{"id":2819,"date":"2015-04-19T15:10:17","date_gmt":"2015-04-19T13:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=2819"},"modified":"2018-01-02T11:48:32","modified_gmt":"2018-01-02T10:48:32","slug":"interessantes-aus-kw-162015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=2819","title":{"rendered":"Interessantes aus KW 16\/2015"},"content":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. Viel Spa\u00df beim Lesen und Anschauen!<\/p>\n<p>1. Einen bisher nur wenig beachteten Aspekt im Ukraine-Konflitk beschreibt Fr\u00e9d\u00e9ric Mousseau in einem <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-schwarze-erde-lockt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel f\u00fcr\u00a0<em>der Freitag<\/em><\/a>: Westliche\u00a0Agrarkonzerne wie Monsanto st\u00fcrzen sich auf die riesigen fruchtbaren Ackerfl\u00e4chen des Landes, um dort nicht nur satte Gewinne einfahren zu k\u00f6nnen, sondern auch quasi \u00fcber die Hintert\u00fcr genetisch manipulierte Nahrungsmittel in Europa einzuf\u00fchren, wo diese nach wie vor mehrheitlich abgelehnt werden.<\/p>\n<p>2. Aus einem\u00a0<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/sipri-osteuropa-steigert-militaerausgaben-wegen-ukraine-krise-a-1028198.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Spiegel<\/em>-Artikel<\/a>\u00a0geht hervor, wer dar\u00fcber hinaus noch in recht gro\u00dfem Stil von der Ukraine-Krise profitiert: Die R\u00fcstungsindustrie freut sich dar\u00fcber, dass die Milit\u00e4rausgaben vor allem von osteurop\u00e4ischen Staaten enorm ansteigen. Best\u00e4tigt ja genau das, was in dem Cockburn-Artikel, den wir bei den <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=2510\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hinweisen aus KW 8 (Punkt 4)<\/a> verlinkt haben,\u00a0als Hauptursache des Konflikts in der Ukraine benannt wurde &#8230;<\/p>\n<p>3. Robert Misik macht sich in seinem immer wieder sehenswerten <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000014184270\/Was-das-Geld-mit-unserer-Psyche-macht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Videoblog auf der Webseite\u00a0von\u00a0<em>der Standard <\/em><\/a>Gedanken dar\u00fcber, was das Geld mit unserer Psyche anstellt. Da finden sich einige interessante Anregungen zum Weiterspinnen.<\/p>\n<p>4. Dass\u00a0am vielbeschworenen Fachkr\u00e4ftemangel nichts dran ist, sondern\u00a0dieser eine Erfindung der Arbeitgeberverb\u00e4nde ist, ist nun nichts ganz Neues mehr, aber leider noch nicht fl\u00e4chendeckend verbreitet. Martin Gaerdt unterst\u00fctzt Firmen bei der Personalbeschaffung und stellt seine Sicht auf den Mythos Fachkr\u00e4ftemangel in einem <a href=\"http:\/\/www.springerprofessional.de\/warum-wir-keinen-fachraeftemangel-haben\/5667116.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel f\u00fcr\u00a0<em>Springer for Professionals<\/em><\/a> dar. Das ist vor allem deswegen interessant, da Gaerdt aus einer ganz anderen Ecke kommt und argumentiert, als dies sonst bei diesem Thema der Fall ist.<\/p>\n<p>5. Auf der Webseite der <em>ZDF<\/em>-Nachrichtensendung\u00a0<em>heute<\/em> wird in einem <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/gegen-kapitalismus-fuer-marktwirtschaft-gemeinwohl-oekonomie-als-alternative-37875214.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel \u00fcber die Gemeinwohl-\u00d6konomie<\/a> und\u00a0Christian Felber, Hochschullehrer f\u00fcr Wirtschaft in Wien und einer der Verfechter dieses Wirtschaftsmodells, berichtet. Erfolg wird hierbei nicht mehr aufgrund von finanziellen Aspekten gemessen, sondern danach, wie nachhaltig, \u00f6kologisch und gemeinwohlf\u00f6rdernd ein Unternehmen agiert. Ein interessanter Ansatz, von dem man nur hoffen kann, dass er bald mehr als nur eine Utopie sein wird.<\/p>\n<p>6. Interessanter <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/vfl-osnabrueck\/artikel\/565300\/menga-uber-beleidigungen-eines-dresdner-kollegen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in der\u00a0<em>Osnabr\u00fccker Zeitung<\/em><\/a> zum Thema Rassismus im Fu\u00dfball. Es geht dabei um den konkreten Fall des Osnabr\u00fccker Spielers Addy Waku Menga, der von einem Dresdner Gegenspieler wiederholt rassistisch beleidigt wurde, und es wird aufgezeigt, dass der konkrete Umgang mit derartigen Einzelf\u00e4llen in der Regel schwieriger ist, als ein allgemeines antirassistisches Statement abzugeben.<\/p>\n<p>7. Oha! Drei der vier Erben von <em>Spiegel<\/em>-Gr\u00fcnders Rudolf Augstein wollen ihre Anteile am Magazin verkaufen, wie aus einem <a href=\"http:\/\/www.horizont.net\/medien\/nachrichten\/Nachrichtenmagazin-Spiegel-Erben-wollen-aussteigen-133878\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht des Onlinemagazins <em>Horizont<\/em><\/a> hervorgeht. Vor allem dem wohl eher unbequemen Jakob Augstein, dessen Kolumne auf\u00a0<em>Spiegel online\u00a0<\/em>eine der wenigen noch lesbaren Sachen des ehemaligen Flaggschiffs der politischen Information in Deutschland ist, wird man vonseiten <em>Gruner + Jahrs<\/em> (bzw. <em>Bertelsmann<\/em>, denen der Verlag ja mittlerweile geh\u00f6rt) kaum eine Tr\u00e4ne nachweinen. Ob dieser Schritt der Erben eine R\u00fcckkehr zu mehr inhaltlicher Qualit\u00e4t erm\u00f6glichen wird, d\u00fcrfte zudem arg zu bezweifeln sein.