{"id":5029,"date":"2016-04-02T12:14:07","date_gmt":"2016-04-02T10:14:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=5029"},"modified":"2016-04-04T16:19:41","modified_gmt":"2016-04-04T14:19:41","slug":"smartphone-manie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=5029","title":{"rendered":"Zeitgeistph\u00e4nomen Smartphone-Manie"},"content":{"rendered":"<p>Nach etwas l\u00e4ngerer Zeit mal wieder was in der Reihe\u00a0\u201eZeitgeistph\u00e4nomene\u201c. Und diesmal hab ich mich mit dem Titel dann auch echt ein bisschen schwergetan. Das Smartphone an sich ist ja schon ein Zeitgeistph\u00e4nomen, da es das eben noch nicht allzu lange gibt, aber wenn es eben um den immer exzessiveren Umgang damit geht &#8211; wie will man den dann in einem Schlagwort beschreiben? Handyglotzen? Smartphone-Sucht? W\u00e4re auch alles m\u00f6glich gewesen, letztlich erschien mir f\u00fcr dieses heikle, weil ein weit verbreitetes Ph\u00e4nomen ansprechende Thema dann doch die Manie als am zutreffendsten.<\/p>\n<p>Smartphones sind \u00fcberall in unserer Gesellschaft anzutreffen, sie sind selbstverst\u00e4ndliche Gegenst\u00e4nde des Alltags geworden, und Slogans wie\u00a0\u201eEin Leben ohne Smartphone? Unvorstellbar!\u201c (findet sich so in Katalogen von Mercedes-Benz) werden selbstverst\u00e4ndlich verwendet und rezipiert, ohne gro\u00dfartig hinterfragt zu werden. Nun, f\u00fcr mich selbst ist ein Leben \u00a0ohne Smartphone durchaus vorstellbar, denn ich besitze so ein Teil nicht und habe auch nicht vor, mit eines anzuschaffen. Das hat mehrere Gr\u00fcnde, die alle im Folgenden\u00a0durchscheinen werden.<\/p>\n<p><strong>Smartphones in Humor und Kunst<\/strong><\/p>\n<p>Mittlerweile ist das Ph\u00e4nomen der Smartphone-Nutzung, gerade auch in der oft anzutreffenden \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Weise, Thema von humorvollen und k\u00fcnstlerischen Darstellungen, in denen aber durchaus auch kritisch Aspekte mitschwingen. Diese scheinen mir als lockerer Einstieg ins Thema recht geeignet, da hier einiges angedeutet wird, auf das ich auch sp\u00e4ter noch zu sprechen kommen werde. So macht sich beispielsweise die satirische Webseite\u00a0<em>Der Postillon<\/em>\u00a0in einem <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/03\/smartphone-nutzer-legt-sich-blindenhund.html\" target=\"_blank\">Artikel<\/a> dar\u00fcber lustig, dass viele Smartphone-Dauernutzer durch die \u00d6ffentlichkeit gehen, ohne auf ihre Umgebung zu achten, indem dort beschrieben wird, wie sich ein Jurastudent einen Blindenhund zulegt, um nicht von der Realit\u00e4t abgelenkt zu werden, w\u00e4hrend er aufs Display starrt. Und auf <em>Higher Perspective <\/em>finden sich <a href=\"http:\/\/www.higherperspectives.com\/smartphones-1406170388.html\" target=\"_blank\">22 Cartoons<\/a>, in welchen die Sucht nach der Nutzung des Smartphones thematisiert wird &#8211; und in denen zum Teil schon sehr viel Wahrheit steckt.<\/p>\n<p>Etwas k\u00fcnstlerischer und weniger humorvoll geht es dann bei der <a href=\"http:\/\/www.storyfilter.com\/fotograf-entfernt-handys-aus-seinen-bildern-erst-so-wird-dem-betrachter-klar-wie-fortgeschritten-die-sucht-wirklich-ist\/18088\/\" target=\"_blank\">Bilderserie\u00a0\u201eRemoved\u201c von\u00a0Eric Pickersgrill<\/a> zu, die auf der Webseite\u00a0<em>storyfilter.com<\/em> vorgestellt wird. Der Fotograf hat hierbei Menschen aufgenommen, die in ihre Smartphones oder Tablet-PCs schauen, und danach die Ger\u00e4te aus den Bildern herausretuschiert. Die leeren Gesichter und die abweisende Haltung gegen\u00fcber Mitmenschen und Umwelt, die auf diese Weise noch einmal st\u00e4rker betont werden, dr\u00fccken f\u00fcr mich vor allem eine recht tief gehende Tristesse aus. Und auch die <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/arteide.org\/photos\/a.1047268438627981.1073742597.126207740734060\/1047268458627979\/?type=3&amp;theater\" target=\"_blank\">21 gesellschaftskritischen Bilder von unterschiedlichen K\u00fcnstlern<\/a>, die auf der\u00a0<em>Facebook<\/em>-Seite von\u00a0<em>Arteide<\/em> pr\u00e4sentiert werden, haben zu einem gro\u00dfen Teil das Smartphone, dass sich den Menschen zum Untertan macht, als Thema.