Der Blick „von oben“ aufs Ganze

Am vergangenen Sonntag hatten wir ja in unseren Wochenhinweisen auf einen Artikel im Tagesspiegel hingewiesen, in dem beschrieben wird, dass zukünftig keine Herzschrittmacher für Babys mehr hergestellt werden. Der Grund: Das lohnt sich für den Hersteller nicht, da derartige Operationen sehr selten sind. Hier zeigt sich auf eklatante Weise, wie „der Markt“, der ja stets als allmächtiger Heilsbringer gepriesen wird, funktioniert – bzw. versagt. Eine verfügbare medizinische Technik, die Leben retten kann, wird nicht produziert aus Kostengründen. Darüber regen sich nun zu Recht viele Menschen auf, doch ist dieses Marktprinzip – Profit geht vor gesellschaftlichem Nutzen – nicht nur in diesem speziellen (und besonders dramatischen) Fall zu beobachten, sondern andauernd, sodass sich die Frage stellt, ob es nicht einer umfassenderen Regulierung dieser Marktprozesse bedarf.

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Die Linken reden, währenddessen handeln die Rechten

Ein Gastartikel von Heinz Peglau

Links diskutiert über offene und weniger offene Grenzen, und derweil schließen die Rechten die Grenzen, schaffen sie Fakten, ohne das Links endlich einmal Antworten findet. Links diskutiert eine Wirklichkeit, die Rechts, Rechtsaußen und Progressiv-Neoliberal beständig verändern, derzeit fast täglich. Das Moment des Handelns haben derzeit die Rechten, auch weil große Teile von Links durch den Flirt mit den Neoliberalen dieses Moment aus den Händen gegeben haben. Links findet keine Antworten, jedenfalls keine, die sich irgendwie denen der Rechten entgegenstellen könnten. Mehr noch: Die Tea-Party-Bewegung aus Bayern treibt gemeinsam mit den Marktrabulisten der FDP und den ebenso marktrabulistischen Rassisten der AfD das Land und mit ihnen die linken Diskutanten vor sich her.

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Smartphones, die digitalisierte Form der Großstadt

Ein Smartphone ist ein nützliches Werkzeug für viele Dinge: Es zeigt uns unsere Position und den Weg zu einem Ziel, hilft bei der Organisation von Terminen und anderen Informationen, und man kann sogar damit telefonieren! Was es aus meiner Sicht nicht sein kann: sozial. Auch wenn die Vernetzung die Welt kleiner macht (Informationen aus jedem Winkel der Welt können fast in Echtzeit abgerufen werden), so verlieren viele den Bezug zum direkten Umfeld.

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Die Fußball-WM steht ins Haus …

… und es ist mal wieder genau das Gleiche zu beobachten wie vor vier Jahren und zum Teil auch bei den Malen davor: Der Deutsche wird in nahezu jeder Werbung schon mal drauf getrimmt, dass Pegida-Style die Farben des Sommers sind (neulich sah ich Schokoküsse in Schwarz-Rot-Gold), dazu passend werden chauvinistische Klischees bemüht, wo es nur geht.

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Das Desaster der SPD – die „Neue Mitte“

Ein Gastbeitrag von Heinz Peglau

Es war einmal ein Kanzlerkandidat, der auf der Welle der Proteste gegen die Kohl-Regierung, gegen deren „Sozialreformen“ im Bereich Krankenversicherung – der Wegfall der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch die Administration Kohl war geplant, wie auch zusätzlich Kürzungen bei der Rentenversicherung befürchtet worden sind -, also mit dem Thema der sozialen Gerechtigkeit an die Macht kam. Es war genau dieser Kanzler, der dann kurz nach seiner Wahl mit Toni Blair die neue Sozialdemokratie über eine obskure „Neue Mitte“ gestaltete und viele Sozialdemokraten, auch mich, verprellte, denn wirklich sozial war nichts, was diese Administration unter seiner Führung dann als Regierungspolitik durchsetzte, eher das Gegenteil war der Fall. Die Renten sind gekürzt worden, und auch im Bereich Krankenversicherungen sind Verschlechterungen eingetreten in seiner Amtszeit. Der Privatisierung hingegen wurde Tür und Tor geöffnet, auch den Heuschrecken.

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