An dieser Stelle präsentieren wir regelmäßig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben müssen und die wir teilenswert finden. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!
1. Die AfD ist zwar lächerlich, aber dennoch nichts zum Lachen. Nun hat sich bei der bayrischen Kommunalwahl allerdings schon eine amüsante Anekdote rund um die Blaubraunen zugetragen, über die ein Artikel vom Volksverpetzer berichtet: Ein AfD-Kandidat hat sich in Erlangen aufstellen lassen bei der Stadtratswahl, obwohl er bereits eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verbüßt hat und daher nicht wählbar war. Das hat er allerdings schön verschwiegen, und als das dann rauskam, war es schon zu spät: Die Briefwahl lief schon, und die Wahlzettel waren auch gedruckt. Daher wurden die knapp 10.000 Stimmen für ihn für ungültig erklärt, was dazu führte, dass deswegen die Grünen nun einen Sitz mehr im Stadtrat haben aufgrund der neuen Sitzverteilung. Kriminell, verlogen, unfähig – das ist die AfD, wie sie leibt und lebt. [Karl]
2. Spanien geht gerade komplett anders mit dem Thema Migration um als die anderen EU-Staaten, wie Julia Mache in einem Artikel in den Blättern für deutsche und internationale Politik erläutert: Migranten, die sich irregulär in Spanien aufhalten, bekommen nun einen Aufenthaltsstatus, entsprechende Papiere und auch eine Arbeitserlaubnis. Das hat in Spanien auch schon Tradition, weshalb dieses Vorgehen auch von den meisten Parteien (außer den Rechtsradikalen), Wirtschafts- und Sozialverbänden sowie Unternehmen unterstützt wird. Auf diese Weise können nicht nur viele Jobs besetzt werden, sondern auch die Binnenwirtschaft wird angekurbelt, sodass Spanien ein respektables Wirtschaftswachstum aufweist. Schlau und Win-win für alle. [Karl]
3. In einem Kommentar in der Frankfurter Rundschau benennt Günther Suchy die Strategie der schlechtesten Bundesregierung, vermehrt auf fossiles Erdgas zu setzen bei der Energieerzeugung, als das, was sie ist: ziemlicher Unsinn, und das nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch. Und das kann sogar mit den Zahlen einer neuen Studie unterfüttert werden, denn wenn man tatsächlich alle anfallenden Kosten (Subventionen, Ausbau der Kraftwerke, Folgeschäden) mit in die Rechnung einbezieht, ist Strom aus Gas etwa sieben Mal (!!!) so teuer wie der aus erneuerbaren Energien. Aber klar: So was kommt dabei raus, wenn man eine Gaslobbyistin als Bundeswirtschaftsministerin rumstümpern lässt. [Karl]
4. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ist nicht nur ein rechter Kulturkämpfer, sondern offenbar auch ein Feigling. So hatte er drei Buchhandlungen, die auf der Leipziger Buchmesse mit dem Deutschen Buchhandlungspreis geehrt werden sollten, von der Vergabe ausgeschlossen. Der Grund: Die sind ihm zu links, und angeblich hätte der Verfassungsschutz die auch schon auf dem Kieker. In einer Mail an die so Ausgeladenen hat Weimer dann allerdings laut einem Artikel v0n ntv geschrieben, dass sich die Jury für andere Preisträger entschieden hätte – was aber gar nicht stimmt, da die Jury ebenjene drei Buchhandlungen auszeichnen wollte. Wie schäbig ist das denn bitte? [Karl]
5. Facebook-Konzern Meta bringt eine Brille heraus, und wenige überraschend erweist sich das Ding als Albtraum aller Datenschützer. Da über die Meta-Glasses auch KI trainiert wird, werden die Aufnahmen beispielsweise nach Kenia weitergeleitet, sodass die dortigen Niedriglohnarbeiter dann beispielsweise so sehen, was bei Usern der Brill so im Schlaf- oder Badezimmer passiert. Natürlich, ohne dass die Nutzer das wissen. Nun soll, wie aus einem Artikel vom Redaktionsnetzwerk Deutschland hervorgeht, sogar noch Gesichtserkennung in die Meta-Glasses implementiert werden. Und schon haben wir ein Tool zur Komplettüberwachung des öffentlichen Raums, ohne dass Menschen, die sich dort aufhalten, etwas davon mitbekommen. Das Ganze wird übrigens noch mal ätzender, wenn man weiß, dass Meta-Chef Mark Zuckerberg sich ja vorzugsweise gern im Rektum von US-Machthaber Donald Trump aufhält … [Karl]
6. Das Portal Nius von Julian Reichelt betreibt keinen Journalismus, sondern stumpfe Hetze und Rechtsaußen-Agitation. In einem Artikel von Übermedien beschreibt Annika Schneider anhand eines Videobeitrags von Nius, warum man das auch genau so sehen muss. Da werden nämlich keinerlei journalistische Standards eingehalten, es wird keine Hintergrundinformation geliefert, sondern es werden einfach nur rassistische Aussagen eines Bundespolizisten, der bei Abschiebeflügen dabei ist, wiedergegeben. Solche Interviews haben andere Medien auch schon geführt, aber eben mit einer entsprechenden Einordnung und nicht als allgemeingültigen „Insiderbericht“, in dem dann schön rassistisches Gedankengut verbreitet wird. Das verstößt zwar gegen den Pressekodex, aber den hat man von Nius sowieso nicht unterschrieben. Wen wundert’s … [Karl]
7. AfDler jammern ja immer, das Schule neutral sein sollte, wenn sich Lehrer beispielsweise pro Demokratie und Grundgesetz äußern. Was die dann unter solcher „Neutralität“ verstehen, konnte man gerade in Mecklenburg-Vorpommern erleben. Dort hat, wie ein Artikel vom NDR berichtet, der AfD-Bundestagsabgeordnete Christoph Grimm eine „Bücherspende“ an Grundschulen geschickt, und darin findet sich dann (wenig überraschend) auch ein Comic eines bei Rechtsextremen beliebten Verlags, in dem nationalistische Parolen en masse vorkommen und Gewalt verherrlicht wird. Also genau das Richtig für Siebenjährige – meint zumindest Grimm. Immerhin hat keine Schule diesen Schmutz angenommen, aber man sieht daran, wie die AfD gern schon die Kleinsten indoktrinieren möchte. Ekelhaft! [Karl]

