{"id":6559,"date":"2016-11-09T23:33:26","date_gmt":"2016-11-09T22:33:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=6559"},"modified":"2016-11-10T23:18:06","modified_gmt":"2016-11-10T22:18:06","slug":"us-praesidenstschaftswahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=6559","title":{"rendered":"US-Pr\u00e4sidentschaftswahl"},"content":{"rendered":"<p>Donald Trump von der Republikanischen Partei ist neuer Pr\u00e4sident in den USA. Diese Wahl hat ja auch hier in Deutschland reichlich medialen Staub aufgewirbelt, und entsprechend waren auch die Reaktionen zu diesem Ergebnis in der \u00d6ffentlichkeit sehr pr\u00e4sent. Ich hab heute einige Diskussionen gef\u00fchrt und einiges gelesen zu diesem Thema,\u00a0sodass ich nun auch meine Gedanken dazu in Form eines Artikels zusammenfassen m\u00f6chte. Die Wahl Trumps sowie auch die Resonanz darauf lassen n\u00e4mlich einige durchaus interessante R\u00fcckschl\u00fcsse und Gedanken zu.<\/p>\n<p><strong>Wieso Trump?<\/strong><\/p>\n<p>Trump ist ein reaktion\u00e4rer, frauenfeindlicher, rassistischer Typ mit teilweise faschistoiden Ansichten &#8211; wie kann so einer also Pr\u00e4sident in dem Land werden, dass sich selbst immer als weltweiter Vorreiter in Sachen Demokratie sieht?<\/p>\n<p>Ich denke, dass weniger Trump gew\u00e4hlt wurde, sondern dass vielmehr seine Konkurrentin von der Demokratischen Partei Hillary Clinton nicht gew\u00e4hlt wurde. Nat\u00fcrlich gibt es in den USA auch eine ganze Menge Menschen, die Trumps polternde und unsachliche Art super finden, die sich mit seinen fremdenfeindlichen Aussagen und seinem Nationalchauvinismus identifizieren und die glauben, dass so einer wie er nun mal richtig\u00a0\u201eaufr\u00e4umen\u201c w\u00fcrde &#8211; also eben die Anh\u00e4nger von Rechtspopulisten, die es in jedem Land gibt. Da das Wahlsystem in den USA allerdings auch im Grunde immer nur die Wahl zwischen zwei Kandidaten zul\u00e4sst, n\u00e4mlich die von den beiden gro\u00dfen Parteien der Demokraten und Republikaner, hatten diejenigen, die Clinton in jedem Fall nicht als Pr\u00e4sidentin haben wollten, keine andere Wahlm\u00f6glichkeit als Trump (die Gr\u00fcne Jill Stein und der Libert\u00e4re Gary Johnson haben ja nur wenige Prozente der Stimmen bekommen).<\/p>\n<p>Warum aber erf\u00e4hrt Clinton so eine Ablehnung? In den deutschen Medien wurde ja nahezu ausschlie\u00dflich positiv \u00fcber die Frau des ehemaligen Pr\u00e4sidenten berichtet. In den USA hingegen sind ihre zahlreichen Fehltritte schon pr\u00e4senter: So hat sie beispielsweise, als bekannt wurde, dass sensible Daten, die sie als Au\u00dfenministerin \u00fcber einen privaten E-Mail-Account hat laufen lassen, gehackt worden sind, die amerikanische \u00d6ffentlichkeit monatelang angelogen &#8211; und mangelnde Integrit\u00e4t ist nun mal eine Sache, die in den USA nicht gerade als vertrauensbildende Ma\u00dfnahme bei der Kandidatur um ein \u00f6ffentliches Amt gesehen wird.<\/p>\n<p>Auch der Vorwahlkampf gegen Bernie Sanders, den Clinton nur dank einseitiger Unterst\u00fctzung des Partei-Establishments und mit einigen fragw\u00fcrdigen Ma\u00dfnahmen (Kritiker reden da durchaus von Wahlbetrug) gewinnen konnte, hat ihr Image anscheinend nachhaltig besch\u00e4digt. Zumindest so weit, dass nun viele Sanders-Anh\u00e4nger nicht Clinton gew\u00e4hlt haben &#8211; bei dessen besonders gro\u00dfer Popularit\u00e4t vor allem bei jungen Menschen macht\u00a0sich dies nun dadurch bemerkbar, dass von den j\u00fcngeren W\u00e4hlern viele gar nicht an der Wahl teilgenommen haben.