{"id":9585,"date":"2018-01-07T15:18:41","date_gmt":"2018-01-07T14:18:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=9585"},"modified":"2018-01-07T15:24:37","modified_gmt":"2018-01-07T14:24:37","slug":"interessantes-aus-kw-01-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unterstroemt.de\/?p=9585","title":{"rendered":"Interessantes aus KW 1\/2018"},"content":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. Viel Spa\u00df beim Lesen und Anschauen!<\/p>\n<p>1. Das neue Jahr beginnt mit schlechten Nachrichten aus dem Land der aufgehenden Sonne, die uns jedoch alle betreffen: <em>Scinexx<\/em> ver\u00f6ffentlicht eine Zusammenfassung der Universit\u00e4t f\u00fcr Wissenschaft und Technologie in Shenzhen. Diese Studie besch\u00e4ftigt sich mit den klimatischen Ver\u00e4nderungen diesen Jahrhunderts, und der Titel\u00a0\u201e<a href=\"http:\/\/www.scinexx.de\/wissen-aktuell-22255-2018-01-02.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Welt wird trockener<\/a>\u201c l\u00e4sst schon erahnen, dass es um negative Auswirkungen f\u00fcr uns Menschen geht. Demnach sind bereit zwei Grad mehr f\u00fcr die Menschheit ein massiver Einschnitt in unsere Lebensweise, und das in den kommenden 30 Jahren. Erschreckend, aber auch das wird die Menschheit wieder nur aussitzen &#8230; [Dirk]<\/p>\n<p>2. Und noch eine schlechte Nachricht in Sachen Klima: Ebenfalls <em>Scinexx<\/em> ver\u00f6ffentlicht eine Studie der University of California zu den sogenannten \u201eTodeszonen\u201c in unseren Ozeanen (das sind Zonen ohne nennenswerten Sauerstoff). Der Beitrag\u00a0\u201e<a href=\"http:\/\/www.scinexx.de\/wissen-aktuell-22267-2018-01-05.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ozeanen geht die Luft aus<\/a>\u201c zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte und wie dringend der Handlungsbedarf ist. Denn \u00dcberraschung: Der vom Menschen verursachte Klimawandel tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich dazu bei. [Dirk]<\/p>\n<p>3.\u00a0Elektroautos werden uns ja zurzeit ziemlich oft als eine Art Allheilmittel vorgesetzt, um auch in Zukunft sch\u00f6n einfach so weitermachen zu k\u00f6nnen mit der Verkehrspolitik.\u00a0Dass da nicht viel dran ist, wird in einem lesenswerten <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/dezember\/mobilitaet-ohne-auto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel von Winfried Wolf<\/a> in den <em>Bl\u00e4ttern f\u00fcr deutsche und internationale Politik<\/em> dargelegt. Darin r\u00e4umt der Autor nicht nur mit etlichen PR-Weisheiten zur E-Mobilit\u00e4t auf, sondern entwirft auch zehn Punkte, die aufzeigen, wie tats\u00e4chlich nachhaltige Mobilit\u00e4t in der Zukunft gestaltet werden m\u00fcsste. [Karl]<\/p>\n<p>4. Schon seit Jahren fordern Verbrauchersch\u00fctzer und NGOs eine Lebensmittelampel, mit der auf einen Blick ersichtlich wird, ob Produkte besonders viel Fett, Zucker und \u00e4hnliche wenig gesunde Substanzen enthalten. Nun berichtet ein <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/ampelkennzeichnung\/aktuelle-nachrichten\/pseudo-ampel-rechnet-produkte-gesund\/?utm_source=newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel von <em>foodwatch<\/em><\/a>, dass die Lebensmittelindustrie jetzt mit einem eigenen Modell einer solchen Ampel an den Start kommt. Und wie nicht anders zu erwarten, wird dabei ordentlich getrickst, indem einfach von Miniportionen ausgegangen wird, um so zu verschleiern, dass viele Produkte fette Zuckerbomben sind. In dem Artikel werden acht Beispiele gezeigt, die veranschaulichen, was f\u00fcr einen verbrauchert\u00e4uschenden Murks sich die Industrie da mal wieder ausgedacht hat. [Karl]<\/p>\n<p>5. Aus den Augen, aus dem Sinn. Das kann man leider als Motto bezeichnen, wie Menschen mit ihrem M\u00fcll umgehen. So berichtet ein <a href=\"http:\/\/snip.ly\/wx1ah#http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/plastikmuell-in-der-arktis-die-muellkippe-im-norden-a-1184545.