Lächerlich: freiwillige Selbstverpflichtung anstatt Verbote

Gerade hat unsere Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) das Nutri-Score-Logo vorgestellt: Schädliche Inhaltsstoffe wie Fett, Zucker und Salz werden in Form einer 5-stufigen Anzeige ausgewiesen, um ungesunde Lebensmittel schon mit einem Blick zu identifizieren. Eine Idee, die andere Länder schon lange umgesetzt haben, die seit Jahren hier in Deutschland gefordert wurde und nun als „Meilenstein“ und „Durchbruch“ verkauft wird. Lächerlich! Positiv ist sicherlich, dass die Ergebnisse einer Bürgerumfrage berücksichtigt wurden. Allerdings ist es wieder einmal nicht mehr als heiße Luft, denn die Kennzeichnung ist freiwillig. Erst recht lächerlich!

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Alle Macht dem Volke? Denkste.

Seit Wochen gehen aufgebrachte Menschen Freitags auf die Straße und weisen auf Erkenntnisse hin, die für viele von Ihnen neu sind, aber politisch interessierte Menschen schon seit Jahrzehnten wissen sollten: Wir machen unsere Erde für wirtschaftliche Interessen kaputt, beuten sie weit über ihre Belastungsgrenzen aus und vernichten täglich Regenwald und Biodiversität in unglaublichem Ausmaß. Vor 30-40 Jahren gingen die Menschen wegen des Ozonlochs und dem saurem Regen auf die Straße und wurden gehört (mit der Atomkraft hat es nicht so gut hin gehauen). Auch damals war es schon so, dass die Wissenschaftler ihre Prognosen abgaben und da es eine breite Einigkeit gab, hat sich die Bevölkerung angeschlossen und Druck auf die Politik gemacht.

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Graeme Maxton: CHANGE!

Bereits vor 50 Jahren hatte der Club of Rome in seiner Studie Die Grenzen des Wachstums eine Prognose der Weltwirtschaft und deren Folgen für die Menschheit vorgestellt. Das hier vorgestellte Buch „CHANGE! Warum wir eine radikale Wende brauchen“ von Autor und ehemaligem Generalsekretär des Club of Rome, Graeme Maxton, bringt diese Prognosen mit aktuellen Erkenntnisse zusammen, versucht mögliche Folgen für die Menschheit zu skizzieren und nennt unvermeidliche Schritte, um zumindest noch den kompletten Untergang der Menschheit zu verhindern. Klingt bedrohlich und reißerisch? Ist es ja auch. Trotzdem bleibt der Autor erstaunlich optimistisch, dass wir das Ruder noch rum reißen können und werden.

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Hipster und mangelndes Selbstwertgefühl als Zielgruppe

Die Welt steht vor großen Herausforderungen, denn der Klimawandel kommt, ob wir das nun wahrhaben wollen oder eben nicht. Er kommt schleichend, viele von uns werden das Ausmaß zu Lebzeiten nur teilweise mitbekommen und können sich deshalb in eine egoistische Haltung fallen lassen: Mir doch egal, mir geht es ja gut. Viele der Dinge, die für uns zivilisatorisch nötig waren, sind heute ein Teil des Problems (PKWs, Flugreisen, Beton & Bau, industrielle Fertigung …). Andere waren schon immer reine Verschwendung und Augenwischerei für Leute, die sich darüber definieren: Marketing.

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Petition: Das Elektroauto ist ein Regenwaldkiller

Wie die meisten Menschen schon gemerkt haben sollten, ist E-Mobilität keine Lösung, sondern ein „Mehr“ an Konsum und Ressourcenverbrauch. Über die stupiden Roller ist hier ausgiebig berichtet worden. Und dass Carsharing mit E-PKWs Leute (vor allem Leute, die ja soooo trendy sind) dazu bringt, mehr zu fahren, ist auch mittlerweile klar. Ansonsten gibt dazu hier auch einen sechsminütigen Clip im Sommerprogramm der heute-show (ZDF). Aber zu all der unnötigen Energieverschwendung kommt eben auch der Ressourcenhunger für die Chemikalien, die unter meist menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut werden und dabei massiv in die Natur eingreifen.

