Nach der Berlin-Wahl

Es ist schon unglaublich, wie offen sich die sogenannten bürgerlichen Konservativen mittlerweile auf die Seite der Faschisten von der AfD schlagen. Wer daran bisher noch Zweifel hatte, weil ihm beispielsweise die beharrliche Weigerung der CDU, ein AfD-Verbotsverfahren auf den Weg zu bringen, und das immer wieder vorkommende Zusammenarbeiten von CDU und AfD in Landtagen noch nicht Beweis genug waren, bekommt nun gerade mit aller Deutlichkeit vorgeführt, wie diejenigen, die sich selbst noch als Mitte bezeichnen, resolut gegen andere Demokraten vorgehen, wenn diese nicht ihrem eigenen Gusto entsprechen – und zwar mit einer Vehemenz, die man beim Umgang mit der AfD bisher so nicht erlebt hat.

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Lebenskonzepte: Dafür statt dagegen

Viele sprechen von der Spaltung der Gesellschaft, doch leider betreiben es ebenso viele selbst. Das Prinzip ist eigentlich immer das gleiche: Wer nicht wie ich denkt, der denkt falsch. Das fängt aus meiner Sicht schon bei der Formulierung eines Themas an. Ich bin für Tierwohl anstatt gegen Tierqualen und für eine nachhaltige Wirtschaft anstatt gegen Konsumwahn. Anstatt also den Schuldfinger auf andere zu richten, könnte man in vielen Fällen für einen positiven Aspekt plädieren, um andere Menschen nicht in die Verteidigungshaltung zu drängen. Das Wort „gegen“ erzeugt schon Druck, und der wiederum erzeugt Gegendruck zurück auf mich selbst. Und unter Druck entstehen zwar Diamanten, aber selten ein angenehmes soziales Klima.

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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Das war für alle Freunde der Demokratie kein schöner Abend am Sonntag, und zwar von dem Augenblick an, als die ersten Prognosen zum Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt um 18 Uhr präsentiert wurden. Dass die AfD stärkste Partei würde, damit war ja zu rechnen, dass die Blaubraunen nun aber deutlich über 40 % liegen und eine Zeit lang sogar eine absolute Mehrheit in Aussicht war, das ist dann schon reichlich erschreckend.

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Kapitalismus und Klimaschutz

„Ihr Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderes!“ Diese triviale, aber dennoch oft zutreffende Aussage ist die Basis des Verständnisses dafür, warum im Kapitalismus, zumal in seiner neoliberal radikalisierten Form, kein wirklicher Klimaschutz möglich ist. Ja, der ist sogar noch nicht mal gewünscht, denn der Klimawandel mit den damit einhergehenden Schäden ist sogar bis zu einem gewissen Maße systemerhaltend.

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