<\/p>\n<p>8. Familientherapeut Jesper Juul f\u00fchrt in einem <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350260936104\/Kinder-muessen-sich-langweilen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel f\u00fcr\u00a0<em>Der Standard<\/em><\/a> aus, warum es wichtig ist, dass Kinder sich auch mal langweilen m\u00fcssen. Sollte eigentlich selbstverst\u00e4ndlich sein, allerdings scheint dies bei den heutzutage immer h\u00e4ufiger vorkommenden Helikopter-Eltern irgendwie in Vergessenheit geraten zu sein. Insofern sollte man diesen Artikel ruhig auch mal Eltern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis empfehlen.<\/p>\n<p>9. Besonders widerlich finde ich ja, wenn versucht wird, auf Sch\u00fcler ideologischen Einfluss auszu\u00fcben. Auf der Webseite von LobbyControl kann man anhand eines\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/03\/lehrer-und-schueler-aufgepasst-fragwuerdiges-dossier-zu-ttip-von-der-industrielobby\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">analysierenden Artikels<\/a>\u00a0nachvollziehen, wie vonseiten des Instituts der deutschen Wirtschaft (K\u00f6ln) \u00fcber das von ihrer Tochter IW Medien betriebene Portal\u00a0<em>Wirtschaft und Schule<\/em>\u00a0Schulmaterial herausgegeben wird, das auf recht subtile Art einseitig Stimmung pro TTIP macht.<\/p>\n<p>10. Dieter Nuhr durfte mal wieder in der ARD seinen Verbalm\u00fcll von sich geben. Eine treffende <a href=\"http:\/\/satiresenf.de\/?p=830\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kritik<\/a> dazu findet sich auf der Webseite\u00a0<em>SatireSenf<\/em>.<\/p>\n<p>11. Was f\u00fcr ein kriminelles Fr\u00fcchtchen! <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-04\/rato-festnahme-durchsuchung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die\u00a0<em>Zeit<\/em> berichtet<\/a> \u00fcber den ehemaligen IWF-Chef (2004\u20132007) und Vizeministerpr\u00e4sidenten von Spanien (1996\u20132004) Rodrigo Rato, gegen den gerade wegen diverser krimineller Machenschaften (Geldw\u00e4sche, Steuerbetrug, Betrug, Bilanzf\u00e4lschung &#8230;) ermittelt wird. Ein weiteres Beispiel daf\u00fcr, dass f\u00fcr die Bekleidung hoher \u00c4mter vor allem eine hinreichend gro\u00dfe kriminelle Energie die Voraussetzung zu sein scheint.<\/p>\n<p>12. Was Hamburg kann, kann Berlin auch: Die Staatsoper wird dort saniert, und die Kosten explodieren dabei &#8211; von urspr\u00fcnglich 239 auf mittlerweile 389 Mio. Euro. Ein ausgesprochen unsch\u00f6ner Aspekt des Ganzen wird in einem <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kultur\/beitrag\/2015\/04\/streit-kulturetat-berliner-kunstszene-finanzsenator.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf\u00a0<em>rbb-online<\/em><\/a>\u00a0(leider zurzeit nicht mehr aufrufbar) beleuchtet: F\u00fcr s\u00e4mtliche andere Kultur ist nun kein Geld mehr da. Als ob die Kunst- und Kulturschaffenden die offensichtlichen Verwaltungsfehler bei der Opernsanierung zu verantworten h\u00e4tten &#8230;<\/p>\n<p>13. J\u00f6rg Wellbrock beschreibt in einem sehr lesenswerten Artikel auf\u00a0<em>der spiegelfechter<\/em>\u00a0(leider nicht mehr aufrufbar) seine Erfahrungen mit diversen Watch-Seiten auf Facebook (z. B. <em>Friedensdemo-Watch)<\/em>, die vor rechten Str\u00f6mungen und Tendenzen warnen wollen, dabei aber h\u00e4ufig genug plump pauschalisieren und ungerechtfertigterweise mit Vorw\u00fcrfen um sich schmei\u00dfen. Solche Erfahrungen hab ich auch schon machen d\u00fcrfen, insofern spricht Wellbrock mir hier schon auch ein St\u00fcck weit aus der Seele.<\/p>\n<p>14. Die\u00a0<em>NachDenkSeiten<\/em> ver\u00f6ffentlichen mit Genehmigung des\u00a0Verfassers Klaus-Peter Lohest, SPD-Mitglied und Leser der\u00a0<em>NachDenkSeiten<\/em>, einen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150414_lohest_brief_geld_macht_politik.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brief<\/a>\u00a0(ein paar einleitende Worte dazu finden sich <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150414_lohest_brief_geld_macht_politik.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>)\u00a0, den dieser im vergangenen Dezember an Sigmar Gabriel geschrieben hat. Zentraler Inhalt des Briefes sind Fragen, die sich Lohest stellt, seit er das Buch\u00a0<em>Geld &#8211; Macht &#8211; Politik: Das Beziehungskonto von Carsten Maschmeyer, Gerhard Schr\u00f6der und Christian Wulff<\/em> von Wigbert L\u00f6er und Oliver Schr\u00f6m gelesen hat. Es geht dabei um eine neue Art der Korruption bei der Einf\u00fchrung der Riester-Rente. Bisher hat Gabriel sich noch nicht bequemt, auf den Brief zu antworten &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. 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