<\/p>\n<p>Vermutlich habt Ihr jetzt in diesen Darstellungen schon einige Verhaltensweisen wiedererkannt, die Euch auch im allt\u00e4glichen Leben (vielleicht auch bei Euch selbst) st\u00e4ndig begegnen. Allen gemeinsam ist zumindest, dass Smartphones nicht eben als etwas Positives dargestellt werden, sondern vor allem die negativen Aspekte bei deren Nutzung hervorgehoben werden. Und diese sind m. E. auch eklatant, weswegen ich gleich mal mit dem f\u00fcr mich zentralen anfange und diesen auch bewusst provokant formuliere:<\/p>\n<p><strong>Smartphones f\u00f6rdern die Verbl\u00f6dung<\/strong><\/p>\n<p>Das h\u00f6rt nat\u00fcrlich kein Smartphone-Besitzer gern, und eigentlich denken ja auch die meisten, dass das immer zug\u00e4ngliche Internet doch eher den Horizont erweitern sollte. Allerdings produziert die Nutzung von Smartphones schon einiges an Defiziten, und zwar sowohl auf intellektueller Ebene als auch auf sozialer.<\/p>\n<p><em>a) Intellektuell<\/em><\/p>\n<p>Ein <em><a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/untersuchung-zur-mediennutzung-multitasking-bei.680.de.html?dram%3Aarticle_id=343900\" target=\"_blank\">Deutschlanfunk<\/a><\/em><a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/untersuchung-zur-mediennutzung-multitasking-bei.680.de.html?dram%3Aarticle_id=343900\" target=\"_blank\">&#8211;<\/a><a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/untersuchung-zur-mediennutzung-multitasking-bei.680.de.html?dram%3Aarticle_id=343900\" target=\"_blank\">Interview mit Professor Joachim Riedel<\/a>, der eine Studie\u00a0leitete, in der die\u00a0Ablenkung von Studenten durch ihre Smartphones w\u00e4hrend Vorlesungen untersucht wurde, bringt es auf den Punkt: Multitasking mit mehrfachem sprachlichem Input funktioniert nicht. Wer also eine WhatsApp-Nachricht liest oder schreibt, bekommt nicht mehr wirklich mit, was um ihn herum gesprochen wird. Bei den untersuchten Studenten machte sich dies in durchschnittlich um ein Drittel schlechteren Leistungen bemerkbar, und auch sonstige sprachliche Informationen d\u00fcrften in der dauerpr\u00e4senten Verbalablenkung durch das Smartphone nur teilweise aufgenommen oder gar ganz verpasst werden. Wenn also jemand einem Smartphone-Nutzer etwas mitteilt, w\u00e4hrend dieser auf sein Display starrt (was ja bei vielen Gespr\u00e4chen mittlerweile zwangsl\u00e4ufig dazugeh\u00f6rt), so kann derjenigen nicht mehr davon ausgehen, dass die Information auch angekommen ist.<\/p>\n<p>Die permanente M\u00f6glichkeit, das Internet als Informationsquelle zu nutzen,\u00a0f\u00fchrt bei vielen Menschen dazu, dass sie sich Dinge nicht mehr merken. Wie ist noch mal die Adresse der Kneipe, wo man sich treffen will? Wann f\u00e4hrt die letzte Bahn zur\u00fcck? Das sind durchaus n\u00fctzliche Infos, die man sich aber nun nicht mehr merken muss, denn man kann sie ja jederzeit mit dem Smartphone abrufen. Was praktisch klingt, bewirkt allerdings, dass die Merkf\u00e4higkeit, die ganz gern mal ein wenig trainiert werden will, zunehmend abgebaut wird, wenn man sie nicht nutzt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus lesen viele Samrtphone-Nutzer