<\/p>\n<p>Ohnehin w\u00e4re Sanders, das haben nahezu alle Umfragen w\u00e4hrend der Vorwahlen ergeben, der Kandidat mit den gr\u00f6\u00dferen Erfolgsaussichten gegen Trump gewesen &#8211; aber der wurde dann ja abserviert. Sanders h\u00e4tte die Kritik am politischen Establishment, die Trump ja immer wieder prominent formulierte und die an der bestens vernetzten Clinton so gut wie an kaum jemand anderem festgemacht werden konnte, in eine komplett andere Richtung lenken k\u00f6nnen, n\u00e4mlich in eine progressive, soziale und friedfertige. Insofern kann man sagen, dass die Demokratische Partei bzw. deren F\u00fchrung durch ihr Festhalten an einer komplett ungeeigneten und unbeliebten Kandidatin Trump quasi erst erm\u00f6glich haben.<\/p>\n<p>In den USA ist der sogenannte amerikanische Traum f\u00fcr viele l\u00e4ngst ausgetr\u00e4umt. Breite Bev\u00f6lkerungsschichten sehen sich in zunehmendem Ma\u00dfe existenzieller Not ausgesetzt oder f\u00fchlen sich davon bedroht, und das f\u00fchrt dann eben zu Wut auf\u00a0\u201edie da oben\u201c. Dass Trump selbst nun mit diesen Protestw\u00e4hlern als Milliard\u00e4r nichts gemeinsam hat, ist den derart Frustrierten dabei egal &#8211; und Trumps verbale Ausf\u00e4lle d\u00fcrften ihm bei dieser Klientel sogar Pluspunkte eingebracht haben: endlich mal einer, der sagt, was er denkt &#8211; auch wenn das haneb\u00fcchener Bl\u00f6dsinn und reaktion\u00e4res Ressentiment ist. Clinton war f\u00fcr diese Menschen nie eine Alternative, Sanders h\u00e4tte eine sein k\u00f6nnen &#8230;<\/p>\n<p><strong>Und nun?<\/strong><\/p>\n<p>Ein US-Pr\u00e4sident ist kein absoluter Regent, sondern von vielen politischen Institutionen abh\u00e4ngig (der scheidende Pr\u00e4sident Barack Obama kann ein Lied davon singen). Zwar haben die Republikaner die Mehrheit im Senat und im Repr\u00e4sentantenhaus inne, allerdings stellt sich die Frage, ob Trump in seiner eigenen Partei f\u00fcr seine angek\u00fcndigten kruden Politkapriolen entsprechende Mehrheiten und somit Unterst\u00fctzung bekommt.<\/p>\n<p>Meine Prognose lautet daher: So wenig, wie Obama den Weltfrieden gebracht hat, wird Trump nun den globalen Untergang herbeif\u00fchren. Vielleicht ist seine Pr\u00e4sidentschaft und die damit sicher einhergehenden (vor allem innenpolitischen) Verwerfungen\u00a0sogar das Zeichen, dass die Amerikaner brauchten, um mal ein wenig zur Besinnung zu kommen und beim n\u00e4chsten Mal jemanden Vern\u00fcnftiges zu w\u00e4hlen, der auch ein konkretes Programm und nicht nur markige Hau-drauf-Spr\u00fcche zu bieten hat. Vor allem sollte die Demokratische Partei sich nun umstrukturieren und die Clinton-Netzwerke aus ihren Reihen entfernen. Eine\u00a0Alternative war mit Sanders ja dieses Mal schon vorhanden, allerdings k\u00f6nnte es gut sein, dass der in vier Jahren schlichtweg zu alt ist, um noch einmal zu kandidieren. Die Bewegung, die Sanders ins Leben gerufen hat, sollte daher einen prominenten Platz in der Demokratischen Partei bekommen, und das m\u00f6glichst bald, damit sich geeignetes Personal herauskristallisieren kann.