Beim Bäcker

Letzte Woche war meine Frau morgens beim Bäcker, und da entspann sich ein interessantes Gespräch mit der Verkäuferin dort, die ein wenig von der Situation dieser Bäckerei erzählte. Meine Frau war nämlich verwundert, dass sie von einer bestimmten Sorte Brot morgens um sieben Uhr schon das letzte Exemplar des Tages bekam.

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Werbung – oder wie man eine ganze Gesellschaft in immer tiefere Lethargie versetzt

Werbung wird ein immer festerer und lästigerer Bestandteil unseres Lebens, man kann ihr kaum noch entkommen. Allein im Privatfernsehen, sofern man so schmerzfrei ist und sich das antut, erlebt man eine einzige Werbeorgie, die gefühlt ab und zu mal als Alibifunktion von Reality-TV- oder Serienschnipseln unterbrochen wird, und selbst da gibt es dann die sogenannte Produktplatzierungen. Keine Sportveranstaltung ohne übermächtige Werbebanner, wer im Internet unterwegs ist und nicht alle möglichen Adblocker installiert hat, wird geradezu erschlagen, und auch Smartphones sind oftmals nur wandelnde Litfaßsäulen – ja, selbst in Toiletten sind bereits Werbe-Screens installiert, damit man sich nicht einmal dort in Ruhe erleichtern kann.

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Ein Rückblick aufs Jahr 2020

Corona, Corona, Corona – eigentlich könnte es das dann schon gewesen sein mit dem Rückblick auf dieses seltsame und unangenehme Jahr 2020. Doch da waren auch noch ein paar andere Dinge, die es sich zumindest zu erwähnen lohnt (gerade weil einige Herrschaften diese am liebsten unter den Tisch fallen lassen möchten), und zudem sollte man die Covid-19-Pandemie dann eben auch ein bisschen in den politisch-gesellschaftlichen Gesamtkontext einordnen und ihre Auswirkungen betrachten.

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Wie Corona hilft, den kaputten neoliberalen Kapitalismus am Leben zu erhalten

Dass durch die Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie nicht „die Wirtschaft“ vor die Wand gefahren wird, sondern nur Teile davon, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben, denn schließlich ist ja offensichtlich, dass die Vermögen der Reichsten dieser Welt gerade im Rekordtempo anwachsen, Digitalkonzerne und Pharmafirmen große Gewinne machen und die Börsen im Dauerpartyzustand sind. Das ist nicht nur sehr erfreulich für diese Krisengewinnler, sondern hilft auch, das immer mehr aus dem Ruder gelaufene und immer offensichtlichere Verwerfungen produzierende neoliberal-kapitalistische Wirtschaftssystem am Leben zu erhalten.

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Kauf Dich glücklich (und wir schauen dabei zu)!

Man kommt ja im Grunde nicht darum herum, zurzeit auf ein Kauf-Event nach dem anderen gestoßen zu werden. Der Black Friday schwappte da vor einigen Jahren aus den USA zu uns rüber: Der vierte Freitag im November soll nach dem traditionellen Thanksgiving-Donnerstag das Weihnachtsgeschäft einläuten, und da lockten dann viele Konsumtempel mit reichlich Sonderangeboten. Aus dem Friday wurde dann schon bald eine ganze Black Week, und jetzt ist dann auch noch aus China der Singles‘ Day dazugekommen am 11. November, der ebenfalls mit massiven Kaufofferten lockt und diesen Tag zum umsatzstärksten im Onlinehandel gemacht hat.

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Es gibt solche Tote und solche Tote

400.000 Tote in Europa. Was für eine Zahl! Nein, das sind nicht die bisher an Covid-19 Verstorbenen, bei denen dürfte man ungefähr „nur“ bei der Hälfte liegen. Was auch schon schlimm genug ist – davon mal abgesehen. Aber bei den 400.000 Toten in Europa handelt es sich um Menschen, die aufgrund von Luftverschmutzung gestorben sind. Pro Jahr. Warum hört man davon eigentlich so gut wie nichts?

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Die verdienten Milliarden

Die Corona-Krise hat ja dafür gesorgt, dass die Milliardäre ihre Vermögen deutlich vergrößern konnten. Das ist nun nichts Unübliches, denn Krisen treffen eigentlich immer diejenigen am härtesten, denen es ohnehin schon nicht besonders gut geht, und produzieren immer auch Profiteure. Was mir nur an dieser Entwicklung auffällt: Es ist mittlerweile vollkommen selbstverständlich, dass es Milliardäre gibt, obwohl das an sich eigentlich schon etwas komplett Absurdes ist.

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Was so alles komplett falsch läuft …

Klar, da könnte man nun so einiges aufzählen (und das hab ich ja auch schon in etlichen Artikeln hier auf unterströmt so gemacht), aber ich finde, dass der Bereich der E-Mobilität und dabei besonders der aktuelle Hype ums Elektroauto schon als sehr bezeichnendes Beispiel dienen kann, um zu zeigen, wie verhaftet unsere Gesellschaft in einem engstirnigen Marktdenken verhaftet ist. Und das wird eben keine Probleme lösen, die durch genau diese Denkweise überhaupt erst entstanden sind.

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Netflix und Co.: Mieten statt Eigentum

Anfang des Jahres beschrieb ich ja schon mal in einem Artikel die Folgen von der zunehmenden Verbreitung von Netflix, Spotify und Co. Nun ist mir gerade noch ein weiterer Aspekt eingefallen, warum ich diese (Streaming-)Dienste kritisch sehe: Immer mehr Menschen werden so vom Eigentümer zum Mieter – und haben damit letztlich nur eine sehr beschränkte Verfügungsgewalt über die von ihnen bezahlten Kulturgüter.

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