Manipulation in Medien zeigt sich nicht nur dadurch, dass Unwahrheiten berichtet oder einseitige Stellungnahmen veröffentlicht werden. Vielmehr geht die Beeinflussung der Leser, Zuschauer oder Hörer schon damit los, worüber denn überhaupt berichtet wird – und worüber nicht. Ein sehr anschauliches Beispiel dafür konnte man gerade beobachten.
Kategorie: Medial-Manipulatives
Anschlag auf den CSD in Berlin
Der Christopher Street Day (CSD) in Berlin am vergangenen Wochenende wurde von einem bösartigen Terroranschlag überschattet: Ein Transporter wurde in die Menschenmenge gesteuert, dabei wurde eine Frau getötet und zahlreiche weitere Personen wurden verletzt. Der Täter: Abdul B., Islamist. Und während Rechte von CDU bis AfD nun vor allem wieder muslimfeindliche Rhetorik aufbieten, erinnert mich dieser Anschlag doch in einigen Punkten sehr stark an den von Anis Amri auf den Berliner Weihnachtsmarkt vom Dezember 2016.
Gemeinsamkeiten
Unsere Gesellschaft sei sehr gespalten, heißt es immer wieder. Dass das nur bedingt so ist, haben Steffen Mau et al. ja in ihrem Buch „Triggerpunkte“ nachgewiesen. Allerdings werden in der Öffentlichkeit eben immer öfter, auch von Medien gepusht, Themen so dargestellt, dass sich entgegenstehende Aspekte konfrontativ in den Fokus gerückt werden. Dabei gäbe es m. E. viele Dinge, denen eigentlich die meisten Menschen hierzulande zustimmen würden. Ich hab da mal ein paar zusammengeschrieben.
Nuhr und die Femizide
Über Dieter Nuhr habe ich mich ja schon vor vielen Jahren mal in einem Artikel ausgelassen, und seitdem ist das mit dem auch echt nicht besser geworden. Was auch nicht verwunderlich ist, wenn man sich den Rechtsrutsch in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren anschaut. Nun hat Nuhr aber kürzlich einen Kalauer gerissen, der ihm reichlich Kritik eingebracht hat.
Diffuses Bashing
Wie Framing funktioniert, konnte man neulich anhand eines Artikels im Tagesspiegel anschaulich sehen. Dass dabei mal wieder Bürgergeldempfänger diffamiert wurden, passt da schon recht gut ins Bild, denn deren Leistungen sollen ja zurzeit gekürzt werden vonseiten der Bundesregierung, und da macht es sich gut, wenn das Bild vom „arbeitsscheuen Sozialschmarotzer“ in der Öffentlichkeit ein bisschen verfestigt werden kann.
Höcke und die nicht deutschen Westdeutschen
Björn Höcke von der AfD hat mal wieder etwas rausgehauen in einem Podcast mit der rechtsradikalen Schweizer Weltwoche: Neben dem üblichen Faschistengeschwätz sorgte diesmal vor allem die Aussage für große mediale Aufregung, dass angeblich alle Westdeutschen gar keine richtigen Deutschen seien.
Alle für die AfD!
Dass die CDU mittlerweile kaum noch von der AfD zu unterscheiden ist und gemeinsam mit den Blaubraunen in den letzten Jahren immer weiter nach rechts abgedriftet ist, hab ich ja vorletzte Woche schon in einem Artikel festgestellt. Und auch die mediale Unterstützung, welche die AfD vor allem auch von öffentlich-rechtlichen Sendern erhält, hab ich bereits mehr als einmal thematisiert. Schlimm genug – aber nun sind in letzter Zeit auch immer wieder Stimmen von der SPD und den Grünen zu hören, die ebenfalls eine Annäherung an die AfD fordern bzw. eine Politik propagieren, die absehbar zu immer mehr Stimmen für die Rechtsradikalen führen wird. Deren Erfolg mach sie anscheinend sexy …
Wenn Spiegel-Journalisten Fake News verbreiten, um plumpe rechtslastige Stimmung zu machen …
Kürzlich sah ich einen Beitrag auf Facebook auf der Wall von „Gegen die Alternative für Deutschland“, in dem ein anderer Social-Media-Beitrag von einem Andreas Niesmann kommentiert wurde. Das Erschreckendste daran war nicht einmal das dumm-plumpe Grünen-Bashing von Niesmann, sondern dass der doch tatsächlich Mitglied des Spiegel-Hauptstadtbüros ist. Au weia!
Liebe CDU-Wähler …
… seid Ihr eigentlich noch ganz bei Trost? Ich weiß, das klingt nun etwas sehr schroff, aber ich fürchte, dass diese Frage dringend mal genau so gestellt werden muss!
Ach, was für ein Spaß, so ein Krieg!
Wer nun bei der Überschrift denkt: „Tickt der noch ganz richtig?“, der liegt schon mal gar nicht so falsch. Allerdings spiegelt diese kranke Aussage auch nicht meine eigene Sichtweise wider, sondern die von Hannes Stein, einem Springer-Schreiberling, der für die Jüdische Allgemeine einen Kommentar verzapft hat, in dem er genau das geschrieben hat.

