{"id":3498,"date":"2015-07-27T22:52:36","date_gmt":"2015-07-27T20:52:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=3498"},"modified":"2015-07-27T22:52:36","modified_gmt":"2015-07-27T20:52:36","slug":"fractal-mirror-garden-of-ghosts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=3498","title":{"rendered":"Fractal Mirror: Garden Of Ghosts"},"content":{"rendered":"<p>Entspannt, aber alles andere als belanglos. Durchaus proggige Songstrukturen, ohne ansatzweise verkopft oder frickelig zu wirken. Melancholie ohne D\u00fcsternis. Gut zum Nebenbeih\u00f6ren, aber auch mit vielen Feinheiten zum Entdecken. Den Jungs von Fractal Mirror aus den Niederlanden ist mit ihrem letztj\u00e4hrigen Album <em>Garden Of Ghosts\u00a0<\/em>ein ziemlich gro\u00dfer Wurf gelungen, wie ich finde.<\/p>\n<p>Elf Tracks auf gut 60 Minuten, da wird schon gleich beim Einlegen der CD klar, dass sich die Band gern mal Zeit nimmt, um ihre Songideen auszubreiten. Dabei geht es trotz allem durchaus eing\u00e4ngig zu, und der Opener <em>House Of Wishes\u00a0<\/em>bietet auch gleich einen guten, nicht allzu komplexen Einstieg mit sch\u00f6nem Refrain. Und die guten Hooklines ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album, auch der mit siebeneinhalb Minuten schon etwas ausufernder gestaltet zweite Song\u00a0<em>The Phoenix<\/em> wartet mit einem sehr eing\u00e4ngigen Refrain auf. Die Songs sind dabei sehr sch\u00f6n und abwechslungsreich instrumentiert (in <em>Orbital View<\/em> erklingt sogar zuweilen eine Sitar), mal dominieren die Gitarren, mal \u00fcbernehmen die Keyboards (gern auch mit Mellotron-Sounds) die F\u00fchrung.<\/p>\n<p>Gekr\u00f6nt wird das Album dann mit dem abschlie\u00dfenden elegischen\u00a0<em>Stars<\/em>, bei dem die Gesangslinien \u00fcber fl\u00e4chigen Keyboards ausgebreitet werden, bis dann nach einem ausgiebigen Instrumentalteil inklusive E-Bow-Gitarresolo ein mit Ch\u00f6ren untermalter Schlusspunkt gesetzt wird, dem man sogar das Fade-out verzeiht.<\/p>\n<p>Nun sollen auch ein paar Bezugspunkte her, um das Ganze ein bisschen einordnen zu k\u00f6nnen. Procupine Tree klingt zuweilen ein bisschen an (besonders in\u00a0<em>The Garden<\/em>), ansonsten f\u00fchle ich mich \u00f6fter (auch wegen des Gesangs) angenehm an The Church erinnert, wobei diese im Grunde ganz andere Songs schreiben, da geht es eher um Parallelen in der Atmosph\u00e4re. Und im letzten Song\u00a0<em>Stars<\/em> erinnert mich der Gesang sogar ein wenig an Peter Heppner. Reinh\u00f6ren kann man auch, und das nicht nur bei <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4hODnv6slR8\" target=\"_blank\">YouTube<\/a>, sondern ebenfalls\u00a0auf der <a href=\"http:\/\/fractalmirror.net\/our-music.html\" target=\"_blank\">Webseite der Band<\/a>.<\/p>\n<p>Wer auf melancholische Rockmusik steht und wen Prog-Anleihen nicht abschrecken,\u00a0der d\u00fcrfte an\u00a0<em>Garden Of Ghosts<\/em> Gefallen finden. Aber auch aufgeschlossene Indie-H\u00f6rer sollten einiges an Spa\u00df mit dem Album haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entspannt, aber alles andere als belanglos. Durchaus proggige Songstrukturen, ohne ansatzweise verkopft oder frickelig zu wirken. Melancholie ohne D\u00fcsternis. Gut zum Nebenbeih\u00f6ren, aber auch mit vielen Feinheiten zum Entdecken. 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