Filmtipp: Idiocracy

Im Jahr 2006 erschien ein Film von Regisseur Mike Judge der eine Dystopie der Welt in 2505 zeigt: Die Welt in kompletter Verblödung. Ich hatte den Film auf arte gesehen und dachte mir schon damals, dass dieser Film eigentlich zur Hauptsendezeit auf allen Kanälen gezeigt werden sollte. Seit dem ich diesen Film gesehen und weiter empfohlen habe, ist daraus eine Art „Running Gag“ bei uns hier im Blog geworden. Auch Kalli hatte den Film in seinem Beitrag „Bezeichnend für unsere kranke Zeit …“ im Abgang bereits treffend erwähnt: Idiocracy.

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Filmtipp: Joker

Wie kann man die Gefühle eines zutiefst beklemmenden, aber auch extrem erhellenden Films in ein für andere Menschen nachvollziehbares Verhältnis stellen? Gar nicht, denke ich jetzt, wo ich den Joker zum dritten Mal gesehen habe, aber noch immer Meilen von dessen Bedeutung und emotionaler Tiefe entfernt bin. (Ich war sogar einmal komplett nüchtern!) Nach meinem Verständnis muss man entweder ein extrem glückliches oder ein extrem ignorantes Leben gehabt haben, um nicht mit dem Protagonisten zu verschmelzen, der wahrhaftig und unvergleichlich authentisch von Joaquin Phoenix verkörpert wird.

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TV-Empfehlung: The Square

Das eher unspektakuläre Leben des Kurators Christian fesselt durch die Normalität und immer wieder auftretende Empathielosigkeit, seiner eigenen und der vieler Darsteller*innen. Der Film spielt in Stockholm und es dreht sich im Kern um ein Kunstwerk: „The Square“. Die brutal erhrlichen und direkten Dialoge zwischen den Kreativen des Museums und den vielen Obdachlosen und Nebendarstellern des Films schaffen eine Atmosphäre und Erwartungshaltung, die einen nur auf einen Knall warten lässt. Was wird mit Christian? Was mit dem Kunstwerk?

Noch bis zu diesem Sonntag dem 24.05.2020 auf arte (144 min):
https://www.arte.tv/de/videos/067864-000-A/the-square/

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Eye in the Sky

Letzte Woche habe ich einen exzellenten und sehr spannenden Film aus dem Jahr 2016 gesehen, der sich mit einer ausgesprochen brisanten Thematik beschäftigt: dem Drohnenkrieg. „Eye in the Sky“ von Regisseur Gavin Hood fokussiert dabei auf einen einzigen Militäreinsatz, der quasi in Echtzeit in den gut 100 Minuten gezeigt wird. Dass das Ganze mit Helen Mirren und (in seiner letzten Rolle) Alan Rickmann in zwei tragenden Hauptrollen auch noch erstklassig besetzt ist, ist dann noch das Tüfelchen auf dem i.

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Filmtipp: Captain Fantastic

Auch wenn der Titel spontan an das Marvel-Universum denken lässt, geht es hier um einen wunderbar kontroversen Film von Regisseur und Drehbuchautor Matt Ross. Der deutsche Untertitel lässt schon erahnen, dass es eher um ein gesellschaftskritisches Werk geht: „Einmal Wildnis und zurück“. Das Drama um einen Familienvater und seine sechs Kinder, die nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter aus ihrem Leben in der freien Natur in die Konsumgesellschaft eintauchen müssen, um der Beerdigung ihrer Mutter beizuwohnen.

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Der ewige Gärtner

Der mit einigen Preisen dotierte Film „Der ewige Gärtner“ (129 Minuten) von Regisseur Fernando Mirelles („City Of Gods“) ist zwar schon von 2005, aber das darin behandelte Thema dürfte nach wie vor sehr aktuell sein. In der Verfilmung eines Romans von John Le Carré geht es um illegale Experimente, die von Pharmakonzernen in Afrika an unwissenden Menschen durchgeführt werden – mit zum Teil tödlichen Folgen.

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