Vor ein paar Wochen war in in unserer örtlichen Stadtbibliothek und stöberte nach einem Buch zum Ausleihen. Dabei fiel mir „Die neuen Asozialen“ von Sabrina Hoffmann in die Hände. Fast hätte ich es wieder zurückgestellt, da das Buch schon 2016 erschienen ist, aber zum Glück hab ich es dann dennoch mitgenommen. Denn dass das schon zehn Jahre alt ist, entpuppte sich beim Lesen als großer Gewinn.
Kategorie: Literarisches
Mau/Lux/Westheuser: Triggerpunkte
In einer Folge von Die Anstalt im ZDF wurde vor einigen Monaten das Buch „Triggerpunkte“ angesprochen, was mich so sehr interessiert hat, dass ich mir das mal zugelegt und gelesen habe.
Buchtipp: Wer beherrscht die Welt?
Wer Noam Chomsky kennt, der weiß um dessen kritische Haltung gegenüber Herrschaftsstrukturen, gerade auch in seiner Heimat, den Vereinigten Staaten von Amerika. So untersucht er in seinem 2017 erschienenen Buch die globalen Verwerfungen der amerikanischen Politik und stellt damit insbesondere die Wertevorstellungen und (Un-)Ethik der USA infrage. Und so viel kann ich an dieser Stelle schon verraten: Die kommen nicht gut weg … zu Recht!
Buchtipp: Eine kurze Geschichte der Menschheit
Der Homo sapiens ist seit ca. 300.000 Jahren auf der Erde unterwegs, die selbst ca. 4.500.000.000 Jahre alt zu sein scheint (es gibt uns also ca. 1/15.000 des Erdalters). Wie hat der Mensch es in dieser relativ kurzen Zeit an die vermeintliche Spitze der Schöpfung geschafft? Welche Wegpunkte haben wir passiert, welche entscheidenden Richtungen eingeschlagen und an welchen Stellen war es einfach nur Glück? Diese und viele weitere Fragen versucht der Historiker Yuval Noah Harari in seinem grandiosen Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ zu beleuchten. Selten hat mir ein Buch so viel bleibendes Wissen vermittelt und mich auf jede weitere Seite so neugierig gemacht!
Buchtipp: Jäger, Hirten, Kritiker
Der Philosoph Richard David Precht gehört aus meiner Sicht zu den geistig bestsortierten Personen, wenn es um die Gesellschaft und deren Motivationen geht. Das merkt man vor allem in Diskussionsrunden, wenn Politiker*innen lieber auch mal den Mund halten, weil sie sonst ganz fix ohne Rock oder Hosen dastehen. Genauso kompetent sind Prechts Schreibstil und seine Analysen unserer Arbeitswelt in seinem 2018 erschienen Buch „Jäger, Hirten, Kritiker“, in dem er auf unserem Umgang mit der „Industriellen Revolution 4.0“ ins Gericht geht.
Buchtipp: Politisches Framing
Wie sehr Sprache die politischen Debatten lenkt und prägt, kann man sich wahrscheinlich im Ansatz schon vorstellen. Liest man das Buch „Politisches Framing“ von Elisabeth Wehling, dann hat man auch eine sehr konkrete Vorstellung, wie und wo das geschieht und wie häufig man dies nicht bemerkt.
Buchtipp: Illegale Kriege
Mit der Gründung der Vereinten Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg wollten 51 Staaten ein Zeichen gegen den Krieg setzen, und so wurde die Charta der Vereinten Nationen verfasst, mit der jeder Angriffskrieg ein illegaler Krieg wurde. Außer der Selbstverteidigung war damit jede Kriegshandlung untersagt, und religiöse oder ökonomische Interessen sollten künftig auf diplomatischem Weg geklärt werden. Dass dies absolut nicht der Fall ist und gerade die NATO-Staaten diese Charta immer wieder mit Füßen treten, zeigt Daniele Ganser, der Schweizer Historiker und Autor, anhand uns allen bekannten Beispielen. Von Kuba bis Syrien führt der Autor uns chronologisch durch die illegalen Angriffskriege der USA und der europäischen Staaten.
Buchtipp: Die Humane Marktwirtschaft
Ein einfaches Konzept für die Wirtschaft, in der Regulierungen und Subventionen entfallen, das egoistische und fanatische Anhäufen von Unsummen sich nicht mehr rentiert und man das System sogar in einem Land nach dem anderen einführen kann, der internationale Handel also weiter funktioniert, kann es das geben? Wenn es nach Peter Haisenko und Hubert von Brunn geht, dann haben sie ein solches Wirtschaftsmodell in ihrem Buch „Die Humane Marktwirtschaft“ relativ detailliert skizziert.
Buchtipp: Die große Heuchelei
Im Prinzip darf man sich nicht mit der internationalen Politik beschäftigen, wenn man nicht wütend oder depressiv werden möchte. Egomane Präsidenten wie Trump, Putin, Bolsonaro, Erdogan oder Orban beschneiden Bürgerrechte und brechen geltendes Recht, und selbst die NATO lässt sich in illegale Angriffskriege hineinziehen. Auch in Deutschland werden Gesetze zugunsten Superreicher und für Konzerne erlassen, und Politiker leisten Meineid, löschen ermittlungsrelevante Mobiltelefondaten oder betrügen bei der Vergabe von Aufträgen und kosten den Steuerzahler zusätzliche Milliarden, oft auch noch zu deren Ungunsten. Und als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, so lassen es sich die Medien nicht nehmen, auch noch ihren Teil zum Unmut der Bevölkerung beizutragen, indem der manipulative Sprachgebrauch der Politik übernommen wird oder Loblieder auf den freien Markt mitgeträllert werden. Da schlägt das Buch von Jürgen Todenhöfer genau in diese Kerbe: „Die große Heuchelei“.
Buchtipp: CHANGE! Warum wir eine radikale Wende brauchen
Bereits vor 50 Jahren hatte der Club of Rome in seiner Studie Die Grenzen des Wachstums eine Prognose der Weltwirtschaft und deren Folgen für die Menschheit vorgestellt. Das hier vorgestellte Buch „CHANGE! Warum wir eine radikale Wende brauchen“ von Autor und ehemaligem Generalsekretär des Club of Rome, Graeme Maxton, bringt diese Prognosen mit aktuellen Erkenntnisse zusammen, versucht mögliche Folgen für die Menschheit zu skizzieren und nennt unvermeidliche Schritte, um zumindest noch den kompletten Untergang der Menschheit zu verhindern. Klingt bedrohlich und reißerisch? Ist es ja auch. Trotzdem bleibt der Autor erstaunlich optimistisch, dass wir das Ruder noch rum reißen können und werden.

