Viele sprechen von der Spaltung der Gesellschaft, doch leider betreiben es ebenso viele selbst. Das Prinzip ist eigentlich immer das gleiche: Wer nicht wie ich denkt, der denkt falsch. Das fängt aus meiner Sicht schon bei der Formulierung eines Themas an. Ich bin für Tierwohl anstatt gegen Tierqualen und für eine nachhaltige Wirtschaft anstatt gegen Konsumwahn. Anstatt also den Schuldfinger auf andere zu richten, könnte man in vielen Fällen für einen positiven Aspekt plädieren, um andere Menschen nicht in die Verteidigungshaltung zu drängen. Das Wort „gegen“ erzeugt schon Druck, und der wiederum erzeugt Gegendruck zurück auf mich selbst. Und unter Druck entstehen zwar Diamanten, aber selten ein angenehmes soziales Klima.
Kategorie: Meinung
Klimaschutz muss gesellschaftlich akzeptiert sein?
Diesen Satz höre und lese ich doch immer wieder. Und während die Schlauschwätzer, aus deren Mund diese Worte kommen, ihre Hand vor den Augen nicht mehr sehen, verschwinden die Arten, und die Umwelt leidet vor sich hin – das Klima erwärmt sich weiter. Aber wird ja schon alles nicht so schlimm werden, solange die Gesellschaft Klimaschutz nicht akzeptiert, ist doch alles gut, nicht wahr?
Liebe alte weiße Männer und Frauen!
Ihr habt die Globalisierung zu verantworten, lange Urlaubsreisen und Kreuzfahrten erst möglich gemacht, ihr habt die Billigmode mit schlimmer Ausbeutung und hoher Umweltbelastung etabliert, genau wie Massentierhaltung, industrielle Landwirtschaft, Fast Food und Billigkonsum von umweltschädlichen Produkten, die unter schlimmen ökologischen und arbeitstechnischen Zuständen hergestellt werden. Ihr habt die Wälder roden lassen, die Meere leer gefischt und die Atmosphäre vergiftet oder es einfach tatenlos geschehen lassen. Und Ihr habt Euren Kindern von Anfang an beigebracht, genauso gedankenlos zu leben, zu konsumieren, was das Zeug hält, und auch gelehrt, wie man rücksichtslos mit dem Ellenbogen durchs Leben kommt.
Brandbrief an die Öffentlich-Rechtlichen
Sehr geehrte Damen und Herren,
unser Land befindet sich in einer ökologischen und gesellschaftlichen Krise, die sich seit Jahren verschärft.
Kulturaneignung
Gerade geht das Thema Dreadlocks unter dem Gesichtspunkt der Kulturaneignung erneut durch die Medien.
Don’t Look Up, oder treffender: Don’t look forward
Was sind das nur für seltsame Zeiten? Unser ganzes Leben ist eingeschränkt, wir können ohne eine FFP2-Schutzmaske vor dem Gesicht weder einkaufen gehen noch öffentliche Gebäude besuchen, vor Veranstaltungen, sofern sie überhaupt möglich sind, muss man sich oft offiziell auf ein Virus testen lassen, man kann sich nicht mehr uneingeschränkt treffen, unsere Freiheit ist fast überall stark eingeschränkt. Die meisten lassen das alles über sich ergehen, andere gehen dagegen demonstrieren. Es entstehen Spannungen und Missstimmung und Unmut, die Gesellschaft ist mal wieder tief gespalten.
Grüße von Don Quixote
Eigentlich bin ich ja ein glücklicher Mensch, ich habe eine wunderbare Familie, es geht mir gut und es fehlt mir eigentlich an nichts, auf das ich nicht verzichten könnte.
Ich will nicht mehr!
Nein, ich will nicht mehr. Ich will nicht mehr in Supermärkte gehen müssen, in denen es mehr Plastikverpackungen als Waren gibt, in denen sich Fleisch aus Massentierhaltung mit unendlichem Tierleid und Umweltzerstörung türmt, in denen Leute von Nahrungskonzernen überteuerte und überzuckerte Fertiggerichte aus umweltzerstörerischer Landwirtschaft kaufen, Supermärkte, in denen Ost und Gemüse mit Pestiziden gespritzt sind und zumindest die exotischen Früchte obendrein noch aus Ausbeutung stammen.
Einen Tag CDU-Wähler
Manchmal wäre ich doch gern CDU- oder FDP-Wähler, das habe ich mir eben einfach mal so überlegt. Ich würde einfach eines Morgens aufstehen, und die Welt plötzlich mal aus einer ganz neuen Perspektive sehen.
Und jetzt: Corona digital
Der Lockdown und die Kontaktbeschränkungen haben die Menschen in die digitale Welt gezwungen, und so gab es neben vielen Toten und langfristig Geschädigten auch einige Gewinner:innen: Onlinehandel, Masken- und Impfstoffproduktion und die Digitalisierung an den Schulen. Kinder haben teilweise Medienkompetenzen errungen, und die Schulen und Lehrkräfte wurden ebenfalls im Umgang mit digitalen Werkzeugen geschult. Jetzt lockern sich langsam die Kontaktbeschränkungen, Reisewarnungen werden aufgehoben und Homeschooling und -working werden wieder zurückgefahren. Was haben wir noch aus dieser Pandemie an positiver Entwicklung mitgenommen?

