{"id":9423,"date":"2017-12-21T11:39:23","date_gmt":"2017-12-21T10:39:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=9423"},"modified":"2017-12-21T14:21:05","modified_gmt":"2017-12-21T13:21:05","slug":"die-pathologie-des-afd-waehlers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=9423","title":{"rendered":"Die Pathologie des AfD-W\u00e4hlers"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man sich in sozialen Medien wie <em>Facebook<\/em> mal ein bisschen aus seiner eigenen Filterblase hinausbewegt, dann stellt man recht schnell fest, dass es immer mehr Rechte und Rechtsextreme gibt, die ausgesprochen ungeniert ihre Meinungen dort in die virtuelle Gegend posaunen. Mittlerweile ist ja in Deutschland die AfD das politische Sammelbecken f\u00fcr derartige Gestalten geworden, und wenn man deren Statements so liest, dann stellt man bestimmte Muster fest, die immer wiederkehren. Da mit solchen Leuten grunds\u00e4tzlich keine Diskussion m\u00f6glich ist (wie ich schon mal vor einiger Zeit in einem <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=5901\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel<\/a> beschrieben habe), habe ich mich gefragt, was hinter diesem Verhalten stecken mag &#8211; und bin zu dem Schluss gekommen, dass man derartige AfD-J\u00fcnger eigentlich nur pathologisch betrachten kann, um ein wenig Sinn in deren Gebaren zu bekommen.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund m\u00f6chte ich zun\u00e4chst ein paar Symptome aufz\u00e4hlen, die mir immer wieder unterkommen, wenn AfD-Anh\u00e4nger sich in sozialen Medien \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p><strong>Symptome<\/strong><\/p>\n<p><em>Fake-Geb\u00f6lke<\/em><\/p>\n<p>Sobald ein AfD-Fan mit einer Nachricht konfrontiert wird, die ihm nicht zusagt, wird oftmals einfach nun \u201eFake\u201c oder auch \u201eFake News\u201c geschrieben. Es kann halt f\u00fcr solche Leute nicht sein, was nicht sein darf. Das nimmt dann mitunter schon groteske Z\u00fcge an. Ein Beispiel: Unter einem Video, in dem der neue \u00f6sterreichische Regierungschef und Anf\u00fchrer der dortigen Rechtskoalition Sebastian Kurz etwas sagt, wird sofort als Fake News bezeichnet, obwohl das nichts anderes als ein Originalzitat ist. Aber Kurz erkl\u00e4rte dort, dass die 60-Stunden-Woche und der 12-Stunden-Tag in der \u00f6sterreichischen Arbeitswelt wieder erlaubt sein soll &#8211; das passt nat\u00fcrlich nicht zum Bild, was die AfD-J\u00fcnger von einem solchen Rechtspopulisten wie Kurz haben. In ihrer verqueren Sichtweise sind solche Politblender n\u00e4mlich\u00a0\u201ef\u00fcrs Volk\u201c da und nicht f\u00fcr\u00a0\u201edie da oben\u201c. Wenn sie dann von der Realit\u00e4t eingeholt werden, dann darf das eben nicht wahr sein &#8211; auch wenn diese Realit\u00e4t aus dem Munde dessen kommt, dem sie doch sonst nur allzu gern alles geglaubt haben, wenn er gegen Ausl\u00e4nder und Fl\u00fcchtlinge gewettert hat.<\/p>\n<p><em>Was dem eigenen Weltbild entspricht, ist immer richtig<\/em><\/p>\n<p>Von AfD-J\u00fcngern wird nichts auch nur in Erw\u00e4gung gezogen, was nicht ihrem eigenen Weltbild entspricht, auch wenn dies noch so gut belegt und dokumentiert ist. Andererseits werden vollkommen unkritisch auch die plumpste F\u00e4lschung und die dreisteste L\u00fcge geglaubt, wenn diese eben mit dem eigenen Weltbild konform gehen und es best\u00e4tigen. Wenn dann eine solche F\u00e4lschung eindeutig als L\u00fcge entlarvt wird (beispielsweise durch Originalbildmaterial, was von rechten Hetzern gern mit Photoshop bearbeitet und\/oder in einen falschen Zusammenhang gestellt wird), dann werden die L\u00fcgner und F\u00e4lscher auch noch in j\u00e4mmerlicher Weise verteidigt: Die h\u00e4tten ja immerhin den Mumm, mal was Unbequemes zu sagen.