Revolutionäre, Rebellen und Rassisten

Im Prinzip ist m. E. der Begriff unzutreffend, und vor allem klingt er nach Vereinfachung und Pauschalisierung, aber letztlich kann ich solch Menschenaufläufe kaum anders betiteln: Querfront. So treffen sich derzeit viele Menschen auf Plätzen, um gegen die Kontaktverbote/-beschränkungen zu demonstrieren, gegen mögliche Zwangsimpfungen und einer Überwachungs-App auf den Smartphones. Dazu gesellen sich weitere Gruppen, die offen gegen die demokratisch gewählte Regierung demonstrieren (was ihr gutes Recht ist): Rassisten, Reichsbürger, AfD-Anhänger und Menschen, die gegen aktuelle Vorhaben der Regierung sind. Sie alle vereint eines: Sie sind gegen die herrschenden Zustände und haben oft sogar Angst vor dem, was ist oder nach ihrer Meinung kommen wird. Und als Sahnehäubchen mischen sich dann auch noch die Bauernfänger und Scharlatane unter die verunsicherte Menge und streuen weitere Desinformationen. Aber was hat das mit dem Titel dieses Beitrags zu tun?

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Wer kontrolliert die Polizei?

Über Polizeigewalt sowie Rassismus und Rechtsextremismus von Polizisten wird ja in letzter Zeit sehr häufig in den Medien berichtet und in der Öffentlichkeit diskutiert. Nun befasst sich eine sehenswerte WDR-Reportage aus der Reihe „Die Story“ mit dem Thema – und zeigt auf, dass es sich dabei tatsächlich um tief sitzende strukturelle Probleme bei der Polizei handelt.

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Verdeckter und versteckter Rassismus

Um es mal deutlich zu sagen, aber der Rassismus in dieser Gesellschaft geht mir gewaltig auf den Senkel, nicht zuletzt der verdeckte und versteckte Rassismus, der mir täglich begegnet. Der darin seinen Ausdruck findet, dass Menschen zu Clustern zusammengefasst werden und dann über einen Kamm geschert werden, mit Adjektiven versehen in die eine oder andere Ecke gerückt werden, wie in meinen letzten Sonntagsgedanken beispielhaft beschrieben.

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Adorno hatte recht: das Scheitern der Popperschen Gesellschaft zeigt dies ganz deutlich

Der Positivismus, dessen Vertreter Popper ist, lässt nur das als wahr gelten, was sie positiv, faktisch vorfinden, also messen und in Experimenten empirisch wiederholen können. Diesen Positivismus auf die Sozialwissenschaften zu übertragen, auf die Gesellschaft letztendlich, widersprach Adorno vehement. Er hatte recht dies zu tun, die sogenannten „Macher“ und „Macherinnen“ in der Gesellschaft zeigen täglich, wie recht er hatte.

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Der Deutsche diskriminiert nicht!

Nachdem ja CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer für ihren unsäglichen „Scherz“ auf Kosten von Intersexuellen bei einer Karnevalsveranstaltung doch auf viel Zuspruch bekam, dass das ja überhaupt nicht diskriminierend sei (natürlich von Menschen, die selbst nicht zur diskriminierten Personengruppe gehören), habe ich gerade heute wieder ein bezeichnendes Beispiel dafür erleben müssen, wie sehr sich der Deutsche per se anscheinend für diskriminierungsresistent hält und anderen erklärt, dass sie sich nicht so anstellen sollen, wenn sie sich diskriminiert fühlen.

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Martin Luther King hatte sehr recht

Vor 50 Jahren wurde der US-amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King ermordet. Als ich kürzlich einen Artikel von Inken Behrman hierzu in den Blättern für deutsche und internationale Politik las, wurde mir klar, wie aktuell Kings Aussagen noch heute sind – und wie offensichtlich immer noch vonseiten der Herrschenden mit den gleichen Methoden dagegen angearbeitet wird, um zu verhindern, dass die Benachteiligten zu gleichen Rechten kommen oder diese auch nur konsequent einfordern könnten.

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