So funktioniert Patriotismus

Patriotismus ist ja in Deutschland wieder alltäglich geworden seit etwa 2005, und über die verschwimmenden Grenzen zum Nationalismus sowie dessen Anteil am Rechtsruck der letzten Jahre habe ich ja schon einige Mal hier auf unterströmt etwas geschrieben. Nun konnte ich gerade die Beobachtung machen, wie sehr die Deutschland-Fixiertheit mittlerweile das Denken vieler Menschen prägt (sehr zur Freude der neoliberalen sogenannten Eliten), und das an einem Beispiel, das zunächst mal nicht offensichtlich etwas mit Patriotismus zu tun hat: dem Urteil in einem Prozess in den USA, bei dem das Gericht einem Hausmeister 289 Millionen Dollar Schmerzensgeld vom Agrarkonzern Monsanto zugesprochen hat, da die Verwendung eines glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittels „wesentlich“  zu dessen Krebserkrankung beigetragen hätte.

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Kein Persilschein für Glyphosat

Letzte Woche hat die EU-Kommission eigenmächtig eine vorläufige Verlängerung der Zulassung des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich krebserregend eingestuften Pestizids Glyphosats um 18 Monate beschlossen. In dieser Zeit soll nun die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) prüfen, wie schädlich das Monsanto-Ackergift denn nun wirklich ist. Das Umweltinstitut München hat nun eine Mail-Aktion gestartet, um öffentlichen Druck aufzubauen, damit kein Gefälligkeitsgutachten für die Industrie, sondern eine tatsächlich sachgerechte Untersuchung gewährleistet wird.

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Die PR-Schlacht ums Glyphosat

Über das Pestizid Glyphosat von Monsanto haben wir hier auf unterströmt ja schon öfter berichtet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft es als wahrscheinlich krebserregend ein, das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hingegen hält es für unbedenklich. Nun soll demnächst eine erneute Zulassung dieses weltweit meistverbreiteten Pflanzengifts in der EU für weitere 15 Jahre erfolgen, wogegen sich von einigen NGOs auch schon deutlicher Widerstand regt. Da passt nun die aktuelle Meldung, dass nach einer Untersuchung des Umweltinstituts München Glyphosat in den 14 meistverkauften deutschen Biersorten findet, nicht so wirklich gut ins Konzept der Pro-Glyphosat-Fraktion …

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Patente auf Leben stoppen

Ein ausgesprochen perverser Auswuchs des Gebarens von Großkonzernen der Nahrungsmittelindustrie ist es, sich Patente auf natürlich gezüchtete Obst-, Gemüse und Getreidesorten sowie Tiere zu sichern. Klingt erst mal absurd, ist aber durchaus gängige Praxis und dürfte sich vor allem zukünftig noch deutlich verstärken. Campact hat nun einen unterschreibbaren Appell gestartet, der sich an Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), der zugleich auch Minister für Verbraucherschutz ist, richtet, damit er sich bei der Europäischen Patentorganisation und in der EU dafür einsetzt, diesem Treiben ein Ende zu setzen.

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Einkaufen als Wissenschaft

Einkaufen heutzutage ist kompliziert. Natürlich kann man einfach in einen Discounter gehen und sich dort die billigsten Produkte aus den Regalen zerren, aber viele Menschen haben keine Lust mehr, Dinge zu kaufen, die sie selbst und bei der Herstellung auch die Umwelt und/oder andere Menschen schädigen. Oftmals habe ich bisher allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass sich hierbei schnell Resignation breitmacht.

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