Laschet – oder doch Söder?

Mit großem Rummel und viel Hin und Her ist der CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet nun zum Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl gekürt worden – und CSU-Chef Markus Söder hatte das Nachsehen. Doch war’s das nun wirklich schon? Es würde mich wundern, wenn es so wäre …

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Pauschalisierung, der Zwilling der Radikalität

Gerade tobt auf den NachDenkSeiten ein Shitstorm wegen des Beitrags „Danke Nena!“, und auch hier im Blog (und dessen Ableger bei facebook) waren sich einige Leute nicht zu schade, die Kritik an den Corona-Maßnahmen mit einer AfD-Nähe in Verbindung zu bringen. Ich selbst habe auch zu Beginn der Anti-Corona-Demos einige Leute wegen ihrer Teilnahme an Demos als Schwurbler:innen und potenziell Rechte abgetan, und es dauerte einige Tage, bis ich mich sortiert hatte, um das komplexe Thema nicht bequem zu banalisieren. Es ist so schön einfach, wenn man ganze Gruppen pauschalisiert behandelt und sich so ein differenziertes Denken genauso spart wie ein differenziertes Weltbild: Der Mensch mag es einfach.

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Alle Macht dem Bundeskanzleramt!

Das Infektionsschutzgesetz soll, wenn es nach dem Willen der Regierung geht, geändert werden, um Entscheidungsgewalt zu bündeln, recht volkstümlich als „Bundesnotbremse“ bezeichnet. Dafür hagelt es, m. E. sehr zu Recht, von vielen Seiten deutliche Kritik. Ein Aspekt bleibt dabei aber bisher irgendwie ziemlich unbeachtet, finde ich: die Ansammlung von Machtfülle beim Kanzleramt. Und das finde ich dann nämlich reichlich bedenklich.

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Asthmaspray

Eine gute Nachricht macht dieser Tage die Runde: Das Asthmaspray Budesonid schützt laut einer gerade veröffentlichten Studie zu 90 Prozent vor schweren Covid-19-Verläufen und beschleunigt zudem die Erholung bei einer Erkrankung. Und wie so oft bei dieser Pandemie ergeben sich da meines Erachtens auch schon wieder ein paar Fragen …

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Krisen bewältigen kann der Neoliberalismus nicht

Vor gut einem Jahr schrieb ich ja schon mal einen Artikel darüber, dass die Corona-Pandemie die Schwächen des neoliberalen Systems schonungslos offenlegt. Da sich das mittlerweile ja nun für jeden offensichtlich bestätigt hat, scheint es mir angebracht, noch mal einen Blick darauf zu werfen, wie sehr der Verlauf dieser Corona-Krise mit systemimmanenten Faktoren zusammenhängt. Denn nach der Krise ist im Kapitalismus, insbesondere in seiner neoliberalen Ausprägung, immer auch vor der nächsten Krise.

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Der Untertan bettelt um Härte

Ich hab gedacht, ich trau meinen Augen nicht: Es gibt gerade eine Petition, in der die Bundesregierung dazu aufgefordert wird, doch bitte einen harten Lockdown anzuordnen. Und das wird dann sogar auch noch von einer NGO wie campact unterstützt. Das treibt für mich nun das Untertanentum, was ohnehin seit Beginn der Corona-Pandemie massiv um sich greift, echt auf die Spitze. Und zeigt, wie wenig es braucht, um die kleinen deutschen Heßlings hinters Licht zu führen.

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Gestern standen wir noch am Abgrund – heute sind wir schon einen Schritt weiter

Da kann man sagen, was man will: Angela Merkel ist und bleibt PR-Vollprofi. Mit einem „Ich war’s“ und einem „Es tut mir leid“ lenkt sie die wogende Masse dorthin, wo es schön ist. Man wird quasi gezwungen, Respekt zu zollen, anerkennend zu nicken. Sicher, wirklich schön sei das alles natürlich nicht, aber sie habe Größe gezeigt. Das ist irgendwie rührend, macht einen sogar etwas stolz …?

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