{"id":4809,"date":"2016-02-26T17:55:10","date_gmt":"2016-02-26T16:55:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=4809"},"modified":"2019-11-19T18:22:32","modified_gmt":"2019-11-19T17:22:32","slug":"die-pr-schlacht-ums-glyphosat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=4809","title":{"rendered":"Die PR-Schlacht ums Glyphosat"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber das Pestizid Glyphosat von Monsanto haben wir hier auf\u00a0<em>unterstr\u00f6mt<\/em> ja schon \u00f6fter berichtet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft es als wahrscheinlich krebserregend ein, das Bundesamt f\u00fcr Risikobewertung (BfR) hingegen h\u00e4lt es f\u00fcr unbedenklich. Nun soll demn\u00e4chst eine erneute\u00a0Zulassung dieses weltweit meistverbreiteten Pflanzengifts in der EU f\u00fcr weitere 15\u00a0Jahre erfolgen, wogegen sich von einigen NGOs auch schon deutlicher Widerstand regt. Da passt nun die aktuelle Meldung, dass nach einer <a href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/fileadmin\/Mediapool\/Downloads\/02_Mitmach-Aktionen\/11_Rettet_das_Reinheitsgebot\/Glyphosat_Untersuchung_Umweltinstitut_2016.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Untersuchung des <em>Umweltinstituts M\u00fcnchen<\/em><\/a> Glyphosat in den 14 meistverkauften deutschen Biersorten findet, nicht so wirklich gut ins Konzept der Pro-Glyphosat-Fraktion &#8230;<\/p>\n<p>So wird dann auch gleich mal die PR-Maschine angeworfen, um Relativierung und Beruhigung nach dieser Meldung des verseuchten Biers\u00a0zu verbreiten. Ein Beispiel daf\u00fcr findet sich im\u00a0<em>Tagesspiegel<\/em>: Allein schon die \u00dcberschrift des <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/pestizid-in-deutschen-bieren-bfr-glyphosat-in-bier-erst-ab-1000-liter-schaedlich\/13015210.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikels<\/a> ist an plumper Meinungsmache kaum zu \u00fcberbieten:\u00a0\u201eBfR: Glyphosat in Bier erst ab 1000 Liter sch\u00e4dlich\u201c. Na super, wer trinkt denn schon 1000 Liter Bier, und das auch noch pro Tag? Dann ist ja alles kein Problem &#8230;<\/p>\n<p>Leider ist der Artikel hingegen unter journalistischen Gesichtspunkten schon reichlich problematisch in seiner Einseitigkeit. So geht es gleich schon im ersten Absatz los:<\/p>\n<blockquote><p>Beim Test von 14 der beliebtesten Biermarken Deutschlands wurden Spuren des Unkrautvernichters gefunden. Die Werte lagen zwischen 0,46 und 29,74 Mikrogramm pro Liter und damit im extremsten Fall fast 300-fach \u00fcber dem gesetzlichen Grenzwert f\u00fcr Trinkwasser von 0,1 Mikrogramm.\u00a0Einen Grenzwert f\u00fcr Bier gibt es allerdings nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Aha. Weil es f\u00fcr Bier keinen eigenen Grenzwert gibt, muss also nicht weiter drauf eingegangen werden, dass der Grenzwert f\u00fcr Trinkwasser, der ja wohl schon irgendwie einen Sinn haben wird, um das bis zu 300-Fache \u00fcberschritten wird. Und kurz danach kommt dann auch das BfR zu Wort:<\/p>\n<blockquote><p>Das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) hingegen sieht keine Gefahr f\u00fcr die Gesundheit der Verbraucher. Glyphosatr\u00fcckst\u00e4nde in Bier seien aus wissenschaftlicher Sicht plausibel und grunds\u00e4tzlich erwartbar, da Glyphosat ein zugelassener Pflanzenschutzmittelwirkstoff sei. Selbst die h\u00f6chsten Werte von rund 30 Mikrogramm pro Liter seien jedoch so niedrig, dass die rechnerisch resultierende Aufnahmemenge bei einem Erwachsenen mehr als 1000-fach niedriger liegen w\u00fcrde als die derzeit als unbedenklich geltenden Aufnahmemengen, teilte das BfR auf Anfrage mit. \u201eUm gesundheitlich bedenkliche Mengen von Glyphosat aufzunehmen, m\u00fcsste ein Erwachsener an einem Tag rund 1000 Liter Bier trinken.