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>Spiegel Online<\/em><\/a>, wie sehr Palstikm\u00fcll mittlerweile die Arktis und das arktische Meer belastet &#8211; erschreckende Forschungsergebnisse, die zeigen, dass es mehr als dringend geboten w\u00e4re, massiv (Plastik-)M\u00fcll zu vermeiden. [Karl]<\/p>\n<p>6. Ulrike Gu\u00e9rot und Reinhard Blomert werfen in einem <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2018\/01\/yanis-varoufakis-euro-krise-die-ganze-geschichte-buch\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf <em>Zeit Online<\/em><\/a> einen Blick auf das Buch\u00a0\u201eDie ganze Geschichte. Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment\u201c vom ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis. Darin beschreibt der \u00d6konom deutlich und ungesch\u00f6nt, dass es eigentlich nie um eine L\u00f6sung der durch die Finanzkrise in Griechenland aufgeworfenen Probleme ging, sondern vor allem um eine Machtdemonstration vom deutschen Finanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble (CDU). Die Demokratiedefizite der EU treten bei diesen Vorg\u00e4ngen mehr als deutlich zutage und zeigen, wo wirklich mal dringender Reformbedarf best\u00fcnde. [Karl]<\/p>\n<p>7. Kritische Worte zum Thema Grundeinkommen findet Ulrike Herrmann in einem <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-finnisches-Grundeinkommen\/!5473675\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kommentar in der <em>taz<\/em><\/a>. Dort zeigt sie anhand der neoliberalen Version eines Grundeinkommens, die gerade in Finnland praktiziert wird, auf, dass auf diese Weise vor allem Lohndumping betrieben und den Unternehmen gedient wird, die Arbeitslosen und Geringverdiener aber zu den gr\u00f6\u00dften Verlierern dieses Modells z\u00e4hlen. [Karl]<\/p>\n<p>8. Was die AfD von einer freien Presse h\u00e4lt, hat die Rechtspartei ja schon mehr als einmal deutlich gemacht &#8211; n\u00e4mlich nicht sehr viel. Umso absurder, dass nun die <em>S\u00e4chsische Zeitung<\/em>, wie ein <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5473788\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in der <em>ta<\/em>z<\/a> berichtet, einen AfD-Politiker zu einem von 15\u00a0\u201eMenschen des Jahres\u201c k\u00fcrt. Was in solchen Journalisten vor sich gehen mag, erschlie\u00dft sich mir nicht, in jedem Fall wird auf diese Weise das hetzerische und rechtsextreme Gedankengut der AfD ein St\u00fcck weiter hoff\u00e4hig gemacht. Aber in Sachsen sollte einen mittlerweile ja wirklich gar nichts mehr wundern. [Karl]<\/p>\n<p>9. Die SPD t\u00f6nt in den Sondierungsgespr\u00e4chen mit der CDU\/CSU zurzeit ja m\u00e4chtig rum, was das Thema B\u00fcrgerversicherung angeht. Dass es sich bei der SPD-Variante allerdings wenig \u00fcberraschend eher um einen Papiertiger handelt, zeigt Christoph Butterwegge in einem <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/gastbeitraege\/buergerversicherung-spd-konzept-ein-etikettenschwindel-a-1417710\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag in der <em>Frankfurter Rundschau<\/em><\/a> auf. Dar\u00fcber hinaus beschreibt Butterwegge, wie seiner Meinung nach eine wirklich solidarische B\u00fcrgerversicherung, die sozialstaatsst\u00e4rkend wirken w\u00fcrde, konstruiert sein m\u00fcsste. W\u00e4re sch\u00f6n, wenn sich die Politik dieses wichtigen Themas mal auf zeitgem\u00e4\u00dfe Weise annehmen w\u00fcrde. [Karl]<\/p>\n<p>10. Interessant! In einem <a href=\"http:\/\/mokant.at\/1802-facebook-user-wahlkampf-diskurs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel auf der Website <em>mokant.at<\/em><\/a> wird eine Untersuchung beschrieben, die sich mit <em>Facebook<\/em>-Kommentaren w\u00e4hrend des \u00f6sterreichischen Wahlkampfs besch\u00e4ftigt hat. Resultat: Auf rund 40 <em>Facebook<\/em>-Seiten von Politikern und politischen Medien wurden von etwa 400.000 Usern 2,9 Millionen Kommentare gepostet &#8211; von denen allerdings fast die H\u00e4lfte auf lediglich 8900 User zur\u00fcckgeht. Diese Personen (wenn sie denn real