Gesellschaft zum Verzweifeln

Kaum kommt von einem Politiker der Vorschlag, Fleisch höher zu besteuern, laufen die Medien und mit ihnen viele Menschen Amok. Das ist nicht zu fassen. Dabei geht es mir in erster Linie gar nicht um die Frage, ob das nun sinnvoll oder gerecht ist, es geht darum, dass der hemmungslose Fleischkonsum in hohem Maße zum Klimawandel beiträgt und nebenbei Antibiotikaresistenzen fördert, global unsere Umwelt zerstört, von den Qualen der Tiere mal ganz abgesehen. Und dann kommen ernsthaft solche Fragen wie von der Zeit, ob Fleisch zu billig wäre?

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Miteinander – nicht gegeneinander

Immer wieder bekommt man zu hören, dass der Klimawandel zu sehr hochstilisiert würden, damit Konzernen neue Geschäftsmodelle erschlossen würden oder die Politik neue Steuern erheben könne, dabei wären die sozialen Probleme doch viel wichtiger. Und Fridays-for Future bestünde ja nur aus verwöhnten Handy-Gören, die Wasser predigen und Wein trinken würden.
Ein Gastartikel von Markus Mansius

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Warum leugnen Rechte den menschgemachten Klimawandel?

Dieser Frage begegnete ich gerade auf Facebook, und tatsächlich erlebe auch ich dort immer wieder, dass AfD-Jünger und andere Rechtsaußen den Einfluss des Menschen auf den Klimawandel vehement abstreiten. Die AfD hat ja sogar in ihrem Programm stehen, dass es wissenschaftlich nicht erwiesen sei, dass der Klimawandel auf das Handeln des Menschen zurückzuführen ist – auch wenn etwa 97 % aller sich mit dieser Thematik beschäftigenden Wissenschaftler anderer Ansicht sind. Daher mal ein kurzer Versuch, die Gründe für dieses irrationale Verhalten von Rechten darzustellen.

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Fridays for Future rockt Hannover

Am 5. Juli fand während der Sommerferien in Hannover eine Fridays-for-Future-Demo statt. Alle, die immer wieder von “Schulschwänzern” reden, wurden erneut Lügen gestraft, denn gegen 15 Uhr versammelten sich die rund 5000 Teilnehmer, überwiegend Schülerinnen und Schüler, aber auch Vertreter aller anderen Altersgruppen, am Georgsplatz, um etwa eine halbe Stunde später einen fröhlichen und lautstarken Zug durch die Stadt zu starten.

Ein Gastartikel von Markus Mansius

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So wird das nichts

Es wird immer offensichtlicher, dass sich sehr viel ändern muss, wenn wir nicht auf eine totale Klimakatastrophe zusteuern wollen, die dann wohl auch das Ende der Menschheit bedeuten würde. Die Zeit wird immer knapper, die eh schon düsteren Prognosen der Wissenschaftler werden mitunter von der Realität überholt, aber so richtig was passiert dann letztlich doch nicht, denn „Weiter so!“ scheint die politische Devise zu sein. Und das liegt nun nicht nur an den Politikern, sondern auch an vielen ganz normalen Menschen, die mir täglich so im realen und virtuellen Leben begegnen. Klar, da gibt es rechte Spinner, die ohnehin nicht daran glauben, dass der Klimawandel menschgemacht ist, aber eben auch viele, die eigentlich politisch ganz anders und eher links drauf sind – und sich dennoch als ziemliche Bremsen erweisen, was den Klimaschutz angeht.

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Umweltpolitik à la FDP, nur eben von den Grünen

In einem Gastbeitrag auf Spiegel Online meldet sich Ralf Fücks als prominenter Vertreter der Grünen zu Wort, um auch seinen Senf zur Jugendbewegung um „Friadays For Future“ und Greta Thunberg loszuwerden. Fücks gilt ja als zur intellektuellen Speerspitze der Grünen gehörend, war deren Bundesvorsitzender und Vorstand der parteinahen Heinrich-Böll-Stiftung. Doch was er in dem Beitrag zum Besten gibt, liest sich so, fast so, als hätte Christina Lindner sich mal wieder unqualifiziert zu Wort gemeldet, um die typischen hohlen FDP-Allgemeinplätze zu verkünden. Auch wenn die Grünen derzeit versuchen, die Schülerbewegung zu kapern und politisch auszunutzen, sollte spätestens jetzt klar sein, dass mit dieser Partei kein wirklicher Umweltschutz zu machen ist und der Klimawandel mit Sicherheit nicht gestoppt werden kann. Ein Armutszeugnis, wenn man sich an die Wurzeln der Grünen erinnert.

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Die spannende Frage: Was bringt uns zuerst um?

Das klingt jetzt als Überschrift erst mal ein bisschen ruppig, aber ich fürchte, dass es letztlich genau darauf hinauslaufen wird. Schließlich ist ja kaum irgendwo mal ein Gegensteuern gegen die zahlreichen destruktiven Verwerfungen des neoliberalen Marktradikalismus zu beobachten, sodass es immer nur weiter mit Volldampf auf den Abgrund zugeht, der nicht viel anderes als das Ende der Menschheit (zumindest wie wir sie kennen) oder sogar sämtlichen Lebens auf unserem Planeten bedeutet. Bleibt also die Frage: Was bringt uns letztlich als Erstes dorthin – der Klimawandel, die Resultate der zunehmenden sozialen Kälte, die fortschreitende Umweltzerstörung oder eventuell doch die Hybris, künstliche Intelligenz entwickeln zu wollen?

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Katowice: ein erneuter Versuch, die Welt über Märkte retten zu wollen

Die Klimakatastrophe wird, wenn überhaupt, nicht über Märkte und deren Mechanismen abgewendet werden können, und dennoch hat man es in Katowice erneut versucht, ein Regelwerk dort erstellt, welches der Wettbewerbsfähigkeit und dem Klimaschutz gleichzeitig Rechnung tragen soll. Wieder wurde die Quadratur des Kreises versucht und dann auch beschlossen.

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