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Und wie kommt dann bitte der Grenzwert f\u00fcrs Trinkwasser zustande? Es ist ja nun nicht zu erwarten, dass jemand mal eben mehr als 300.000 Liter Wasser am Tag trinkt, oder? Mit dieser Frage lassen aber sowohl <em>Tagesspiegel<\/em> als auch BfR den Leser und Konsumenten allein.<\/p>\n<p>Als N\u00e4chstes kommt dann der Deutsche Brauer-Bund zu Wort, der &#8211; nicht gerade \u00fcberraschend &#8211; nat\u00fcrlich gar nichts von dieser Studie zur Glyphosat-Belastung des Bieres h\u00e4lt. Auch interessant, dass hier der oben zitierten Aussage des BfR widersprochen wird, dass Glyphosat im Bier ja sowieso zu erwarten sei, denn der Brauer-Bund meint,\u00a0\u201edass keine Schadstoffe Eingang in die Produktion finden\u201c. Na, was denn nun? Auch hier w\u00e4re es ja mal sinnvoll gewesen, wenn der Journalist, der den Artikel geschrieben hat, diesem Widerspruch nachgegangen w\u00e4re &#8211; aber Fehlanzeige. Klar, die beiden Aussagen passen ja jede f\u00fcr sich auch prima zur\u00a0vermittelten Message: Alles ist gut, keiner muss sich Sorgen machen!<\/p>\n<p>Dann wird am Schluss noch die Kontroverse, die es ums Glyphosat gibt, angerissen. Erst wird die Wirkung des Pestizids geschildert, dann die Warnung der WHO, um dann mit diesem Absatz den Artikel zu beenden:<\/p>\n<blockquote><p>DIE ENTWARNUNG: Die EU-Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (Efsa) kam im November 2015 zu dem Schluss, es sei \u201eunwahrscheinlich, dass von Glyphosat eine Krebsgefahr ausgeht\u201c. Sie habe dabei auch die IARC-Daten ber\u00fccksichtigt. Einer ihrer Experten habe dieser Aussage aber nicht zugestimmt. Die Efsa empfiehlt dennoch, die t\u00e4gliche Aufnahme von Glyphosat beim Menschen auf 0,5 Milligramm (Tausendstel Gramm) pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht zu begrenzen. Im Bier wurden nun Glyphosat-Mengen von bis zu 30 Mikrogramm (Millionstel Gramm) pro Liter gefunden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ach so, wenn die Efsa das sagt, dann wird ja wohl alles super sein. Aber war da nicht mal was? Mir fiel da ein\u00a0Bericht der\u00a0<em>3sat<\/em>-Sendung\u00a0<em>nano<\/em>\u00a0von vor etwa eineinhalb Jahren ein (leider nicht mehr online aufrufbar), in dem es genau um diese europ\u00e4ische Institution geht und in dem aufgezeigt wird, dass es dabei erhebliche personale \u00dcberschneidungen mit Vertretern der Lebensmittelindustrie gibt &#8211; also genau mit denen, die mit Glyphosat ihr Geld verdienen. Na, da finde ich dann doch die WHO ein bisschen vertrauensw\u00fcrdiger &#8230;<\/p>\n<p>Davon abgesehen, gab es ja auch schon von anderer Seite deutliche Kritik an der wissenschaftlichen Arbeit der Efsa, zum Beispiel in Form eines offenen Briefes von 96 \u00a0Forscher(inne)n, \u00fcber den das <em>Umweltinstitut M\u00fcnchen<\/em> in einem <a href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/aktuelle-meldungen\/meldungen\/offener-brief-fuehrende-forscherinnen-warnen-vor-glyphosat.html?utm_source=CleverReach&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Newsletter+2015-12-03&amp;utm_content=Mailing_6396920\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel<\/a> berichtet, und auch <a href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/aktuelle-meldungen\/meldungen\/glyphosat-europaeische-behoerde-ignoriert-hinweise-auf-krebserzeugende-wirkung.html?utm_source=CleverReach&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Newsletter+2015-11-19&amp;utm_content=Mailing_6382140\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>\u00a0wird