keine l\u00e4ngeren Texte mehr, da diese unkommod auf dem Display dargestellt werden. Alles muss knapp und kurz sein, und wenn eben mal ein komplexerer Zusammenhang erl\u00e4utert werden soll und dies nicht in wenigen Zeilen m\u00f6gliche ist, dann wird so was eben nicht mehr gelesen. Auf diese Weise vermindert man die F\u00e4higkeit zum Verstehen von komplizierteren Sachverhalten, denn auch dieses will trainiert werden. Was nicht in einer Minute oder noch k\u00fcrzerer Zeit aufgenommen werden kann, \u00fcbersteigt die Aufmerksamkeitsspanne und wird links liegen gelassen. Versch\u00e4rfend kommt nat\u00fcrlich hinzu, dass durch st\u00e4ndiges Gepiepe aufgrund einer neuen WhatsApp-Nachricht ohnehin schon dauernd die Konzentration gest\u00f6rt wird.<\/p>\n<p>Zudem\u00a0ist mittlerweile bei jungen Menschen, die mit st\u00e4ndiger Smartphone-Nutzung gro\u00dfgeworden sind, schon zu beobachten, dass diese nicht mehr in der Lage sind, Karten zu lesen. Wozu auch, wenn man ein Navi immer dabeihat? Dass es sich beim Lesen von Karten mit der Umsetzung des zweidimensionalen Bildes in die dreidimensionale Realit\u00e4t und der dazugeh\u00f6rigen Orientierung um eine wichtige intellektuelle F\u00e4higkeit handelt, die so ebenfalls verk\u00fcmmert, interessiert dabei dann eher weniger.<\/p>\n<p><em>b) Sozial<\/em><\/p>\n<p>Mal abgesehen davon, dass die Unh\u00f6flichkeit, einen Gespr\u00e4chs- oder Tischpartner zu ignorieren, indem man sich lieber auf ein Display schaut, als sich um Konversation zu bem\u00fchen, so f\u00fchrt dieses Verhalten doch auch zu einer zunehmenden Egozentrik: Der Smartphone-Nutzer kreist lieber um sein selbst kreiertes Universum in seinem Ger\u00e4t, als sich mit seiner Umgebung, die nicht so strukturiert und kontrolliert werden kann, auseinanderzusetzen. Gerade Letzteres ist allerdings eine wichtige soziale F\u00e4higkeit, die auf diese Weise zum Verk\u00fcmmern gebracht wird.<\/p>\n<p>Ein besonderer Ausdruck dieses Ph\u00e4nomens ist das Selfie: Fotos werden nicht mehr gemacht, um irgendetwas Sehenswertes einfach so festzuhalten, sondern es geht darum, stets selbst mit auf dem Bild zu sein. Die eigenen Person wird also in den Mittelpunkt ger\u00fcckt, das Ego wird zentriert.<\/p>\n<p>Und auch wenn anscheinend die Kontakte, die \u00fcber das Smartphone gepflegt werden, eine gr\u00f6\u00dfere soziale Eingebundenheit suggerieren, so f\u00fchrt die Smartphone-Nutzung doch eher zu sozialer Vereinzelung. Dazu muss man sich nur mal vor Augen f\u00fchren, wie es vor einigen Jahren noch auf Partys gewesen ist, wenn man selbst bis auf den Gastgeber wenige G\u00e4ste kannte: Man kam eben irgendwann mit Unbekannten ins Gespr\u00e4ch. Das passiert heute weitaus seltener, da augenblicklich, sobald kein Input mehr vorhanden ist (beispielsweise ein bekannter Gespr\u00e4chspartner) ins Smartphone geglotzt wird. Auf diese Weise entstehen keine spontanen Begegnungen und Kontakte &#8230;<\/p>\n<p>Ein weiterer Verlust: die F\u00e4higkeit, zu warten und sich zu gedulden, wird eingeschr\u00e4nkt. Wie hei\u00dft noch mal der Schauspieler, der die Hauptrolle in dem Film neulich gespielt hat? Ist der Song einer Band auf deren erstem oder zweitem Album? F\u00fcrher hat man sich dann eben ein wenig geduldet und das zu Hause nachgeschaut, heute sind die Infos gleich verf\u00fcgbar, niemand muss mehr darauf warten. Bl\u00f6derweise sinkt auf diese Weise allerdings auch die Frustrationstoleranz (auch eine wichtige soziale Kompetenz), wenn man mal zwangsl\u00e4ufig auf etwas warten muss &#8230;<\/p>\n<p><em>c) Gef\u00e4hrliche\u00a0Verhaltensweisen<\/em><\/p>\n<p>Fu\u00dfg\u00e4nger schauen beim Umherlaufen best\u00e4ndig in ihre