{"id":24522,"date":"2022-01-13T15:20:04","date_gmt":"2022-01-13T14:20:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=24522"},"modified":"2022-01-13T16:15:17","modified_gmt":"2022-01-13T15:15:17","slug":"der-diskurs-verroht-immer-mehr-nicht-nur-von-rechtsaussen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=24522","title":{"rendered":"Der Diskurs verroht immer mehr &#8211; nicht nur von Rechtsau\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>Dass man mit AfD-J\u00fcngern nicht manierlich diskutieren kann, schon gar nicht im virtuellen Raum, habe ich ja bereits vor einigen Jahren festgestellt (s. <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=5901\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=12655\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>), zudem haben beispielsweise auch schon <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2018\/juni\/debatte-oder-protest-wie-weiter-gegen-rechts\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Volker Wei\u00df<\/a> und <a href=\"https:\/\/franziskaschutzbach.wordpress.com\/2019\/06\/23\/rechtspopulismus-laesst-sich-mit-argumenten-nicht-entkraeften\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Franziska Schutzbach<\/a> in lesenswerten Artikeln attestiert, dass man Menschen, die offensichtlich vor allem das Interesse haben, einen offenen Diskurs zu sabotieren, nicht mit Argumenten begegnen kann. So weit, so ungut. Nun erlebe ich aber in den letzten Monaten zunehmend auch vonseiten eindeutig nicht rechtsau\u00dfen zu lokalisierender Personen ein derartiges Diskussionsverhalten, bei dem es nicht darum geht, Argumente auszutauschen, sondern eben den anderen niederzuschreiben und vor allem auf jeden Fall recht zu behalten. Eine sehr gef\u00e4hrliche Entwicklung, wie ich finde.<\/p>\n<p>Bei Hardcore-Neoliberalen aus den Reihen der CDU und FDP sowie ihren Anh\u00e4ngern ist diese \u00dcbernahme des Diskursverhaltens von AfD-J\u00fcngern ja schon l\u00e4nger zu beobachten (s. dazu <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=5994\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>), und auch der Untertan (s. <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=20260\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>), besonders in Form des alten wei\u00dfen Mannes, bedient sich derartiger Kommunikationsmuster (s. <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=21514\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=22168\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>), insbesondere vermehrt seit Beginn der Corona-Pandemie (so zumindest meine subjektive Beobachtung).<\/p>\n<p>Dabei steht dieses Verhalten komplett dem entgegen, was eigentlich der Zweck einer Diskussion sein sollte: Man h\u00f6rt sich verschiedene Standpunkte an und w\u00e4gt die vorgebrachten Argumente (die am besten auch noch belegbar sind) ab, was dann eben auch zu einem Revidieren der eigenen Ansichten f\u00fchren kann, wenn sich auf diese Weise n\u00e4mlich neue Erkenntnisse ergeben oder bisher nicht beachtete Aspekte hervorgehoben werden.<\/p>\n<p>Mittlerweile habe ich allerdings den Eindruck, dass es zunehmend nur noch darum geht, in einer Diskussion recht zu haben. Und da ist es nat\u00fcrlich hinderlich, wenn tats\u00e4chlich gut begr\u00fcndete Einw\u00e4nde gegen die eigenen Standpunkte vorgebracht werden. Da Letztere hingegen fest zementiert sind und ein Abr\u00fccken davon einer Niederlage gleichk\u00e4me (hier schl\u00e4gt dann auch das neoliberal indoktrinierte Konkurrenzdenken durch), werden Argumente gar nicht erst zugelassen, sondern stattdessen lieber Quellen als unglaubw\u00fcrdig bezeichnet (selbst wenn sie das nicht sind) oder Diskutanten pers\u00f6nlich angegriffen.<\/p>\n<p>Da auf diese Weise Diskussionen zunehmend emotional und weniger sachlich gef\u00fchrt werden (derjenige, der anderer Meinung ist, ist quasi ein Feind, den es zu schlagen gilt), ergeben sich dann eben auch die beobachteten Verhaltensmuster:<\/p>\n<ol>\n<li>Es werden nur \u00dcberschriften gelesen oder Bilder angeschaut, da es ohnehin nur darum geht, zu widersprechen, und ein konstruktiver argumentativer Austausch gar nicht beabsichtigt ist (s. <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=21885\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>). Hauptsache, man hat die eigene Meinung rausgepl\u00e4rrt, um so der eigenen &#8222;Seite&#8220; ein quantitatives \u00dcbergewicht zu verschaffen.