{"id":5267,"date":"2016-05-19T17:17:21","date_gmt":"2016-05-19T15:17:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=5267"},"modified":"2017-04-10T14:56:47","modified_gmt":"2017-04-10T12:56:47","slug":"konsum-junkies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=5267","title":{"rendered":"Konsum-Junkies"},"content":{"rendered":"<p>Vor einigen Monaten\u00a0beschrieb ich hier auf <em>unterstr\u00f6mt\u00a0<\/em>ja schon mal das\u00a0<a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=3741\" target=\"_blank\">Zeitgeistph\u00e4nomen Konsumhektik<\/a>, also das immer st\u00e4rker werdenden Bed\u00fcrfnis der Menschen, dauernd und m\u00f6glichst schnell zu konsumieren. Dieser Artikel bezog sich vor allem auf die Quantit\u00e4t unseres Konsums, nun m\u00f6chte ich auf die Qualit\u00e4t ein wenig n\u00e4her eingehen, denn wenn man diese betrachtet, dann kommt man zu dem Schluss, dass die meisten von uns nicht wirklich autonom sind in ihrem Konsumverhalten, sondern sich vielmehr wie dressierte kleine S\u00fcchtige\u00a0verhalten, die st\u00e4ndig mit Neuem angef\u00fcttert werden wollen, um blo\u00df weiter als m\u00f6glichst geistloser Konsument zu funktionieren.<\/p>\n<p>Dass bei uns keineswegs, wie immer selbstverst\u00e4ndlich angenommen, die Nachfrage das Angebot bestimmt, sondern es vielmehr genau umgekehrt ist, habe ich ja vor etwa eineinhalb Jahren schon einmal in einem <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=2480\" target=\"_blank\">Artikel<\/a>\u00a0dargestellt. Nun nimmt dies allerdings zunehmend deutlichere und teilweise absurdere Ausma\u00dfe an, und die meisten Menschen lassen sich vollkommen unkritisch treiben, wobei Ihnen die Folgen und Auswirkungen ihres Konsumverhaltens reichlich egal zu sein scheinen.<\/p>\n<p>Ein paar Beispiele hierf\u00fcr:<\/p>\n<p><strong>Coffee to go<\/strong><\/p>\n<p>Bevor es an jeder Ecke Kaffee zum Mitnehmen gab, hatte ich zumindest nicht den Eindruck, dass viele Menschen so was unbedingt h\u00e4tten haben wollen. In rein monet\u00e4rer Sicht gibt der Erfolg den Coffee-to-go-Verk\u00e4ufern nat\u00fcrlich schon recht, allerdings ist das auch ein sehr gutes Beispiel f\u00fcr vollkommene Gedankenlosigkeit, denn daf\u00fcr muss man sich nur mal diesen etwa f\u00fcnfmin\u00fctigen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=p86dniN-n9U\" target=\"_blank\">Beitrag der\u00a0<em>BR<\/em>-Sendung\u00a0<em>quer<\/em><\/a> anschauen, in dem aufgezeigt wird, welche Unmengen von M\u00fcll allein in Deutschland durch Coffee to go verursacht werden: 2,8 Milliarden (!!!) Becher im Jahr! Und wof\u00fcr? Kaffee zum Mitnehmen ist nun nichts, was unbedingt lebenswichtig ist, denn der f\u00fcr passionierte Kaffeetrinker schon ein gutes St\u00fcck Lebensqualit\u00e4t bedeutende Trunk kann ja nun auch in anderer Form als aus einem Papp-Plastik-Becher beim Rumlaufen genossen werden. Es geht also um reine Zeitersparnis und teilweise auch Bequemlichkeit, wenn man zum Beispiel seinen Kaffee lieber irgendwo drau\u00dfen als im Kaffee trinken m\u00f6chte. Und daf\u00fcr wird dann in Kauf genommen, Energie in gro\u00dfem Ma\u00dfe f\u00fcr die Herstellung dieser Becher zu verschleudern und einen Riesenberg an Abfall zu produzieren. Dar\u00fcber macht sich allerdings kaum jemand, der seinen Coffee to go kauft, Gedanken, wie es scheint.