<\/p>\n<p><em>Beleidigungen<\/em><\/p>\n<p>Da AfD-J\u00fcnger f\u00fcr ihre absurden Ansichten in der Regel keinen argumentativen Unterbau haben und zudem oftmals auch nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind, wird gern sofort beleidigt und die eigene Filterblase aggressiv verteidigt, wenn sich dort mal eine von der eigenen Weltsicht abweichende Meinung findet. Es besteht dann auch in der Regel keine M\u00f6glichkeit mehr, auf die Ebene einer sachlichen Diskussion zur\u00fcckzukommen: Der AfD-Fan f\u00fchlt sich so geborgen in seiner kleine AfD-Welt, in der er seinen rassistischen M\u00fcll einfach so absondern darf, ohne daf\u00fcr gema\u00dfregelt zu werden, dass er diese Komfortzone, in der er sich endlich mal ernst genommen f\u00fchlt, eben mit Klauen und Z\u00e4hnen verteidigt.<\/p>\n<p><em>Verantwortung &#8211; nein, danke!<\/em><\/p>\n<p>Mit eigener Verantwortung haben AfDler grunds\u00e4tzlich nicht so viel am Hut. Klimawandel? \u201eIst nicht vom Menschen gemacht!\u201c Neokolonialismus in Afrika? \u201eWas kann ich daf\u00fcr?\u201c Ausbeutung in asiatischen Textilfabriken? \u201eIch beute niemanden aus!\u201c So lebt es sich nat\u00fcrlich sch\u00f6n bequem, man kann einfach so weitermachen wie bisher und muss sich um die Konsequenzen der eigenen Gedankenlosigkeit keine Sorgen machen. Passend dazu auch der n\u00e4chste Punkt, der damit Hand in Hand geht:<\/p>\n<p><em>Feigheit<\/em><\/p>\n<p>AfD-J\u00fcnger sind grunds\u00e4tzlich feige Memmen, die sich immer nur in der Opferrolle sehen (darin werden sie von ihren jammerlappigen Parteig\u00f6tzen ja vortrefflich unterst\u00fctzt). Es wird immer ein Schuldiger gesucht, der am besten auch irgendwie greifbar sein muss (\u201edie da oben\u201c, \u201edie Politiker der Altparteien\u201c,\u00a0\u201edie Fl\u00fcchtlinge\u201c, \u201eder Islam\u201c), anstatt mal systemische Ursachen in Betracht zu ziehen oder sich eventuell auch mal an die eigene Nase zu packen: Wer beispielsweise nicht in der Lage ist, auch nur einen einfachsten Satz ohne gr\u00f6bste Fehler zu schreiben, der sollte sich vielleicht auch nicht wundern, wenn Firmen, bei denen er sich bewirbt, nicht gerade in Jubelorgien ausbrechen. Und wie es sich f\u00fcr Feiglinge geh\u00f6rt, wird immer nur dorthin getreten, wo man wenig Widerstand erwartet, nach oben wird ausgiebig gebuckelt. Dar\u00fcber sollte auch nicht Eliten- oder Politikerschelte hinwegt\u00e4uschen, denn diese ist bei AfDlern grunds\u00e4tzlich substanzlos, mit dem Herrschenden identifiziert man sich sehr gern, da ist man ganz Untertan im Sinne von Heinrich Manns Diederich He\u00dfling.<\/p>\n<p><em>\u201eIch bin nicht rechts!\u201c<\/em><\/p>\n<p>Da selbst AfD-Fans mittlerweile mitbekommen haben, dass es nicht eben ein Lob ist, wenn man als rechts bezeichnet wird, verwehren sie sich h\u00e4ufig vehement dagegen, wenn man ihnen ihre rechte Gesinnung vorh\u00e4lt. Das hat nat\u00fcrlich auch wieder was mit der eben schon beschriebenen Feigheit zu tun, n\u00e4mlich nicht einmal f\u00fcr seine eigene menschenverachtende Weltsicht einstehen zu wollen. Ein weiteres Ph\u00e4nomen: AfD-J\u00fcnger werfen anderen gern vor, sie als \u201eNazi\u201c zu bezeichnen &#8211; auch wenn das Wort \u201eNazi\u201c zuvor in der Diskussion gar nicht gefallen ist und von ihnen selbst \u00fcberhaupt erst ins Gespr\u00e4ch eingebracht wurde. Da wird dann auch gern das Wort\u00a0\u201eNazikeule\u201c bem\u00fcht, da man so einem anderen Diskutanten ja Undifferenziertheit vorwerfen kann. Wenn man sich allerdings beispielsweise die Facebook-Profile von solchen\u00a0\u201eIch bin nicht rechts!