{"id":6858,"date":"2017-01-01T12:04:56","date_gmt":"2017-01-01T11:04:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=6858"},"modified":"2017-01-01T12:04:56","modified_gmt":"2017-01-01T11:04:56","slug":"interessantes-aus-kw-522016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=6858","title":{"rendered":"Interessantes aus KW 52\/2016"},"content":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. Viel Spa\u00df beim Lesen und Anschauen!<\/p>\n<p>1. In seiner <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/berlin-mediale-erregungszyklen-und-die-politik-der-hysterie-kolumne-a-1127329.html\" target=\"_blank\">Kolumne auf\u00a0<em>Spiegel Online<\/em><\/a> kritisiert\u00a0Cristian St\u00f6cker zu Recht die Hysterie, welche die meisten \u00c4u\u00dferungen von Politikern und Journalisten nach dem Anschlag von Berlin am 19. Dezember gekennzeichnet hat. Es scheint seiner Ansicht nach nur noch darum zu gehen, als Erster am lautesten zu schreien, um am besten wahrgenommen zu werden &#8211; egal, ob der Wahrheitsgehalt der eigenen Aussage nun gegen null geht oder nicht. [Karl]<\/p>\n<p>2. Einen ausgiebigen Blick auf die\u00a0\u201eL\u00fcckenpresse\u201c warf <a href=\"http:\/\/www.larsschall.com\/2016\/12\/19\/ein-blick-auf-die-lueckenpresse\/\" target=\"_blank\">Lars Schall in seinem Blog<\/a> bereits am 19. 12. des gerade abgeschlossenen Jahres. Ein sehr lang gefasster Beitrag: ein bisschen Selbstbeweihr\u00e4ucherung am Anfang \u00fcber diverse historische Aussagen zur Unterscheidung von Nachrichten und Werbung bis zu einem Interview mit dem Dokumentarfilmer <em>Adnan Zuberi<\/em> \u00fcber dessen Analyse bez\u00fcglich 9\/11 und dessen Meinungsbild in akademischen Kreisen. Informativ und unterhaltsam &#8230; lesenswert! [Dirk]<\/p>\n<p>3. Ein interessantes <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5362228\/\" target=\"_blank\">Interview mit dem Soziologen Hans-Albert Wulf<\/a> finde sich in der\u00a0<em>taz<\/em>. Darin geht es um Faulheit, deren Stigmatisierung in der historischen Betrachtung und heute sowie die Auswirkungen davon auf unser Selbstverst\u00e4ndnis. Auch hieran zeigt sich, wie sehr das \u00f6konomisierte Denken mittlerweile unseren Alltag durchdrungen hat. [Karl]<\/p>\n<p>4. Mit dem sogenannten \u201eIoT\u201c (Internet of Things)\u00a0haben wir uns mal wieder so ein sch\u00f6nes Monster geschaffen, eben deshalb, weil es machbar ist. Das IoT sind die Haushaltsger\u00e4te, die einen eigenen Zugang zum Internet haben, damit die Kaffeemaschine vom Sofa aus angeworfen werden kann (und man den Kaffee dann trotzdem selbst holen muss) oder der K\u00fchlschrank selbstst\u00e4ndig Milch nachbestellt. Da diese Ger\u00e4te meist nicht gewartet werden und deshalb hoffnungslos veraltete Software laufen haben, werden diese nun gern\u00a0<a href=\"http:\/\/www.computerwoche.de\/a\/so-schuetzen-sich-dns-provider,3329005\" target=\"_blank\">gehackt und f\u00fcr Angriffe auf Server genutzt (hier ein Beitrag auf computerwoche.de)<\/a>. Wirklich sehr n\u00fctzlich, nur f\u00fcr wen, fragt man sich da &#8230; [Dirk]<\/p>\n<p>5. Ein weiteres\u00a0\u201etechnisches Novum unserer Zeit\u201c ist das autonome Fahren: Fahrzeuge, die eigenst\u00e4ndig fahren und Entscheidungen treffen. Wie es da mit der Moral der Maschinen steht, ist eine wirklich interessante Frage. Dem widmet sich das MIT (Massachusetts Institute of Technology) mit einem <a href=\"http:\/\/moralmachine.mit.edu\/\" target=\"_blank\">kleinen Spiel (in vielen Sprachen)<\/a>. Wie steht es um Deine Moral? Schau doch mal rein, das macht nachdenklich, und es entstehen R\u00e4ume f\u00fcr Diskussionen. [Dirk]<\/p>\n<p>6. Beim <em>NDR<\/em> lief am 25. 12. ein nicht einmal eineinhalb min\u00fctiger <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/oldenburg_ostfriesland\/Drehscheibe-Norden-US-Army-kehrt-zurueck,usarmy104.html\" target=\"_blank\">Bericht \u00fcber die Verlegung von 4.000 Soldaten<\/a> der US Army nach Polen. Es geht um die\u00a0\u201eFriedenssicherung in Osteuropa\u201c (nat\u00fcrlich gegen die Russen), wobei schon klar ist, worum es geht, wenn das US-Milit\u00e4r von \u201eFrieden\u201c spricht. Wie w\u00e4re es mit 4.000 Diplomaten? Mir wird unwohl bei dem Gedanken &#8230; [Dirk]<\/p>\n<p>7. Ein etwas j\u00fcngeres Zielpublikum hat der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iWL3Fp0Uh80\" target=\"_blank\"><em>YouTube<\/em>-Kanal von <em>MrWissen2go<\/em><\/a>. In einer der letzten Folgen befasst sich\u00a0Mirko Drotschma mit der\u00a0\u201eWahrheit \u00fcber das Internet\u201c. Dieser knapp zw\u00f6lfmin\u00fctige Beitrag zeigt anschaulich, auch f\u00fcr \u00e4lteres Publikum mit weniger Interneterfahrung, wie schnell man Videos oder Bilder \u00fcberpr\u00fcfen kann und wie Daten