<\/p>\n<p>Und letztlich m\u00fcssen wir wohl auch froh sein, dass nicht der noch wesentlich radikalere Ted Cruz, der ja zun\u00e4chst als Favorit bei den Republikanern in die Vorwahl gestartet ist, Pr\u00e4sident geworden ist &#8230;<\/p>\n<p><strong>Die Reaktionen in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>In den Medien und sozialen Netzwerken konnte ich heute vor allem drei Reaktionen auf die Wahl Trumps feststellen, und diese sagen dann auch einiges \u00fcber die politische \u00d6ffentlichkeit in Deutschland aus.<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcberraschung<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Anscheinend haben fast alle hierzulande damit gerechnet, dass Hillary Clinton das Rennen schon machen w\u00fcrde. Das ist insofern ein St\u00fcck weit verst\u00e4ndlich, da ja fast alle deutschen Medien schon w\u00e4hrend das Vorwahlkampfes zur alternativlosen Kandidatin hochschrieben. Die oben erw\u00e4hnten kritischen Stimmen kamen ja vor allem aus den USA, und dar\u00fcber wurde hier nur sehr zur\u00fcckhaltend berichtet, genauso wie \u00fcber Clintons zahlreiche Verfehlungen und ihr fragw\u00fcrdiges Verhalten, wenn sie beispielsweise f\u00fcr viel Geld Vortr\u00e4ge an der Wall Street hielt.<\/p>\n<p>Trump hingegen \u00a0wurde als der R\u00fcpel dargestellt, der er ist, und seine Skandale wurden auch in hiesigen Medien ausf\u00fchrlich dargestellt. Dagegen spr\u00e4che ja auch nichts, wenn es eben nicht so einseitig gewesen w\u00e4re. In jedem Fall ist es so kein Wunder, dass die meisten Deutschen von einem glatten Sieg f\u00fcr Clinton ausgingen. Man hat sich ja auch eher am Rande \u00fcber die Ergebnisse der Vorwahlen informiert, als Clinton vor allem die Staaten des \u201ealten S\u00fcdens\u201c deutlich gegen Sanders gewann, die traditionell ohnehin an die konservativen Republikaner gehen. Die Euphorie sollte durch derartige st\u00f6rende Fakten eben nicht gest\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>So wird allerdings auch deutlich, wie mies es mit der politischen Informiertheit der Deutschen bestellt ist: Das Event der Wahl wird dann zwar \u00fcberall medial gro\u00df aufgeblasen, und jeder meint auch, seinen Senf dazu abgeben zu m\u00fcssen, aber sich mal ein wenig \u00fcber die Hintergr\u00fcnde zu informieren, das ist dann den meisten schon wieder zu viel. Politik als Event eben &#8211; das f\u00fchrt dann eben zuweilen auch zu Ergebnisse, die so nicht vorhersehbar scheinen f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung. Und dann folgt das<\/p>\n<p><strong><em>Entsetzen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Haufenweise bunte Bildchen bei\u00a0<em>Facebook<\/em>, Petitonsplattformen nehmen sich des Themas Trump an, alle hat das blanke Entsetzen gepackt. Trump &#8211; das bedeutet nun wohl Krieg! Dass Clinton schon als Au\u00dfenministerin bewiesen hat, dass ihr keine milit\u00e4rische Schurkerei fremd ist (Libyen, Bewaffnung des IS, missgl\u00fcckter Regime-Change in Syrien &#8230;), und somit wohl von ihr als Pr\u00e4sidentin eine wesentlich gr\u00f6\u00dfere Gefahr ausgegangen w\u00e4re, zumal auch die Neocons und somit der milit\u00e4risch-industrielle Komplex sich auf ihre Seite geschlagen haben, als der unberechenbare Trump sich die Kandidatur gesichert hat &#8211; egal!<\/p>\n<p>Und dann hat auch noch Putin zum Wahlsieg\u00a0gratuliert,\u00a0zumal Trump ja auch schon im Wahlkampf anklingen lie\u00df, die Beziehungen zu Russland wieder normalisieren zu wollen. Trump und Putin &#8211; was f\u00fcr eine Allianz! Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich eine weitere Eskalation zwischen der USA-gef\u00fchrten NATO und Russland deutlich\u00a0mehr beunruhigt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es auch Sachen, die einen bei Trump mehr als nur ein bisschen beunruhigen sollten: So ist er beispielsweise ein Leugner des Klimawandels, sodass hier bef\u00fcrchtet werden muss, dass sich die USA w\u00e4hrend\u00a0seiner Pr\u00e4sidentschaft nicht wirklich in eine zwingend notwendige Richtung hin zu mehr Klimaschutz entwickeln werden. \u00dcber diese elementare Sorge beim derzeit wohl global wichtigsten Thema hab ich heute allerdings so gut wie nichts finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong><em>\u201eDie doofen Amis\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Klar, wer so einen Typen wie Trump zum Pr\u00e4sidenten w\u00e4hlt, der muss doch einen an der Klatsche haben! In diese Richtung war heute ebenfalls viel zu h\u00f6ren und zu sehen, gern auch mit dem Verweis, dass die Amerikaner nun die doofen Brexit-Briten als politisches Deppenvolk abgel\u00f6st h\u00e4tten. Bestimmt wird es auch genug Trump-W\u00e4hler geben, die wirklich nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind, aber nun seiner gesamten W\u00e4hlerschaft jede Intelligenz abzusprechen, ist dann doch reichlich undifferenziert &#8211; und vor allem auch \u00fcberheblich.<\/p>\n<p>Und genau aus dieser \u00dcberheblichkeit speist sich die Popularit\u00e4t von Trump, denn seine Anh\u00e4nger d\u00fcrften sich in vielerlei Hinsicht \u00fcbergangen, abgeh\u00e4ngt und\u00a0von der Politik nicht mehr repr\u00e4sentiert f\u00fchlen. Und nun kommt dann jemand wie Trump und gibt diesen Menschen zu verstehen, dass er f\u00fcr sie da sein, sich um sie k\u00fcmmern will, auch wenn er groteskerweise aus einem komplett anderen Umfeld stammt. Aber wenigstens die derbe Sprache beherrscht er ja &#8211; und schon ist die Assoziation da, dass das einer\u00a0\u201evon uns\u201c ist. Dass das wenig bis gar nichts mit der Realit\u00e4t zu tun hat und auch Trump selbst schon oft genug seine despotische Domestikenmentalit\u00e4t an den Tag gelegt hat, ist da erst mal egal &#8211; endlich mal einer, der nicht so \u00fcberheblich daherkommt.<\/p>\n<p>Zudem haben wir Deutschen und Europ\u00e4er auch nicht gerade Grund, nun auf die US-Amerikaner derart herabzusehen: In \u00d6sterreich kann Norbert\u00a0Hofer (FP\u00d6) noch Bundespr\u00e4sident werden, Marine Le Pens Front National k\u00f6nnte n\u00e4chstes Jahr in Frankreich st\u00e4rkste Partei werden, der Brexit war von rechtsgerichtetem Ressentiment getrieben, Victor Orban herrscht in Ungar mittlerweile eher wie ein Monarch und baut dort die Demokratie ab, Geert Wilders wir in den Niederlanden st\u00e4rker und st\u00e4rker, genauso wie die AfD in Deutschland, und Polen hat bereits eine Rechtsregierung, genauso wie rechte Parteien in D\u00e4nemark und Finnland in der Regierung vertreten sind. Und mit einer T\u00fcrkei, die sich gerade auf direktem Wege in eine Diktatur befindet, zu paktieren st\u00f6rt in der EU und der NATO auch nicht so richtig viele.<\/p>\n<p>Vor allem finde ich es heuchlerisch, dass sich nun gerade diejenigen\u00a0\u00fcber die \u201edummen W\u00e4hler\u201c aufregen,\u00a0die selbst seit Jahrzehnten zur gezielten medialen Entpolitisierung und Verbl\u00f6dung der Massen beitragen, indem beispielsweise politischer Diskurs auf das Format des Krawall-Talks reduziert wird &#8211; oder die sich auch selbst ganz gern verbl\u00f6den lassen und Dschungelcamp und Event-Sport im Zweifel dann doch politischen Inhalten vorziehen, gerade wenn Letzter noch ein wenig komplexer sind und keine gute Laune versprechen.