Dead Internet Theory (3sat)

Das Internet wird von künstlich erstellten Inhalten überflutet: Videos, Bilder, Musik und auch Chats sind schnell automatisiert erstellt, und so kann jeder mit wenig Klicks einmalig oder fortwährend Inhalte durch künstlich erzeugte Konten in (un)sozialen Medien erschaffen. Diese bewerten, kommentieren und chatten mit Menschen, aber auch mit anderen BOTs (https://de.wikipedia.org/wiki/Bot), und so entstehen immer mehr Inhalte zwischen KI-Agenten ohne jegliches Zutun von Menschen. Das hat zur Folge, dass immer mehr Menschen nun tatsächlich in komplett UNsozialen Medien unterwegs sind, denn die Inhalte wurden nicht durch soziale Wesen erstellt. Außerdem wird die Qualität der Beiträge nicht besser, wenn KI-Agenten von KI-Agenten abschreiben und kopieren.

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Lebenskonzepte: Dafür statt dagegen

Viele sprechen von der Spaltung der Gesellschaft, doch leider betreiben es ebenso viele selbst. Das Prinzip ist eigentlich immer das gleiche: Wer nicht wie ich denkt, der denkt falsch. Das fängt aus meiner Sicht schon bei der Formulierung eines Themas an. Ich bin für Tierwohl anstatt gegen Tierqualen und für eine nachhaltige Wirtschaft anstatt gegen Konsumwahn. Anstatt also den Schuldfinger auf andere zu richten, könnte man in vielen Fällen für einen positiven Aspekt plädieren, um andere Menschen nicht in die Verteidigungshaltung zu drängen. Das Wort „gegen“ erzeugt schon Druck, und der wiederum erzeugt Gegendruck zurück auf mich selbst. Und unter Druck entstehen zwar Diamanten, aber selten ein angenehmes soziales Klima.

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Lebenskonzepte: Die Realität benötigt unsere Zustimmung nicht

Unsere Erwartungshaltung scheint uns logisch, denn sie beruht auf Erfahrung, Beobachtung und anderen biografischen Faktoren, die uns schlüssig erscheinen. Es ist generell auch eine gute Idee, dass man sein Verhalten und seine Erwartungen an das selbst Erlebte oder einem schlüssig Erscheinende anpasst. Aber es ist eben nur eine Perspektive, die von unserer Biografie bestimmt wird, die wir selbst aber nur zu einem sehr geringen Teil „frei gewählt“ haben. Es gibt aber über 8 Milliarden Menschen und damit 8 Milliarden Biografien, und deshalb frage ich, wie es Deichkind in ihrem Video fragen: „Wer sagt denn das?“

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Lebenskonzepte: der Konflikt der Erfahrungen

„Das Verständnis und die Akzeptanz füreinander sind in fast allen Gesellschaften meistens auf das beschränkt, was wir kennen.“ So fing schon mein letzter Beitrag an, und hier möchte ich noch einmal ansetzen, jedoch mit einem anderen Fokus. Ein gängiger Spruch ist, dass jemand so oder so „tickt“. Das ist naürlich erst einmal sehr generalisierend, denn es vermittelt den Eindruck, dass man eine Person in eine bestimmte Schublade/Kategorie einsortiert (und fertig?). Das trifft auf einzelne Eigenschaften sicher auch oft zu, wobei man selbst sich nicht gern in einer solchen Schublade sieht und aus meiner Sicht die meisten Personen und Dinge nicht schwarz oder weiß sind, sondern sich eher in dem Grau dazwischen aufhalten. So wie ich die Dinge gruppieren oder einsortiere, sagt erst einmal etwas über mich aus, denn ich kann Dinge nur in die Schubladen sortieren, die ich selbst (aufgrund meiner Erfahrungen) angelegt habe. Und hier kommt der Punkt: Was nicht passt, wird passend gemacht.

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Lebenskonzepte: Der Konflikt der Generationen

Das Verständnis und die Akzeptanz füreinander ist in fast allen Gesellschaften meistens auf das beschränkt, was wir kennen. Unser Gehirn versucht, energiesparend zu arbeiten, und dabei werden Schubladen für Dinge gebildet, die wir bereits kennen, und entsprechend versuchen wir, die Dinge dort einzusortieren. Wenn man jung ist, dann gibt es noch nicht so viele Schubladen, und wir beginnen, welche anzulegen. Diese Erfahrungen bleiben prägend in unserem Gehirn, sodass wir uns z. B. an den ersten Sex, den ersten Rausch, den ersten Auslandsurlaub und Filme aus unserer Jugend ein Leben lang erinnern.