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Mercosur-Handelsabkommen bombardiert Klimaschutz

Schon seit Jahren verhandelt unsere Regierung mit den sogenannten Mercosur-Staaten über ein Freihandelsabkommen. Immer wieder werden Freihandelsabkommen zu Recht kritisiert, da sie in fast allen Fällen nur für große Konzerne einen Vorteil bedeuten: weniger Steuern, Herabsetzung von Standards, Schiedsgerichte für Klagen von Konzernen gegen souveräne Staaten. Daher gibt es immer wieder bürgerlich organisierte Demonstrationen und Petitionen gehen TTIP, TISA und andere Abkommen.

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Petition: Kein Biodiesel aus Palm- und Sojaöl mehr

Um hier mit gutem Gewissen weiter mit einem Diesel am Individualverkehr teilnehmen zu können, wird gern Biodiesel getankt. Der Großteil des importierten Palmöl landet nicht auf dem Teller, sondern im Tank! Und dieses Palmöl kommt aus den artenreichsten Regionen dieser Erde, welche durch Brandrodung für Monokulturen zerstört werden. Während dieser Brandrodungen sterben die letzten Menschenaffen und unzählige andere, kleinere Lebewesen. Das ist so viel Bio, wie die E-Roller ein Beitrag zum Umweltschutz sind. Jetzt mitmachen: https://www.regenwald.org/petitionen/1183/bundeskanzlerin-merkel-stoppen-sie-palm-und-sojaoeldiesel-jetzt?mtu=426629637&t=5583

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My dear american friends

Amerika, ein unermesslich weites und schönes Land voller Naturwunder und einzigartiger Flora und Fauna. Von monumentalen Gebirgen im Westen bis zu traumhaften Stränden im Osten, von endlosen Steppen mit Wildpferden und Bisons im Süden bis zu Artenvielfalt und majestätischen Wasserfällen im Norden. Wenn ich Bescher dieses wunderschönen Kontinents nach ihren Erfahrungen frage, dann erzählen Sie mir von überwältigender Schönheit der besuchten Region und der flächendeckenden Freundlichkeit seiner Bewohner, egal ob sie ihrer Abstammung nach indigene Ureinwohner, zwangsmigrierte Afrikaner oder europäische Übersiedler waren. Und wer würde nicht den Worten der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung eines so vielfältigen Völkerbundes zustimmen?

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Ab auf die Straße

Weltweit gibt es Proteste, auch in eher totalitären Staaten trauen sich die Menschen bürgerlichen Ungehorsam zu praktizieren. Ob in Hongkong (gegen das Auslieferungsgesetz nach China), in Russland (wegen willkürlicher Haftstrafen gegen Journalisten wie Iwan Golunow) oder weltweit die FridayForFuture-Bewegung. In Deutschland wird über YouTuber und die veralteten Verbreitungsstrategien der Spitzenparteien diskutiert, obwohl es nicht um die Darbietung, sondern um den Inhalt geht: Politik die an der Bevölkerung vorbei für Konzerne gemacht wird, ist in jeder Verpackung neoliberaler Bockmist. 

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Nicht einmal einäugig: Spitzenpolitik in Deutschland

Wenn ich Du wäre, dann würde ich lieber ich sein wollen. Diese Zeile hat zwar nichts mit dem folgenden Beitrag zu tun, aber der Anrisstext ist so schlecht zu lesen, dass ich mich für diesen Text hier entschieden habe. Was muss in der heutigen Zeit schon noch Sinn ergeben!? Weder unsere Konsumeinstellung noch unsere (fehlende) politische Reflektiertheit ergibt Sinn. Aber warum handeln die „Profis“ genauso unpolitisch?

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