Smartphones, Autofahrer nutzen jeden kurzen Ampelstopp f\u00fcr einen Blick aufs Display und packen das Handy auch sonst nicht aus der Hand, selbst Fahrrad- und Motorradfahrer habe ich schon gesehen, die beim Fahren lieber auf ihr Smartphone schauen, als den sie umgebenden Verkehr zu beachten. Kennt jeder, oder? Und jeder hat bestimmt auch schon mal erlebt, dass deswegen gef\u00e4hrliche Situationen entstehen (ich beobachte das quasi im Wochentakt) oder sogar Unf\u00e4lle passieren. Dar\u00fcber hat mittlerweile schon der <a href=\"https:\/\/www.adac.de\/infotestrat\/adac-im-einsatz\/motorwelt\/sms_tod.aspx\" target=\"_blank\">ADAC berichtet<\/a>, und auch ein <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HXvIdRjxtOc\" target=\"_blank\">Beitrag des\u00a0<em>BR<\/em>-Magazins\u00a0<em>quer<\/em><\/a> besch\u00e4ftigt sich mit diesem unsch\u00f6nen Ph\u00e4nomen.<\/p>\n<p>Wenn ich mittlerweile von t\u00f6dlichen Unf\u00e4llen lese oder h\u00f6re, bei denen die Unfallursache als ungekl\u00e4rt angegeben wird, weil ein Fahrzeug beispielsweise auf gerade Stra\u00dfe pl\u00f6tzlich von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum gefahren ist, dann vermute ich eigentlich zun\u00e4chst mal immer Smartphones als Ursache. Achtet mal drauf, solche Meldungen kommen gar nicht mal so selten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Zusammengefasst:<\/strong> Man nimmt weniger (relevante) Information auf und verliert intellektuelle F\u00e4higkeiten. Man entwickelt egozentrische Z\u00fcge, soziale Kompetenzen entwickeln sich zur\u00fcck. Und man gef\u00e4hrdet sich und vor allem auch andere. Kann man m. E. schon recht gut mit dem zugegebenerma\u00dfen unsch\u00f6nen Wort\u00a0\u201eVerbl\u00f6dung\u201c zusammenfassen, oder?<\/p>\n<p><strong>Der Suchtfaktor<\/strong><\/p>\n<p>Wir kennen das alle: Man sitzt in einer Kneipe und unterh\u00e4lt sich mit jemandem, und in unserem Sichtfeld befindet sich ein Fernseher, auf dem irgendetwas l\u00e4uft, das kann auch ohne Ton sein. St\u00e4ndig wandert unser Blick zum Bildschirm, auch wenn uns eigentlich gar nicht interessiert, was dort geschieht, denn die Bewegung dort f\u00e4ngt unsere Aufmerksamkeit ein. Mit dem Display des Smartphones haben nun viele Menschen genau dieses Ph\u00e4nomen als st\u00e4ndigen Begleiter in der Tasche.<\/p>\n<p>Dazu kommt die Bef\u00fcrchtung, irgendetwas verpassen zu k\u00f6nnen, sodass man st\u00e4ndig das Handy hervorholt und nachschaut, ob sich nicht jemand gemeldet hat oder es etwas Neues gibt. Im Schnitt schaut der Deutsche mittlerweile alle 15 Minuten auf sein Handy &#8211; und besch\u00e4ftigt sich dabei vornehmlich mit News &#8211; eine Besch\u00e4ftigung, die er eigentlich nicht als besonders relevant einordnet im Vergleich zu anderen T\u00e4tigkeiten. Ein ausgezeichneter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/2015\/29\/smartphone-seymour-projects-menthal-leben-offline\" target=\"_blank\">Artikel im\u00a0<em>Zeitmagazin<\/em><\/a>\u00a0(ist etwas l\u00e4nger, lohnt sich aber wirklich, den komplett zu lesen) besch\u00e4ftigte sich vor einigen Monaten genau damit und beschreibt zudem, welche Ma\u00dfnahmen es mittlerweile gibt, um diesem Suchtverhalten entgegenzuwirken: Workshops, Ruher\u00e4ume und Apps, die einen f\u00fcr einen vorher definierten Zeitraum das Smartphone nicht mehr aktivieren lassen. Auch was dort zum Handy-Gebrauch geschildert wird, ist erschreckend und zeigt, wie hoch das Suchtpotenzial dieser Ger\u00e4te ist &#8211; und wie sehr das daraus resultierende Suchtverhalten mittlerweile verbreitet ist: Die H\u00e4lfte\u00a0der Smartphone-Nutzer nehmen das Ger\u00e4t mit ins Schlafzimmer, ein Drittel sogar mit ins Badezimmer.