iHuman

Noch bis zum 19. 7. 2020 zeigt arte die 96-minütige Dokumentation „iHuman“ in voller Länge. Der norwegische Film von Tonje Hessen Schei zeigt Einblicke in die künstliche Intelligenz, Konzernmacht und soziale Kontrolle in unserer digitalisierten Welt. Es geht weniger um den technischen Background, sondern um die moralischen Bedenken und gesamtgesellschaftlichen Veränderungen, die eine künstliche Intelligenz der Gesellschaft bringen wird. Außerdem wird auch viel über das Sammeln und Auswerten jeglicher Daten berichtet, vor allem durch Konzerne. Stimmungsvoll mit Musik hinterlegt, sehr kritische Stimmen aufgegriffen und mit den weltweit führenden Charakteren gesprochen (wobei es wieder erschreckend ist, dass es fast nur männliche Gesprächspartner gibt).

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Dick, dicker, fettes Geld

Auf arte lief kürzlich eine hervorragende Dokumentation zum Thema Adipositas. Dieser Erkrankung tritt nämlich immer häufiger auf, und die Zahlen sind mitunter erschreckend, die einem da präsentiert werden. Noch erschreckender ist allerdings das skrupellose Vorgehen von Lebensmittelkonzernen und von diesen beeinflussten (und teilweise wohl auch gekauften) Politikern, die für ihre Profite nicht nur haufenweise kranke Menschen in Kauf nehmen, sondern auch noch gezielt Übergewicht fördern und verursachen.

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Urban Priol: Tilt! – Tschüssikowski 2018

Auch in diesem Jahr erfreut uns Urban Priol wieder mit seinem satirischen Jahresrückblick. In der 64-minütigen Sendung kommt keine politische Pleite des Jahres zu kurz, und auch ihre Akteure bekommen ihr Fett weg. Ein bisschen ist es wie eine Wiederholung, denn vieles, was 2017 schon schieflief, ist 2018 auch kein Deut besser geworden. Am langen Silvesterabend trotzdem eine sehr gelungene Unterhaltung, die auch bei steigendem Alkoholpegel noch verständlich bleibt.

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Die Menschheit schafft sich ab

Wenn ein Wissenschaftler seine kabarettistische Ader entdeckt, dann kann das über das normale Maß an Unterhaltung und Frustration über die globalen Umstände hinaus noch einmal potenziert werden. Im Rahmen der SWR Tele-Akademie (ARD) liefert Harald Lesch einen 45-minütigen Vortrag zur Momentaufnahme unseres Selbstzerstörungswahns. Dabei geht er immer wieder auf die Auswüchse des Kapitalismus ein und erklärt auch anschaulich, wem die Entwicklung ökonomisch hilft.

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Where to Invade Next

Auf arte kann man derzeit noch bis Februar 2019 eine fast zwei Stunden lange Dokumentation aus dem Jahr 2015 von Michael Moore sehen: „Where to Invade Next“. Wer Michael Moore kennt, der weiß auch, auf welche entblößende und provokative Weise seine Erfolgsdokus funktionieren (wie z. B. „Bowling for Columbine“, „Fahrenheit 9/11“ oder „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“). Dieses Mal sieht er von einer direkten Konfrontation ab und macht sich stattdessen auf die Reise nach Europa und Nordafrika, um dort Ideen und Werte für ein gerechteres Leben in den USA zu entwenden.

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Die heilsame Kraft der Meditation

Dass Meditation (Achtsamkeit) bereits seit den 70ern am MIT (Massachusetts Institute of Technology) erforscht wird, ist aus heutiger Sicht nichts Besonderes. Damals galt Meditation noch als Modeerscheinung der zugekifften Hippies und war in wissenschaftlichen Kreisen wenig anerkannt. Der amerikanische Professor Jon Kabat-Zinn erforscht seitdem die Wirkung auf Körper und Geist und schreib zu dem Thema auch einige sehr lesenswerte Bücher (in meinem Bücherregal liegt das Buch mit dem etwas abgedroschene Titel „Im Alltag Ruhe finden“).

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Hagen Rether: LIEBE (Update 2018)

Er legt den Finger gerne völlig unverblümt und ohne jede Scham auf die Wunden unserer Gesellschaft: Hagen Rether. Mit dem Update seines Programms „Liebe“ meldet sich der Kabarettist auf dem 3satfestival 2018 mit einer 45-minütigen Show wieder und flechtet gekonnt aktuelle Themen mit in sein Programm ein. Hier wird nicht nur auf „die da oben“ geschimpft, sondern mit gläserner Klarheit kommt die Verantwortung jeder Hörerin und jedes Hörers zur Sprache und wirkt auch nachhaltig. 

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Kann man Gott beleidigen?

Mit dem oben genannten Titel und dem Untertitel „Der Streit um Blasphemie“ ist eigentlich auch schon der Kern dieser 52-minütigen Dokumentation auf arte beschrieben. Es geht um die fehlende Nachvollziehbarkeit des künstlichen Begriffs „Blasphemie“ (Gotteslästerung) bei Karikaturisten und Philosophen. Sicherlich ein kontroverses und, gerade auch in den heutigen Zeiten, nicht ungefährliches Thema für eine Auseinandersetzung mit Fundamentalisten und Fanatikern aller Glaubensrichtungen. Aber auch gemäßigte Anhänger des Christentums und des Islam sind wenig begeistert von solchen Tönen.

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