{"id":30667,"date":"2025-05-18T18:31:04","date_gmt":"2025-05-18T16:31:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=30667"},"modified":"2025-05-18T18:47:34","modified_gmt":"2025-05-18T16:47:34","slug":"interessantes-aus-kw-20-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=30667","title":{"rendered":"Interessantes aus KW 20\/2025"},"content":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. Viel Spa\u00df beim Lesen und Anschauen!<\/p>\n<p>1. Streamingdienste gibt es nur wenige, daher k\u00f6nnen die ihre gro\u00dfe Marktmacht auch immer mehr ausnutzen. Neustes Beispiel: Laut einer <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/apps\/netflix-will-werbung-auch-im-pausenmodus-einblenden-a-e50966d7-42aa-4ab3-bae4-348a0689c0a1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meldung von <em>Spiegel Online<\/em><\/a> will Netflix seine Abonnenten, die nur das g\u00fcnstigste Paket genommen haben, noch mehr mit Werbung zuspammen. Auch im Pausenmodus und nat\u00fcrlich mithilfe von KI m\u00f6glichst personalisiert. Tja, was meint Ihr wohl, wie das da erst abgehen wird, wenn noch mehr Konkurrenzangebote von Netflix und Co. das Zeitliche gesegnet haben werden? [Karl]<\/p>\n<p>2. Es fehlen immer mehr Busfahrer im \u00f6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV), versch\u00e4rfend kommt hinzu, dass ein Gro\u00dfteil der Besch\u00e4ftigten \u00fcber 55 Jahre alt ist, sodass sich der jetzt schon vorhandene Engpass in den kommenden Jahren noch versch\u00e4rfen wird. Ein <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/arbeitsmarkt\/oepnv-busfahrer-nachwuchsmangel-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>tagesschau.de<\/em><\/a> f\u00fchrt die Gr\u00fcnde daf\u00fcr an und zeigt auch L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten auf. Und diese sind dringlich, denn eine \u00f6kologische Verkehrswende kann nat\u00fcrlich nur funktionieren, wenn es auch gen\u00fcgend Menschen gibt, welche die Busse fahren k\u00f6nnen. Aber es stellt sich die Frage, ob die aktuelle Bundesregierung \u00fcberhaupt Interesse daran hat, dies umzusetzen. [Karl]<\/p>\n<p>3. Vor gut einem Jahr sind in Solingen bei einem Brandanschlag auf ein Haus vier Menschen ums Leben gekommen. Da in dem Haus fast ausschlie\u00dflich Nichtdeutsche wohnten, ergab sich der Verdacht einer rechtsterroristischen Straftat. Allerdings wurden entsprechende Beweise von den Ermittlern der Polizei schon mehrfach nicht weitergegeben oder angeblich nicht gesehen. Nun kommt ein weiteres skandal\u00f6ses Verhalten dazu, \u00fcber das ein <a href=\"https:\/\/taz.de\/Rassistische-Brandstiftung-in-Solingen\/!6087790\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in der <em>taz<\/em><\/a> berichtet: Das Verbrechen wurde wohl schon gleich von Anfang an von der Polizei als rechts motiviert eingestuft, ein entsprechender Vermerk in der Akte wurde dann allerdings handschriftlich von einem Beamten gestrichen, sodass dieser Umstand keinen Eingang in die Akten fand. Polizisten als Vertuscher von Rechtsterrorismus &#8211; reichlich \u00fcbel. [Karl]<\/p>\n<p>4. Ein <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/medien-glaubwuerdigkeit-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>tagesschau.de<\/em><\/a> fasst die Ergebnisse einer repr\u00e4sentativen Studie zum Vertrauen in Medien zusammen. Wenig \u00fcberraschend: Vor allem AfD-J\u00fcnger vertrauen Medien nicht und dabei vor allem auch den \u00f6ffentlich-rechtlichen. Generell ist allerdings zu beobachten, dass Medien wieder etwas mehr Vertrauen erwecken als in entsprechenden Untersuchungen der vergangenen Jahre. Nun will man auch diejenigen Menschen zur\u00fcckgewinnen, die \u00f6ffentlich-rechtliche Medien zwar nutzen, aber f\u00fcr unglaubw\u00fcrdig halten, also schwerpunktm\u00e4\u00dfig laut Studie ostdeutsche AfD-W\u00e4hler. Steht da etwa zu bef\u00fcrchten, dass die Blaubraunen k\u00fcnftig noch mehr Platz zum Hetzen und L\u00fcgen einger\u00e4umt bekommen, als das in den letzten Monaten bereits zu beobachten war? [Karl]<\/p>\n<p>5. Deutschland erlebt gerade die gr\u00f6\u00dfte Fr\u00fchjahrsd\u00fcrre seit 1931. Und es ist kein Ende in Sicht, wie aus einem <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/deutschland-trocknet-aus-wo-bauern-jetzt-um-ihre-ernte-kampfen-13688716.