<\/p>\n<p>Dazu muss man sich ja nur mal im Alltag umschauen: Selbst wenn man etwas macht, was eigentlich die Aufmerksamkeit erfordert und f\u00fcr das man sogar Eintritt bezahlt hat, um es zu erleben (Konzerte, Sportveranstaltungen, Kinofilme &#8230;), gibt es immer mehr Menschen, die dann lieber auf ihr Smartphone starren, als sich dem Dargebotenen zu widmen. Mittlerweile gibt es ja auch schon den Begriff\u00a0\u201eSmombies\u201c f\u00fcr diejenigen, die andauernd mit Blick aufs Handy durch die Gegend laufen. Nicht gerade schmeichelhaft, aber m. E. durchaus treffend &#8230;<\/p>\n<p>Und wie selbstverst\u00e4ndlich wird dieses Suchtverhalten auch mittlerweile fast \u00fcberall akzeptiert: Wenn mehrere Menschen zum Essen gemeinsam an einem Tisch sitzen, dann kann man fast davon ausgehen, dass mindestens auch ein Smartphone auf dem Tisch liegt &#8211; und auch im Laufe der Mahlzeit benutzt wird. Diese Art der Flucht aus dem Hier und Jetzt ist mittlerweile anscheinend zu einem weithin vollkommen akzeptierten Verhalten geworden. Das macht es umso schwieriger, es als Sucht zu kennzeichnen: Heroinabh\u00e4ngige gibt es wenige, das sind nat\u00fcrlich S\u00fcchtige, aber Raucher sind eben etwas ganz Normales, von denen sehen sich nur wenige selbst als S\u00fcchtige. Bis sie dann mal ernsthaft versuchen, mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren. \u00c4hnlich ist es mit den Smartphones, und eine Passage\u00a0in dem oben verlinkten\u00a0<em>Zeitmagazin<\/em>-Artikel<em>\u00a0<\/em>verdeutlicht das in besonderem Ma\u00dfe:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eStellen Sie sich vor, Sie haben Ihr Smartphone zu Hause liegen lassen\u201c, hie\u00df es voriges Jahr in einer Umfrage unter 2000 Haushalten in den USA: \u201eW\u00fcrden Sie umkehren?\u201c Immerhin jeder Dritte kreuzte an: \u201eJa &#8211; egal, wie lange es dauert.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Genau das ist es, was starkes Suchtverhalten kennzeichnet &#8230;<\/p>\n<p><strong>St\u00e4ndige Erreichbarkeit<\/strong><\/p>\n<p>Vor zehn Jahren galt es noch als hip, st\u00e4ndig und \u00fcberall erreichbar zu sein, mittlerweile\u00a0kehrt sich dies schon ein wenig um, und das nennt sich dann\u00a0\u201edigitales Cocooning\u201c, was in einem <a href=\"http:\/\/www.zukunftsinstitut.de\/artikel\/tup-digital\/07-status-reloaded\/02-shortcuts\/digitales-cocooning-offline-als-status\/\" target=\"_blank\">Artikel des\u00a0<em>zukunftsInstituts<\/em><\/a> beschrieben wird.\u00a0Dort ist auch von intermentalen Krankheiten die Rede, die ihre Ursache in der immer w\u00e4hrenden Vernetzung mit anderen haben: Diese zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass man best\u00e4ndig mit eigentlich sinnlosen Dingen besch\u00e4ftigt ist und sich schlecht f\u00fchlt, wenn man dieses nicht macht. Nat\u00fcrlich spielt hier auch der Suchtfaktor wieder eine Rolle.<\/p>\n<p>Dass es mittlerweile also als eine Art Luxus gilt, nicht erreichbar zu sein, und dies auch explizit hervorgehoben werden muss, zeigt, wie tief dieses Verhalten schon in wenigen Jahren Wurzeln in unserem allt\u00e4glichen Leben geschlagen hat. Dass der permanente Stress, der mit der permanenten Erreichbarkeit einhergeht, nicht eben gesundheitsf\u00f6rderlich ist, liegt wohl auf der Hand, oder?