von gleicher Seite aus deutliche und nachvollziehbare Kritik an der Efsa ge\u00fcbt. Dass Monsanto selbst Studien manipuliert hat, um die Unsch\u00e4dlichkeit von Glyphosat belegen zu k\u00f6nnen, und dass der Konzern dabei auch vor Diffamierungskampagnen nicht zur\u00fcckschreckt, wie gegen den Wissenschftler\u00a0Gilles-\u00c9ric S\u00e9ralini, wird dann <a href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/aktuelle-meldungen\/meldungen\/monsanto-verfaelscht-eigene-studien-zu-glyphosat.html?utm_source=CleverReach&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Newsletter+2015-11-19&amp;utm_content=Mailing_6382140\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>\u00a0und <a href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/aktuelle-meldungen\/meldungen\/whistleblower-seralini-gewinnt-rechtsstreit.html?utm_source=CleverReach&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Newsletter+2016-01-08&amp;utm_content=Mailing_6416976\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> (beides ebenfalls vom <em>Umweltinstitut M\u00fcnchen<\/em>) beschrieben.<\/p>\n<p>Aber auch von anderer Stelle gibt es reichlich Kritik an dem Pestizid und am verbrauchersch\u00e4digenden Umgang offizieller Stellen wie des BfR, z. B. in Artikel in der <em>taz<\/em> (<a href=\"http:\/\/taz.de\/Studie-ueber-Pflanzenschutzmittel\/!5015595\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Unkraut vergeht, der Mensch auch<\/a>) und in den\u00a0<em>Bl\u00e4ttern f\u00fcr deutsche und internationale Politik <\/em>(<a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/dezember\/glyphosat-unser-taeglich-gift\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Glyphosat: Unser t\u00e4glich Gift<\/a>) sowie in Blog-Beitr\u00e4gen von <em>Campact<\/em>\u00a0(<a href=\"https:\/\/blog.campact.de\/2015\/09\/studien-zur-krebsgefahr-von-glyphosat-verschwiegen\/?utm_source=post-facebook&amp;utm_medium=social&amp;utm_term=studien+zur+krebsgefahr+von+glyphosat+verschwiegen&amp;utm_content=blog&amp;utm_campaign=%2Fglyphosat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studien zur Krebsgefahr von Glyphosat verschwiegen<\/a>) und <em>LobbyControl<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/08\/eu-kommission-gibt-bericht-zu-glyphosat-nur-an-monsanto-heraus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">EU-Kommission gibt Bericht zu Glyphosat nur an Monsanto heraus<\/a>). Und dann gab es auch noch die 45-min\u00fctige Doku <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BzdBU1J2Rms\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Glyphosat: Tote Tiere &#8211; kranke Menschen<\/a> auf arte zu dem Thema.<\/p>\n<p>Eine ganze Menge Stoff aus unterschiedlichen Quellen, die vor allem eines deutlich machen: Bei den Studien und dem Zulassungsverfahren von Glyphosat wird ordentlich gemauschelt und getrickst. Kein Wunder, denn f\u00fcr Monsanto ist Glyphosat ein elementarer Bestandteil des Gesch\u00e4ftes, da deren genmanipulierten Pflanzen eben gegen dieses Pestizid resistent sind. Ein Verbot von Glyphosat w\u00fcrde somit den Zusammenbruch eines erheblichen Gesch\u00e4ftsfeldes von Monsanto und damit vielleicht sogar des ganzen Konzerns\u00a0zur Folge haben. Und dass Monsanto nicht gerade zimperlich ist, wenn es um das Verteidigen der eigenen Profite geht, davon kann man sich anhand der <em>arte<\/em>-Doku <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PRsP_Plj5R4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Monsanto &#8211; mit Gift und Genen<\/a>\u00a0oder der