\u201c-Bl\u00f6kern mal anschaut, dann findet man da in der Regel bei den Likes die ganze rechte Freakshow von prominenten AfDler, FP\u00d6-Kapeiken, Merine Le Pen, Geert Wilders und wie sie alle hei\u00dfen &#8211; sowie nat\u00fcrlich haufenweise rechte Hetzseiten und entsprechende Postings.<\/p>\n<p><em>Whataboutism<\/em><\/p>\n<p>Auch immer wieder anzutreffen bei AfD-J\u00fcngern, wenn man die auf Verfehlungen ihrer G\u00f6tzen aufmerksam macht: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Whataboutism\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Whataboutism<\/a>. So wird versucht, Dinge, die man einfach nicht sch\u00f6nreden kann, zu relativieren, indem man darauf hinweist, dass andere ja auch so was \u00c4hnliches machen w\u00fcrden. Mal abgesehen davon, dass diese Vergleiche meistens arg hinken, so macht es eine mistige Sache ja nicht besser, wenn man nicht der Einzige ist, der sie verzapft. Aber auch hier ist eben die Flucht vor einer inhaltlichen Diskussion der Hauptaspekt.\u00a0\u201eSelber doof!\u201c &#8211; im Prinzip der Versuch einer Legitimation, die schon bei Kindern, die \u00e4lter als f\u00fcnf Jahre sind, eher etwas peinlich und unangebracht wirkt.<\/p>\n<p>Nun stellt sich die Frage, wieso Menschen so drauf sein k\u00f6nnen und sich derma\u00dfen irrational in Diskussionen verhalten.<\/p>\n<p><strong>Ursachen<\/strong><\/p>\n<p><em>Angst<\/em><\/p>\n<p>Vor allem ist das erst mal Angst zu nennen, und diese ist teilweise auch durchaus berechtigt, n\u00e4mlich die Angst vor Armut und sozialem Abstieg. Diese wird nun allerdings in falsche Bahnen gelenkt und so auf S\u00fcndenb\u00f6cke umgelenkt (dieses Ph\u00e4nomen habe ich vor etwa eineinhalb Jahren schon mal in einem <a href=\"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=5639\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel<\/a> beschrieben), die aber mit den Ursachen der Bef\u00fcrchtungen nichts zu tun haben.<\/p>\n<p>Angst macht irrational und empf\u00e4nglich f\u00fcr Personen, die einem vermeintliche Sicherheit versprechen. Deswegen sehen sich \u00e4ngstliche Menschen auch eher nach politischen F\u00fchrerfiguren. Wenn solche Menschen nun das Gef\u00fchl haben, in einer Gruppe eine gewisse Sicherheit zu bekommen, dann werden sie diese Gruppe auch mit gro\u00dfer Aggressivit\u00e4t verteidigen &#8211; was man eben an der vollkommen unkritischen Haltung zur AfD bei deren J\u00fcngern sehen kann, die schnell mit P\u00f6beleien und Beleidigungen reagieren, wenn jemand auch sachlich etwas gegen ihren Hort der Sicherheit vorbringt.<\/p>\n<p>Und gerade im Sch\u00fcren von diffusen \u00c4ngsten tun sich AfD-Politiker und rechte Hetzseiten ja besonders hervor: Alle Fl\u00fcchtlinge sind da dann Vergewaltiger und Verbrecher, man kann sich nachts nicht mehr auf die Stra\u00dfe trauen, Frauen m\u00fcssen sowieso immer und \u00fcberall Angst haben, vom\u00a0\u201eschwarzen Mann\u201c vergewaltigt zu werden &#8211; dieses substanzlose Gelaber kennt jeder. Da werden dann eben einzelne Delikte zu einer Allgemeing\u00fcltigkeit aufgeblasen oder auch schlichtweg erfunden &#8211; Hauptsache, der \u00c4ngstliche bekommt das vorgesetzt, was ihn noch \u00e4ngstlicher und damit empf\u00e4nglicher macht f\u00fcr diejenigen, die ihm ihr Weltbild einfl\u00fcstern wollen.