<\/p>\n<p>Au\u00dferdem schlie\u00dft sich hieran gleich noch ein weiterer ausgesprochen unsch\u00f6ner Aspekt an:<\/p>\n<p><strong>Der gl\u00e4serne B\u00fcrger<\/strong><\/p>\n<p>Das klingt nun erst mal dramatisch, und\u00a0die meisten d\u00fcrften dabei vor allem erst mal an Geheimdienste, Vorratsdatenspeicherung und \u00c4hnliches denken, aber dank exzessiver Smartphone-Nutzung bastelt man selbst mehr als genug mit daran, dass m\u00f6glichst viele Informationen von einem f\u00fcr andere verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>Ein <a href=\"http:\/\/www.mimikama.at\/allgemein\/hrt-auf-euer-smartphone-ins-badezimmer-mitzunehmen\/\" target=\"_blank\"><em>Mimikama<\/em>-Artikel<\/a> beschriebt, wie sorglos die meisten Menschen mit\u00a0sensiblen Daten in Bezug auf ihr\u00a0Smartphone umgehen &#8211; ein Ger\u00e4t also, dass man st\u00e4ndig bei sich hat und das dementsprechend auch die Tendenz hat, gestohlen zu werden. Und es geht ja nicht nur um Informationen, die man selbst preisgibt, denn Smartphones k\u00f6nnen ja beispielsweise st\u00e4ndig geortet werden, sodass nachvollzogen werden kann, wo sich der Besitzer gerade aufh\u00e4lt. Dies w\u00e4re aber ein weiterf\u00fchrendes Thema,\u00a0das eher separat behandelt werden sollte, sodass ich hier jetzt gar nicht weiter darauf eingehen m\u00f6chte, um nicht zu weit weg zu kommen von der eigentlichen Intention dieses Artikels.<\/p>\n<p><strong>Sch\u00e4dlicher Konsum<\/strong><\/p>\n<p>Durch das Smartphone werden wir quasi zum Dauerkonsumenten. Es kommt ja nicht von ungef\u00e4hr, dass die Ums\u00e4tze mit\u00a0Mobilfunkdienstleistungen in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Dabei bezahlen wir nicht nur mit Geld f\u00fcr die Ger\u00e4te, den Mobilfunkvertrag, nicht kostenlose Apps und Strom f\u00fcr das Ger\u00e4t, sondern auch mit unserer Aufmerksamkeit, die in Form von Klicks, Zeit\/Verweildauer\u00a0und Wahrnehmen von Werbung eine wichtige W\u00e4hrung ist.<\/p>\n<p>Im Sinne der kapitalistischen Verwertungslogik ist das nat\u00fcrlich super, denn danach ist es ja umso besser, je mehr Zeit der Mensch mit Produktion oder Konsum verbringt, da diese beiden Faktoren wichtig f\u00fcr den Systemerhalt sind. Wer sich einfach nur mit jemand anderem unterh\u00e4lt und dabei spazieren geht, ist also quasi schon subversiv, sodass das Smartphone hier eine gr\u00f6\u00dfere Effektivit\u00e4t der Verwertung von Humanressourcen bewirkt. Die Auswirkungen auf den Nutzer selbst sind dabei nicht immer so wirklich positiv. Einiges klang ja schon weiter oben im Text an, auf ein paar weitere Aspekte m\u00f6chte ich hier noch kurz eingehen:<\/p>\n<p>Wenn man sich beispielsweise die Haltung anschaut, die Smartphone-Nutzer in der Regel einnehmen, so f\u00e4llt Folgendes auf: Der R\u00fccken ist eher gebeugt, der Kopf gesenkt, die Arme liegen am K\u00f6rper an. Aus einer interessanten und ausgesprochen sehenswerten Folge der\u00a0<em>WDR<\/em>-Sendung\u00a0<em>Quarks &amp; Co<\/em> mit dem (zugegebenerma\u00dfen nicht ganz gl\u00fccklich gew\u00e4hlten) Titel\u00a0<a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/fernsehen\/quarks\/sendungen\/uebersicht-psychosomatik-100.html\" target=\"_blank\">\u201eKrank? Selbst schuld!\u201c<\/a>\u00a0geht hervor, wie die K\u00f6rperhaltung unsere Befindlichkeit beeinflusst: Wenn man sich freut, weil man beispielsweise etwas geschafft hat, dann streckt man den K\u00f6rper, man rei\u00dft die Arme hoch, springt vielleicht sogar ein St\u00fcckchen in die H\u00f6he &#8211; man macht sich selbst gro\u00df. Anders sieht es aus, wenn man sich vor etwas \u00e4ngstigt und sich daher verstecken will: Man kauert sich zusammen, zieht Arme und Beine dicht an den K\u00f6rper heran und senkt den Kopf &#8211; man macht sich selbst klein. In der\u00a0<em>Quarks &amp; Co<\/em>-Folge wird nun aufgezeigt, wie nicht nur unser Empfinden die k\u00f6rperliche Reaktion beeinflusst, sondern umgekehrt auch die k\u00f6rperliche Haltung unser Empfinden. Dies l\u00e4sst dann den