<\/p>\n<p><strong>Smartphones<\/strong><\/p>\n<p>Zu <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=5029\" target=\"_blank\">Smartphones<\/a> hab ich ja neulich schon mal einen ausf\u00fchrlichen Artikel geschrieben, aber dennoch soll hier kurz darauf verwiesen werden. Die Dinger sind schlie\u00dflich komplett aus dem Nichts aufgetaucht und konnten sich innerhalb von wenigen Jahren einen Platz im Alltag vieler Menschen erobern, dass sie als unentbehrlich angesehen werden. Hier wurde ein Bed\u00fcrfnis k\u00fcnstlich erzeugt und verbreitet, n\u00e4mlich \u00fcberall und immer ins Internet gehen zu k\u00f6nnen, was vorher vielleicht nur bei ein paar Nerds vorhanden war &#8211; und die meisten springen komplett darauf an. Dazu kommt: Es muss oft das neuste Smartphone sein, die Dinger werden also ersetzt, obwohl sie noch prima funktionieren &#8211; perfekt f\u00fcr die Hersteller, wenn der Benutzer sich ein neues Ger\u00e4t nicht kauft, weil sein altes kaputt ist, sondern weil ihm gesagt wird, dass er sich ein neues zu kaufen hat. Die negativen Auswirkungen auf Intellekt und Sozialverhalten genauso wie die diversen problematischen Umst\u00e4nde bei der Herstellung der Smartphones habe ich ja im oben verlinkten Artikel schon hinreichend beschrieben, und auch hier ist es wie beim Coffee to go: Den meisten ist das schlichtweg egal. Konsumgier schl\u00e4gt Verstand.<\/p>\n<p><strong>SUVs<\/strong><\/p>\n<p>Eine weitere Sache, die erst seit einigen Jahren gr\u00f6\u00dfere Verbreitung findet, sind SUVs. Eigentlich sollte man meinen, dass ein gewisser gesellschaftlicher Konsens besteht, Energie zu sparen und m\u00f6glichst schonend mit Ressourcen umzugehen, denn da war doch schlie\u00dflich so was Unangenehmes wie der Klimawandel, oder? Und in einigen Bereichen klappt das ja auch, wenn energiesparende Elektroger\u00e4te gekauft und wiederaufladbare Akkus statt Batterien verwendet werden oder zu einem \u00d6kostrom-Anbieter gewechselt wird. Und dann tauchen da auf einmal \u00fcberall diese klobigen Pseudo-Gel\u00e4ndewagen auf, die zwei Tonnen oder mehr wiegen und entsprechend nicht nur bei der Herstellung viele Ressourcen verbrauchen, sondern auch ihrem Gewicht entsprechend viel Sprit fressen. Eigentlich hinreichend absurd, solche Kisten zu fahren, oder? Und doch sind SUVs ein gro\u00dfer Erfolg und werden mittlerweile von nahezu jedem Autohersteller angeboten. Man sitzt ja so sch\u00f6n hoch und hat einen tollen \u00dcberblick, und absurderweise scheinen diese klumpen Fahrzeuge auch f\u00fcr viele \u00e4sthetisch ansprechend zu sein. Auch hier macht der Konsument brav M\u00e4nnchen vor den Marketingstrategen und spurt so, wie er soll &#8211; ebenfalls ohne sich Gedanken \u00fcber die Sch\u00e4dlichkeit seines wenig nachhaltigen Konsums zu machen.<\/p>\n<p>Und so k\u00f6nnte man noch einige weitere Produkte aufz\u00e4hlen, die uns in den letzten Jahren intensiviert vorgesetzt wurden und deren gesamtgesellschaftlicher Nutzen (sp\u00e4testens in die globalen Betrachtung) eher fragw\u00fcrdig ist, z. B. Kaffeekapseln, gebleichte Vintage-Jeans \u00a0oder Energy-Drinks. Aber ich denke mal, es ist schon an diesen drei Beispielen klar geworden, worauf ich hinauswill.