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Zuhören und die Einsamkeit: „Das Ohr“

Ein Thema unserer Zeit ist die Einsamkeit. Es gibt viele Meinungen zu möglichen Ursachen und Strategien gegen Einsamkeit, und auch das „Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ hat mittlerweile das Thema aufgegriffen. Ich selbst bin kein großer Freund der (un)sozialen Medien, obgleich ich deren Potenzial deutlich erkenne und der Austausch zu globalen Themen damit stark vereinfacht wird. Wenn das Smartphone aber die persönlichen Kontakte minimiert, dann läuft aus meiner Sicht etwas falsch. 

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Die verheerendste Sucht: Geldsucht

Sucht. Im Duden steht dazu: „krankhafte Abhängigkeit von einem bestimmten Genuss- oder Rauschmittel o. Ä. / übersteigertes Verlangen nach etwas, einem bestimmten Tun / Krankheit“. Im Prinzip ist es sehr einfach und betrifft zumindest alle Säugetiere: Eine Tätigkeit, die das Ausschütten von Glückshormonen verursacht, wird immer wieder vollzogen und sogar gesteigert. Das kann so ziemlich alles sein, was ein kurzes Glücksgefühl beschert: Drogen/Alkohol, Essen, Sex, Einkauf, Sport oder was immer uns (kurzzeitig) glücklich macht. Dabei verlieren wir das Gefühl für die Verhältnismäßigkeit und versuchen, durch Steigerung der Dosis oder Frequenz den ursprünglichen „Kick“ wiederzuerlangen.

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Falsch bleibt falsch (Täter-Opfer-Umkehr)

Unsere Meinung ist ein hohes Gut, und es ist wichtig, dass man seine Meinung verteidigt und reflektiert. Sie ist ein Teil unserer Persönlichkeit, und entsprechend fühlen wir uns persönlich angegriffen, wenn jemand unsere Meinung diskreditiert. Allerdings ist unsere Meinung in vielen Fällen nicht unumstößlich und kann sich den Gegebenheiten anpassen, wenn sich die Umstände oder unsere Einstellung ändern, und auch das ist gut so! In einer Zeit, in der Menschen so ziemlich alles ihren persönlich Vorlieben anpassen können (vom Namen über die Frisur bis zum Geschlecht), sollte auch die Meinung so reflektiert werden, wie man in den Spiegel schaut und noch einmal den Kamm schwingt oder den Eyeliner zückt. Aber an dieser Stelle scheinen sich viele Menschen schwer damit zu tun.

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Freiheit als Synonym für blinden Egoismus

Immer wieder erlebe ich es, dass Menschen in Gesprächen tatsächlich der Meinung sind, dass der Besitz von Geld etwas mit Intelligenz oder Bildung zu tun hat. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um geerbtes Geld oder Rücksichtslosigkeit handelt, um ein Vielfaches höher. Gerade wenn man sich die derzeit mächtigsten Männer (!) der Welt anschaut, dann wird langsam klar, dass es sich vor allem um Rücksichtslosigkeit und blinden Egoismus handelt (deshalb „blind“, weil der Reichtum nichts wert ist, wenn Geld nichts mehr wert ist, doch dazu gleich).

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Je größer, desto scheiße

Da haben wir es wieder: Die Firma Böttcher AG sieht sich einer Kündigungswelle ausgesetzt, da jemand aus dem Aufsichtsrat eine knappe Millionen an die AfD gespendet hat. Nach dem Dementi, dass man die entsprechende Person seiner Position im Aufsichtsrat enthoben habe, ergeben die weiteren Recherchen die scheinbare Verwicklung des Gründers in die „Spendenaffäre“, und somit dreht sich das PR-Karussell. Das kennen wir schon zur Genüge, denn das ist so alt wie die Menschheit selbst: Je größer etwas wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht mehr funktioniert. In diesem Fall war es eine Spende (wie z. B. bei Müller, Weihenstephan, Landliebe), in anderen Fällen geht es um Ausbeutung der Arbeiterschaft (z. B. Amazon) oder nachlassenden Service und Kundennähe. Leider endet das aber nicht bei Konzernen!

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