im Internet zur Manipulation genutzt werden. [Dirk]<\/p>\n<p>8. In seiner <a href=\"https:\/\/causa.tagesspiegel.de\/kolumnen\/fake-gesetze-gegen-fake-newsnbsp.html\" target=\"_blank\">Kolumne auf\u00a0<em>Tagesspiegel Causa<\/em><\/a> besch\u00e4ftigt sich Heinrich Schmitz mit den sogenannten Fake-News und dem Bestreben der gro\u00dfen Koalition, Gesetze dagegen zu erlassen. Dabei zeigt er nachvollziehbar auf, warum dies nur ein wenig Erfolg versprechender Weg sein d\u00fcrfte, und weist zudem auf eine Alternative hin, die ich selbst auch schon seit vielen Jahren propagiere: ein Schulfach Medienkompetenz, um Kindern von klein auf an Hilfe zu geben, sich im digital-medialen Dschungel zurechtzufinden. [Karl]<\/p>\n<p>9. In der\u00a0<em>Neuen Z\u00fcrcher Zeitung\u00a0<\/em>findet sich ein <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/krise-in-deutschlands-nordosten-der-staat-zieht-sich-zurueck-ld.136766?utm_content=bufferad4e5&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=facebook.com&amp;utm_campaign=buffer\" target=\"_blank\">interessanter Artikel<\/a>, in dem anhand des Ortes Demmin in Mecklenburg-Vorpommern aufgezeigt wird, was die Folgen des zunehmenden staatlichen R\u00fcckzugs aufgrund der Vergr\u00f6\u00dferung der Verwaltungseinheiten sind. Daran wird deutlich, dass der von Neoliberalen immer wieder postulierte\u00a0\u201eschlanke Statt\u201c recht direkt zu den Erfolgen rechtsextremer Parteien f\u00fchrt. [Karl]<\/p>\n<p>10. Auf der Webseite der Gewerkschaft ver.di findet sich ein <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/2016\/ausgabe-08\/gesellschaft\/hintergrund\/seiten-12-13\/A0\" target=\"_blank\">Bericht von Jenny Mansch<\/a> \u00fcber einen Krankenhausaufenthalt, den sie aufgrund von Leibschmerzen \u00fcber sich ergehen lassen musste. Das Geschilderte l\u00e4sst einen hoffen, niemals in eine Klink zu m\u00fcssen, denn das liest sich schon reichlich erschreckend: Unterbesetzung, Wartezeiten, mangelnde Koordination &#8211; die Folgen der Profitorientierung auf Kosten von Qualit\u00e4t f\u00fcr Angestellte und Patienten sind un\u00fcbersehbar. [Karl]<\/p>\n<p>11. T\u00fcrkische Soldaten, die um NATO-Quartier in Ramstein stationiert sind, haben Asylantr\u00e4ge in Deutschland gestellt. Angesichts dieses Vorgangs, dass also Angeh\u00f6rige eines NATO-Staates in einem anderen NATO-Staat um Asyl ersuchen, stellt Emran Feroz in einem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36399\" target=\"_blank\">Artikel auf den\u00a0<em>NachDenkSeiten<\/em><\/a> die berechtigte Frage, wie weit es denn mit den stets und gern beschworenen Werten des Milit\u00e4rb\u00fcndnisses her sein kann angesichts solcher Vorg\u00e4nge. Die Antwort deutet in die nicht \u00fcberraschende Richtung, dass es bei der NATO in keiner Weise um Werte, sondern immer nur um geostrategische Interessen geht. [Karl]<\/p>\n<p>12. In einem <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/digitale-hochschule-uni-to-go-1.3295316\" target=\"_blank\">Artikel in der\u00a0<em>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/em><\/a> wird der Alltag von Studenten in der vor einigen Jahren gegr\u00fcndeten Minerva-Universit\u00e4t beschrieben. Diese versteht sich als elit\u00e4rer als Harvard, besitzt kein eigenes Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude und schickt deshalb ihre Studenten st\u00e4ndig rund um die Welt, wo diese dann an Onlineseminaren teilnehmen. F\u00fcr mich liest sich das extrem gruselig, aber es ist schon klar, was dann f\u00fcr Absolventen dabei rauskommen werden: entwurzelte Workaholics. [Karl]<\/p>\n<p>13. In einem\u00a0<em><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Armut-in-Deutschland-Keine-volle-Mahlzeit-im-reichen-Land-3582142.html\" target=\"_blank\">Telepolis<\/a><\/em><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Armut-in-Deutschland-Keine-volle-Mahlzeit-im-reichen-Land-3582142.html\" target=\"_blank\">-Artikel<\/a> wird aufgrund von Angaben des Statistischen Bundesamtes und einer Studie der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) zur Armut und Verm\u00f6gensverteilung einiges an Zahlen pr\u00e4sentiert, was so gar nicht zu dem immer wieder verbreiteten M\u00e4rchen\u00a0\u201eDeutschland geht es gut\u201c passen will: Es gibt hierzulande demnach immer mehr sogenannte working poor, d. h. Menschen, die trotz Vollzeitarbeit nicht \u00fcber die Runden kommen und sich elementarste Dinge nicht leisten k\u00f6nnen, wie z. B. eine geheizte Wohnung oder regelm\u00e4\u00dfige vollwertige Mahlzeiten. Auf der anderen Seite stopfen sich die Reichsten im Land die Tasche zunehmen voller &#8211; pervers! [Karl]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. 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