<\/li>\n<li>Politiker oder andere Personen des \u00f6ffentlichen Lebens werden zunehmend in Gut und B\u00f6se eingeteilt, sodass entweder alles richtig ist, was die sagen oder machen, oder eben alles falsch ist. Eine differenzierte Abw\u00e4gung einzelner Aussagen und Handlungen findet nicht mehr statt, sondern es wird mit Klauen und Z\u00e4hnen eine als gut klassifizierte Person verteidigt oder eine als b\u00f6se kategorisierte attackiert. Darin finden sich auch viele Elemente des klassischen Untertanendenkens, das seine Herrschenden nie infrage stellt.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Whataboutism\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Whataboutism<\/a> ist zu einem Massenph\u00e4nomen geworden. &#8222;Aber die anderen&#8220; ist mittlerweile eine Standardantwort auf Kritik an Personen, insbesondere Politikern. Hierbei geht es dann nicht darum, sachlich der Kritik zu begegnen, sondern die Diskussion zu verschieben, indem man auf Kritikw\u00fcrdiges bei anderen Personen hinweist &#8211; selbst wenn das inhaltlich gar nichts mit dem eigentlich diskutierten Thema zu tun hat.<\/li>\n<li>In der Folge redet man zunehmend weniger \u00fcber Sachfragen und immer mehr nur \u00fcber Personen, was dann wieder zu einer weiteren Emotionalisierung der Debatte f\u00fchrt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Diese Verhaltensmuster in Diskussionen konnte ich, wie gesagt, bei AfD-Fans und andere Rechtsextremen schon seit L\u00e4ngerem beobachten. Dass \u00fcberzeugte Neoliberale irgendwann auch diese miesen Manieren \u00fcbernehmen w\u00fcrden, war schon irgendwie absehbar, denn schlie\u00dflich ist deren Ideologie ja immer offensichtlicher gescheitert, sodass Argumente eben nicht mehr wirklich vorhanden sind, um die noch zu verteidigen. Zudem l\u00e4sst sich auf diese Weise ja auch wunderbar <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=24330\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Divide et Impera<\/a> praktizieren und immer weiter in die Gesellschaft hineintragen. Und nat\u00fcrlich bef\u00f6rdert das Teile-und-herrsche-Prinzip dann wiederum eine weitere Verunsachlichung bzw. <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=19458\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entrationalisierung<\/a> der Diskussionen &#8211; eine ziemlich fiese Abw\u00e4rtsspirale.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal so richtig deutlich bewusst ist mir das 2015 geworden, als in Hamburg ein Referendum zum Thema Olympiabewerbung der Stadt durchgef\u00fchrt wurde. Da konnte man im Vorfeld in zahlreichen Diskussionen eine rein emotionale Gespr\u00e4chsf\u00fchrung, vor allem von Olmypiabef\u00fcrwortern, beobachten, und das durch alle Parteipr\u00e4ferenzen hinweg. In einem <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=4241\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel<\/a> zu dem Thema schrieb ich damals:<\/p>\n<blockquote><p>Eine Menge guter Gegenargumente gibt es ja [\u2026], doch diese werden in der Regel von den Bef\u00fcrwortern einfach beiseitegewischt mit dem Verweis darauf, dass diejenigen, die diese vorbringen ja sowieso keine Ahnung h\u00e4tten, und au\u00dferdem w\u00e4ren ja viel mehr daf\u00fcr, und da werden dann auch gern mal Verb\u00e4nde genannt, bei denen das nicht der Fall ist. Wenn man dann hingegen eine entsprechende \u00c4u\u00dferung als Zitat bringt, die das Gegenteil belegt, dann wird darauf nicht mehr eingegangen.<\/p>\n<p>Auch Erfahrungswerte der letzten Olympischen Spiele werden grunds\u00e4tzlich als irrelevant abgetan, stattdessen wird auf die Versprechen des Hamburger Senats verwiesen, die als absolut festgeschrieben Zukunft genommen werden. [\u2026]<\/p>\n<p>Auch die pers\u00f6nlichen Vorw\u00fcrfe d\u00fcrfen nicht fehlen, wenn die Argumente ausbleiben oder\u00a0nicht gegen die vorgetragenen Standpunkte, die gegen Olympische Spiele in Hamburg sprechen, ankommen. [\u2026] Es werden Allgemeinpl\u00e4tze heruntergebetet (\u201eOlympia ist super f\u00fcr die Stadt!