Verlängerter und verschärfter Lockdown

Nun kommt also, wenig überraschend, wenn man sich die Entwicklung der letzten Tage angeschaut hat, eine Verlängerung des Lockdowns, zunächst bis Ende Januar, und das auch noch mit der Option für Verschärfungen bei Überschreiten bestimmter Inzidenzwerte der Covid-19-Infektion. Was mir dabei nach wie vor fehlt, ist eine Diskussion von einigen damit zusammenhängenden Fragen, die ich hier nun einmal aufwerfen möchte.

Was hat der Lockdown bisher gebracht?

Der „Lockdown Light“, der im November ausgerufen wurde, hat nicht zu einer Reduzierung der Infiziertenzahlen geführt, und das war m. E. auch absehbar, da ja vor allem diejenigen Lokalitäten (Gastronomie und Kultur) betroffen waren, die zum überwiegenden Teil stimmige Hygienekonzepte vorweisen konnten. Wo sich Menschen hingegen auf engem Raum begegnen und daher wohl viele Infektionen stattfinden, gab es kaum Einschränkungen: öffentliche Verkehrsmittel, Schulen und Kitas (Erzieher sind die Berufsgruppe, die mit am stärksten von Covid-19-Infektionen betroffen ist), Supermärkte.

Und auch die Verschärfung des Lockdowns im Dezember, der dann die Einzelhandelsgeschäfte mit einschloss, brachte nicht den gewünschten Erfolg, die Infizierten- und Todeszahlen zu reduzieren, da die oben genannten Bereiche nach wie vor nicht betroffen waren und auch die meisten kleinen Einzelhandelsgeschäfte (zumindest meiner Erfahrung nach) sehr auf Hygiene und Abstand geachtet haben. Insofern ist es auch wenig überraschend, dass so der Pandemie kein Einhalt geboten werden konnte.

Dass dann in einigen Bundesländern noch Ausgangssperren für den Abend hinzukamen, hat offensichtlich auch nichts gebracht – auch hier nicht eben verwunderlich. Warum sollten beispielsweise zwei Spaziergänger am Abend ein größeres Infektionsrisiko darstellen als tagsüber bei der Arbeit, in einem vollen Bus oder einem Supermarkt?

Und dann noch der Knaller mit dem „triftigen Grund“, aus dem Menschen trotz Ausgangssperre unterwegs sein dürfen. Schwammiger geht’s ja kaum noch, oder? Ich finde, dass das Bedürfnis, sich an der frischen Luft zu bewegen und so sein Immunsystem zu stärken, gerade in Zeiten einer Pandemie ein sehr triftiger Grund ist, genauso wie der Besuch bei einem Freund, der gerade aufgrund des Lockdowns in einem Tief steckt und eine Depression zu entwickeln droht. Aber das mag natürlich jeder anders sehen.

Übrigens wird selbst vonseiten der WHO verlautbart, dass ein Lockdown kein probates alleiniges Mittel zur Eindämmung von Corona ist und nur sehr dosiert eingesetzt werden sollte, da auf diese Weise die Armut vieler Menschen stark vergrößert wird. Darüber liest man komischerweise in deutschen Medien nichts (zumindest hab ich nichts dazu gefunden), sodass ich hierfür auf einen englischen Artikel auf msn.com verweisen muss. Darin heißt es:

On Sunday, Dr Nabarro appealed to world leaders to stop ‘using lockdowns as your primary control method’, insisting that such drastic measures can have a dire impact on global poverty rates.

Womit wir auch schon bei der nächsten Frage wären, die gestellt werden sollte, aber irgendwie kaum öffentlich diskutiert wird:

Was sind die Kollateralschäden?

Dass die Armut generell anwächst, scheint offensichtlich zu sein, denn so ein Lockdown beraubt viele Menschen ihrer Einkommensquelle und vernichtet sogar etliche Existenzen, vor allem von Selbstständigen, Freiberuflern und Kulturschaffenden (denen dann übrigens oft genug nicht „unbürokratische Hilfe“ zuteil wird, wie ja unsere Bundesregierung vollmundig angekündigt hat, sondern die zu Tausenden nach der Beantragung von Hilfsgeldern nun noch Abmahnungen wegen Subventionsbetrug bekommen haben, wie ein Artikel in der taz aufzeigt). Zudem müssen die enormen Vermögenszuwächse der Reichsten dieser Welt ja auch irgendwie zustande kommen, und das Geld, was auf der einen Seite der Reichtumsskala hinzugewonnen wird, wird eben in der Regel auf der entgegengesetzten Seite abgezwackt.