<\/p>\n<p><strong>Alles muss sich \u00e4ndern<\/strong><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist\u00a0noch ein weiteres Ph\u00e4nomen zu beobachten: Es scheint kaum mehr m\u00f6glich zu sein, einen Zustand f\u00fcr sich selbst als passend und ausreichend\u00a0zu erkennen und diesen dann beibehalten zu wollen, da st\u00e4ndig Neuerungen und weitere Konsumm\u00f6glichkeiten auf einen einprasseln und dazu verf\u00fchren sollen, doch Dinge zu \u00e4ndern durch weiteren Konsum, die man bei einem innehaltenden Nachdenken vielleicht gar nicht \u00e4ndern m\u00f6chte. Einen <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/essay-adieu-plattensammlung-1.2774474\" target=\"_blank\">Artikel<\/a>, der die Konsequenzen hiervon sehr gut darstellt, habe ich vor einiger Zeit in der\u00a0<em>S\u00fcddeutschen Zeitung\u00a0<\/em>gelesen. Darin beschreibt ein Musikliebhaber, wie ihm seine Liebe zur Musik abhandengekommen ist durch die Digitalisierung seiner Musiksammlung: Fr\u00fcher, als noch Vinyl sein Hauptmedium war, kannte er alle seine Musik, nahm Mixtapes f\u00fcr Freunde auf und sah Musik als etwas sehr Wichtiges an. Da er jeden Medienwechsel mitgemacht hat, ist er nun bei Streaming-Dienste wie Spotify angelangt &#8211; und hat die Liebe zur Musik verloren, da diese etwas Beil\u00e4ufiges, Beliebiges f\u00fcr ihn bekommen hat.<\/p>\n<p>Als ich diesen Bericht las, war ich froh, dass ich f\u00fcr mich meine idealen Musikmedien gefunden habe, n\u00e4mlich Vinyl und CD (der iPod ist nur f\u00fcr unterwegs). Dass ich die Tapes irgendwann mal aussortieren und ersetzen konnte, st\u00f6rt mich nicht wirklich. Die waren zwar damals super und vor allem g\u00fcnstig, als ich als Sch\u00fcler oder Student wenig Geld hatte, aber sowohl in der Bedienung als auch vom Sound her waren die schon eher immer ein Kompromiss. Nun hoffe ich, dass ich auch zuk\u00fcnftig weiterhin Abspielger\u00e4te f\u00fcr meine Medien bekomme und diese nicht irgendwann wegen Unrentabilit\u00e4t eingestellt werden &#8230;<\/p>\n<p><strong>Die Sache mit der Verantwortung &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu den sch\u00e4dlichen Folgen von Produkten. Bei einer weiteren technischen Erneuerung der letzten Jahre wurde mir neulich klar, dass selbst Dinge, die erst mal nach einer guten Sache klingen, schnell korrumpiert werden, wenn Menschen auf unverantwortliche Weise damit Geld verdienen wollen: Es gibt mittlerweile Designer, die Bauteile f\u00fcr Waffen entwickeln, die man auf 3-D-Druckern ausdrucken kann. F\u00fcr mich\u00a0h\u00f6rt der Spa\u00df da dann auf, denn eigentlich finde ich es durchaus sinnvoll, dass man sich bei uns nicht einfach so Waffen kaufen kann. Wenn sich nun jeder Hans und Franz seine Waffe quasi aus dem Internet runterladen und dann zu Hause zusammenbasteln kann, dann wird die Unverantwortlichkeit von Herstellern von Konsumg\u00fctern schon reichlich auf die Spitze getrieben, oder?<\/p>\n<p>Aber Verantwortung wird halt der kapitalistischen Logik untergeordnet, dass nur derjenige f\u00fcr das System sinnvoll ist, der gerade entweder produziert oder konsumiert. Und als Konsumenten werden wir tats\u00e4chlich alle auch gebraucht, als Produzenten mittlerweile oftmals nur noch in dem Sinne, dass die T\u00e4tigkeit einem zumindest die Mittel bereitstellen muss, damit man wenigstens noch Billigramsch aus dem Discounter konsumieren kann und \u00fcber permanentes Onlinesein Inhalte konsumiert und seine Daten preisgibt.