\u201c,\u00a0\u201eDas ist doch ein tolles Ereignis!\u201c usw.), die\u00a0dann aber bei n\u00e4herem Nachfragen auch nicht wirklich mit Inhalt gef\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Und es werden absurde Behauptungen aufgestellt, so zum Beispiel, dass die Olympiagegner in der Brosch\u00fcre, die den Abstimmungsunterlagen beiliegt, mehr Platz einger\u00e4umt bekommen h\u00e4tten als die Bef\u00fcrworter \u2013 mal vom Parteienteil, bei dem sechs Seiten pro von SPD und CDU, eine Seite neutral von den Gr\u00fcnen und eine Seite kontra, die noch zwischen Linken und AfD aufgeteilt wurde, abgesehen, sind das genau acht Seiten mit Argumenten f\u00fcr Olympia und acht Seiten mit Argumenten dagegen. Selbst der Hinweis darauf, dass acht Seiten nicht mehr als acht Seiten waren, wird dann ignoriert und weiter behauptet, die Olympia-Gegner h\u00e4tten da ja auch mehr Platz. Wie will man mit solchen Menschen noch diskutieren?<\/p>\n<p>Genau dieses Diskussionsverhalten kennt man ja bisher vor allem von Pegida, AfD und Co., f\u00fcr die Vorurteile und Ger\u00fcchte als Fakten z\u00e4hlen, Tatsachen dann aber sofort abgeb\u00fcgelt\u00a0und notfalls mit\u00a0\u201eL\u00fcgenpresse\u201c verunglimpft werden. Die Meinung steht, und von der l\u00e4sst man sich auch nicht abbringen. Unstimmigkeiten, Tatsachenverdrehungen und auch dreiste L\u00fcgen und F\u00e4lschungen werden f\u00fcr bare M\u00fcnze genommen, wenn sie das eigene Weltbild st\u00fctzen, Aussagen, die solche Unwahrheiten dann widerlegen, werden bestenfalls ignoriert, schlimmstenfalls mit P\u00f6beleien und Beleidigungen gekontert, da argumentativ eben nicht viel zu holen ist.<\/p>\n<p>[\u2026] die Emotionalit\u00e4t, mit der die Leute dabei sind: [\u2026] bei Olympia scheinen viele auch so eine Art Fanhaltung angenommen zu haben: Man will halt sein Event und freut sich drauf, und das will man sich nicht mit unangenehmen Infos kaputtmachen lassen. Auch die positiven Gruppengef\u00fchle, die viele noch vom patriotischen Taumel bei den letzten Fu\u00dfball-WMs und -EMs im Ged\u00e4chtnis haben d\u00fcrften, spielen da mit Sicherheit mit rein, so was will man noch mal erleben, denn da konnte man ja den beschissenen Alltag mal eine Weile vergessen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und am Anfang der Corona-Pandemie war dann \u00c4hnliches zu beobachten, wenn Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ge\u00e4u\u00dfert wurde, der damals von vielen Medien sehr gehypt wurde und kurzzeitig sogar der beliebteste Politiker Deutschlands war. Nun ist mittlerweile Spahns Versagen, gekr\u00f6nt von den sch\u00e4bigen Maskendeals, bei denen er auch ordentlich mitgemischt hat, offensichtlich geworden und wird wohl von kaum jemandem noch bestritten, aber damals war das echt noch komplett anders. Selbst wenn sich dieses Versagen dort nicht nur bereits mehr als deutlich ank\u00fcndigte, sondern zudem auch zu seiner bisherigen politischen Karriere passte.<\/p>\n<p>In wie deutlichem Ma\u00dfe sich darin ein im Zuge der Pandemie entfachter Untertanengeist zeigt, habe ich in einem <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=21107\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel vom August 2020<\/a> schon mal beschrieben.<\/p>\n<p>Wenn es um die eigene Komfortzone ging, war ein solche Diskussionsstil ja schon l\u00e4nger zu beobachten (s. <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=1509\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>), nur kommt das nun eben auch bei Themen, die einen nicht direkt selbst tangieren, immer st\u00e4rker zum Tragen &#8211; wobei nat\u00fcrlich die Covid-19-Pandemie auch schon etwas ist, was ja letztlich so gut wie jeden pers\u00f6nlich betrifft. Dass dann noch gepaart mit einer auch schon seit L\u00e4ngerem zu beobachtenden Verrohung weiter Teile unserer Gesellschaft (s. <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=885\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>) &#8211; und schon gehen \u00f6ffentliche Diskussionen immer mehr vor die Hunde oder werden zu unsachlichem Gezanke und Gep\u00f6bel.