{"id":25094,"date":"2022-04-24T17:24:07","date_gmt":"2022-04-24T15:24:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=25094"},"modified":"2022-05-04T16:51:47","modified_gmt":"2022-05-04T14:51:47","slug":"interessantes-aus-kw-16-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=25094","title":{"rendered":"Interessantes aus KW 16\/2022"},"content":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. Viel Spa\u00df beim Lesen und Anschauen!<\/p>\n<p>1. Bei den Diskussionen \u00fcber den Krieg in der Ukraine wird immer mehr \u00fcbers Ziel hinausgeschossen und der Pfad der Sachlichkeit verlassen. So hat zum Beispiel, wie ein <a href=\"https:\/\/politik.watson.de\/unterhaltung\/politik\/345903919-lanz-auftritt-wissenschaftlerin-erntet-heftigen-shitstorm-einfach-unfassbar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>Watson<\/em><\/a> berichtet, in der ZDF-Sendung <em>Markus Lanz<\/em> die Politikwissenschaftlerin Florence Gaub auf plump rassistische Art und Weise Stimmung gegen die Russen per se gemacht, indem sie diesen unterstellte, im kulturellen Sinne keine Europ\u00e4er zu sein, auch wenn sie europ\u00e4isch auss\u00e4hen. Klar, weil ja Europa auch so komplett kulturell homogen ist &#8230; Aber was tut man nicht alles, um das Feindbild des &#8222;b\u00f6sen Iwan&#8220; zu pflegen? [Karl]<\/p>\n<p>2. Wie mies die Situation f\u00fcr viele Studenten nach zwei Jahren Corona-Pandemie aussieht, schildern Michelle Boden und Pia Stendera in einem <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2022\/april\/einsam-und-verstummt-studierende-in-der-pandemie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in den <em>Bl\u00e4ttern f\u00fcr deutschen und internationale Politik<\/em><\/a>. Psychische Erkrankungen und St\u00f6rungen haben massiv zugenommen, genauso wie sich die materielle Situation f\u00fcr viele Studenten deutlich verschlechtert hat &#8211; bis hin zu Existenzgef\u00e4hrdung und\/oder dem Abbruch des Studiums. Aber anstatt dass \u00fcber die Probleme dieser sich sehr zur\u00fccknehmenden Personengruppe gesprochen wird, fokussiert die \u00d6ffentlichkeit lieber auf krakeelende Querdenker. [Karl]<\/p>\n<p>3. In einem <a href=\"http:\/\/www.konicz.info\/?p=4850\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel seines Blogs<\/a> schildert Tomasz Konicz die Situation im Ukraine-Krieg nach dem Sinken des russischen Flaggschiffs Moskau. Dabei wird deutlich, dass das russische Eskalationspotenzial in diesem Krieg noch lange nicht ausgesch\u00f6pft ist, selbst wenn man Atomwaffen erst mal au\u00dfen vor l\u00e4sst. Insofern erscheint die Forderung nach weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine und somit weiterer Eskalation des Konfliktes als ausgesprochen verantwortungslos und gef\u00e4hrlich. Zudem ist festzustellen, dass in hiesigen Medien, aber auch vonseiten etlicher Politiker eine verbale Eskalation betrieben wird, die dem Geschehen nicht ansatzweise gerecht wird. [Karl]<\/p>\n<p>4. Der Krieg in der Ukraine hat weitreichende Folgen, die man so auf den ersten Blick gar nicht vermutet. So berichtet beispielsweise ein <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/palm-oel-produkte-ukraine-krieg-supermarkt-lebensmittel-umwelt-gefahr-news-91486733.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in der <em>Frankfurter Rundschau<\/em><\/a> dar\u00fcber, dass aufgrund der kriegsbedingten hohen Preise f\u00fcr Sonnenblumen\u00f6l nun gerade Palm\u00f6l eine Renaissance erf\u00e4hrt. Das ist aus vielen Gr\u00fcnden keine gute Sache, und diese werden dort auch aufgelistet. Der Tipp, dann vor allem Bio- und Fair-Trade-Lebensmittel zu kaufen, mutet allerdings ein wenig weltfremd an angesichts der Tatsache, dass aufgrund gestiegener Preise immer mehr Menschen Probleme haben, genug Grundnahrungsmittel zusammenzubekommen. [Karl]<\/p>\n<p>5. In einer <a href=\"https:\/\/taz.de\/Menschenfeindlicher-Stadtverkehr\/!5846204\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kolumne in der <em>taz<\/em><\/a> befasst sich Ulrike Winkelmann mit unserem allt\u00e4glichen