DVD\u00a0\u201eGood Food, Bad Food\u201c \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Wie man an den ganzen in den letzten Abs\u00e4tzen genannten Artikeln, Berichten und Dokus sieht, geht es also beim Glyphosat nicht nur um das deutsche Bier, sondern eben um weitaus mehr. Wie der <em>BUND<\/em> in einem <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/service\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/news\/glyphosat-im-urin-von-grossstaedtern-aus-18-europaeischen-staaten-nachgewiesen-70-prozent-aller-pro\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel<\/a> berichtet, konnte laut einer Studie bei ca. 70 % aller deutschen Gro\u00dfst\u00e4dter Glyphosat im Urin nachgewiesen werden. Und da sind wir schon bei einem weiteren Schwachpunkt des\u00a0<em>Tagesspiegel<\/em>-Artikels: Der Mensch nimmt Glyphosat nicht allein \u00fcbers Bier auf, sondern eben auch \u00fcber zahlreiche andere Nahrungsmittel, zudem haben\u00a0auch Anwender, also Landwirte, aber auch Klein- und Hobbyg\u00e4rtner,\u00a0direkten Kontakt mit dem Gift. Da nun allein aufs Bier abzustellen und zu sagen, dass man damit den gef\u00e4hrdenden Grenzwert nicht \u00fcberschreiten kann, ist also eine Verharmlosung, da s\u00e4mtliche anderen M\u00f6glichkeiten, Glyphosat aufzunehmen, einfach ausgeblendet werden.<\/p>\n<p>Eine anderen dreisten <a href=\"http:\/\/dradiowissen.de\/beitrag\/pflanzenschutzmittel-glyphosat-rueckstaende-im-bier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beitrag<\/a>, bei dem man den\u00a0\u201eSponsored by Monsanto\u201c-Sticker sucht, aber dann doch nicht findet, lieferte dann\u00a0<em>DRadio Wissen<\/em>. Der dortige Umweltredakteur Georg Ehring war sich nicht zu bl\u00f6d, die Behauptung aufzustellen:<\/p>\n<blockquote><p>Ich w\u00fcrde dem Glyphosat im Bier \u00fcberhaupt keine Bedeutung beimessen f\u00fcr den Konsumenten. Die Konzentration von Alkohol ist viel h\u00f6her. Und Alkohol ist sicherlich krebserregend.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nun kann man sicherlich nichts dagegen einwenden, dass Alkohol nicht gerade gesundheitsf\u00f6rdernd ist, und \u00fcber den Zusammenhang von Alkoholgenuss und gesteigertem Krebsrisiko kann man sich auch trefflich auf der <a href=\"https:\/\/www.krebsinformationsdienst.de\/vorbeugung\/risiken\/alkohol.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Webseite vom Krebsinformationsdienst<\/a> schlaumachen (und dabei feststellen, dass es nicht ganz so simpel ist, wie Ehring es darstellt), aber letztlich bleibt doch eines festzuhalten: Wer ein alkoholisches Getr\u00e4nk zu sich nimmt, der wei\u00df, dass da Alkohol drin ist und dass das mit Gesundheitsrisiken verbunden ist,\u00a0gerade\u00a0bei\u00a0\u00fcberm\u00e4\u00dfigem Alkoholgenuss. Deswegen\u00a0muss ja auch in Deutschland verpflichtend der Alkoholgehalt von alkoholhaltigen Getr\u00e4nken auf der Verpackung angegeben werden. Aber vom Glyphosat steht da nichts, und ich m\u00f6chte mal behaupten, was die Aussage von Ehring noch bescheuerter macht, dass\u00a0ein Bier, in dem die gleiche Menge Glyphosat wie Alkohol enthalten w\u00e4re, mit Sicherheit augenblicklich sch\u00e4dliche Wirkungen zeitigen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Vor allem: Was ist denn das f\u00fcr eine Logik, mit der Ehring uns da f\u00fcr bl\u00f6d verkaufen m\u00f6chte? Wenn etwas schon sch\u00e4dlich oder gef\u00e4hrlich ist, dann macht es auch nichts, wenn man da noch ein bisschen was anderes hinzugibt, wodurch dann das Krebsrisiko noch ein wenig gesteigert wird. Fehlt nur noch der Hinweis: Sterben m\u00fcssen wir ja sowieso alle mal &#8230;<\/p>\n<p>Und