<\/p>\n<p>Und das betrifft mittlerweile auch die immer noch irgendwie als zumindest ein bisschen links und progressiv geltenden Parteien SPD, Gr\u00fcne und Linke bzw. deren Anh\u00e4nger. Diese Erfahrung durfte ich in den letzten Wochen leider zunehmend machen, vor allem wenn es um Diskussionen in Bezug auf die neue Ampel-Regierung ging. Da wurden die Parteigranden mit einer Vehemenz gegen jede Form der Kritik in Schutz genommen, wie man es sonst vor allem von AfD-J\u00fcngern kannte &#8211; und deren komplettes Repertoire an Diskussions(un)verhalten war ebenfalls immer wieder zu beobachten: p\u00f6beln, Unterstellungen, Quellen nicht lesen, Aussagen verdrehen, Argumente ignorieren &#8211; das volle Programm!<\/p>\n<p>Dabei ging es da nun gar nicht um schon an sich unsachliche Kritik, wie sie ja beispielsweise Annalena Baerbock im Wahlkampf oft genug erleben dufte, sondern beispielsweise um ganz konkrete Sachfragen, beispielsweise, warum denn die neue gr\u00fcne Bundesau\u00dfenministerin bei ihrem offiziellen Besuch in London das da gerade brandaktuelle Thema Julian Assange komplett ausgespart hat. Oder Kritik daran, dass das Koalitionspapier offensichtlich sehr viel FDP und sehr wenig \u00d6kosoziales vonseiten der Gr\u00fcnen und SPD enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Und beim Thema Covid-19-Impfungen drehen mittlerweile sowieso fast alle komplett auf dem Teller, da reicht es schon, zu besonnenen und differenzierten Betrachtungsweisen aufzurufen, um angep\u00f6belt zu werden &#8211; gern auch von SPD-, Gr\u00fcnen und Linken-W\u00e4hlern. Schwarzwei\u00dfdenken rules &#8211; und das bei einem extrem komplexen Thema. Aber da findet sich dann eben auch die oben beschriebene Emotionalit\u00e4t wieder, die einer sachlichen Auseinandersetzung zumeist im Wege steht.<\/p>\n<p>Ich hab dabei dann immer die Aussage von Energieforscher Volker Quaschning (s. <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/klimakrise-die-coronakrise-ist-eigentlich-kindergarten-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>) im Kopf:<\/p>\n<blockquote><p>Die Coronakrise ist ja eigentlich Kindergarten, wenn wir uns \u00fcberlegen, was aus der Klimakrise auf uns zukommt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn also dieser &#8222;Kindergarten&#8220; schon ausreicht, um jedwede zivilisierte Diskussionskultur nicht nur von Rechtsau\u00dfen, sondern generell allzu h\u00e4ufig verschwinden zu lassen, dann frage ich mich, wie das erst aussehen wird, wenn die Klimakatastrophe voll zuschl\u00e4gt (wovon ja leider auszugehen ist, da weltweit Weiter-so-Politik nach wie vor viel zu hoch im Kurs steht). Gerade im Angesicht der daraus resultierenden viel gr\u00f6\u00dferen Krisen w\u00e4re es ja wichtig, dass man zumindest miteinander redet und sich austauscht.<\/p>\n<p>Doch dieser elementaren Kulturtechnik wird gerade leider m\u00e4chtig Schaden zugef\u00fcgt, wenn nicht sogar der Garaus gemacht. Und das eben nicht nur von den bereits hinl\u00e4nglich bekannten Diskurszerst\u00f6rern. Was ich ausgesprochen bedenklich, wenn nicht sogar fatal finde &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass man mit AfD-J\u00fcngern nicht manierlich diskutieren kann, schon gar nicht im virtuellen Raum, habe ich ja bereits vor einigen Jahren festgestellt, zudem haben beispielsweise auch schon Volker Wei\u00df und Franziska Schutzbach in lesenswerten Artikeln attestiert, dass man Menschen, die offensichtlich vor allem das Interesse haben, einen offenen Diskurs zu sabotieren, nicht mit Argumenten begegnen kann. So weit, so ungut. Nun erlebe ich aber in den letzten Monaten zunehmend auch vonseiten eindeutig nicht rechtsau\u00dfen zu lokalisierender Personen ein derartiges Diskussionsverhalten, bei dem es nicht darum geht, Argumente auszutauschen, sondern eben den anderen niederzuschreiben und vor allem auf jeden Fall recht zu behalten. 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