<\/p>\n<p>Hieraus resultieren auch die oben beschriebenen Tendenzen zur Feigheit und Verantwortungslosigkeit &#8211; beides Dinge, die f\u00fcr den \u00c4ngstlichen typisch sind, da er so seine Ohnmachtsgef\u00fchle ausleben kann und best\u00e4tigt bekommt: \u201eIch kann ja eh nichts machen\u201c wird dann zu\u00a0\u201eIch hab damit nichts zu schaffen und kann nicht daf\u00fcr\u201c.<\/p>\n<p><em>Mangelndes Selbstbewusstsein\/Selbstwertgef\u00fchl<\/em><\/p>\n<p>Hand in Hand damit geht ein Mangel an Selbstbewusstsein. Wer ein gutes Selbstwertgef\u00fchl hat, kann unterschiedlichen Situationen offen begegnen und gesteht sich eben auch Fehler ein, die er dabei m\u00f6glicherweise macht. Der AfD-J\u00fcnger ist wenig selbstbewusst und braucht daher jemandem, der ihm sagt, wo&#8217;s langgeht (die eben schon bei der Angst erw\u00e4hnte F\u00fchrerfigur), auch ein stabiler und einfach erkennbarer Rahmen wie der Patriotismus ist daf\u00fcr gut geeignet: Gut ist, was Deutsch ist &#8211; da muss man nicht viel denken und kann nicht ins Zweifeln kommen. Bl\u00f6derweise resultiert daraus dann auch immer eine Ausgrenzung von Dingen, die dann nicht gut sind &#8230;<\/p>\n<p>Wer also kein besonders ausgepr\u00e4gtes Selbstbewusstsein hat, der freut sich, wenn ihm ein Weltbild vorgesetzt wird, was er einfach so \u00fcbernehmen kann &#8211; das wird dann schon das Richtige sein. Hieran orientiert sich dann auch wieder der eigene gef\u00fchlte Selbstwert: Zweifel (die ein wenig Selbstbewusster nicht gut aushalten kann) gibt es nicht, man geh\u00f6rt dazu, und dieses Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl steigert dann auch das Selbstbewusstsein des Einzelnen ein St\u00fcck weit. Daran w\u00e4re nun nichts Schlechtes, allerdings basiert die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer solchen rechten Gruppe immer auf der Ausgrenzung anderer, denen dann mit Hass begegnet wird &#8211; schlie\u00dflich wollen die ja an die Wurzel des eigenen gerade erst als zartes Pfl\u00e4nzchen aufkeimenden Selbstbewusstseins Hand anlegen.<\/p>\n<p>So wird dann also in \u00fcbertriebener Weise ein Scheinselbstbewusstsein zur Schau getragen, das aber eher wie das Rufen eines \u00e4ngstlichen Kindes im Dunkeln oder das Kl\u00e4ffen eines Hundes, der sich vor irgendwas gerade richtig f\u00fcrchtet, \u00e4hnelt: Man ist laut, wenn man sich der Unterst\u00fctzung Gleichgesinnter sicher sein kann, und l\u00e4sst sich von Argumenten, die der eigenen Ansicht entgegenstehen, nicht aus der Ruhe bringen &#8211; oder nimmt diese vielmehr gar nicht erst war, um nicht aus der Ruhe gebracht zu werden, was ja das eigene Selbstbewusstsein gleich wieder ein bisschen dezimieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund wird auch auf AfD-Seiten in sozialen Medien grunds\u00e4tzlich jeder noch so sachliche Einwand oder argumentative Kritik an den eigenen Positionen schnell entfernt, da man die so erzeugten Filterblasen ben\u00f6tigt, um den wenig Selbstbewussten zumindest so viel Selbstbewusstsein zu erm\u00f6glichen, dass sie einem bedingungslos hinterherlaufen.