<\/p>\n<p>W\u00e4re Sanders angetreten und Pr\u00e4sident geworden (was, wie oben geschildert, zu erwarten gewesen w\u00e4re), dann w\u00fcrden jetzt viele\u00a0die Amerikaner daf\u00fcr loben, sich f\u00fcr einen modernen, progressiven Weg entschieden und gut gew\u00e4hlt zu haben. Doch dieser Sanders wurde ja auch von deutschen Medien entsprechend niedergeschrieben (s. dazu <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=4667\" target=\"_blank\">hier<\/a>), und jetzt regen sich genau die gleichen Journalisten \u00fcber Trumps Wahl auf. Dabei d\u00fcrfen sie und nat\u00fcrlich vor allem ihre US-amerikanischen Kollegen sich den Erfolg Trumps ein gutes St\u00fcck weit selbst ans Revers heften.<\/p>\n<p>Trump ist im Grunde ein perfektes Produkt unserer Zeit, unseres Lebensstils, und nun geben sich\u00a0alle entsetzt, weil er diesen Zeitgeist so sehr\u00a0repr\u00e4sentiert, dabei aber eben ausgesprochen h\u00e4sslich daherkommt in seiner r\u00fccksichtslosen, empathiebefreiten und egoistisch-chauvinistischen Art und Weise und nicht so angeh\u00fcbscht, wie uns genau die gleichen Untugenden in den Medien und der Werbung pr\u00e4sentiert werden. Trump ist der Spiegel, in den wir alle nicht gern schauen m\u00f6gen, und deswegen ist die Emp\u00f6rung nun so gro\u00df \u00fcber seinen Wahlsieg, da wir auf diese Weise mit unserer eigenen H\u00e4sslichkeit konfrontiert werden: Wir sind Teil des Zeitgeistes, der Trump (und auch die ganzen anderen oben genannten Rechtsausleger) hervorbringt. Wenn wir keine Trumps mehr wollen (und das w\u00e4re zwingend notwendig), k\u00f6nnten wir ja gleich mal bei uns selbst anfangen und \u00fcberlegen, wie wir ihnen durch eigenes Verhalten den N\u00e4hrboden entziehen k\u00f6nnten &#8211; aber das ist nat\u00fcrlich nicht so bequem, als wenn man sich ein wenig \u00fcber ihn und seine W\u00e4hlerschaft echauffiert.<\/p>\n<p>Zwei kleine Anmerkungen noch am Schluss:<\/p>\n<p>Wenn Trump tats\u00e4chlich auf\u00a0seinem Anti-Etablishment-Kurs beharrt, den er ja oft angek\u00fcndigt hat und der ihm viele Stimmen gebracht haben d\u00fcrfte gegen Clinton als\u00a0Vollblutrepr\u00e4sentantin genau dieses\u00a0Establishments, dann k\u00f6nnte ich mir vorstellen, dass er die vier Jahre seiner Amtszeit nicht \u00fcberlebt. Auch wenn ich Trump nun absolut nicht mag: Das w\u00e4re ihm nun wahrlich nicht zu w\u00fcnschen &#8230;<\/p>\n<p>Und dann fand ich es ja auch bezeichnend, dass weltweit die B\u00f6rsen wegen dieses Wahlergebnisses einbrachen &#8211; als ob deswegen nun genau jetzt schon irgendein Betrieb schlechter produzieren w\u00fcrde. Daran sieht man nicht nur, wie sehr die freudigen Erwartungen der Casino-Spekulanten mit Clintons Wahlsieg verkn\u00fcpft waren, sondern auch, wie wenig Bezug zur realen Wirtschaft die B\u00f6rsen mittlerweile haben. Schon fast am\u00fcsant, wenn&#8217;s nicht so traurig w\u00e4re &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donald Trump von der Republikanischen Partei ist neuer Pr\u00e4sident in den USA. Diese Wahl hat ja auch hier in Deutschland reichlich medialen Staub aufgewirbelt, und entsprechend waren auch die Reaktionen zu diesem Ergebnis in der \u00d6ffentlichkeit sehr pr\u00e4sent. 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