Und jetzt: Corona digital

Der Lockdown und die Kontaktbeschränkungen haben die Menschen in die digitale Welt gezwungen, und so gab es neben vielen Toten und langfristig Geschädigten auch einige Gewinner:innen: Onlinehandel, Masken- und Impfstoffproduktion und die Digitalisierung an den Schulen. Kinder haben teilweise Medienkompetenzen errungen, und die Schulen und Lehrkräfte wurden ebenfalls im Umgang mit digitalen Werkzeugen geschult. Jetzt lockern sich langsam die Kontaktbeschränkungen, Reisewarnungen werden aufgehoben und Homeschooling und -working werden wieder zurückgefahren. Was haben wir noch aus dieser Pandemie an positiver Entwicklung mitgenommen?

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Wem gehört die Welt?

Die Frage ist eigentlich sehr einfach beantwortet: allen. Allerdings könnte man genauso einfach schreiben: niemandem! Denn letzten Endes müssen wir alle auf ihr leben und sterben, aber spätestens nach unserem Ableben ist das Thema erledigt, denn „das letzte Hemd hat keine Taschen“, wie man so zu sagen pflegt. Etwas ausführlicher und philosophischer fällt da natürlich die 22-minütige Antwort von Gerd Scobel auf seinem YouTube-Kanal aus. Bestätigung dieser These habe wir alle gerade vom Bundesverfassungsgericht erhalten: Die Regierung muss konkrete Pläne für die Zukunft vorlegen, denn wir tragen alle auch die Verantwortung für den Zustand der Erde, wenn wir einmal nicht mehr sind.

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Pauschalisierung, der Zwilling der Radikalität

Gerade tobt auf den NachDenkSeiten ein Shitstorm wegen des Beitrags „Danke Nena!“, und auch hier im Blog (und dessen Ableger bei facebook) waren sich einige Leute nicht zu schade, die Kritik an den Corona-Maßnahmen mit einer AfD-Nähe in Verbindung zu bringen. Ich selbst habe auch zu Beginn der Anti-Corona-Demos einige Leute wegen ihrer Teilnahme an Demos als Schwurbler:innen und potenziell Rechte abgetan, und es dauerte einige Tage, bis ich mich sortiert hatte, um das komplexe Thema nicht bequem zu banalisieren. Es ist so schön einfach, wenn man ganze Gruppen pauschalisiert behandelt und sich so ein differenziertes Denken genauso spart wie ein differenziertes Weltbild: Der Mensch mag es einfach.

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Prinzip des Gegenteils

Es gibt für uns Menschen doch nichts, was wir lieber tun, als das, was wir gut beherrschen. Ganz gleich worum es geht, je besser ich etwas kann, desto eher wähle ich diesen Weg, und zwar aus dem ewig gleichen Prinzip: Es verbraucht weniger Energie, wenn ich es so mache, wie ich es kenne und beherrsche. Daran ist nichts Verwerfliches, nichts Obszönes … aber eben auch nichts Ruhmreiches und erst recht nichts, woran ich und andere im gleichen Maße wachsen können wie vom genauen Gegenteil!

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Buchtipp: Jäger, Hirten, Kritiker

Der Philosoph Richard David Precht gehört aus meiner Sicht zu den geistig bestsortierten Personen, wenn es um die Gesellschaft und deren Motivationen geht. Das merkt man vor allem in Diskussionsrunden, wenn Politiker*innen lieber auch mal den Mund halten, weil sie sonst ganz fix ohne Rock oder Hosen dastehen. Genauso kompetent sind Prechts Schreibstil und seine Analysen unserer Arbeitswelt in seinem 2018 erschienen Buch „Jäger, Hirten, Kritiker“, in dem er auf unserem Umgang mit der „Industriellen Revolution 4.0“ ins Gericht geht.

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Stoppt Patente auf Pflanzen und Tiere! (Umweltinstitut München)

Obgleich Patente nur auf genmanipulierte Tiere und Pflanzen zugelassen sind, hat die Politik auch hier wieder ausreichend Schlupflöcher gelassen, damit Konzerne sich noch einfacher auch an natürlichen Ressourcen bereichern können. Außerdem können sie so durch einmal gekaufte Patente anderen Anbietern und vor allem Kleinbauern den Anbau und Vertrieb untersagen oder daran mitverdienen. Das ist eine echte Schweinerei, und deshalb hat nun auch das Umweltinstitut München eine Petition an den Präsidenten des Europäischen Patentamts António Campinos gestartet.

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Buchtipp: Illegale Kriege

Mit der Gründung der Vereinten Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg wollten 51 Staaten ein Zeichen gegen den Krieg setzen, und so wurde die Charta der Vereinten Nationen verfasst, mit der jeder Angriffskrieg ein illegaler Krieg wurde. Außer der Selbstverteidigung war damit jede Kriegshandlung untersagt, und religiöse oder ökonomische Interessen sollten künftig auf diplomatischem Weg geklärt werden. Dass dies absolut nicht der Fall ist und gerade die NATO-Staaten diese Charta immer wieder mit Füßen treten, zeigt Daniele Ganser, der Schweizer Historiker und Autor, anhand uns allen bekannten Beispielen. Von Kuba bis Syrien führt der Autor uns chronologisch durch die illegalen Angriffskriege der USA und der europäischen Staaten.

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campact: Giftiges Geschenk – Bienensterben stoppen

Julia Klöckners Präsent an die Agrarlobby: Noch kurz vor Weihnachten will die CDU-Agrarministerin eine Sondergenehmigung erlassen – und längst verbotene Ackergifte zurück auf die Felder bringen. Neonicotinoide sind tödlich für Bienen und treffen sie besonders, wenn sie geschwächt aus der Winterruhe erwachen. Gemeinsam können wir das verhindern – uns bleiben nur wenige Tage!

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„Ich lass mir nichts sagen!“

Diese Aussage höre ich in letzter Zeit öfter. Sie meint in diesem Fall, dass man sich „vom Staat“ nichts sagen lässt, und kommt in meinem Fall immer wieder von Leuten, die aber genau das mit anderen tun: anderen sagen wollen, was sie zu tun haben. Sie wollen sich das Tragen von Masken nicht vorschreiben lassen und diffamieren dann Menschen, die Masken tragen (wollen ihnen also vorschreiben, keine Masken zu tragen).  Sie haben Angst vor Unterdrückung und versuchen dann selbst, die Pressefreiheit und freie Berichterstattung zu unterdrücken. Ja, warum wohl nur?

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