\u00e4user schlie\u00dfen und die Versorgung auf wenige gro\u00dfe H\u00e4user zentrieren will, d\u00fcrfte somit weniger das Patientenwohl als vielmehr Investoreninteressen im Sinn haben.<\/p>\n<blockquote><p>Ausrichtung der medizinischen Versorgung an Evidenz und Kosten-Effektivit\u00e4t<\/p><\/blockquote>\n<p>Was nat\u00fcrlich genau zu dem vorher Gesagten passt: Ich finde ja, dass sich die medizinische Versorgung am gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Patientenwohl orientieren sollte und nicht vor allem daran, dass die Kasse stimmt. Na ja, bei jemandem, der schwerpunktm\u00e4\u00dfig eben nicht nur Mediziner, sondern auch Gesundheits\u00f6konom ist, ist das irgendwie auch nicht weiter verwunderlich &#8230;<\/p>\n<p>Karl Lauterbach ist zwar auch f\u00fcr eine B\u00fcrgerversicherung, was ich ja durchaus begr\u00fc\u00dfenswert finde. Nur d\u00fcrfte eben auch klar sein, dass das mit der FDP ohnehin nicht umzusetzen ist. Insofern kann er sich diese Haltung jetzt auch recht kommod und folgenlos leisten.<\/p>\n<p>Doch auch w\u00e4hrend der Corona-Pandemie gab es auch immer wieder Kritik an Lauterbach, und das nicht nur in Form von unqualifiziertem Verbalgerumpel aus der Querdenkerecke oder von AfDlern. So sind beispielsweise Norbert H\u00e4ring in seinem Blog (s. <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/lauterbach-3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>) und Jens Berger auf den NachDenkSeiten (s. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77531\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>) recht hart, aber eben auch durchaus qualifiziert mit Lauterbach ins Gericht gegangen und haben ihm Widerspr\u00fcche sowie haltlose Behauptungen nachgewiesen.<\/p>\n<p>Auch das Bem\u00fchen von Lauterbach, die Corona-Impfungen von Haus\u00e4rzten im Fr\u00fchjahr weiter zu verz\u00f6gern, war alles andere als schl\u00fcssig, wie ich finde. Ein <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wir-koennten-sofort-loslegen-hausaerzte-wollen-impfungen-komplett-uebernehmen-spahn-bremst\/26999068.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel im <em>Tagesspiegel<\/em><\/a> zitierte ihn damals folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eH\u00e4tten wir jetzt schon die niedergelassenen \u00c4rzte eingebunden, h\u00e4tte das zu Entt\u00e4uschungen gef\u00fchrt. Wenn ein Arzt am Tag gerade mal ein paar Leute impfen kann, aber 1000 bei ihm darauf warten, sorgt das nur f\u00fcr \u00c4rger.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn man bedenkt, dass damals viele Menschen auf eine Impfung gewartet haben, die Impfzentren reichlich ausgelastet waren und nat\u00fcrlich auch noch hinzukommt, dass der Hausarzt f\u00fcr viele nicht nur besser erreichbar, sondern eben auch vertrauter ist als ein doch recht anonymes Impfzentrum, dann kann man so eine Aussage nur als reichlich unsachgem\u00e4\u00df bezeichnen. Zumal dann ja auch die Realit\u00e4t danach gezeigt hat, dass die Impfungen bei den Haus\u00e4rzten in der Regel problemlos \u00fcber die B\u00fchne gingen und von dem Zeitpunkt an, in dem diese Praxen mit in die Impfung einbezogen wurden, das Ganze deutlich schneller voranging.<\/p>\n<p>Und selbst der Faktenfinder auf <em>tagesschau.de<\/em> hat sich bereits zweimal kritisch zu Lauterbachs Aussagen (s. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/lauterbach-twitter-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/lauterbach-137.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>) ge\u00e4u\u00dfert. Zwei Zitate daraus, zun\u00e4chst aus dem ersten Artikel:<\/p>\n<blockquote><p>Obwohl Lauterbach auch von prominenten Twitter-Nutzern, wie dem Virologen Hendrik Streeck, darauf hingewiesen wurde, dass er mit seinen Behauptungen daneben oder nicht ganz richtig liegt, korrigiert er sich eher selten.<\/p>\n<p>Ebenso wenig postet er in der Regel Korrekturen zu von ihm verbreiteten Studien, wenn sich diese im Laufe des wissenschaftlichen Peer-Review-Prozesses als mangelhaft erweisen. Insgesamt tendiert Lauterbach dazu, die Gefahren von Covid-19 \u00e4u\u00dferst schwer einzusch\u00e4tzen. Und manchmal schie\u00dfen seine Interpretationen dabei \u00fcber wissenschaftlich belastbare Aussagen hinaus.