Dann ist eine Zunahme von psychischen Erkrankungen zu beobachten. Das sind zum einen Depressionen bei Menschen, deren Existenz auf dem Spiel steht, aber auch für Soziophobien ist so ein Lockdown nicht gerade hilfreich, da die daran Erkrankten nun eine wunderbare Vermeidungsstrategie geliefert bekommen: Ich darf ja nicht raus, also geh ich auch nicht unter Menschen. Meine Frau ist Psychiaterin, die kann wahrlich ein Lied davon singen, und auch die Psychotherapeutin Kristina Schütz hat da in einem Interview mit der taz einiges zu berichten.

Auch Demenzkranke leiden sehr unter den Lockdown-Bedingungen, da sie eben nicht genau verstehen, was da vor sich geht, und entsprechend verängstigt sind.

Und bei Kindern und Jugendlichen wurde nun schon eine durch den Lockdown bedingte Zunahme von Einsamkeit und Essstörungen festgestellt (s. hier), genauso muss davon ausgegangen werden, dass die ohnehin schon bedenkliche Zunahme von problematischer Mediennutzung bei jungen Menschen (s. hier) such durch die Lockdown-Isolation noch mal verschärfen wird.

Christoph Kuhbandner ist als einer der wenigen in einem Artikel auf Telepolis explizit und ausführlich auf diese Kollateralschäden eingegangen, und er nennt auch noch weitere Ursachen für Todesfälle aufgrund der Lockdown-Maßnahmen, zum Beispiel Menschen, die aus Angst nun keinen Arzt/kein Krankenhaus aufsuchen und dann an eigentlich behandelbaren Erkrankungen sterben. Zudem verweist er darauf, dass Isolation schon in einer Studie als das Sterberisiko erhöhender Faktor ermittelt wurde:

So ergab eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2015, dass sich die Sterbewahrscheinlichkeit bei sozialer Isolation um 29% und bei Einsamkeit um 26% erhöht, unabhängig davon, ob eine soziale Isolation von einer Person auch so empfunden wird – ein Effekt, welcher in der Größenordnung der Erhöhung des Sterberisikos durch mittelstarkes Rauchen liegt.

Gerade weil das starre Beharren auf einem Lockdown als einziger Maßnahme gegen die Ausbreitung des Virus bisher so ausgesprochen wenig erfolgreich ist, wäre es m. E. zwingend gegeben, ebendiese Kollateralschäden auch offen und transparent zu kommunizieren, sodass dann abgewogen werden könnte, ob der Schaden nicht eventuell den Nutzen des Lockdowns überwiegt. Für eine solche Erörterung böte sich dann ja das Parlament an, aber der Bundestag ist ja weitgehend außen vor beim Durchregieren der Exekutive.

Und so komme ich dann auch zur dritten Frage, die aber in Zeiten, in denen der TINA-Slogan von Margaret Thatcher („There is no alternative“) leider wieder sehr en vogue ist, auch so gut wie nicht gestellt wird im öffentlichen Diskurs:

Welche Maßnahmen hätten stattdessen oder ergänzend ergriffen werden können?

In meinem Jahresrückblick von letzter Woche habe ich ja schon einiges aufgeführt, was ich als sinnvolle Maßnahmen empfunden hätte, um der Covid-19-Pandemie effektiv begegnen zu können:

So hätte man beispielsweise Entlüftungsanlagen in Schulen installieren können, was nur einen Bruchteil der Lufthansa-Milliarden gekostet hätte, um so diese Hotspots der Virusverbreitung zu entschärfen. Man hätte gezielt die Personalkapazitäten der Krankenhäuser ausbauen können, anstatt mit der Gießkanne Gelder auszuschütten, von denen vor allem private Klinikbetreiber profitiert haben, und dem Pflegepersonal außer symbolischem Applaus und schönen Worten auch materielle Zuwendungen zukommen lassen können. Man hätte damit beginnen können, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen (sollte wegen der drohenden Klimakatastrophe eh geschehen) und neue Konzepte zu entwickeln, um die Ansteckung in überfüllten Bussen und Bahnen zu minimieren. Man hätte Konzepte für das Einkaufen in Supermärkten entwickeln können, damit dort nicht ständiges Gedrängel von vielen Menschen stattfindet, anstatt die Geschäfte und Betriebe mit stimmigen Hygienekonzepten dann als Erstes dichtzumachen (was ja wenig überraschend dann auch gar nichts gebracht hat).