<\/p>\n<p><strong>Konsum als eigentlich wichtiger Einflussfaktor<\/strong><\/p>\n<p>Der Konsum wurde den Konsumenten in den letzten Jahren zunehmend aus der Hand genommen, der m\u00fcndige, autonome K\u00e4ufer wurde weitgehend abgel\u00f6st durch eine Art Schlafwandler, der nimmt, was ihm vorgesetzt wird (und was er sich gerade noch leisten kann). Dabei ist Konsum in einer kapitalistischen Wirtschaft ein Instrument, um ordentlich Einfluss aus\u00fcben zu k\u00f6nnen: Unternehmen, die gegen soziale oder \u00f6kologische Standards versto\u00dfen, k\u00f6nnen durch die Konsumenten abgestraft werden, genauso wie Firmen, die minderwertige Waren herstellen. Dieses Machtinstrument war nat\u00fcrlich auch den Produzenten schon lange bewusst, und da gerade gro\u00dfe transnationale Konzerne gern mal ein Verhalten an den Tag legen, was eigentlich vom Konsumenten sanktioniert werden m\u00fcsste, haben die Marketingabteilungen alles drangesetzt,\u00a0die Ware von etwaigen ethischen Gesichtspunkten zu entkoppeln. Dies gelingt am einfachsten, wenn man sich Konsum-Junkies heranzieht &#8211; was\u00a0leider in weiten Teilen schon sehr gut funktioniert hat.<\/p>\n<p>Die Folge davon ist: Wir steuern nicht mehr \u00fcber unseren Konsum, sondern werden dar\u00fcber gesteuert. Dabei geben wir einen guten Teil der Autonomie unseres Handelns auf &#8211; netter Nebeneffekt f\u00fcr die Politik: Die H\u00f6rigkeit der\u00a0Untertanen steigt im gleichen Ma\u00dfe, wie deren Handlungsautonomie abnimmt.<\/p>\n<p><strong>Weg mit der Autonomie!<\/strong><\/p>\n<p>Und so ist es dann auch m\u00f6glich, dass Volk mit Belustigungen ruhigzustellen, was ja schon die alten R\u00f6mer mit ihrem Brot-und-Spiele-Prinzip wussten. Das k\u00f6nnen wir ja alle beobachten bei den zahlreichen Events, die immer mehr aufgeblasen und medial inszeniert werden.\u00a0\u201eWaffenlieferungen in Krisengebiete? Also wirklich, das ist doch das Letzte, da m\u00fcsste man doch &#8230; oh, Dschungelcamp f\u00e4ngt an &#8230;\u201c<\/p>\n<p>Eine weitere Auspr\u00e4gung der Autonomiereduktion: Viele Menschen setzen\u00a0immer mehr Vertrauen in die Verl\u00e4sslichkeit von Sachen, f\u00fcr die sie\u00a0Geld ausgegeben haben, als in die eigene Achtsamkeit. Ein paar Beispiele: Der Fahrradfahrer, der mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf bei Rot einfach so \u00fcber die Ampel f\u00e4hrt, ohne sich um den restlichen Verkehr (der unter Umst\u00e4nden deutlich st\u00e4rker als er selbst ist) zu k\u00fcmmern. Oder der Autofahrer, der sich \u00fcber seine zahlreichen Assistenzsysteme im Auto freut, aber dann beim Fahren lieber aufs Smartphone glotzt, als die Stra\u00dfe im Blick hat.<\/p>\n<p><strong>Konsum macht nicht gl\u00fccklich<\/strong><\/p>\n<p>Wenn nun alles Menschen wenigstens als Konsum-Junkies gl\u00fccklich w\u00e4ren, dann w\u00fcrden die negativen Folgen ja deutlich leichter hinzunehmen sein. Doch leider ist genau das Gegenteil der Fall, wie nicht nur ein schon \u00f6fter hier auf <em>unterstr\u00f6mt<\/em>\u00a0verlinkter, aber immer wieder sehenswerter <a href=\"https:\/\/denkbonus.wordpress.com\/2013\/04\/06\/wer-glucklich-ist-kauft-nicht\/\" target=\"_blank\">Vortrag von Prof. Gerald H\u00fcther<\/a>\u00a0zeigt. Auch Tim Jackson, Professor f\u00fcr nachhaltige Entwicklung an der Universit\u00e4t Surrey in England, behauptet in seinen B\u00fcchern oder auch in einem <a href=\"http:\/\/www.bernerzeitung.ch\/wirtschaft\/geld\/wer-weniger-konsumiert-hat-mehr-spass\/story\/10144605\" target=\"_blank\">Interview mit der\u00a0<em>Berner Zeitung<\/em><\/a>:\u00a0\u201eWer weniger konsumiert, hat mehr Spa\u00df!