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und weiter aus dem zweiten Artikel:<\/p>\n<blockquote><p>Allerdings lag Lauterbach in den vergangenen Monaten nicht immer richtig mit seinen Aussagen &#8211; beziehungsweise konnte nicht immer Belege liefern. Im Fr\u00fchjahr hatte er beispielsweise behauptet, die auf Mallorca verzeichneten Fallzahlen seien wohl nicht korrekt. Zudem legte er den Verdacht nahe, das Auftreten einer neuen Corona-Variante werde verharmlost, um dem Tourismus zu nicht zu schaden. Aussagen, die in Spanien f\u00fcr Emp\u00f6rung und Widerspruch sorgten &#8211; und sich auch nicht belegen lie\u00dfen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Sch\u00f6n vor allem der Abschluss des ersten Artikels vom September 2020:<\/p>\n<blockquote><p>Nach der Ver\u00f6ffentlichung bedankte sich Karl Lauterbach bei der Redaktion f\u00fcr die konstruktive Kritik. Es sei schwer, auf Twitter immer den richtigen Ton zu treffen, so dass die Menschen einerseits die Botschaft verst\u00fcnden, andererseits aber die Wissenschaftlichkeit gewahrt bleibe. Er wolle sich in Zukunft noch mehr darum bem\u00fchen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Na ja, genau das steht dann auch in dem zweiten Artikel so noch mal, der immerhin gerade aktuell und damit schlappe 15 Monate sp\u00e4ter erschienen ist. Da scheint das Bem\u00fchen, wenn dann erneut ein Faktenfinder auf seine populistischen Falschaussagen aufmerksam machen muss, nicht ganz so oberste Priorit\u00e4t f\u00fcr Lauterbach zu haben &#8230;<\/p>\n<p>Auch bei medizinischen Fachleuten hat Lauterbachs Twitter-Verhalten nicht immer f\u00fcr Begeisterung gesorgt. So haben im April dieses Jahres gut 30 \u00c4rzte aus Berlin einen offenen Brief an den SPD-Gesundheitsexperten, \u00fcber den beispielsweise ein <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/aerzte-brief-an-lauterbach-trennung-der-arzt-rolle-von-politischer-betaetigung-li.153650\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in der <em>Berliner Zeitung<\/em><\/a> berichtet, verfasst, in dem sie Lauterbach vorwerfen, sein politisches Handeln mit seiner \u00e4rztlichen Kompetenz zu begr\u00fcnden, dabei aber oft genug auf irrationale Weise \u00c4ngste zu sch\u00fcren, was eben mit der Medizinerethik nicht zu vereinbaren ist:<\/p>\n<blockquote><p>Die Mediziner betonen sinngem\u00e4\u00df, dass sie einer Diskussion stets offen gegen\u00fcberstehen, schreiben in diesem Kontext aber: \u201eUnbeschadet aller zul\u00e4ssigen Differenzen bei der Kommunikation des Kenntnisstandes gilt f\u00fcr \u00c4rzte: primum non nocere. Es ist unsere grundlegende Berufspflicht, bei jeglichem Handeln gegen\u00fcber Patienten zus\u00e4tzlichen Schaden f\u00fcr diese zu vermeiden.\u201c<\/p>\n<p>Gegen diese Pflicht verst\u00f6\u00dft Lauterbach, sagen die Unterzeichner des auch bei Facebook und Twitter weiter verbreiteten Briefes. So hei\u00dft es hier weiter:\u00a0\u201eBei Ihren oben dargelegten \u00c4u\u00dferungen \u00fcberwiegt jedoch vor jedem Informationsgehalt das Sch\u00fcren irrationaler und extremer Angst. Damit sind diese \u00c4u\u00dferungen geeignet, einer Vielzahl von Menschen psychisch wie mittelbar somatisch schweren gesundheitlichen Schaden zuzuf\u00fcgen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Auf dem <a href=\"https:\/\/www.doccheck.com\/de\/detail\/articles\/36480-lauterbach-kann-karl-gesundheitsminister\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">medizinischen Fachportal <em>DocCheck<\/em><\/a> hat man sich nat\u00fcrlich auch zur Ernennung von Karl Lauterbach zum Gesundheitsminister ge\u00e4u\u00dfert, und auch dort findet sich ein deutlicher Verweis auf dessen immer wieder zu beobachtendes populistisches Agieren:<\/p>\n<blockquote><p>Die Skepsis im Gesundheitswesen hat zum einen mit Lauterbachs Populismus zu tun. Der neue Gesundheitsminister hat in der Vergangenheit \u00fcber seinen Twitter-Account immer wieder unqualifizierte Tweets zu Medikamenten abgesetzt, wenn er davon ausgehen konnte, ein applaudierendes Publikum zu haben [&#8230;]<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn man sich dann die Kommentare unter dem Artikel anschaut, dann