{"id":9193,"date":"2017-11-14T13:10:55","date_gmt":"2017-11-14T12:10:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=9193"},"modified":"2022-06-25T10:36:04","modified_gmt":"2022-06-25T08:36:04","slug":"marktvolk-vs-staatsvolk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=9193","title":{"rendered":"Marktvolk vs. Staatsvolk"},"content":{"rendered":"<p>Warum versagt die Politik bei den Steueroasen? Warum werden wir auch in Zukunft erfahren, dass die Reichen ihre Steuern vermeiden k\u00f6nnnen? Warum wird der Drang der Reichen, immer weniger Steuern zu zahlen, weiterhin auf fruchtbaren Boden bei den Staaten und ihren Politikern fallen, Sozialstaatlichkeit r\u00fcckl\u00e4ufig und Umweltschutz halbherzig bleiben?<\/p>\n<p><em>Ein Gastartikel von Heinz Peglau<\/em><\/p>\n<p>Das ist doch ganz einfach. Der Schuldenstaat macht es m\u00f6glich, den wir geschaffen haben, weil wir uns aus fatalen \u00f6k<span class=\"text_exposed_show\">onomischen \u00dcberlegungen vom Steuerstaat verabschiedet und die Einnahmen des Staates zur\u00fcckgefahren hatten, sodass der Staat sich verschulden musste, um sein Staatsvolk nicht sofort zu verprellen. <\/span><\/p>\n<div class=\"text_exposed_show\">\n<p>Wir haben neben dem Staatsvolk &#8211; das sind die, die an den Nationalstaat gebunden sind, die an seiner Daseinf\u00fcrsorge hohes Interesse haben, die in der Demokratie der eigentliche Souvern\u00e4n sein sollten &#8211; dem Marktvolk Einfluss auf die Nationalstaaten gegeben, mehr als uns heutzutage lieb sein kann, denn sie wissen, diesen zu nutzen.<\/p>\n<p>Das Marktvolk ist international und hat nur ein Interesse: die geliehenen Gelder hoch verzinst zu bekommen und dieser nicht verlustig zu gehen.<\/p>\n<p>Deshalb wurden beispielsweise Banken gerettet auf Kosten der Rentner, der Arbeitnehmer, der Kinder und Kranken in Griechenland. Deshalb wurde das Verm\u00f6gen der Griechen verramscht, und gleichzeitig wurden aber die reichen Griechen geschont, denn die geh\u00f6ren wie unsere Reichen zum Marktvolk, auch wenn sie Staatsvolk sind, dabei aber an der Daseinf\u00fcrsorge gar kein Interesse mehr haben m\u00fcssen. Dazu sind sie zu reich. Deshalb wurden die Verm\u00f6gen des Marktvolkes in der Finanzkrise, nicht nur in Griechenland, zulasten der Staatsv\u00f6lker gerettet, der dortigen Sozialstaaten.<\/p>\n<p>Die Politik hat sich in eine Situation gebracht, in der sie nur eines zu tun hat: den Ausgleich zwischen Staatsvolk und Marktvolk zu organisieren. Und zwar so, dass das Marktvolk bedient wird und das Staatsvolk nicht den Glauben verliert, dass irgendetwas noch f\u00fcr sie getan wird. Denn gew\u00e4hlt werden wollen sie ja noch, m\u00fcssen sie ja noch werden. Noch, denn wie lange noch Wahlen stattfinden werden, die Demokratie sich zum Schein erhalten lassen wird, das wage ich nicht zu sagen. Lange wohl nicht mehr.<\/p>\n<p>Deshalb wird das nichts werden mit dem Schlie\u00dfen von Steueroasen, mit der Beteiligung der Reichen an den Lasten des Staates. Deshalb wird die Umverteilung von unten nach oben weitergehen. Das Marktvolk ist viel zu m\u00e4chtig geworden, hat die Nationalstaaten fest in ihrem Griff und mit ihnen die Politiker(innen). Weiter wird es deshalb hei\u00dfen:<\/p>\n<p>Im Zweifel f\u00fcr das Eigentum, die Eigent\u00fcmer, das Marktvolk, auch dann wenn das Staatsvolk die Zeche daf\u00fcr zahlen muss.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gastartikel von Heinz Peglau<\/p>\n<p>Warum versagt die Politik bei den Steueroasen? Warum werden wir auch in Zukunft erfahren, dass die Reichen ihre Steuern vermeiden k\u00f6nnnen? 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