\u201c<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte also nicht nur f\u00fcr die Umwelt oder Menschen in anderen L\u00e4ndern, die in Fabrikh\u00f6llen oder sklaven\u00e4hnlichen Verh\u00e4ltnissen f\u00fcr uns schuften, sinnvoll sein, sich seine Konsumautonomie zur\u00fcckzuerobern, sondern auch f\u00fcr einen selbst. Das ist bei der dauernden Pr\u00e4senz von Werbung\u00a0und unserem auf Statussymbole und <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=3465\" target=\"_blank\">Angeberei<\/a>\u00a0fixierten Zeitgeist nicht ganz einfach, aber ein paar Fragen, die man sich stellen kann, bevor man etwas kauft, k\u00f6nnen dabei sehr hilfreich sein:<\/p>\n<ul>\n<li>Brauche ich das wirklich?<\/li>\n<li>Macht es mich gl\u00fccklicher, das zu besitzen?<\/li>\n<li>Habe ich noch nichts Ad\u00e4quates, was dessen Funktion erf\u00fcllt?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn man diese Fragen mit Nein beantwortet und somit zum Kauf tendiert, sollte man sich noch eine letzte Frage stellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wei\u00df ich, wie das hergestellt wurde und wieder entsorgt wird, und ist das f\u00fcr mich o. k. &#8211; oder will ich das lieber gar nicht wissen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dogmatismus ist dabei nat\u00fcrlich nicht angesagt und auch wenig zielf\u00fchrend, aber ein wenig mehr Achtsamkeit und Bewusstheit kann schon sehr dabei helfen, sich vom Konsum-Junkie wieder in den m\u00fcndigen Konsumenten zur\u00fcckzuverwandeln. Und den braucht es heute mehr denn je.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einigen Monaten beschrieb ich hier auf unterstr\u00f6mt ja schon mal das Zeitgeistph\u00e4nomen Konsumhektik, also das immer st\u00e4rker werdenden Bed\u00fcrfnis der Menschen, dauernd und m\u00f6glichst schnell zu konsumieren. Dieser Artikel bezog sich vor allem auf die Quantit\u00e4t unseres Konsums, nun m\u00f6chte ich auf die Qualit\u00e4t ein wenig n\u00e4her eingehen, denn wenn man diese betrachtet. dann kommt man zu dem Schluss, dass die meisten von uns nicht wirklich autonom sind in ihrem Konsumverhalten, sondern sich vielmehr wie dressierte kleine S\u00fcchtige verhalten, die st\u00e4ndig mit Neuem angef\u00fcttert werden wollen, um blo\u00df weiter als m\u00f6glichst geistloser Konsument zu funktionieren.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52,51],"tags":[159,155,292,70],"class_list":["post-5267","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-soziales","category-wirtschaftliches","tag-eigeninitiative","tag-konsumverhalten","tag-marketing","tag-zeitgeist"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5267","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5267"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5267\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5267"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5267"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5267"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}