Gutmensch trifft: Vegetarismus

Der mittlerweile zum Kampfbegriff mutierte Titel „Gutmensch“ wird auf vielseitige Art und Weise verwendet: Ob zum Diffamieren von ökologisch engagierten Menschen oder wie in diesem Fall zur überheblichen Selbstbetitelung eines Möchtegernweltretters. An dieser Stelle soll es aber nicht um den Gutmenschen an sich gehen, sondern um seine verklärte und pedantische Weltanschauung sowie seine gern belächelte oder beleidigte Weltverkomplizierung bis hin zur Selbstgeißelung.

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Bestrafung: Rehabilitation oder Rache?

Wozu haben wir Gerichte und Gefängnisse? Die Frage nach den Gerichten würde ich pauschal so beantworten: Justitia (Gerechtigkeit). Wir wollen Verhaltensregeln nicht auf dem Prinzip des Rechts des Stärkeren gründen, sondern „gleiches Recht für alle“. Allerdings ist der Umgang mit verurteilten Straftätern eine ziemlich kontroverse Sache, sodass ein einfacher Katalog wie der Bußgeldkatalog im Straßenverkehr schnell an seine Grenzen kommt. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, wie kriminelle Vorgeschichte, Tatumstände (zeitliche, räumliche wie auch soziale) und Einsicht in die eigene Schuld.

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Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen!

Über 150 NGOs haben sich zusammengetan, um gegen das Sonderrecht der Konzernklagen vorzugehen. Immer wieder verklagen Konzerne ganze Staaten auf Milliardenbeträge, so wie uns wahrscheinlich auch jetzt wieder eine Klagewelle der Energiekonzerne wegen des geplanten Kohleausstiegs 2038 erwartet. Gleiches passierte auch schon beim geplanten Atomausstieg nach dem Zwischenfall in Fukushima, als Vattenfall die Bundesregierung auf 5,7 Milliarden verklagen wollte.

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Urban Priol: Tilt! – Tschüssikowski 2018

Auch in diesem Jahr erfreut uns Urban Priol wieder mit seinem satirischen Jahresrückblick. In der 64-minütigen Sendung kommt keine politische Pleite des Jahres zu kurz, und auch ihre Akteure bekommen ihr Fett weg. Ein bisschen ist es wie eine Wiederholung, denn vieles, was 2017 schon schieflief, ist 2018 auch kein Deut besser geworden. Am langen Silvesterabend trotzdem eine sehr gelungene Unterhaltung, die auch bei steigendem Alkoholpegel noch verständlich bleibt.

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Was bleibt: Brot und Spiele …

… und alle machen mit! Ich habe eine Flasche Rotwein intus, es läuft Monitor, und gerade habe ich einen wirklich grandioses Kammerspiel gesehen: „Slow West“. Dieser Film nagelt das Leben auf seine sinnfeie Sinndeutung fest, und damit trifft er, gewollt oder ungewollt, den Zahn unseres Jahrhunderts: Kaum sind wir ein bisschen informiert, scheinen wir (natürlich fast als Einzige) den Durchblick zu haben. Wir gauben es, weil wir es glauben wollen!

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Petition: Es weihnachtet – und die Kinder schuften

Seit Jahrzehnten bekannt und doch immer wieder beiseitegeschoben: Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen in Afrika. Schokolade ist viel günstiger, als sie sein sollte (um den Kakaobauern von ihrer Ernte ein würdiges Leben zu ermöglichen), und die Alternativen aus dem Weltladen oder vom Biosupermarkt zeigen das preislich deutlich. Gerade zur Weihnachtszeit werden wir mit billiger (und meistens auch schlecht schmeckender) Schokolade überschwemmt.

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Die Menschheit schafft sich ab

Wenn ein Wissenschaftler seine kabarettistische Ader entdeckt, dann kann das über das normale Maß an Unterhaltung und Frustration über die globalen Umstände hinaus noch einmal potenziert werden. Im Rahmen der SWR Tele-Akademie (ARD) liefert Harald Lesch einen 45-minütigen Vortrag zur Momentaufnahme unseres Selbstzerstörungswahns. Dabei geht er immer wieder auf die Auswüchse des Kapitalismus ein und erklärt auch anschaulich, wem die Entwicklung ökonomisch hilft.

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Where to Invade Next

Auf arte kann man derzeit noch bis Februar 2019 eine fast zwei Stunden lange Dokumentation aus dem Jahr 2015 von Michael Moore sehen: „Where to Invade Next“. Wer Michael Moore kennt, der weiß auch, auf welche entblößende und provokative Weise seine Erfolgsdokus funktionieren (wie z. B. „Bowling for Columbine“, „Fahrenheit 9/11“ oder „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“). Dieses Mal sieht er von einer direkten Konfrontation ab und macht sich stattdessen auf die Reise nach Europa und Nordafrika, um dort Ideen und Werte für ein gerechteres Leben in den USA zu entwenden.

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Die heilsame Kraft der Meditation

Dass Meditation (Achtsamkeit) bereits seit den 70ern am MIT (Massachusetts Institute of Technology) erforscht wird, ist aus heutiger Sicht nichts Besonderes. Damals galt Meditation noch als Modeerscheinung der zugekifften Hippies und war in wissenschaftlichen Kreisen wenig anerkannt. Der amerikanische Professor Jon Kabat-Zinn erforscht seitdem die Wirkung auf Körper und Geist und schreib zu dem Thema auch einige sehr lesenswerte Bücher (in meinem Bücherregal liegt das Buch mit dem etwas abgedroschene Titel „Im Alltag Ruhe finden“).

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