Stra\u00dfenverkehr, in dem Autos als st\u00e4rkere Teilnehmer gegen\u00fcber Fu\u00dfg\u00e4ngern deutlich mehr Rechte haben. Und das ist auch nach wie vor etwas Selbstverst\u00e4ndliches, was Kinder schon von klein auf lernen. Dass daraus eine Menschenfeindlichkeit gerade des Stadtverkehrs resultiert, interessiert dabei kaum und wird einfach so hingenommen. Das Auto als eines der deutschen Heiligt\u00fcmer ist eben wichtiger als gesteigerte Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr alle. [Karl]<\/p>\n<p>6. Immer mehr Menschen haben eine Art freundschaftliche oder sogar partnerschaftliche Beziehung zu Chatbots oder Sprachprogrammen, zudem werden mittlerweile sogar schon Sexroboter hergestellt. Das F\u00fcr und Wider dieser Entwicklung wird in einem <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000134951562\/warum-immer-mehr-menschen-kuenstliche-freunde-und-partner-haben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel im\u00a0<em>Standard<\/em><\/a> er\u00f6rtert, indem mehrere Experten und Nutzer zu Wort kommen. Und dabei wird klar: Es ist l\u00e4ngst nicht alles Gold, was da so gl\u00e4nzt. Zudem w\u00fcrde ich es besser finden, an die Ursachen der zunehmenden Vereinsamung von Menschen heranzugehen, anstatt deren Symptome auf technischem Weg lindern zu wollen. [Karl]<\/p>\n<p>7. Und noch was aus dem <em>Standard<\/em>: In einem <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/2000134505066\/familientherapeutin-alles-dreht-sich-nur-noch-ums-kind\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview mit Katharina Pommer<\/a> erl\u00e4utert die Familientherapeutin und Buchautorin, warum so viele Eltern heutzutage frustriert sind. Der aktuell vorherrschende Erziehungsstil, dass sich alles bis zur elterlichen Selbstaufgabe nur ums Kind zu drehen hat, ist daf\u00fcr verantwortlich und somit ziemlich sch\u00e4dlich. Anschaulich schildert Pommer, die selbst f\u00fcnf Kinder hat, wie wichtig es ist, dass Eltern auch ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse artikulieren und erf\u00fcllen, damit sie ausgeglichen und authentisch im Umgang mit ihren Kindern sein k\u00f6nnen. [Karl]<\/p>\n<p>8. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt vor einer neuen &#8222;Killervariante&#8220; des Covid-19-Virus, die uns m\u00f6glicherweise im n\u00e4chsten Winter heimsuchen k\u00f6nnte. Es kann aber auch ganz anders kommen, wie Christian Kunkel in einem <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/coronavirus-killervariante-lauterbach-kommentar-1.5568189\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kommentar in der <em>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/em><\/a> feststellt, denn es fehlen einfach die Erfahrungen, um hier genaue Prognosen treffen zu k\u00f6nnen. Anstatt sich also mal wieder als Panikmacher zu bet\u00e4tigen, w\u00e4re Lauterbach besser beraten, transparent zu kommunizieren, wie denn die Bundesregierung gedenkt, sich auf den kommenden Winter vorzubereiten &#8211; denn daran haperte es ja vor allem w\u00e4hrend der bisherigen Pandemiezeit. [Karl]<\/p>\n<p>9. Abf\u00e4lle aus Schlachth\u00f6fen sind eine Sache, mit der sehr verantwortungsvoll umgegangen werden sollte, da diese beispielsweise multiresistente Keime enthalten k\u00f6nnen. Leider sieht die Praxis da anders aus, wie aus einem <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/br-recherche\/entsorgung-schlachtabfaelle-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>tagesschau.de<\/em><\/a> hervorgeht. Da wurden von einem T\u00f6nnies-Schlachthof in Sachsen-Anhalt Abf\u00e4lle in eine bayerische Biogasanlage gebracht, die dort gar nicht h\u00e4tten verwertet werden d\u00fcrfen. Nat\u00fcrlich will jetzt keiner daran schuld sein, und auch die Beh\u00f6rden machen vor allem dicke Backen, da ihnen Personal und Daten fehlen. So l\u00e4uft das also, wenn der Markt alles regelt und der &#8222;schlanke Staat&#8220; ihm nicht dazwischenkommt. [Karl]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. 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