R\u00fcckschluss zu, dass die typische K\u00f6rperhaltung beim Smartphone-Nutzen uns eher in einen Zustand des negativen Empfindens versetzt. Von etwaigen Haltungssch\u00e4den (Stichwort Rundr\u00fccken) mal ganz abgesehen &#8230;<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnte man nat\u00fcrlich sagen, dass ja schlie\u00dflich jeder selbst f\u00fcr sich verantwortlich ist, wobei der oben geschilderte\u00a0Suchtfaktor dem schon mal\u00a0ein St\u00fcck weit entgegensteht und auch der gesellschaftliche Druck, ein Smartphone haben und nutzen zu m\u00fcssen (mit einigen Menschen hat man sonst auf einmal keinen Kontakt mehr, wenn man beispielsweise kein\u00a0<em>WhatsApp<\/em> nutzt &#8211; und das ist f\u00fcr viele eben nicht leicht, sich dann nicht ausgegrenzt zu f\u00fchlen), nicht au\u00dfer Acht gelassen werden darf. Heikel wird es aber dann, wenn es um diejenigen geht, die noch nicht m\u00fcndig sind und insofern keine vollumf\u00e4nglich reflektierten Entscheidungen treffen k\u00f6nnen: Kinder.<\/p>\n<p>Ein <a href=\"http:\/\/science.orf.at\/stories\/1763380\/\" target=\"_blank\">Artikel auf\u00a0<em>Science ORF.at<\/em><\/a>\u00a0beschreibt, in welchem Ma\u00dfe Smartphones bei Kindern ein Stressfaktor sind. Eine Untersuchung im Auftrag der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen ergab, dass sich jeder vierte Acht- bis 14-J\u00e4hrige durch die Dauerkommunikation via Smartphone gestresst f\u00fchle. Und auch die anderen Ergebnisse der Studie zeigen auf, wie sehr unsere Kinder dem Ph\u00e4nomen Smartphone recht schutzlos ausgeliefert sind:<\/p>\n<blockquote><p>Fast die H\u00e4lfte der Studienteilnehmer gab an, durch das Handy abgelenkt zu werden, etwa von den Hausaufgaben (48 Prozent), oder un\u00fcberlegt pers\u00f6nliche Daten preiszugeben (43 Prozent). Mehr als jeder vierte junge Befragte gab an, schon einmal Nachrichten von Fremden erhalten zu haben. Jeder Vierte f\u00fchlte sich durch die permanente Kommunikation \u00fcber Messenger-Dienste wie WhatsApp gestresst (24 Prozent).<\/p>\n<p>Jeder F\u00fcnfte (21 Prozent) landete laut der Studie schon auf nicht jugendfreien Seiten. 20 Prozent gaben schulische Probleme durch starke Handynutzung an, 19 Prozent erhielten via Smartphone Gewaltvideos mit entw\u00fcrdigenden Darstellungen.<\/p>\n<p>Jeder Siebente (15 Prozent) bem\u00e4ngelte, dass die echten Kontakte zu Freunden zu kurz kommen w\u00fcrden. Jeder Zehnte (elf Prozent) sei bereits Opfer digitalen Mobbings oder aus WhatsApp-Gruppen ausgegrenzt geworden. Am geringsten scheint bei den Acht- bis 14-J\u00e4hrigen noch das Problem des sogenannten Sextings: Nur knapp jeder 20. Befragte (vier Prozent) gab an, bereits intime Fotos verschickt zu haben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Erschreckend sind diese Werte vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich dabei um Mindestgr\u00f6\u00dfen handeln d\u00fcrfte, da die Forscher davon ausgehen, dass viele der befragten Kinder die negativen Aspekte\u00a0des Smartphones eher ausblenden oder herunterspielen.<\/p>\n<p>Des Weiteren entstehen laut der Studie regelm\u00e4\u00dfig famili\u00e4re Konflikte wegen der Smartphone-Nutzung der Kinder. Da ich selbst etliche Freunde habe mit Kindern im Teenageralter, kann ich das so aus eigenen Erfahrungen und Schilderungen der Eltern best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Doch nicht nur der Nutzer selbst hat unter der Smartphone-Manie zu leiden, sondern auch die Produzenten, wie aus einem <a href=\"http:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5275732\" target=\"_blank\">Artikel im\u00a0<em>Le Monde Diplomatique<\/em><\/a> hervorgeht. Mit dem\u00a0sogenannten