sind, was nicht immer klar zu erkennen ist) dominierten also zu einem guten Teil die politische Meinungsbildung \u00fcber Facebook. Wirkliche Pluralit\u00e4t sieht irgendwie anders aus, finde ich. [Karl]<\/p>\n<p>11. Gute Neuigkeiten aus Kalifornien: Laut einer <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/panorama\/ausland\/kalifornien-startet-legalen-marihuana-verkauf-aid-1.7295768\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meldung der <em>Rheinischen Post<\/em><\/a> ist in diesem US-Bundesstaat seit Anfang des Jahres der legale Erwerb von Marihuana auch ohne medizinische Indikation m\u00f6glich. Vonseiten der US-Regierung h\u00f6rt man nat\u00fcrlich eher negative \u00c4u\u00dferungen dazu, aber das war bei den reaktion\u00e4ren Trump-Typen ja auch nicht anders zu erwarten. [Karl]<\/p>\n<p>12. In der <em>taz<\/em> findet sich ein interessantes <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5473796\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview mit Niema Movassat<\/a> zu den derzeitigen Protesten im Iran. Der Bundestagsabgeordnete von Die Linke ist insofern recht gut in dem Thema involviert, als dass seine Eltern Iraner sind. Movassat beschreibt die Hintergr\u00fcnde zu den Demonstrationen und gibt einen Ausblick auf m\u00f6gliche Reaktionen des iranischen Regimes. Zudem hat er auch einige recht konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr die westliche Politik. [Karl]<\/p>\n<p>13. Und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41755\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">noch ein lesenswertes Interview<\/a>, diesmal auf den <em>NachDenkSeiten<\/em> mit dem Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen. Ausgehend von einer Rezension Meyens zum aktuellen Buch von Claus Kleber, die den wenig schmeichelhaften Titel\u00a0\u201eRettet Claus Kleber\u201c tr\u00e4gt und dem Chef des <em>heute journals<\/em> kein gutes Zeugnis ausstellt, werden hier etliche Punkte angesprochen, die aufzeigen, was an der heutigen Medienlandschaft (zumindest in weiten Teilen) kritisiert werden muss. [Karl]<\/p>\n<p>14. Auf den unmenschlichen Umgang mit schwarzafrikanischen Fl\u00fcchtlingen in Libyen kann man gar nicht oft genug hinweisen. Daher hier noch mal ein sechsmin\u00fctiger <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/videosextern\/ist-libyen-ein-marktplatz-fuer-menschen-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht der <em>ARD<\/em>-Sendung <em>titel thesen temperamente (ttt)<\/em><\/a>, der sich mit dem Thema Menschenhandel und Sklaverei besch\u00e4ftigt. Das wurde zwar schon vor drei Wochen gesendet, aber ist ja leider nach wie vor aktuell &#8211; und wird es auch noch bleiben, da die EU und ihre Staatsregierungen ja alles daf\u00fcr tun, damit diese Zust\u00e4nde weiterhin bestehen bleiben. [Karl]<\/p>\n<p>15. Roberto J. De Lapuente besch\u00e4ftigt sich in einem <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1075027.heppenheimer-hiob-die-querfront-der-querfrontschreier-und-neoliberalen.html?pk_campaign=SocialMedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kommentar im <em>neuen deutschland<\/em><\/a> mit dem Begriff der Querfront, die ja in letzter Zeit wieder vermehrt bem\u00fcht wird, um eine N\u00e4he von Linken zu Rechten zu suggerieren. Dass es diesem Begriff allerdings an jeder Subtanz fehlt, wird deutlich, wenn man sich anschaut, welche Hinter- und Bewegr\u00fcnde denn hinter einzelnen Aussagen stehen, die auf den ersten Blick Parallelen aufweisen zu scheinen. Dann kommt man n\u00e4mlich schnell dahinter, dass diese ganze Querfront-Geschrei vor allem den Neoliberalen dient, die ja schon seit Jahren propagieren, dass alles eigentlich nur Mitte zu sein habe. Sehr interessante Analyse! [Karl]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dieser Stelle pr\u00e4sentieren wir regelm\u00e4\u00dfig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben m\u00fcssen und die wir teilenswert finden. 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