Antisemitismus

Nicht erst seit Halle nimmt der Antisemitismus in der Bevölkerung zu. Nein, er ist tief verwurzelt in dieser Gesellschaft. Eine neue Studie zeigt dies ganz deutlich. Sie zeigt auch, dass dies ein weltweites Problem ist, für viele Menschen unter uns sogar ein existenzielles, weil lebensbedrohliches Problem darstellt.

Antisemitismus ist in Deutschland weit verbreitet. 27 Prozent aller Deutschen und 18 Prozent einer als „Elite“ kategorisierten Bevölkerungsgruppe hegen antisemitische Gedanken, 41 Prozent der Deutschen sind gar der Meinung, Juden redeten zu viel über den Holocaust. Die neuen Zahlen stammen aus einer repräsentativen Umfrage des Jüdischen Weltkongresses, der Dachorganisation jüdischer Gemeinden und Organisationen aus mehr als 100 Ländern. Die Befragung mit 1300 Teilnehmern fand vor zweieinhalb Monaten statt, also vor dem Anschlag auf die Synagoge in Halle. Süddeutsche Zeitung

Gedanken, gedacht und ausgesprochen, sind nicht mehr aus der Welt zu schaffen!

Diese innere Überzeugung vertrete ich seit meiner frühesten Jugend. Nichts, was einmal gedacht wurde, was ausgesprochen worden ist, was getan worden ist, wird je aus der Welt zu schaffen sein. Alles hat Bedeutung für die Gegenwart wie die Zukunft. Es liegt deshalb nur an uns, ob wir dem einst Gedachten, Gesagten und Getanen wieder Bedeutung verleihen, ob wir zulassen, dass es wieder gedacht und dann auch gesagt und am Ende wieder getan werden kann. Wir stehen hier in der Verantwortung. Wir alle, gerade jetzt, wie diese Studie zeigt.

Wollen wir wieder zulassen, dass Antisemitismus und Rassismus, Hass auf Juden und Fremde unsere Gesellschaft vergiften oder wollen wir es nicht? Vor dieser Entscheidung stehen wir, diese Alternative haben wir, diese Alternative hat die Alternative für Deutschland (AfD) geschaffen. Wir haben uns zu entscheiden.

Ich habe mich entschieden, brauchte eigentlich gar keine Entscheidung mehr zu treffen, denn meine Entscheidung traf ich in frühester Jugend schon: Nein, ich will eine solche Gesellschaft nicht haben! Ich will nicht mit dem Hass auf Juden und Fremde leben müssen, nicht einmal ertragen müssen, dass andere diesen Hass in sich tragen und andere damit vergiften können.

Wer jetzt wegschaut, macht sich schuldig!

Es gibt hier kein Sowohl-als-auch. Es gibt hier nur, sich entweder dagegen auszusprechen, auf der Grundlage der Aufklärung zu bleiben oder dafür zu sein, Rassist oder Antisemit zu sein und wissentlich damit die Aufklärung mit Füßen zu treten. Es gibt kein Zwischendrin, kein Ja, aber. Antisemitismus und Rassismus sind verwerflich und müssen auch als verwerflich bezeichnet werden wie auch die Menschen, die diesen Antisemitismus und Rassismus leben. Auch die, die diese menschenverachtenden Ideen vertreten, sind nichts anderes als verwerflich zu nennen. Aufgeklärte Menschen haben sich dagegen in Stellung zu bringen. Tun sie es nicht, sind sie nicht aufgeklärt, sind sie oberflächlich und letztendlich auch feige.

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Heinz

Jahrgang 1958, am Leben interessiert, auch an dem anderer Menschen, von Rückschlägen geprägt. Nach diversen Tätigkeiten im Außendienst für mehrere Finanzdienstleister und zuletzt als Lehrkraft auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Ökonomie und Gesellschaft, den Kapitalismus in all seinen Formen zu verstehen und seit Jahren zu erklären ist meine Motivation. Denn ich glaube, nur wer versteht, wird auch Mittel finden, die Welt zu einer besseren Welt zu machen. Leid und Elend haben ihre Ursache im Unverständnis.

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