Fairphone\u00a0wird zwar\u00a0versucht,\u00a0die Bedingungen beim Rohstoffabbau und bei der Produktion der Ger\u00e4te zu verbessern,\u00a0und das Amsterdamer\u00a0Unternehmen bem\u00fcht sich auch um Transparenz &#8211; was jedoch vor allem dazu f\u00fchrt, dass erkennbar wird, wie langsam hier nur selbst kleine Fortschritte erzielt werden k\u00f6nnen. Davon abgesehen, ist das Fairphone nat\u00fcrlich auch nur ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein, denn die allermeisten Smartphones basieren vollkommen selbstverst\u00e4ndlich\u00a0auf Kinderarbeit, Rohstoffen aus Krisenregionen, mit deren Verkauf Milizen und Warlords finanziert werden, und Fabriaktionsh\u00f6llen (meistens in Fernost), in denen arbeitsrechtliche Standards\u00a0ein Fremdwort sind.<\/p>\n<p>Dazu kommt noch, dass Smartphones nicht sehr langlebige Ger\u00e4te sind. Das ergibt sich zum einen daraus, dass man die Dinger st\u00e4ndig mit sich rumschleppt, sodass sie eben \u00f6fter auch mal runterfallen k\u00f6nnen oder anderweitig besch\u00e4digt werden (gerade bei Mikroelektronik nicht so g\u00fcnstig), zum anderen h\u00e4ngt das nat\u00fcrlich auch damit zusammen, dass es st\u00e4ndig neue Ger\u00e4te gibt, denen dann fast schon wie einem Fetisch gehuldigt wird (da muss man sich nur mal vor Augen halten, was immer los ist, wenn ein neues iPhone auf den Markt kommt). Das alte Ger\u00e4t mag dann zwar noch brauchbar sein, ist aber nicht mehr up to date, und als Statussymbol taugt es auch nicht mehr. Auf diese Weise wird durch Smartphones noch mal ein enormer zus\u00e4tzlicher Berg an Elektroschrott produziert, der dann entweder aufwendig entsorgt werden muss oder aber praktischerweise einfach nach Afrika verschifft wird und dort dann die Umwelt ruiniert.<\/p>\n<p><strong>Passend zum Zeitgeist<\/strong><\/p>\n<p>Kaum etwas ist so bezeichnend f\u00fcr\u00a0den momentanen Zeitgeist wie das Smartphone: Der Mensch als Dauerkonsument unter Zeitdruck, der alles m\u00f6glichst schnell und effektiv machen will, dabei aber sowohl auf seine Lebensqualit\u00e4t als auch auf die Bedingungen der Produktion des Ger\u00e4tes nicht im Geringsten achtet. Quantit\u00e4t vieler parallel laufender Kommunikationsprozesse schl\u00e4gt die Qualit\u00e4t von fokussiertem inhaltlichem Austausch. Oberfl\u00e4chlichkeit wird gef\u00f6rdert durch st\u00e4ndige Flucht aus dem Hier und Jetzt, genauso wie Egozentrik, soziale Kompetenzen werden abgebaut. Klingt insgesamt ziemlich \u00e4tzend, oder? Bleibt nur die Frage, warum dann fast alle dabei mitmachen &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach etwas l\u00e4ngerer Zeit mal wieder was in der Reihe \u201eZeitgeistph\u00e4nomene\u201c. Und diesmal hab ich mich mit dem Titel dann auch echt ein bisschen schwergetan. Das Smartphone an sich ist ja schon ein Zeitgeistph\u00e4nomen, da es das eben noch nicht allzu lange gibt, aber wenn es eben um den immer exzessiveren Umgang damit geht &#8211; wie will man den dann in einem Schlagwort beschreiben? Handyglotzen? Smartphone-Sucht? W\u00e4re auch alles m\u00f6glich gewesen, letztlich erschien mir f\u00fcr dieses heikle, weil ein weit verbreitetes Ph\u00e4nomen ansprechende Thema dann doch die Manie als am zutreffendsten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52],"tags":[70,261],"class_list":["post-5029","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-soziales","tag-zeitgeist","tag-zeitgeistphaenomene"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5029"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5080,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5029\/revisions\/5080"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}