Beim familiären Weihnachtstreffen hatte unsere Nichte ihre Tasche mit einer Menge Kram drin bei ihrer Mutter im Auto vergessen, und das fiel ihr erst auf, als die schon aufgebrochen war. Ich fragte sie, ob denn auch ihr Portemonnaie in der Tasche sei, aber darauf meinte sie, dass das nicht so schlimm sei, denn die Hauptsache wäre, dass sie ihr Smartphone noch habe, da sei alles Wichtige drauf. Einerseits natürlich in dem Moment beruhigend, andererseits generell eher beunruhigend, wie ich finde.
Schlagwort: Smartphone
Smartphone-Zwang
Vorige Woche bekam ich von meiner Bank ein Schreiben, dass das bisherige TAN-Verfahren fürs Onlinebanking nun umgestellt würde auf sogenannte Push-TANs, die man dann auf sein Smartphone geschickt bekäme. Das Problem dabei: Ich habe nach wie vor kein Smartphone.
Smartphones, die digitalisierte Form der Großstadt
Ein Smartphone ist ein nützliches Werkzeug für viele Dinge: Es zeigt uns unsere Position und den Weg zu einem Ziel, hilft bei der Organisation von Terminen und anderen Informationen, und man kann sogar damit telefonieren! Was es aus meiner Sicht nicht sein kann: sozial. Auch wenn die Vernetzung die Welt kleiner macht (Informationen aus jedem Winkel der Welt können fast in Echtzeit abgerufen werden), so verlieren viele den Bezug zum direkten Umfeld.
Gemeinsam einsam
Jeder kennt das Bild mittlerweile: (zumeist) junge Menschen sitzen gemeinsam in einer Kneipe, einem Restaurant oder auch im Bus und schauen in ihre Smartphones, anstatt miteinander zu reden. Was vor nicht allzu langer Zeit noch als unhöflich galt, nämlich in Gesellschaft sein Telefon zu benutzen, ist mittlerweile verbreiteter Usus.

