Das Beste für sich rausholen

Wissenschaft ist zumeist eine transparente Sache: Es gibt Ergebnisse, die überprüft und verifiziert werden können. Eine subjektive Wahrnehmung kann man nicht wirklich überprüfen, geschweige denn verifizieren! Vermeintliche Tatsachen wie „die Wahrheit“ oder „das Beste“ liegen im Auge der Betrachter:innen, und deshalb lässt sich damit auch viel besser der eigene Standpunkt „verteidigen“ oder „rechtfertigen“ (man fertigt sich eine Berechtigung oder ein Recht). Trotzdem scheint es ein „Bestes“ zu geben, das man durch Ausbeutung Schwächerer für sich „rausschlagen“ kann. Oder unterliegen wir vielleicht sogar einem Irrtum, für wen wir gerade das Beste rausholen?

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Buchtipp: Eine kurze Geschichte der Menschheit

Der Homo sapiens ist seit ca. 300.000 Jahren auf der Erde unterwegs, die selbst ca. 4.500.000.000 Jahre alt zu sein scheint (es gibt uns also ca. 1/15.000 des Erdalters). Wie hat der Mensch es in dieser relativ kurzen Zeit an die vermeintliche Spitze der Schöpfung geschafft? Welche Wegpunkte haben wir passiert, welche entscheidenden Richtungen eingeschlagen und an welchen Stellen war es einfach nur Glück? Diese und viele weitere Fragen versucht der Historiker Yuval Noah Harari in seinem grandiosen Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ zu beleuchten. Selten hat mir ein Buch so viel bleibendes Wissen vermittelt und mich auf jede weitere Seite so neugierig gemacht!

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Coronahilfe: Erste Filterung

Während der ersten Welle hatte ich Coronahilfe beantragt, da nach zwei Monaten meine Umsätze um über 50% eingebrochen waren und die Frist ablaufen würde (die Einnahmen im dritten Monat des Förderzeitraums konnte man entsprechend nicht abwarten). Die Stadt zeigte sich schnell und unkompliziert bereit und glich den kompletten Verlust (hochgerechnet auf alle drei Monate) aus. „Toll“, dachte ich mir so.

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Filmtipp: Idiocracy

Im Jahr 2006 erschien ein Film von Regisseur Mike Judge der eine Dystopie der Welt in 2505 zeigt: Die Welt in kompletter Verblödung. Ich hatte den Film auf arte gesehen und dachte mir schon damals, dass dieser Film eigentlich zur Hauptsendezeit auf allen Kanälen gezeigt werden sollte. Seit dem ich diesen Film gesehen und weiter empfohlen habe, ist daraus eine Art „Running Gag“ bei uns hier im Blog geworden. Auch Kalli hatte den Film in seinem Beitrag „Bezeichnend für unsere kranke Zeit …“ im Abgang bereits treffend erwähnt: Idiocracy.

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Angst vor Überfremdung war gestern

Viele Menschen fürchten sich vor einer ungewissen Zukunft, während andere darauf brennen, die Zukunft schon heute zu erfahren. Diese Ängste suchen sich ihren Weg, und vom Zwangsverhalten über Neurosen bis zur plumpen Fremdenfeindlichkeit gibt es eine unzählige Vielfalt in der Ausprägung. Was vielen Menschen mit Fremdenfeindlichkeit dabei vielleicht noch nicht klar ist, sind die Veränderungen mit wesentlich größerem Potenzial: Die Entwicklung von Gentechnik, Implantaten und künstlicher Intelligenz schreitet so schnell voran, dass der Stammbaum des Menschen zum Homo sapiens in naher Zukunft zum ersten Mal nicht von der natürlichen Evolution bestimmt werden wird, sondern vom Menschen selbst.

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Und jetzt: Corona digital

Der Lockdown und die Kontaktbeschränkungen haben die Menschen in die digitale Welt gezwungen, und so gab es neben vielen Toten und langfristig Geschädigten auch einige Gewinner:innen: Onlinehandel, Masken- und Impfstoffproduktion und die Digitalisierung an den Schulen. Kinder haben teilweise Medienkompetenzen errungen, und die Schulen und Lehrkräfte wurden ebenfalls im Umgang mit digitalen Werkzeugen geschult. Jetzt lockern sich langsam die Kontaktbeschränkungen, Reisewarnungen werden aufgehoben und Homeschooling und -working werden wieder zurückgefahren. Was haben wir noch aus dieser Pandemie an positiver Entwicklung mitgenommen?

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Wem gehört die Welt?

Die Frage ist eigentlich sehr einfach beantwortet: allen. Allerdings könnte man genauso einfach schreiben: niemandem! Denn letzten Endes müssen wir alle auf ihr leben und sterben, aber spätestens nach unserem Ableben ist das Thema erledigt, denn „das letzte Hemd hat keine Taschen“, wie man so zu sagen pflegt. Etwas ausführlicher und philosophischer fällt da natürlich die 22-minütige Antwort von Gert Scobel auf seinem YouTube-Kanal aus. Bestätigung dieser These habe wir alle gerade vom Bundesverfassungsgericht erhalten: Die Regierung muss konkrete Pläne für die Zukunft vorlegen, denn wir tragen alle auch die Verantwortung für den Zustand der Erde, wenn wir einmal nicht mehr sind.

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Pauschalisierung, der Zwilling der Radikalität

Gerade tobt auf den NachDenkSeiten ein Shitstorm wegen des Beitrags „Danke Nena!“, und auch hier im Blog (und dessen Ableger bei facebook) waren sich einige Leute nicht zu schade, die Kritik an den Corona-Maßnahmen mit einer AfD-Nähe in Verbindung zu bringen. Ich selbst habe auch zu Beginn der Anti-Corona-Demos einige Leute wegen ihrer Teilnahme an Demos als Schwurbler:innen und potenziell Rechte abgetan, und es dauerte einige Tage, bis ich mich sortiert hatte, um das komplexe Thema nicht bequem zu banalisieren. Es ist so schön einfach, wenn man ganze Gruppen pauschalisiert behandelt und sich so ein differenziertes Denken genauso spart wie ein differenziertes Weltbild: Der Mensch mag es einfach.

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Prinzip des Gegenteils

Es gibt für uns Menschen doch nichts, was wir lieber tun, als das, was wir gut beherrschen. Ganz gleich worum es geht, je besser ich etwas kann, desto eher wähle ich diesen Weg, und zwar aus dem ewig gleichen Prinzip: Es verbraucht weniger Energie, wenn ich es so mache, wie ich es kenne und beherrsche. Daran ist nichts Verwerfliches, nichts Obszönes … aber eben auch nichts Ruhmreiches und erst recht nichts, woran ich und andere im gleichen Maße wachsen können wie vom genauen Gegenteil!

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