{"id":8879,"date":"2017-09-28T09:54:42","date_gmt":"2017-09-28T07:54:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=8879"},"modified":"2018-04-13T21:14:27","modified_gmt":"2018-04-13T19:14:27","slug":"kaptialismus-anstatt-arbeitsreduzierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=8879","title":{"rendered":"Kaptialismus anstatt Arbeitsreduzierung"},"content":{"rendered":"<p>Es gab mal den Traum von einer Welt, in der wir nicht mehr oder nur noch wenig arbeiten. Das begann praktisch schon vor 200 Jahren, als Produkte maschinell hergestellt wurden und die Menschen davon zu tr\u00e4umen begannen, dass ihr Anteil an der Produktion zuk\u00fcnftig abnehmen wird. Dieser Gedanke war auch oder wieder nach dem Zweiten Weltkrieg in den K\u00f6pfen der Leute, auch wenn die zur\u00fcckliegenden 150 Jahre sich eher nicht so entwickelt hatten. Die Vision, dass Roboter im Rahmen der Industrialisierung die schweren, gef\u00e4hrlichen und unliebsamen Arbeiten \u00fcbernehmen werden, war fast greifbar.<\/p>\n<p>Und was ist daraus nun geworden? Wie es jeder \u00d6konom lernt, ben\u00f6tigt man Schulden, um Gewinne zu erzielen. Die Schulden nehmen Unternehmen und Konzerne auf (von Banken, die dieses Kapital zu <a href=\"http:\/\/www.20min.ch\/finance\/news\/story\/So-schoepfen-die-Banken-Geld-aus-dem-Nichts-29878606\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">90 % aus dem Nichts schaffen<\/a>, sogenanntes \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Buchgeld\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Buchgeld<\/a>\u201c) und investieren damit in ein Produkt. Der Gewinn vom Verkauf dieser G\u00fcter, die von vielen flei\u00dfigen H\u00e4nden gemacht wurden, flie\u00dft aber nur in die Managergeh\u00e4lter und noch mehr zu den Inventoren (da kaum ein Unternehmen seine Angestellten an den Gewinnen beteiligt). So wurde aus der erhofften Reduzierung der Arbeit (\u00c4ltere werden sich an die Idee der 30-Stunden-Woche erinnern) eine Maximierung der Gewinne f\u00fcr die Kapitalbesitzer. Und je weniger Arbeit dank der Industrialisierung \u00fcbrig bleibt, desto eher lassen sich die Leute im Lohn dr\u00fccken, um noch etwas von der weniger werdenden Arbeit abzubekommen. Arbeiten wird ein <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/?mode=play&amp;obj=68544\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Recht f\u00fcr Privilegierte<\/a>. Verr\u00fcckt!<\/p>\n<p>Und der Clou: Wenn einmal etwas schiefgeht (weil die Banker zu viel Geld aus dem Nichts geschaffen haben oder ein Konzern durch Betrug oder Fehlplanung pleite ist), dann darf der so verhasste Staat (in erster Linie der kleine Steuerzahler) daf\u00fcr aufkommen, Banken retten, Autoindustrien (die den kleinen Steuerzahler vors\u00e4tzlich vergiften) subventionieren oder das Geld gleich via Schiedsgericht an die Unternehmen weiterreichen.<\/p>\n<p>Apropos\u00a0\u201esch\u00f6ne neue Welt\u201c: Der gr\u00f6\u00dfte Ferienwohnungsanbieter der Welt hat keine Ferienwohnungen, das gr\u00f6\u00dfte Taxiunternehmen keine Taxen und die gr\u00f6\u00dfte Handelsplattform keine G\u00fcter zum Handeln. Dank der vernetzten Welt und der sogenannten\u00a0\u201eSchn\u00e4ppchenjagd\u201c ist es auch kleinen Unternehmen m\u00f6glich, gro\u00dfe Gewinne zu machen. So kann man den Reichtum von einer Handvoll Leuten mit noch weniger Personal realisieren &#8230; und jeder Onlinek\u00e4ufer tr\u00e4gt eifrig dazu bei *andieeigenenasefass*. 1, 2, 3 &#8211; deins &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gab mal den Traum von einer Welt, in der wir nicht mehr oder nur noch wenig arbeiten. Das begann praktisch schon vor 200 Jahren, als Produkte maschinell hergestellt wurden und die Menschen davon zu tr\u00e4umen begannen, dass ihr Anteil an der Produktion zuk\u00fcnftig abnehmen wird &#8230;es bleibt beim tr\u00e4umen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52,51],"tags":[436,418],"class_list":["post-8879","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-soziales","category-wirtschaftliches","tag-industrialisierung","tag-kapitalismus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8879","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8879"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8879\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8902,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8879\/revisions\/8902"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8879"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8879"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8879"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}