Buchtipp: Eine kurze Geschichte der Menschheit

Der Homo sapiens ist seit ca. 300.000 Jahren auf der Erde unterwegs, die selbst ca. 4.500.000.000 Jahre alt zu sein scheint (es gibt uns also ca. 1/15.000 des Erdalters). Wie hat der Mensch es in dieser relativ kurzen Zeit an die vermeintliche Spitze der Schöpfung geschafft? Welche Wegpunkte haben wir passiert, welche entscheidenden Richtungen eingeschlagen und an welchen Stellen war es einfach nur Glück? Diese und viele weitere Fragen versucht der Historiker Yuval Noah Harari in seinem grandiosen Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ zu beleuchten. Selten hat mir ein Buch so viel bleibendes Wissen vermittelt und mich auf jede weitere Seite so neugierig gemacht!

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Buchtipp: Jäger, Hirten, Kritiker

Der Philosoph Richard David Precht gehört aus meiner Sicht zu den geistig bestsortierten Personen, wenn es um die Gesellschaft und deren Motivationen geht. Das merkt man vor allem in Diskussionsrunden, wenn Politiker*innen lieber auch mal den Mund halten, weil sie sonst ganz fix ohne Rock oder Hosen dastehen. Genauso kompetent sind Prechts Schreibstil und seine Analysen unserer Arbeitswelt in seinem 2018 erschienen Buch „Jäger, Hirten, Kritiker“, in dem er auf unserem Umgang mit der „Industriellen Revolution 4.0“ ins Gericht geht.

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Buchtipp: Illegale Kriege

Mit der Gründung der Vereinten Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg wollten 51 Staaten ein Zeichen gegen den Krieg setzen, und so wurde die Charta der Vereinten Nationen verfasst, mit der jeder Angriffskrieg ein illegaler Krieg wurde. Außer der Selbstverteidigung war damit jede Kriegshandlung untersagt, und religiöse oder ökonomische Interessen sollten künftig auf diplomatischem Weg geklärt werden. Dass dies absolut nicht der Fall ist und gerade die NATO-Staaten diese Charta immer wieder mit Füßen treten, zeigt Daniele Ganser, der Schweizer Historiker und Autor, anhand uns allen bekannten Beispielen. Von Kuba bis Syrien führt der Autor uns chronologisch durch die illegalen Angriffskriege der USA und der europäischen Staaten.

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Buchtipp: Die große Heuchelei

Im Prinzip darf man sich nicht mit der internationalen Politik beschäftigen, wenn man nicht wütend oder depressiv werden möchte. Egomane Präsidenten wie Trump, Putin, Bolsonaro, Erdogan oder Orban beschneiden Bürgerrechte und brechen geltendes Recht, und selbst die NATO lässt sich in illegale Angriffskriege hineinziehen. Auch in Deutschland werden Gesetze zugunsten Superreicher und für Konzerne erlassen, und Politiker leisten Meineid, löschen ermittlungsrelevante Mobiltelefondaten oder betrügen bei der Vergabe von Aufträgen und kosten den Steuerzahler zusätzliche Milliarden, oft auch noch zu deren Ungunsten. Und als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, so lassen es sich die Medien nicht nehmen, auch noch ihren Teil zum Unmut der Bevölkerung beizutragen, indem der manipulative Sprachgebrauch der Politik übernommen wird oder Loblieder auf den freien Markt mitgeträllert werden. Da schlägt das Buch von Jürgen Todenhöfer genau in diese Kerbe: „Die große Heuchelei“.

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Buchtipp: CHANGE! Warum wir eine radikale Wende brauchen

Bereits vor 50 Jahren hatte der Club of Rome in seiner Studie Die Grenzen des Wachstums eine Prognose der Weltwirtschaft und deren Folgen für die Menschheit vorgestellt. Das hier vorgestellte Buch „CHANGE! Warum wir eine radikale Wende brauchen“ von Autor und ehemaligem Generalsekretär des Club of Rome, Graeme Maxton, bringt diese Prognosen mit aktuellen Erkenntnisse zusammen, versucht mögliche Folgen für die Menschheit zu skizzieren und nennt unvermeidliche Schritte, um zumindest noch den kompletten Untergang der Menschheit zu verhindern. Klingt bedrohlich und reißerisch? Ist es ja auch. Trotzdem bleibt der Autor erstaunlich optimistisch, dass wir das Ruder noch rum reißen können und werden.

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Filmtipp: Captain Fantastic

Auch wenn der Titel spontan an das Marvel-Universum denken lässt, geht es hier um einen wunderbar kontroversen Film von Regisseur und Drehbuchautor Matt Ross. Der deutsche Untertitel lässt schon erahnen, dass es eher um ein gesellschaftskritisches Werk geht: „Einmal Wildnis und zurück“. Das Drama um einen Familienvater und seine sechs Kinder, die nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter aus ihrem Leben in der freien Natur in die Konsumgesellschaft eintauchen müssen, um der Beerdigung ihrer Mutter beizuwohnen.

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Buchtipp: Time For Change

Das vorliegende Buch trägt den Untertitel „Wie ich meiner Tochter die Wirtschaft erkläre“ und ist auch entsprechend geschrieben: In kleinen Happen und mit einigen Ausflügen und Anekdoten erklärt der Autor die Entstehung des Kapitalismus in einer Zeit, als die Baumwolle begehrtes Handelsgut wurde. Er klärt über geschichtliche Zahlungssysteme auf und demaskiert die Mythen der Banker und Ökonomen, die noch immer von einer „unsichtbaren Hand“ schwadronieren, die den Markt von allein regelt (lachhaft!).

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Buchtipp: Reichtum ohne Gier

Der Titel bringt es schon auf den Punkt: „Reichtum“ lässt sich auch realisieren, ohne dass man wie ein Parasit agieren muss. Die Erklärung dazu liefert der Untertitel: „Wie wir uns vor dem Kapitalismus retten“. In diesem Buch geht es nicht darum, dass wir alle gleich viel haben und verdienen und in einer klassenlosen Gesellschaft leben. Es geht um die detaillierte Unterscheidung von Kapital, Reichtum, Besitz und natürlich die historischen Wurzeln dieser Begriffe und deren Bedeutung.

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