Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

Das Schicksal von Murat Kurnaz ging ja Anfang bis Mitte der 2000er-Jahren mehrmals und unter verschiedenen Aspekten durch die Presse: Erst wurde er als „Taliban aus Bremen“ bezeichnet, hinterher wurde dann über seine jahrelange Inhaftierung im US-Foltergefängnis von Guantanamo berichtet. Nun gibt es eine ausgesprochen gelungene Verfilmung des Stoffs – die vor allem aufgrund der gewählten Perspektive sehr interessant ist.

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A Taxi Driver

Auf der Suche nach geeigneter Unterhaltung zum Wochenende für meine Söhne, meine Frau und mich streifen wir fast jeden Freitag durch die örtliche Bücherhalle und leihen uns Videos aus (DVD/BluRay). Gelegentlich finden sich dort Perlen des internationalen Films, die nicht den gängigen Hollywood-Klischees entsprechen und auch nicht dem häufig übermäßig albernen französischen Kino, das hierzulande beliebt zu sein scheint. Dieses Mal war es ein Film aus Südkorea, wo auch der oscarprämierte Streifen Parasite entstand, und auch dessen Hauptdarsteller ist wieder am Start: „A Taxi Driver“.

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Don’t Look Up, oder treffender: Don’t look forward

Was sind das nur für seltsame Zeiten? Unser ganzes Leben ist eingeschränkt, wir können ohne eine FFP2-Schutzmaske vor dem Gesicht weder einkaufen gehen noch öffentliche Gebäude besuchen, vor Veranstaltungen, sofern sie überhaupt möglich sind, muss man sich oft offiziell auf ein Virus testen lassen, man kann sich nicht mehr uneingeschränkt treffen, unsere Freiheit ist fast überall stark eingeschränkt. Die meisten lassen das alles über sich ergehen, andere gehen dagegen demonstrieren. Es entstehen Spannungen und Missstimmung und Unmut, die Gesellschaft ist mal wieder tief gespalten.

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Buchtipp: Eine kurze Geschichte der Menschheit

Der Homo sapiens ist seit ca. 300.000 Jahren auf der Erde unterwegs, die selbst ca. 4.500.000.000 Jahre alt zu sein scheint (es gibt uns also ca. 1/15.000 des Erdalters). Wie hat der Mensch es in dieser relativ kurzen Zeit an die vermeintliche Spitze der Schöpfung geschafft? Welche Wegpunkte haben wir passiert, welche entscheidenden Richtungen eingeschlagen und an welchen Stellen war es einfach nur Glück? Diese und viele weitere Fragen versucht der Historiker Yuval Noah Harari in seinem grandiosen Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ zu beleuchten. Selten hat mir ein Buch so viel bleibendes Wissen vermittelt und mich auf jede weitere Seite so neugierig gemacht!

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Filmtipp: Idiocracy

Im Jahr 2006 erschien ein Film von Regisseur Mike Judge der eine Dystopie der Welt in 2505 zeigt: Die Welt in kompletter Verblödung. Ich hatte den Film auf arte gesehen und dachte mir schon damals, dass dieser Film eigentlich zur Hauptsendezeit auf allen Kanälen gezeigt werden sollte. Seit dem ich diesen Film gesehen und weiter empfohlen habe, ist daraus eine Art „Running Gag“ bei uns hier im Blog geworden. Auch Kalli hatte den Film in seinem Beitrag „Bezeichnend für unsere kranke Zeit …“ im Abgang bereits treffend erwähnt: Idiocracy.

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