Das Internet wird von künstlich erstellten Inhalten überflutet: Videos, Bilder, Musik und auch Chats sind schnell automatisiert erstellt, und so kann jeder mit wenig Klicks einmalig oder fortwährend Inhalte durch künstlich erzeugte Konten in (un)sozialen Medien erschaffen. Diese bewerten, kommentieren und chatten mit Menschen, aber auch mit anderen BOTs (https://de.wikipedia.org/wiki/Bot), und so entstehen immer mehr Inhalte zwischen KI-Agenten ohne jegliches Zutun von Menschen. Das hat zur Folge, dass immer mehr Menschen nun tatsächlich in komplett UNsozialen Medien unterwegs sind, denn die Inhalte wurden nicht durch soziale Wesen erstellt. Außerdem wird die Qualität der Beiträge nicht besser, wenn KI-Agenten von KI-Agenten abschreiben und kopieren.
Schlagwort: Unsoziale Medien
Und jetzt: Corona digital
Der Lockdown und die Kontaktbeschränkungen haben die Menschen in die digitale Welt gezwungen, und so gab es neben vielen Toten und langfristig Geschädigten auch einige Gewinner:innen: Onlinehandel, Masken- und Impfstoffproduktion und die Digitalisierung an den Schulen. Kinder haben teilweise Medienkompetenzen errungen, und die Schulen und Lehrkräfte wurden ebenfalls im Umgang mit digitalen Werkzeugen geschult. Jetzt lockern sich langsam die Kontaktbeschränkungen, Reisewarnungen werden aufgehoben und Homeschooling und -working werden wieder zurückgefahren. Was haben wir noch aus dieser Pandemie an positiver Entwicklung mitgenommen?
Der Mensch ist ein Herdentier, keines für Massentierhaltung
Gern würde ich die Hauptschuld bei den Smartphones suchen und finden, aber das Phänomen ist älter. Auch zu meiner Kindheit war das ein Phänomen: Durch meine geschiedenen Eltern kannte ich sowohl das Wohnen in einer Straße voller Zweifamilienhäuser mit Garten als auch das soziale Umfeld in einem Mehrfamilienhaus mit acht Parteien pro Hauseingang. Je näher die Leute aufeinanderhocken mussten, desto weniger sozial und interaktiv war deren Verhalten. Später habe ich in diversen Mehrfamilienhäusern gewohnt und kannte die Nachbarn teilweise nicht beim Namen (es blieb bei einem kurzen Plausch im Hausflur, ohne sich einander vorzustellen, was natürlich auch an mir selbst lag).

