Wer nun bei der Überschrift denkt: „Tickt der noch ganz richtig?“, der liegt schon mal gar nicht so falsch. Allerdings spiegelt diese kranke Aussage auch nicht meine eigene Sichtweise wider, sondern die von Hannes Stein, einem Springer-Schreiberling, der für die Jüdische Allgemeine einen Kommentar verzapft hat, in dem er genau das geschrieben hat.
Schlagwort: Krieg
Krieg gegen den Iran
Die USA und Israel haben den Iran angegriffen. Ohne nun auch nur ansatzweise Sympathien für das dortige Mullah-Regime zu haben, sollte man sich dennoch fragen, was dahintersteckt und wie dieser Krieg zu werten ist. Schließlich hat das Ganze ja vielleicht sogar das Zeug dazu, sich zu einem Dritten Weltkrieg auszuwachsen.
Doppelmoral in Bezug auf Kriegsverbrecher
Da träumt ein krimineller Antidemokrat davon, sein Land zu einer Großmacht zu machen, überzieht seine Nachbarstaaten deswegen mit Krieg und scheut sich auch nicht, nur schwer nachvollziehbare Bedrohungen als Vorwand dafür zu nutzen. Da denken nun alle, durchaus zu Recht, an Vladimir Putin – allerdings ist er nicht der Einzige, der so handelt.
Israels Kriegsverbrechen
Dass die rechtsextreme und in Teilen sogar faschistische israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Gaza ein Massaker ohne Rücksicht auf Verluste verüben würde, ist leider nicht so überraschend nach dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023. Wie sehr dabei allerdings nun ganz selbstverständlich und unter Billigung vom Großteil der westlichen Welt Kriegsverbrechen begangen werden, finde ich dann schon erschreckend.
Eskalation in Israel
Die palästinensische Hamas hat Ende letzter Woche einen Großangriff auf Israel gestartet und dabei vor allem unter Zivilisten brutal gewütet. Die Reaktion von Israel ließ vorhersehbar nicht lange auf sich warten – und auch darunter leidet am meisten die Zivilbevölkerung in Gaza.
Die ukrainische Gegenoffensive
Es ist einigermaßen bizarr, zu sehen, dass die ukrainische Gegenoffensive in der westlichen Medienlandschaft gerade kaum eine Rolle spielt, nachdem ausgiebigste Erörterung der Frage „Wann, wo und wie wird die Offensive wohl kommen?“ monatelang die Zeitungen und Talkrunden beschäftigte. Jetzt, da die Offensive tatsächlich da ist und wohl gerade ihre heißeste Phase erreicht, interessiert sie auf einmal kaum jemanden und landet in deutschen Medien irgendwo hinter Rammstein, Boris Johnson und Wärmepumpen in den vermischten Meldungen.
Ein Gastartikel von Fabian Lehr
Und wie dann weiter?
In einer Reportage in der Neuen Zürcher Zeitung schildert der polnisch-schlesische Schriftsteller Szczepan Twardoch seine Erlebnisse an der Kriegsfront im Osten der Ukraine. Für mich ergibt sich daraus vor allem die Frage, ob sich die vielen Kriegsbefürworter in unserem Land überhaupt Gedanken gemacht haben, wie es denn weitergehen soll, wenn dieser fürchterliche Krieg einmal zu Ende ist.
Filmtipp für Befürworter von Waffenlieferungen
Gestern Abend sah ich auf DVD den Film „Der Krieg des Charlie Wilson“. Der ist zwar schon etwas älter, nämlich von 2006, ist aber von der Thematik her zurzeit brandaktuell!
Gut und Böse
Gerade in Zeiten wie diesen, in denen eine kriegerische Auseinandersetzung die Schlagzeilen beherrscht, tendieren viele zu einer vereinfachten Sichtweise von Gut und Böse. Diese ist allerdings bei solchen Konflikten nur sehr selten angebracht. Ein paar Beispiele dazu.
Nehmen wir doch mal an, Putin wäre tatsächlich einfach nur irre …
… denn das ist ja ein zurzeit sehr gängiges Narrativ, um den Angriffskrieg in der Ukraine zu erklären. Was wäre dann die daraus zu ziehende Konsequenz für den weiteren Kriegsverlauf?

