{"id":25869,"date":"2022-09-04T12:40:57","date_gmt":"2022-09-04T10:40:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=25869"},"modified":"2022-09-11T09:30:32","modified_gmt":"2022-09-11T07:30:32","slug":"interessantes-aus-kw-35-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=25869","title":{"rendered":"Interessantes aus KW 35\/2022"},"content":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. Viel Spa\u00df beim Lesen und Anschauen!<\/p>\n<p>1. In einem <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/text-zu-bild-generierung-der-anfang-von-etwas-grossem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>Netzpolitik.org<\/em><\/a> befasst sich Sebastian Meineck mit Text-zu-Bild-Generierung. Darunter versteht man Programme, die aus textlichen Vorgaben dann Bilder erzeugen und dabei mittlerweile eine erstaunlich hohe Qualit\u00e4t erreichen. Und auch wenn Netzpolitik.org ja digitale Entwicklungen gern auch mal kritisch betrachtet, so stellt Meineck hier die positiven Aspekte in den Vordergrund und prognostiziert einige Auswirkungen auf unser (digitales) Leben. Klingt interessant! [Karl]<\/p>\n<p>2. Norina Puffer arbeitet seit 15 Jahren als Kellnerin in der Gastronomie. In einem <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000138581355\/kellnerin-zur-gastro-krise-ein-bisschen-trinkgeld-ist-zu-wenig\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kommentar im <em>Standard<\/em><\/a> erl\u00e4utert sie nun, was ihrer Ansicht nach die Ursache f\u00fcr den aktuellen Personalmangel in der Gastronomie ist: die fehlende Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr den Kellnerberuf. Das f\u00e4ngt bei der oft miesen Entlohnung an, die so gar nicht mit den familienunfreundlichen Arbeitszeiten korrespondieren will. So wenden sich immer mehr kompetente Servicekr\u00e4fte von dem Beruf ab, es wird zunehmend auf Aushilfen gesetzt, und so bekommt der Beruf das Image eines billigen Nebenjobs. Eine fatale Entwicklung. [Karl]<\/p>\n<p>3. Das umstrittene Handelsabkommen CETA der EU mit Kanada soll ja demn\u00e4chst vom Bundestag ratifiziert werden. Da die Regierung allerdings wei\u00df, dass sie damit massiv an Glaubw\u00fcrdigkeit verlieren w\u00fcrde (schlie\u00dflich haben sich vor allem die Gr\u00fcnen vor ein paar Jahren den Anti-CETA-Protesten angeschlossen), soll nun eine Interpretationserkl\u00e4rung die Sonderklagerechte von Konzernen vor privaten Schiedsgerichten au\u00dfer Gefecht setzen. Das Problem dabei, wie in einem <a href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/aktuelle-meldungen\/meldungen\/2022\/freihandel\/ceta-interpretationserklaerung-unwirksam.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel vom <em>Umweltinstitut M\u00fcnchen<\/em><\/a> erl\u00e4utert: Diese Interpretationserkl\u00e4rung ist eine rein populistische Luftnummer, die rechtlich nicht haltbar ist und somit auch keine Wirkung entfalten d\u00fcrfte. [Karl]<\/p>\n<p>4. In seiner <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/duerre-waldbraende-schmelzende-gletscher-willkommen-in-ihrer-neuen-realitaet-a-628fc3d3-abb0-43ab-8c8e-6df7bd248f49\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kolumne auf <em>Spiegel Online<\/em><\/a> schildert Christian St\u00f6cker den aktuellen dramatischen Stand der Klimakatastrophe &#8211; und die damit nach wie vor einhergehende Verweigerungshaltung vieler Menschen und leider auch f\u00fchrender Politiker, diese endlich als Tatsache anzuerkennen, gegen die etwas gemacht werden muss. Denn die Welt ist mittlerweile eine andere als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte, und diese lebensfeindliche \u00c4nderung wurde in den letzten 200 Jahren von den Menschen im globalen Norden verursacht. Es ist also schon l\u00e4ngst nicht mehr f\u00fcnf vor zw\u00f6lf, sondern schon mindestens zehn nach zw\u00f6lf. [Karl]<\/p>\n<p>5. Passend zum vorherigen Hinweis: Laut einer <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/panorama\/meeresspiegel-eis-groenland-klima-wandel-studie-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meldung von <em>ZDF heute<\/em><\/a> hat eine aktuelle Studie gerade ermittelt, dass das Szenario des Weltklimarats, das von einem Meeresspiegelanstieg um 18 Zentimeter bis zum Jahr 2100 ausgeht, deutlich \u00fcbertroffen werden d\u00fcrfte aufgrund des zunehmenden Abtauens des gr\u00f6nl\u00e4ndischen Eises. So kommt man nun auf einen Wert von 27,4 Zentimeter &#8211; und das auch nur, wenn keine weitere Erw\u00e4rmung erfolgt. Diese w\u00fcrde sonst den Wert noch weiter ansteigen lassen, was dann zu immer mehr nicht mehr bewohnbaren K\u00fcstenregionen und damit einhergehenden gro\u00dfen Fluchtbewegungen f\u00fchren w\u00fcrde. Tolle Aussichten! [Karl]<\/p>\n<p>6. Dass Russland \u00fcber soziale Medien die Menschen im Westen beeinflussen w\u00fcrde, ist ja schon oft thematisiert worden. Nun geht aus einem <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/geringe-reichweite-meta-und-twitter-schalten-prowestliche-kampagnen-accounts-ab\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>Netzpolitik.org<\/em><\/a>\u00a0von Esther Menhard hervor, dass gerade eine Reihe von Twitter- und Meta-Accounts gesperrt wurden, die \u00fcberwiegend aus den USA stammen und sich vor allem an Menschen im Mittleren Osten und in Zentralasien wendeten, um dort einseitig prowestliche Ansichten zu verbreiten und gezielt Stimmung gegen Russland und China zu machen. Dabei sei man allerdings wenig erfolgreich gewesen &#8211; was laut Menhard zeigt, dass die M\u00f6glichkeiten der gezielten manipulativen Beeinflussung \u00fcber sozial Medien doch eher eingeschr\u00e4nkt sind. [Karl]<\/p>\n<p>7. In einem <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/verkehr\/ein-29-euro-ticket-das-auch-im-ice-gilt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview auf <em>klimareporter<\/em><\/a> erl\u00e4utert der Verkehrswissenschaftler Andreas Knie, wie eine Nachfolge f\u00fcr das erfolgreiche 9-Euro-Ticket aussehen k\u00f6nnte. Er schl\u00e4gt ein Monatsticket f\u00fcr 29 Euro vor, dass nicht nur den \u00d6PNV, sondern auch den Fernverkehr beinhaltet und zudem Taxifahrten f\u00fcr die sogenannte letzte Meile, also von einer Endhaltestelle zum tats\u00e4chlichen Wohnort, der ja leider oft genug nicht mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Zur Finanzierung m\u00fcssten lediglich einige Steuerprivilegien f\u00fcr Autofahrer abgeschafft werden &#8211; wobei ich da auch das gro\u00dfe Problem sehe, denn die deutschen Autonarren lassen sich ja ungern ihr destruktives Fahrvergn\u00fcgen madig machen und werden weiterhin auf \u00f6ffentliche Subventionen bestehen. [Karl]<\/p>\n<p>8. Wenig \u00fcberraschende Ergebnisse hat eine gro\u00df angelegte OECD-Studie ergeben, \u00fcber die ein <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/start\/kritisches-denken-im-studium-lernen-oecd-studie-findet-nur-begrenzte-effekte-a-748079d5-ed47-4c16-95bb-2f54157f8b56\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>Spiegel Online<\/em><\/a> berichtet. Dabei wurde untersucht, inwieweit durch ein universit\u00e4res Studium kritisches Denken gef\u00f6rdert w\u00fcrde. Die Resultate sind dann allerdings leider eher ern\u00fcchternd, denn es konnte nur eine sehr begrenzte F\u00e4higkeit zum kritischen Denken bei vielen Universit\u00e4tsabsolventen festgestellt werden. Na ja, wenn man ein Bildungssystem immer mehr so ausrichtet, dass man keine m\u00fcndigen B\u00fcrger, sondern vielmehr gut verwertbare Humanressourcen erh\u00e4lt, dann ist das nicht eben verwunderlich. Genauso wie die Tatsache, dass vor allem Studenten der Wirtschaftswissenschaften (und auch der Agrarwissenschaften) besonders schlecht bei der Studie abschnitten. [Karl]<\/p>\n<p>9. Die massiv gestiegenen Energiepreise k\u00f6nnten mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit der Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine schwere Wirtschaftskrise sein, wie Jens Berger in einem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87446\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf den <em>NachDenkSeiten<\/em><\/a> beschreibt. Und das trifft nicht nur die Exportwirtschaft, die aufgrund der hohen Energiekosten nicht mehr mit der Konkurrenz aus anderen L\u00e4ndern mithalten kann, sondern auch die Unternehmen, die mit Binnennachfrage ihr Geld verdienen, da immer mehr Menschen ihr Geld ausschlie\u00dflich f\u00fcr Energie und Lebensmittel ausgeben m\u00fcssen, sodass nichts mehr f\u00fcr weiteren Konsum \u00fcbrig bleibt. Darunter werden dann in gro\u00dfem Ma\u00dfe wieder genau die kleinen und mittleren Betriebe leiden, die auch schon durch die Corona-Ma\u00dfnahmen reichlich gebeutelt wurden. Ob das wohl reiner Zufall ist, dass die Politik schon wieder zulasten dieser Unternehmen agiert? [Karl]<\/p>\n<p>10. \u00dcber alarmierende Ergebnisse einer Studie berichtet ein <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/lernen-arbeiten\/studie-jugendliche-misstrauen-den-medien-li.261859\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in der <em>Berliner Zeitung<\/em><\/a>: Jugendliche vertrauen in einem unerwartet hohen Ma\u00dfe nicht nur Medien nicht mehr, sondern ebenfalls anderen Menschen. Und das Ganze geht auch noch h\u00e4ufig einher mit geringem Selbstvertrauen. Medienkompetenz als Schulfach k\u00f6nnte da ein St\u00fcck weit Abhilfe schaffen. Vor allem sieht man daran, was die Auswirkungen sind, wenn man die Menschen jahrzehntelang dahin gehend indoktriniert, dass jeder nur auf seinen eigenen Vorteil achten sollte und alle andere vor allem potenzielle Konkurrenten sind. Hier w\u00e4re also dringend eine \u00c4nderung des Zeitgeistes notwendig &#8211; nur wo soll die denn bitte herkommen? [Karl]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. 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