Ergänzend dazu: Da die zweite Welle der Infektionen im Herbst nun nicht gerade überraschend kam (schließlich treten Atemwegserkrankungen im Herbst und Winter immer vermehrt auf, zudem haben ja auch etliche Experten davor gewarnt), hätte der Sommer genutzt werden können, um beispielsweise Hilfslehrer zu rekrutieren, sodass der Präsenzunterricht in Schulen hätte entzerrt und über den ganzen Tag verteilt stattfinden können. Darüber hinaus wäre es sinnvoll gewesen, eine Infrastruktur fürs Homeschooling zu schaffen, damit auch Kinder aus armen Familien daran teilhaben können. Da Kinder oft ohne Symptome an Covid-19 erkranken und somit unwissend andere Menschen infizieren, wäre hier eine große Sorgfalt sehr wichtig gewesen. Stattdessen wurden gerade Kinder immer wieder von der Maskenpflicht oder Beschränkungen der Personenzahl bei Treffen ausgenommen. Und es wurde notfalls auch mal etwas gemauschelt und eine Studie unterschlagen, so wie vom Hamburger Schulsenator Ties Rabe, wenn es darum ging, dass die Realität eben nicht zur eigenen Erzählung der wenig infektiösen Schulen passte (s. hier). Verantwortungsvolles Handeln mit Sorge um die Gesundheit der Bürger geht in jedem Fall anders …

Man hätte zudem Corona-Helfer einstellen können, die das Einkaufen für Menschen mit erhöhtem Risiko eines schweren Covid-19-Verlaufs erledigen könnten, anstatt die Milliarden Unternehmen wie der Lufthansa oder jetzt gerade der TUI in den Hintern zu blasen. Apropos Einkaufen: Eine Beschränkung von einem Familienmitglied pro Supermarkteinkauf hätte dort auch für weniger volle Läden und damit weniger Infektionsmöglichkeiten gesorgt, Alleinerziehende, die ihre Kinder nicht allein zu Hause lassen können, hätten dann auf die Corona-Helfer zurückgreifen können. Und man hätte auch das Taxifahren derart subventionieren können, dass es die Bürger nichts kostet, um sie so nicht in überfüllte Busse und Bahnen zu pferchen.

Und dann verstehe ich auch beim besten Willen nicht, wieso Profisport nach wie vor am Laufen ist. Fußball, Handball, Basketball, Eishockey, das dann noch in jeweils mehreren Bundesligen – da kommen schon einige Tausend Menschen zusammen, die ständig so überhaupt nicht auf Abstand achten (was ja auch beim Mannschaftssport schlecht geht) und die in der Regel auch Familien und oft Kinder haben, sodass noch mal etliche Tausend Menschen dazukommen. Auch wenn hier dauernd getestet wird: Dass Spiele schon wegen Covid-19-erkrankten Sportlern abgesagt werden mussten, zeigt ja, dass auch Profisportler nicht vor dem Virus gefeit sind.

Mal davon abgesehen, dass es schon reichlich zynisch wirken kann auf Menschen, die beispielsweise gerade einen geliebten Menschen verloren haben, von dem sie sich nicht mal mehr im Krankenhaus oder Pflegeheim verabschieden (geschweige denn diese Person in den Arm nehmen) konnten, wenn sie dann Jubeltrauben von Sportlern sehen, die gerade einen Sieg feiern.