wie schaut es mit alkoholfreiem Bier aus? Auch darin d\u00fcrften ja, wenn es nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird, die gleichen Zusatzstoffe und damit auch Glyphosat enthalten sein. Nun steht Ehrings\u00a0\u201eArgumentation\u201c endg\u00fcltig auf t\u00f6nernen F\u00fc\u00dfen, aber vielleicht w\u00fcrde dieser Meister der stringenten Logik dann ja anf\u00fchren, dass man sich bei einem alkoholfreien Bier ja auch an der Flasche schneiden und verletzten k\u00f6nnte, was dann auch viel schlimmer w\u00e4re als so ein bisschen Glyphosat. Zuzutrauen w\u00e4re es ihm.<\/p>\n<p>Man sieht also, wie sehr wir Verbraucher nicht nur von Unternehmen\u00a0hinters Licht gef\u00fchrt werden, wenn diese ihre Profite auf Kosten unserer Gesundheit machen wollen, sondern auch von willf\u00e4hrigen\u00a0Schreiberlingen f\u00fcr dumm verkauft und in vermeintliche Sicherheit gewogen werden. Der Journalismus mal wieder als Helferlein im Dienste\u00a0von Konzerninteressen &#8211; und hinterher wird sich wieder lauthals \u00fcber den Vertrauensverlust in der Bev\u00f6lkerung beklagt.<\/p>\n<p>Nun kann aber jeder zumindest seine Stimme gegen Glyphosat abgeben. <a href=\"https:\/\/www.umweltinstitut.org\/mitmach-aktionen\/glyphosat-raus-aus-dem-bier.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hier geht&#8217;s zu einer Mail-Aktion vom\u00a0<em>Umweltinstitut<\/em><em> M\u00fcnchen<\/em><\/a>, die sich aktuell gerade direkt an die Brauereien richtet, dich bei der Bierherstellung auf glyphsatfreie Zutaten zu achten. Generelle Unterschriftenaktionen gegen Glyphosat gibt es auch an verschiedenen Stellen, zum Beispiel beim <em><a href=\"http:\/\/www.bund.net\/aktiv_werden\/aktionen\/glyphosat_verbieten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">BUND<\/a><\/em>\u00a0(mittlerweile nicht mehr aufrufbar)\u00a0oder <em><a href=\"https:\/\/www.campact.de\/glyphosat\/appell\/teilnehmen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Campact<\/a>. <\/em>Und letztlich kann\u00a0jeder Einkauf, den wir machen, eine Abstimmung gegen Konzerne wie Monsanto und Co., die uns ohne jede Skrupel vergiften, sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber das Pestizid Glyphosat von Monsanto haben wir hier auf unterstr\u00f6mt ja schon \u00f6fter berichtet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft es als wahrscheinlich krebserregend ein, das Bundesamt f\u00fcr Risikobewertung (BfR) hingegen h\u00e4lt es f\u00fcr unbedenklich. Nun soll demn\u00e4chst eine erneute Zulassung dieses weltweit meistverbreiteten Pflanzengifts in der EU f\u00fcr weitere 15 Jahre erfolgen, wogegen sich von einigen NGOs auch schon deutlicher Widerstand regt. Da passt nun die aktuelle Meldung, dass nach einer Untersuchung des Umweltinstituts M\u00fcnchen Glyphosat in den 14 meistverkauften deutschen Biersorten findet, nicht so wirklich gut ins Konzept der Pro-Glyphosat-Fraktion &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[67,50,52,51],"tags":[183,299,156],"class_list":["post-4809","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-medial-manipulatives","category-politisches","category-soziales","category-wirtschaftliches","tag-ernaehrung","tag-glyphosat","tag-monsanto"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4809","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4809"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4809\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18068,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4809\/revisions\/18068"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4809"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}