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel im <em>Tagesspiegel<\/em><\/a> hervorgeht. Das bringt vor allem gro\u00dfe Probleme f\u00fcr die Landwirtschaft mit sich, und hier ist vor allem Brandenburg stark betroffen. Sollte es also in den n\u00e4chsten Wochen nicht zu sehr ergiebigen und l\u00e4nger anhaltenden Regenf\u00e4llen kommen, ist mit schweren Ernteausf\u00e4llen zu rechnen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind also mittlerweile auch bei uns mehr als deutlich angekommen. [Karl]<\/p>\n<p>6. In Argentinien ist ein interessanter historischer Fund gemacht worden: Bei Umzugsarbeiten im Keller des Obersten Gerichtshofs in Buenos-Aires wurden Kisten mit nationalsozialistischen Dokumenten gefunden, die 1941 zu Propagandazwecken ins Land gebracht wurden, wie ein <a href=\"https:\/\/www.geo.de\/wissen\/weltgeschichte\/argentinien--80-kisten-voller-ns-propaganda-im-keller-gefunden-35718282.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel im <em>GEO<\/em><\/a> berichtet. Nun erhoffen sich die untersuchenden Historiker Erkenntnisse \u00fcber Netzwerke des Hitler-Regimes in Argentinien, wohin ja zahlreiche Nazi-Verbrecher nach 1945 gefl\u00fcchtete sind. Spannend, spannend! [Karl]<\/p>\n<p>7. Den Kindern in Deutschland geht es zunehmend schlechter. Zu diesem Ergebnis kommt laut einem <a href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/familie\/unicef-bericht-lebenszufriedenheit-deutscher-kinder-sinkt-weiter-1297125.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel der <em>Apotheken Umschau<\/em><\/a> zumindest ein UNICEF-Bericht. Der Trend der sinkenden Lebenszufriedenheit bei jungen Menschen ist demnach zwar in fast allen OECD- und EU-Staaten zu beobachten, nur in Deutschland eben noch mal ein St\u00fcck weit st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt. Der Bericht liefert auch Vorschl\u00e4ge, wie diesem Missstand beizukommen w\u00e4re, da diese vor allem Ma\u00dfnahmen f\u00fcr benachteiligte Kinder beinhalten, steht nur zu bef\u00fcrchten, dass sich die Politik darum eher nicht scheren wird. [Karl]<\/p>\n<p>8. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat angek\u00fcndigt, dass KI-Chatbots k\u00fcnftig auf seiner Plattform aktiv sein sollen. Auf diese Weise soll das Bed\u00fcrfnis der User nach Gesellschaft befriedigt werden. Wie absurd, ja, geradezu zynisch es ist, dass ausgerechnet ein Unternehmen, dass zur Vereinsamung von Menschen nicht unerheblich beigetragen hat, nun aus genau diesem Umstand weiteren Profit ziehen m\u00f6chte, stellt Donata K\u00fcn\u00dfmann in einem <a href=\"https:\/\/taz.de\/Mark-Zuckerbergs-Chatbot-Plaene\/!6083644\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kommentar in der <em>taz<\/em><\/a> dar. Aber das ist eben der radikalisierte Kapitalismus unserer Zeit: Es muss doch aus jedem Missstand noch irgendwie Gewinn rauszuquetschen sein. [Karl]<\/p>\n<p>9. Die Linkspartei muss gerade einiges an Kritik einstecken, da auf ihrem Parteitag in Chemnitz eine knapp Mehrheit f\u00fcr eine Nutzung der Jerusalemer Erkl\u00e4rung zum Antisemitismus (JDA) statt der \u201eIHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus\u201c zur Grundlage im Umgang mit Antisemitismus zu nutzen. Nun springen laut einem <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streit-um-Antisemitismus-Definition\/!6088800\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in der <em>taz<\/em><\/a> 55 in erster Linie j\u00fcdische Intellektuelle, darunter auch zahlreiche Holocaust-Forscher, der Partei bei, indem sie die JDA als wesentlich tauglicher bezeichnen. Die IHRA hingegen w\u00fcrde Kritik an der rechtsextremen Regierung von Israel mit Antisemitismus gleichsetzen und sei daher weniger tauglich. [Karl]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. 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