Unsere Verantwortung

Immer wieder vernehme ich bei politischen Diskussionen zum Thema Klimawandel (sowohl in der Realität als auch virtuell) Äußerungen wie die folgenden: Sollen doch erst mal die Chinesen mit dem Klimaschutz anfangen, soll Greta Thunberg doch erst mal in die USA fahren und dort die Umweltsünder anprangern, Deutschland habe ja nur einen Anteil von einigen Prozent am globalen CO2-Ausstoß, da können die Deutschen ja nicht die Welt retten, außerdem wird hier ja schon so viel für den Klima- und Umweltschutz gemacht. Und zudem ist die Überbevölkerung ja ein großes Problem, wenn nicht gar die Ursache für den ganzen Klimawandel. Diesen „Argumenten“ ist allen eins gemeinsam: Man versucht auf diese Weise die Verantwortung von sich zu weisen und anderen zuzuschustern.

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Wenn nicht so …

… wie denn dann? Wenn sich 97 % aller Klimaforscher (die Gruppe von Menschen, die sich wissenschaftlich mit dem Klima auseinandersetzen und davon nicht profitieren, wie Konzerne und Superreiche) über den menschgemachten Klimawandel einig sind, was bedarf es dann noch mehr, um Kritiker zu überzeugen? Bitte, welche Art Beweis benötigen diese Menschen? Einen verheerenden Sturm pro Tag vor der eigenen Haustür? Abends in einer Stadt ins Bett gehen und morgens in einer Wüste aufwachen?

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Greta-Hater, ich verachte euch abgrundtief!

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg muss zurzeit reichlich verbale Prügel einstecken. Wenn man sich allerdings anschaut, wer da am Zetern und Wettern gegen die 16-Jährige ist, dann muss sie schon ziemlich viel richtig machen. Schließlich sind Friedrich Merz, Dieter Nuhr und all die anderen (auch unbekannten) konservativen bis rechten Nullen schon eine derart erbärmliche Ansammlung von fragwürdigen Charakteren, dass es eher eine Auszeichnung ist, wenn die sich über jemanden aufregen. Dennoch bleibt es dabei, dass die ganzen Greta-Hater eine solche widerwärtige Mitläufermentalität an den Tag legen, dass man diesem Pack (denn nichts anderes sind für mich alte Säcke, die sich mit unsachlichem Hass und Spott an einem Teenager abarbeiten müssen) mit der größtmöglichen Verachtung entgegentreten sollte.

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Gesellschaft zum Verzweifeln

Kaum kommt von einem Politiker der Vorschlag, Fleisch höher zu besteuern, laufen die Medien und mit ihnen viele Menschen Amok. Das ist nicht zu fassen. Dabei geht es mir in erster Linie gar nicht um die Frage, ob das nun sinnvoll oder gerecht ist, es geht darum, dass der hemmungslose Fleischkonsum in hohem Maße zum Klimawandel beiträgt und nebenbei Antibiotikaresistenzen fördert, global unsere Umwelt zerstört, von den Qualen der Tiere mal ganz abgesehen. Und dann kommen ernsthaft solche Fragen wie von der Zeit, ob Fleisch zu billig wäre?

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Miteinander – nicht gegeneinander

Immer wieder bekommt man zu hören, dass der Klimawandel zu sehr hochstilisiert würden, damit Konzernen neue Geschäftsmodelle erschlossen würden oder die Politik neue Steuern erheben könne, dabei wären die sozialen Probleme doch viel wichtiger. Und Fridays-for Future bestünde ja nur aus verwöhnten Handy-Gören, die Wasser predigen und Wein trinken würden.
Ein Gastartikel von Markus Mansius

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Warum leugnen Rechte den menschgemachten Klimawandel?

Dieser Frage begegnete ich gerade auf Facebook, und tatsächlich erlebe auch ich dort immer wieder, dass AfD-Jünger und andere Rechtsaußen den Einfluss des Menschen auf den Klimawandel vehement abstreiten. Die AfD hat ja sogar in ihrem Programm stehen, dass es wissenschaftlich nicht erwiesen sei, dass der Klimawandel auf das Handeln des Menschen zurückzuführen ist – auch wenn etwa 97 % aller sich mit dieser Thematik beschäftigenden Wissenschaftler anderer Ansicht sind. Daher mal ein kurzer Versuch, die Gründe für dieses irrationale Verhalten von Rechten darzustellen.

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Fridays for Future rockt Hannover

Am 5. Juli fand während der Sommerferien in Hannover eine Fridays-for-Future-Demo statt. Alle, die immer wieder von “Schulschwänzern” reden, wurden erneut Lügen gestraft, denn gegen 15 Uhr versammelten sich die rund 5000 Teilnehmer, überwiegend Schülerinnen und Schüler, aber auch Vertreter aller anderen Altersgruppen, am Georgsplatz, um etwa eine halbe Stunde später einen fröhlichen und lautstarken Zug durch die Stadt zu starten.

Ein Gastartikel von Markus Mansius

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So wird das nichts

Es wird immer offensichtlicher, dass sich sehr viel ändern muss, wenn wir nicht auf eine totale Klimakatastrophe zusteuern wollen, die dann wohl auch das Ende der Menschheit bedeuten würde. Die Zeit wird immer knapper, die eh schon düsteren Prognosen der Wissenschaftler werden mitunter von der Realität überholt, aber so richtig was passiert dann letztlich doch nicht, denn „Weiter so!“ scheint die politische Devise zu sein. Und das liegt nun nicht nur an den Politikern, sondern auch an vielen ganz normalen Menschen, die mir täglich so im realen und virtuellen Leben begegnen. Klar, da gibt es rechte Spinner, die ohnehin nicht daran glauben, dass der Klimawandel menschgemacht ist, aber eben auch viele, die eigentlich politisch ganz anders und eher links drauf sind – und sich dennoch als ziemliche Bremsen erweisen, was den Klimaschutz angeht.

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Umweltpolitik à la FDP, nur eben von den Grünen

In einem Gastbeitrag auf Spiegel Online meldet sich Ralf Fücks als prominenter Vertreter der Grünen zu Wort, um auch seinen Senf zur Jugendbewegung um „Friadays For Future“ und Greta Thunberg loszuwerden. Fücks gilt ja als zur intellektuellen Speerspitze der Grünen gehörend, war deren Bundesvorsitzender und Vorstand der parteinahen Heinrich-Böll-Stiftung. Doch was er in dem Beitrag zum Besten gibt, liest sich so, fast so, als hätte Christina Lindner sich mal wieder unqualifiziert zu Wort gemeldet, um die typischen hohlen FDP-Allgemeinplätze zu verkünden. Auch wenn die Grünen derzeit versuchen, die Schülerbewegung zu kapern und politisch auszunutzen, sollte spätestens jetzt klar sein, dass mit dieser Partei kein wirklicher Umweltschutz zu machen ist und der Klimawandel mit Sicherheit nicht gestoppt werden kann. Ein Armutszeugnis, wenn man sich an die Wurzeln der Grünen erinnert.

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