In den Krankenhäusern hätte m. E. auch einiges anders laufen müssen. Dass es dort einen Personalnotstand gibt, ist ja nichts Neues, sondern schon seit Jahren bekannt. Das bedeutet übrigens nicht, dass es nicht genügend qualifiziertes Personal gäbe, sondern nur, dass diese oft nach wenigen Jahren ausgebrannt den Dienst quittieren und sich einen anderen Job suchen. Wenn es tatsächlich darum gegangen wäre, den Personalnotstand im Hinblick auf eine zweite Welle zu verringern, dann wäre es sinnvoll gewesen, diese ehemaligen Pflegekräfte mit attraktiven Angeboten in ihren ursprünglichen Job zurückzuholen. Bei der Gelegenheit hätte man dann auch gleich die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung in der Pflege generell verbessern können – aber diese Menschen hat man ja lieber mit ein bisschen Applaus abgespeist und ihnen dann auch noch erst zugesagte Sonderzahlungen vorenthalten.

Jeden Winter haben wir in den letzten Jahren in Deutschland Überlastungsnotstand in den Krankenhäusern gehabt, sodass es nun nicht verwunderlich ist, dass das in diesem Jahr, wenn auch noch Covid-19 dazukommt, noch schlimmer ist. Und Covid-19-Patienten sind dann ja auch noch ausgesprochen betreuungsintensiv.

Ich habe neulich mit einer Pflegekraft, die auf einer Intensivstation arbeitet, gesprochen und sie gefragt, was sie davon hält, dass laut einem Monitor-Bericht vom April die invasive Beatmung bei Covid-19-Patienten zu häufigen Todesfällen führe. Sie bestätigte mir, dass so eine Beatmung extrem großer Stress für den Körper sei und daher viele Menschen dabei versterben. Was sie mir vor allem auch noch sagte: Bei der ersten Welle im Frühjahr haben sie bei ihr auf der Station Covid-19-Patienten fast schon standardmäßig so beatmet, da diese dann eben nicht über Tröpfcheninfektion ansteckend sein können. Mittlerweile machen sie das auf ihrer Station nicht mehr, aber wer sagt denn, dass diese gerade vor dem Hintergrund von dauerüberlasteten Pflegekräften nachvollziehbare sichere „Patientenverwahrung“ nicht noch anderswo praktiziert wird, sodass hier der Personalmangel direkt Todesfälle aufgrund von invasiver Beatmung zur Folge hätte?

Denn immerhin sind ja viele Covid-19-Patienten unter solcher Beatmung verstorben …

Anstatt also möglichst kurzfristig für bessere materielle Bedingungen für Pflegekräfte zu sorgen und auf diese Weise die Personalkapazitäten zu erhöhen, hat das Bundesgesundheitsministerium lieber nach dem Gießkannenprinzip eine Menge Geld rausgehauen, von dem vor allem die privaten Klinikbetreiber profitiert haben. Eigentlich ein zünftiger Skandal – umso merkwürdiger, dass ich dazu nur einen Artikel im Focus (den ich sonst nicht eben schätze) gefunden habe …

Apropos unsinnige Maßnahmen: Da haben ja die neuen Lockdown-Verschärfungen auch noch ein besonderes Schmankerl zu bieten:

Die Idiotie mit der Bewegungseinschränkung

Wenn man in einem Gebiet wohnt mit einer besonders hohen Inzidenz, dann soll man sich nur noch maximal 15 Kilometer von seinem Wohnort entfernen dürfen. Jemand aus einem solchen Gebiet darf somit seinen Kumpel in 20 Kilometer Entfernung nicht besuchen, da muss dann der Kumpel schon zu ihm kommen und darf danach auch wieder nach Hause fahren. Und man darf, wenn man aus so einem Sperrgebiet kommt, nicht zum Spazieren in einen 17 Kilometer entfernten Wald fahren, sich aber beim Nachbarn in dessen Bude hocken.

Das klingt ja nach einem ausgesprochen schlüssigen Konzept. Nicht.

Ich frage mich, ob es eventuell sein könnte, dass so eine Maßnahme vor allem als Nebelkerze gedacht ist? Immerhin regen sich ja schon viele (und das auch zu Recht) darüber auf, sodass die Fragwürdigkeit der anderen Maßnahmen sehr in den Hintergrund gerät. Unserer populistisch agierenden Regierung traue ich solch einen Kniff durchaus zu.