<\/p>\n<p><em>Neoliberale Indoktinierung<\/em><\/p>\n<p>Und zu diesen beiden pers\u00f6nlichen Dispositionen kommt nun eine mittlerweile jahrelange neoliberale Indoktrinierung hinzu, die genau diese beiden geschilderten Eigenschaften verst\u00e4rkt. Solidarit\u00e4t und Gemeinschaftssinn sind ja beispielsweise Dinge, die Angst und geringem Selbstbewusstsein entgegenwirken, und genau diese sind ja im Neoliberalismus mehr und mehr dezimiert worden.<\/p>\n<p>\u201eJeder ist seines Gl\u00fcckes Schmied!\u201c &#8211;\u00a0\u201eWenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht!\u201c Diese und \u00e4hnliche neoliberale Mantras, die von der Politik, vielen Medien und auch der Werbung immer wieder den Menschen eingebl\u00e4ut werden, f\u00fchren dazu, dass jeder, dem Unbill widerf\u00e4hrt, sich erst mal selbst daf\u00fcr verantwortlich macht. Systemische Ursachen werden gar nicht in Erw\u00e4gung gezogen, also muss man selbst ja ein Versager sein, wenn irgendwas im eigenen Leben schlechter l\u00e4uft als bei anderen.<\/p>\n<p>Dazu kommt dann noch die zunehmende existenzielle Verunsicherung durch das Schleifen des Sozialstaats (Stichworte Hartz IV und Altersarmut, nur mal als Beispiele) &#8211; und schon werden vor allem \u00c4ngste ausgebildet und Selbstbewusstsein verkleinert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Solche Leute m\u00fcssten sich also vor allem mal mit sich selbst und ihren wirklichen psychischen Problemen besch\u00e4ftigen, stattdessen bekommen sie nun von einer Partei andauernd andere vorgesetzt, die an allem M\u00f6glichen schuld sein sollen. Das schafft zwar ein Gef\u00fchl der Erleichterung, und wenn sich diese Menschen dann auch noch als Gewinner f\u00fchlen d\u00fcrfen, weil ihre Partei AfD im Aufwind ist, dann wird das Ganze zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt (und kann sogar in eine Hybris m\u00fcnden) &#8211; aber letztendlich werden die AfD-J\u00fcnger so von den eigentlichen Wurzeln ihres Unbehagens abgelenkt, n\u00e4mlich ihrer eigenen Angst und ihrem fehlenden Selbstbewusstsein.<\/p>\n<p>Da man als Privatperson solche Menschen nicht therapieren kann, schon gar nicht \u00fcber einen rein virtuellen Kontakt, sollte man sie besser links liegen lassen und ihnen deutlich zeigen, dass sie sich in einer inakzeptablen Weise verhalten &#8211; vielleicht kommt ja so der eine oder andere doch noch zur Besinnung. Bei einer derart verfestigten pathologischen St\u00f6rung, wie man sie allerdings bei den allermeisten AfD-J\u00fcngern vorfindet, kann jedoch nur professionelle Hilfe wirklich sinnvoll sein. Das Fiese an der Sache ist nur, dass diese Menschen einen solchen Rat (auch wenn er aufrichtig gut gemeint ist) garantiert vehement ablehnen w\u00fcrden &#8211; denn das ist ja gerade eine Auspr\u00e4gung ihrer psychischen Disposition.<\/p>\n<p>So bleibt &#8211; frustrierend genug &#8211; nur die Analyse, ohne einen wirklichen L\u00f6sungsvorschlag anbieten zu k\u00f6nnen &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man sich in sozialen Medien wie Facebook mal ein bisschen aus seiner eigenen Filterblase hinausbewegt, dann stellt man recht schnell fest, dass es immer mehr Rechte und Rechtsextreme gibt, die ausgesprochen ungeniert ihre Meinungen dort in die virtuelle Gegend posaunen. Mittlerweile ist ja in Deutschland die AfD das politische Sammelbecken f\u00fcr derartige Gestalten geworden, und wenn man deren Statements so liest, dann stellt man bestimmte Muster fest, die immer wiederkehren. 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