stellt man fest, dass auch hier aktuell die kritischen Stimmen der sich \u00e4u\u00dfernden medizinischen Fachleute \u00fcberwiegen. So merkt beispielsweise ein User an:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-24351\" src=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2021-12-07-um-07.35.02-300x168.png\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2021-12-07-um-07.35.02-300x168.png 300w, https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2021-12-07-um-07.35.02-1024x575.png 1024w, https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2021-12-07-um-07.35.02-768x431.png 768w, https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2021-12-07-um-07.35.02-1536x862.png 1536w, https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2021-12-07-um-07.35.02-1320x741.png 1320w, https:\/\/www.unterstroemt.de\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2021-12-07-um-07.35.02.png 1746w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn man sich das nun so in der Gesamtschau betrachtet, dann sehe ich vor allem einen strikt neoliberalen Gesundheits\u00f6konomen, der die Demontage des Gesundheitswesens offensichtlich weiter vorantreiben wird, sich dann gern populistisch in der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert und dabei durchaus nicht immer mit wissenschaftlicher Genauigkeit und Faktentreue gl\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Ob das nun die geeignete Person ist, um das Vertrauen vieler B\u00fcrger in die Politik, das in den letzten beiden Pandemiejahren reichlich gelitten hat, wiederherzustellen? Oder d\u00fcrfte die polarisierende Personalie Lauterbach, der ja aufgrund seiner massiven medialen Pr\u00e4senz der letzten Zeit nicht nur Anh\u00e4nger, sondern eben auch viele Kritiker hat, nicht eher noch zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft beitragen?<\/p>\n<p>Daher erscheint mir diese Entscheidung vor allem eine populistische zu sein, da eben viele genau das gefordert haben &#8211; eine Besetzung dieses Ministerpostens, die vor allem bei denjenigen Applaus heischen soll, die sich erst seit der Corona-Pandemie f\u00fcr Gesundheitspolitik interessieren.<\/p>\n<p>Eine Aussage aus dem oben bereits verlinkten <em>DocCheck<\/em>-Artikel best\u00e4tigt diese Vermutung:<\/p>\n<blockquote><p>Zur Entscheidung f\u00fcr Lauterbach hat neben einem gewissen Druck aus der Bev\u00f6lkerung wohl auch beigetragen, dass Scholz aus der SPD nur wenige \u00e4hnlich popul\u00e4re Politiker ins Ministerrennen schicken konnte. Kompetentere Alternativen h\u00e4tte er gehabt: Es war nicht Lauterbach, der f\u00fcr die SPD in den Koalitionsverhandlungen das Kapitel Gesundheit federf\u00fchrend verhandelt hat, sondern seine SPD-Kollegin Katja P\u00e4hle aus Halle\/Saale.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Fachkompetenz von Karl Lauterbach d\u00fcrfte demnach nicht das letzten Endes entscheidende Kriterium gewesen sein, obwohl genau dies von denjenigen, die seine Ernennung zum Bundesgesundheitsminister begr\u00fc\u00dfen, ja als Hauptargument pro Lauterbach immer wieder betont wird. Und nat\u00fcrlich ist Fachkompetenz auch w\u00fcnschenswert bei einem Bundesminister, allerdings sollten meines Erachtens eben auch die Haltung, die gesamten politischen Anschauungen und die Wahrhaftigkeit stimmen, und da sehe ich bei Lauterbach doch arge Defizite.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass Karl Lauterbach (SPD) nun Bundesgesundheitsminister wird, feiern ja gerade viele ab &#8211; so von wegen, dass sei die einzig vern\u00fcnftige Besetzung eines Postens in Scholz&#8216; Kabinett. Ich mag diese Begeisterung nicht so richtig teilen &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[50],"tags":[403,1099,307],"class_list":["post-24341","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politisches","tag-gesundheitswesen","tag-karl-lauterbach","tag-spd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24341"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24341\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24357,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24341\/revisions\/24357"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}