Christoph Sieber hat diesen Irrsinn auf seiner Facebook-Wall treffend kommentiert:

Einerseits werden immer weiter Grundrechte eingeschränkt, andererseits ist man von einem wirklich konsequenten Lockdown (der dann vermutlich in wesentlich kürzerer Zeit bessere Ergebnisse zeitigen würde) nach wie vor weit entfernt, denn man will ja seiner eigenen Klientel der Unternehmer nicht zumuten, dass deren Angestellte dann zu Hause bleiben müssten.

Denn man muss sich vor Augen halten, was solche Maßnahmen bedeuten: Es werden somit anlasslose Kontrollen notwendig von ganz normalen Bürgern: „Wo kommen Sie her? Wo wollen Sie hin?“ Und es wird m. E. wohl auch hier eine Gewöhnung einsetzen – die Überwachungsfreunde dürften sich mal wieder mächtig freuen.

Pleiten, Pech und Pannen

Jens Spahn hat den Kurs ja schon im Frühling vorgegeben mit seinem mittlerweile berühmt gewordenen Zitat: „Wir werden einander verzeihen müssen.“

Doch ganz so einfach ist es m. E. nicht, denn ich halte unsere Regierung nicht für so komplett unfähig, wie es das gerade Geschilderte vermuten lässt. Dafür zieht sich dieses „Hoppla, wir haben schon wieder einen Fehler gemacht“ zu konsequent durch das gesamte „Krisenmanagement“. Auch jetzt bei den Impfungen läuft ja wieder etliches verkehrt, sodass zurzeit nur wenig vorangeht. Das will ich jetzt gar nicht weiter ausführen im Detail, denn der Artikel ist wahrlich schon lang genug, nur so viel dazu:

Es wird eine reichlich martialische Rhetorik bemüht („Wir sind mit dem Virus im Krieg“), aber dann wird nicht im Sinne einer Kriegswirtschaft agiert, sondern der übliche Marktfirlefanz praktiziert (s. hier). Da ist richtig viel öffentliches Geld in die Impfstoffentwicklung geflossen, und es ist dann nicht mal möglich, deutlich zu sagen: „So, jetzt bitte aber auch her mit der Gegenleistung, zumal in so einer Ausnahmesituation! Der zugelassene Impfstoff wird ohne Patent- und Lizenzauflagen von jedem, der dazu in der Lage ist, produziert, damit wir möglichst schnell große Mengen davon in die Impfzentren bekommen!“ (S. dazu auch hier und hier.)

Aber das würde den Aktionären von Pfizer und Co. natürlich nicht so gut gefallen, und die sind eben wichtiger als die Gesundheit der Menschen …

Ich finde, dass es immer offensichtlicher wird: Für die Neoliberalen soll die Erfolgsstory der Pandemie allem Anschein nach noch weiter verlängert werden, sodass zum einen eine schnelle Impfung verhindert wird und zum anderen wenig taugliche Maßnahmen, die aber der eigenen Agenda dienen, verlängert und sogar noch verschärft werden. Wer noch Zweifel daran hatte, dass diese Ideologie hemmungslos über Leichen geht, der sollte spätestens jetzt eines Besseren belehrt sein.

Da allerdings in den meisten Medien so gut wie keine Kritik an diesem Vorgehen der Regierung zu finden ist, steht die CDU nach wie vor glänzend da. Was für ein Trauerspiel! Das zeigt dann gleich noch mal mit auf, was das Dilemma unserer Demokratie ist: Die öffentliche Meinung wird leider zu einem großen Teil von ein paar sehr reichen Familien, die nämlich im Besitz der meisten Medien sind, dominiert. Volker Pispers hat das ja vor Jahren schon beschrieben, nun können wir das gerade in allzu großer Deutlichkeit live erleben.

Keine rosigen Aussichten …

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Karl

Jahrgang 1969, ist nach einem Lehramtsstudium und diversen beruflichen Tätigkeiten seit 2002 freiberuflicher Lektor (Auf den Punkt). Nach vielen Jahren in Hamburg, lebt er nun seit November 2019 in Rendsburg. Neben dem Interesse für politische Themen ist er ein absoluter Musikfreak und hört den ganzen Tag Tonträger. An den Wochenenden ist er bevorzugt in Norgaardholz an der Ostsee und genießt dort die Natur.

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