„Die neue Rechte greift nach der Mitte“, so der Untertitel dieses Buches, und das ist ja zurzeit ein brandaktuelles Thema, sodass ich mit großem Interesse an die Lektüre herangegangen bin. Auch dass die beiden Autoren laut Umschlagtext „keine Linken“ sind – Liane Bednarz steht der CDU, Christoph Giesa der FDP nahe -, macht neugierig, denn derartige Gesellschaftskritik wird ja üblicherweise aus einer anderen politischen Ecke formuliert. Leider erweist sich dies jedoch als größter Schwachpunkt des Buches, denn es gelingt Bednarz und Giesa nicht, über ihren eigenen ideologischen Schatten zu springen, sodass eine Analyse, warum immer mehr Menschen aus der sogenannten bürgerlichen Mitte nach rechts abdriften, nur rudimentär stattfindet.
Schlagwort: AfD
Beatrix von Storch und das gespaltene Verhältnis zu Wahrheit
Und mal wieder macht die AfD bzw. jemand aus deren Führungsriege in unangenehmer Weise auf sich aufmerksam. Diesmal ist es die erzkonservative Beatrix von Storch, die für die AfD im EU-Parlament sitzt.
AfD – Rechtsaußen-Nationalisten mit wirtschaftswissenschaftlichem Deckmäntelchen
Nach der Volksabstimmung in der Schweiz, bei der die Entscheidung pro Zuwanderungsbeschränkungen gefallen ist, meldet sich aus Deutschland sogleich die AfD (Alternative für Deutschland) zu Wort und fordert Ähnliches auch für Deutschland. Nun wird diese Partei immer noch in den meisten Medien als eurokritisch tituliert, dabei trifft es das nicht so richtig, denn rechtsextrem-nationalistisch wäre da schon die treffendere Bezeichnung, wie man auch an diesem Beißreflex auf das Schweizer Votum sieht.
Hitzlsperger und die Homophobie
Es gab ein großes mediales Echo, als Thomas Hitzlsperger letzte Woche verkündete, dass er homosexuell sei. Klar, Hitzlsperger ist ein fußballerisches Schwergwicht, immerhin 52-maliger deutscher Nationalspieler, davon einige Male als Kapitän, zahlreiche Spiele in der Bundesliga, vor allem für den VfB Stuttgart, und in europäischen ersten Ligen, hier in erster Linie für Aston Villa in England.

